Berliner Boersenzeitung - CDU nach Wahl von AfD-Landtagspräsident Rausch unter Druck

EUR -
AED 4.105921
AFN 71.553678
ALL 91.669467
AMD 402.546359
ANG 2.00166
AOA 1025.22275
ARS 1700.067271
AUD 1.607953
AWG 2.015227
AZN 1.901008
BAM 1.954083
BBD 2.251891
BDT 137.719012
BGN 1.882117
BHD 0.421624
BIF 3358.049917
BMD 1.118018
BND 1.431343
BOB 13.416329
BRL 5.593776
BSD 1.118003
BTN 108.128557
BWP 15.456421
BYN 3.428888
BYR 21913.14906
BZD 2.248625
CAD 1.593181
CDF 2591.009072
CHF 0.930767
CLF 0.027672
CLP 1092.762094
CNY 7.495859
CNH 7.500055
COP 3626.369025
CRC 510.44472
CUC 1.118018
CUP 26.833427
CVE 110.167232
CZK 24.427789
DJF 199.090645
DKK 7.474642
DOP 67.400788
DZD 150.510896
EGP 58.55484
ERN 16.770267
ETB 181.647121
FJD 2.518668
FKP 0.842078
GBP 0.846592
GEL 2.878897
GGP 0.842078
GHS 13.215567
GIP 0.842078
GMD 82.733608
GNF 9836.358652
GTQ 8.539383
GYD 233.839341
HKD 8.774595
HNL 30.013633
HRK 7.532979
HTG 146.411376
HUF 366.707041
IDR 20009.164731
ILS 3.429688
IMP 0.842078
INR 108.169733
IQD 1464.613321
IRR 1936574.548266
ISK 136.991052
JEP 0.842078
JMD 177.613964
JOD 0.792704
JPY 176.905633
KES 145.230022
KGS 97.76898
KHR 4552.062037
KMF 489.691471
KPW 1006.216384
KRW 1496.981013
KWD 0.347111
KYD 0.931781
KZT 499.774238
LAK 25071.973998
LBP 100121.841873
LKR 369.905034
LRD 191.192036
LSL 18.663553
LTL 3.301216
LVL 0.676278
LYD 7.18269
MAD 11.149805
MDL 19.912507
MGA 4985.620079
MKD 61.515958
MMK 2347.494888
MNT 4021.499564
MOP 9.03806
MRU 44.766272
MUR 52.97208
MVR 17.228871
MWK 1938.722822
MXN 20.221901
MYR 4.572027
MZN 71.436598
NAD 18.663804
NGN 1484.068065
NIO 41.143303
NOK 10.712506
NPR 173.01033
NZD 1.997745
OMR 0.4299
PAB 1.118018
PEN 3.848767
PGK 5.067548
PHP 70.237205
PKR 309.617498
PLN 4.382403
PYG 6523.298385
QAR 4.076337
RON 5.354636
RSD 117.417541
RUB 95.559602
RWF 1651.349272
SAR 4.193522
SBD 9.016859
SCR 15.539263
SDG 672.49389
SEK 11.224071
SGD 1.431393
SHP 0.843501
SLE 27.59209
SLL 23444.265373
SOS 638.938685
SRD 42.093821
STD 23140.711381
STN 24.478167
SVC 9.783318
SYP 14536.467839
SZL 18.657609
THB 37.664338
TJS 10.319634
TMT 3.913062
TND 3.340166
TOP 2.691918
TRY 55.003575
TTD 7.584235
TWD 35.625081
TZS 2962.750581
UAH 50.167527
UGX 4555.936435
USD 1.118018
UYU 44.840206
UZS 13187.296864
VES 975.777602
VND 29046.661692
VUV 134.366078
WST 3.113357
XAF 655.957
XAG 0.018556
XAU 0.000271116777
XCD 3.021499
XCG 2.015003
XDR 0.790497
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.103792
ZAR 18.650527
ZMK 10063.494088
ZMW 22.238463
ZWL 360.001278
SSP 6426.076194
MXV 2.285567
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

CDU nach Wahl von AfD-Landtagspräsident Rausch unter Druck
CDU nach Wahl von AfD-Landtagspräsident Rausch unter Druck / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

CDU nach Wahl von AfD-Landtagspräsident Rausch unter Druck

Nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt steht die CDU unter zunehmendem Druck. Führende CDU-Politikerinnen und Politiker zeigten sich am Mittwoch besorgt über mögliche CDU-Stimmen für Rausch, der bei seiner Wahl vier Stimmen mehr bekommen hatte, als AfD und BSW zusammen haben. Kanzler Friedrich Merz (CDU) betonte, eine Stimme für die AfD vertrage sich nicht mit den Werten seiner Partei.

Textgröße:

"Wer einen Abgeordneten einer rechtsextremen Partei zum Landtagspräsidenten wählt, muss das mit seinem Gewissen vereinbaren", sagte Merz am Mittwoch in Berlin. "Wer seine Stimme der AfD gibt, der spielt das Spiel der Extremisten und er zerstört Glaubwürdigkeit. Mit den Werten meiner Partei, der CDU, verträgt sich das jedenfalls nicht."

Für die Aufklärung möglicher CDU-Stimmen für Rausch fühlt sich der CDU-Chef und Kanzler aber nicht verantwortlich. "Wir wissen nicht, von wem insgesamt der AfD-Kandidat seine Stimmen erhalten hat", sagte Merz. Ob die Aufklärung der geheimen Wahl jemals gelingen werde, sei in Sachsen-Anhalt zu klären.

Ähnlich äußerten sich auch andere führende Christdemokratinnen. "Die Wahl war geheim. Wir können nicht sagen, woher die weiteren Stimmen kamen", sagte CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann den Funke-Medien. Eine vorherige interne Abstimmung in der CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt habe ein Votum von Enthaltung beziehungsweise Nein-Stimmen ergeben. "Wie und ob die Aufklärung einer geheimen Wahl gelingen kann, wird in den Landtagsfraktionen zu klären sein."

Hoppermann bezeichnete die Wahl von Rausch als "schweren Schlag" für die Christdemokraten. "Für die CDU Deutschlands ist klar, dass die Unterstützung einer extremistischen Partei oder einer von ihr geführten Regierung nicht mit den Werten unserer Partei vereinbar ist."

CDU-Vize und Bundesfamilienministerin Karin Prien verurteilte mögliche CDU-Stimmen für Rausch ebenfalls deutlich: "Sollten es Kolleginnen und Kollegen der CDU-Landtagsfraktion gewesen sein, dann ist das natürlich vollkommen inakzeptabel", sagte sie dem RBB. Die CDU habe dazu "klare Beschlüsse", betonte Prien. "Dazu gehört auch die Stimmabgabe für Anträge der AfD."

Mögliche Abweichler in der Landtagsfraktion müssten sich hinterfragen, sagte die Parlamentsgeschäftsführerin der Union im Bundestag, Catarina dos Santos-Wintz (CDU) RTL und ntv. Sie schloss aber aus, dass der AfD-Politiker Ulrich Siegmund bei der Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt im Dezember Stimmen aus der Union bekommt. "Ich weiß aus den Landtagsfraktionen und aus der Landespartei, dass das nicht der Fall sein wird", betonte dos Santos-Wintz.

Scharfe Kritik an der CDU kam derweil von der Linken. "Wer einem Rechtsextremen seine Stimme gibt, hat jedes Recht verloren, sich als Demokrat zu bezeichnen", sagte Fraktionschefin Heidi Reichinnek der Nachrichtenagentur AFP an die Union gerichtet. Merz und der abgewählte Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hätten "ihren Laden nicht mehr im Griff und versagen kläglich im Kampf um die Demokratie". Der Kanzler müsse nach diesem "Sündenfall" für Konsequenzen sorgen.

Sollte es für den AfD-Spitzenkandidaten Siegmund "auch nur eine Stimme aus der Union" geben, werde Merz "endgültig als derjenige Parteivorsitzende in die Geschichte eingehen, der den Rechtsextremen den Weg zur Macht geebnet hat", warnte Reichinnek.

Rausch hatte bei seiner Wahl am Dienstag vier Stimmen mehr bekommen, als AfD und BSW zusammen haben - das BSW hatte zuvor seine Unterstützung für den AfD-Bewerber erklärt. SPD, Grüne und Linke hatten angekündigt, mit Nein zu stimmen.

Die SPD-Bundestagsfraktion hatte am Dienstagabend eine spontane Protestkundgebung im Zentrum von Berlin abgehalten. Dazu versammelten sich mehrere Abgeordnete auf dem Bebelplatz, dem Ort der Bücherverbrennung im Nationalsozialismus. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) stimmte die Nationalhymne an. "Es ist der Tag von Wut, es ist der Tag von Enttäuschung", sagte Pistorius über die Wahl des AfD-Landtagspräsidenten. "Wer das zugelassen hat, hat sich an der Demokratie unseres großartigen Landes vergangen."

Für Donnerstagabend war eine Sitzung des Koalitionsausschusses von Union und SPD geplant. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch kündigte bereits an, dass dabei auch über Sachsen-Anhalt gesprochen werden solle.

(F.Schuster--BBZ)