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Julian Nagelsmann hat vor dem EM-Achtelfinale gegen Dänemark für eine Überraschung gesorgt. Leroy Sane und David Raum rücken für Florian Wirtz und Maximilian Mittelstädt in die Startformation für die Begegnung in Dortmund (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV). Nico Schlotterbeck ersetzt hingegen erwartungsgemäß den gelbgesperrten Jonathan Tah. Super-Joker Niclas Füllkrug sitzt zunächst wieder auf der Bank.
Die Schweiz hat die Mission Titelverteidigung von Europameister Italien an dessen Sehnsuchtsort abrupt gestoppt. Im Berliner Olympiastadion, wo die Squadra Azzurra sich vor 18 Jahren zum Weltmeister gekrönt hatte, bezwang das Team von Trainer Murat Yakin die harmlosen Italiener im Achtelfinale mit 2:0 (1:0). In der Runde der besten Acht bekommt es die Schweiz am 6. Juli in Düsseldorf mit England oder der Slowakei zu tun.
Der französische Radprofi Romain Bardet (dsm-firmenich PostNL) hat die erste Etappe der 111. Tour de France gewonnen. Der Tour-Zweite von 2016 setzte sich nach anspruchsvollen 206 km zwischen Florenz und Rimini bei Temperaturen jenseits der 35 Grad vor seinem Teamkollegen Frank van den Broek (Niederlande) durch, damit sicherte sich der 33-jährige Bardet das erste Gelbe Trikot der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Dritter wurde der Belgier Wout van Aert (Visma-Lease a Bike).
Weltmeister Max Verstappen liegt beim Red-Bull-Heimspiel in Österreich auf Kurs für ein perfektes Wochenende. Der Niederländer sicherte sich am Samstagnachmittag souverän die Pole Position für den Grand Prix in Spielberg (Sonntag, 15.00 Uhr/Sky), wenige Stunden zuvor hatte er bereits den Sprint gewonnen. Die Startplätze zwei und drei holten McLaren-Pilot Lando Norris und George Russell im Mercedes - mit mehr als vier Zehntelsekunden Rückstand.
Owen Ansah hüpfte wie ein Flummi auf und ab, schrie seine Freude heraus und schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf. Der Blick auf die Anzeigentafel ließ den Hamburger staunend zurück: 9,99 Sekunden stand da. Neunkommaneun Sekunden. Über 100 m. Als erster deutscher Sprinter knackte der 23-Jährige bei den nationalen Meisterschaften in Braunschweig die magische 10-Sekunden-Marke.
Die 20 Jahre alte Russin Diana Schnaider hat das Rasenturnier in Bad Homburg gewonnen. Die Weltranglisten-47. setzte sich im Finale gegen die Kroatin Donna Vekic mit 6:3, 2:6, 6:3 durch und feierte ihren zweiten Titel auf der Profitour. Schnaider hatte in der ersten Runde die frühere Turniersiegerin und Turnierbotschafterin Angelique Kerber (Kiel) rausgeworfen (7:5, 6:3).
Owen Ansah hat als erster deutscher Sprinter die 10-Sekunden-Marke über 100 m geknackt. Der Hamburger rannte am Samstag bei den deutschen Meisterschaften 9,99 Sekunden und verbesserte damit den deutschen Rekord von Julian Reus aus dem Jahr 2016 um zwei Hundertstelsekunden. Titelfavorit Joshua Hartmann (10,06/Köln) musste sich mit Platz zwei begnügen, Dritter wurde Yannick Wolf aus München (10,16).
Alexander Zverev sieht vor den All England Championships nicht den einen großen Titelanwärter und wittert seine Chance. "Das ist das offenste Wimbledon-Turnier, das wir in 20 Jahren hatten", sagte der Tennisprofi am Samstag in London: "Ich glaube, es gibt mehrere Jungs, die eine sehr gute Chance haben zu gewinnen."
Der russische Judo-Verband hat beschlossen, keinen Vertreter zu den Olympischen Spielen in Paris (26. Juli bis 11. August) zu entsenden und dies mit den "demütigenden Bedingungen" des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) begründet.
Über 3,3 Millionen Menschen haben nach Angaben der UEFA während der Gruppenphase die offiziellen Fanzonen in den EM-Gastgeberstädten besucht. Die Topwerte erreichten die Veranstaltungen demnach am 19. und 23. Juni mit 430.000 sowie 440.000 Besucherinnen und Besuchern.
Beim vierten deutschen Meistertitel in Serie für Speerwurf-Ass Julian Weber ist der Olympia-Traum von Ex-Weltmeister Johannes Vetter endgültig geplatzt. Der Offenburger kam in Braunschweig bei seinem Saisondebüt nicht über 73,16 m hinaus und landete damit nur auf Rang sechs. Für die Paris-Qualifikation hätte Vetter, der zuletzt immer wieder mit Schulterproblemen und anderen Verletzungen zu kämpfen hatte, die geforderte Norm von 85,50 m werfen müssen.
Max Verstappen hat den nächsten Großangriff von McLaren abgewehrt - und dabei schon wieder von nicht optimaler Arbeit der Konkurrenz profitiert. Der Formel-1-Weltmeister im Red Bull gewann den Sprint beim Großen Preis von Österreich vor dem McLaren-Duo Oscar Piastri und Lando Norris.
In Florenz ist am Samstagmittag die 111. Tour de France gestartet. Um Punkt 12.00 Uhr gingen 176 Fahrer in der berühmten Großstadt der Toskana auf die Reise, die sie über 3498 km in 21 Etappen nach Nizza bringen wird. Wenig später erfolgte der scharfe Start.
Die dreimalige Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika hat sich zum fünften Mal für Sommerspiele qualifiziert. Die 37-Jährige belegte bei den nationalen Leichtathletik-Ausscheidungen über 100 m in 10,92 Sekunden Platz drei und buchte damit das Ticket für Paris. Im Männersprint schickte Kishane Thompson mit der Jahresweltbestzeit von 9,77 Sekunden eine deutliche Kampfansage an US-Star Noah Lyles.
Beim EM-Achtelfinale gegen die Slowakei dürfen die englischen Anhänger nicht nur vor dem Spiel in die Fanzone in der Gelsenkirchener Innenstadt, es gibt auch in der Schalker Arena Bier mit vollem Alkoholgehalt. Anders als die Auftaktpartie der Three Lions gegen Serbien (1:0) wurde das K.o.-Spiel am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) von der Polizei nicht als Hochrisikospiel eingestuft.
Der Trainer gesperrt, der Superstar verletzt: Argentinien muss im letzten Gruppenspiel der Copa America auf Weltmeister-Trainer Lionel Scaloni und Weltfußballer Lionel Messi verzichten. Während Messi sich im zweiten Gruppenspiel gegen Chile (1:0) eine Oberschenkelverletzung zuzog, fehlt sein Coach wegen einer skurrilen Sperre.
Mit Vollgas-Fußball und einem spektakulären Vinicius Jr. ist Brasilien durch einen 4:1 (3:0)-Sieg über Paraguay in der Copa America angekommen. Der Selecao reicht nun ein Remis im abschließenden Gruppenspiel gegen Kolumbien zum Einzug in die Runde der letzten Acht. Kolumbien hatte zuvor bereits sein Viertelfinal-Ticket mit einem 3:0 (1:0) gegen Costa Rica, das Brasilien mit einem 0:0 zum Auftakt geärgert hatte, gelöst.
Bei den "Three Lions" läuft es einfach nicht rund - auch nicht auf dem Fahrrad: Der englische Fußball-Nationalspieler Anthony Gordon ist mit dem E-Bike gestürzt. Von Schürfwunden an Nase, Kinn und Armen gezeichnet, erklärte der Flügelspieler sein Malheur: "Ich fuhr einen Hügel hinunter, versuchte ein kurzes Video für meine Familie aufzunehmen und schon lag ich auf dem Boden."
Superstar Novak Djokovic geht nach eigenen Angaben "schmerzfrei" in den Rasen-Klassiker in Wimbledon. "Es waren intensive drei Wochen nach der Operation, in denen ich viele Stunden in der Reha verbracht habe", sagte der Grand-Slam-Rekordchampion vor dem Start des ältesten Tennisturniers der Welt und ergänzte: "Ich wollte mir immer eine Chance geben, in London zu sein. Ich glaube, mein Chirurg ist hier. Er ist sicher der 'MVP' (wertvollster Spieler) der vergangenen drei Wochen."
Bundestrainer Julian Nagelsmann lässt sich bei der viel diskutierten Frage nach der Besetzung im Sturmzentrum weiter nicht in die Karten schauen. "Wenn man von außen draufschaut, ist eine Forderung nach Fülle (Niclas Füllkrug, d. Red.) nachvollziehbar", sagte Nagelsmann bei RTL. Der bislang gesetzte Kai Havertz komme in der "öffentlichen Bewertung deutlich schlechter weg", so der Bundestrainer: "Er hat in sehr vielen Spielen einen klaren Job, der damit einhergeht, dass er nicht viele Ballaktionen hat, weil er Raum für andere kreieren sollte. Das hat er herausragend gut gemacht."
Der frühere Wimbledonsieger Michael Stich fordert eine bessere finanzielle Unterstützung für Spitzensportler in Deutschland. "Wir müssen uns der Bedeutung des Sports in der Breite, aber auch in der Spitze wieder viel bewusster werden", sagte der Tennis-Olympiasieger von 1992 im Interview mit der Sporthilfe: "Wir gewinnen immer weniger Medaillen bei Olympischen Spielen, das liegt aber nicht an der Qualität der Athleten."
Der frühere Bundesligaprofi Flemming Povlsen sieht "seine" dänische Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen EM-Gastgeber Deutschland als klaren Außenseiter. "Die Dänen müssen über sich hinauswachsen, wenn sie gegen bessere Mannschaften spielen. Wir müssen uns steigern", sagte einstige Dortmunder und Kölner, der 1992 Europameister geworden war und dabei Deutschland düpiert hatte.
Max Verstappen beginnt auch den Samstag in Spielberg als Spitzenreiter, im Red-Bull-Lager blickt man dennoch weiterhin sorgenvoll auf einen ganz bestimmten Konkurrenten. "Nur McLaren" sei der große Gegner, sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko, "und da ziemlich deutlich wieder Lando Norris."
Die deutschen Darts-Profis Martin Schindler und Gabriel Clemens haben bei der Team-WM in Frankfurt das Achtelfinale erreicht. Die Vorjahreshalbfinalisten gewannen am Freitag das zweite Vorrundenspiel gegen die Finnen Marko Kantele und Teemu Harju 4:1 und wurden ihrer Favoritenrolle in Gruppe C damit gerecht - auf wen Deutschland im Kampf um das Viertelfinale trifft, steht noch nicht fest.
Böen der Windstärke sechs bis sieben haben das Segeln bei der Kieler Woche am Freitag zu einer hochgefährlichen Angelegenheit verwandelt. Die Veranstalter kürzten das geplante Rahmenprogramm aufgrund der Witterungsbedingungen ein - dennoch waren am Ende des Tages 16 Verletzungen zu beklagen. Zwei schwerer verletzte Personen kamen ins Krankenhaus. Die Organisatoren sprachen "unterm Strich" von einer "glimpflichen Bilanz".
Hanna Klein und Florian Bremm haben sich bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig die Titel über 5000 m gesichert. In Abwesenheit von Ex-Europameisterin Konstanze Klosterhalfen siegte die EM-Fünfte Klein nach einem Solo-Lauf über die abschließenden knapp drei Kilometer in 15:11,83 Minuten vor ihrer Tübinger Teamkollegin Eva Dieterich (15:30,28) und Svenja Pingpank (Hannover/16:05,03).
Abwehrchef Antonio Rüdiger steht der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im EM-Achtelfinale gegen Dänemark zur Verfügung. "Wenn nichts mehr passiert, dann kann er morgen spielen", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz in Dortmund am Freitagabend. Rüdiger hatte beim Gruppenfinale gegen die Schweiz (1:1) eine Oberschenkelzerrung erlitten, er war am Vormittag aber wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. "Das Training war gut", sagte Nagelsmann.
Dänemarks Fußballer bangen vor dem EM-Achtelfinale gegen Gastgeber Deutschland um den Einsatz von Topspieler Christian Eriksen. "Christian hatte ein paar Probleme mit seinem Magen, Thomas Delaney hatte dasselbe. Wir hoffen, dass er bald bei uns und bereit für das Spiel sein kann", sagte Nationaltrainer Kaspar Hjulmand am Freitag auf einer Pressekonferenz in Dortmund. Er erwarte allerdings, dass Eriksen am Samstag (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) spielen könne.
Weltmeister Max Verstappen hat sich zum Auftakt des Heimrennens für Red Bull keine Blöße gegeben und den ersten Startplatz für den Sprint eingefahren. Der Niederländer beginnt das Kurzrennen beim Großen Preis von Österreich am Samstag (12.00 Uhr/RTL und Sky) von ganz vorne, folgen konnte erneut vor allem Lando Norris. Der McLaren-Pilot, Zweiter der WM-Wertung hinter Verstappen, wurde mit nur 93 Tausendsteln Rückstand Zweiter.
Tippspiele sind auch diesmal bei der Fußball-Europameisterschaft angesagt: Wer um Geld wettet, setzt durchschnittlich 60 Euro im gesamten Turnier ein. Das ergab eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom, der am Freitag die Ergebnisse veröffentlichte. Demnach liegen Männer mit 70 Euro über dem Schnitt, Frauen mit 44 Euro deutlich darunter. 18 Prozent der Befragten, die bei Tippspielen und Wetten mitmachen, geben hundert Euro und mehr aus.
Der Weltmeister bietet Angriffsfläche - doch die Verfolger schöpfen ihr Potenzial nicht aus: Das freie Training zum Großen Preis von Österreich hat jüngste Eindrücke aus der Formel 1 bestätigt. Vor dem Rennen am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) drehte Max Verstappen in 1:05,685 Minuten die schnellste Runde, der Titelverteidiger im Red Bull war damit gut zwei Zehntelsekunden schneller als Oscar Piastri im McLaren.
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat beim Rasen-Klassiker in Wimbledon (1. bis 14. Juli) eine machbare Erstrunden-Aufgabe erwischt. Der 27 Jahre alte French-Open-Finalist trifft zum Auftakt auf den Spanier Roberto Carballes Baena (31). Die Nummer 65 der Welt ist bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie über die dritte Runde hinausgekommen.