Berliner Boersenzeitung - Auch Rekord-Olympiasieger Phelps fordert WADA-Reformen

EUR -
AED 4.112869
AFN 71.674327
ALL 91.552679
AMD 405.2158
ANG 2.005046
AOA 1026.956744
ARS 1702.981025
AUD 1.606353
AWG 2.018636
AZN 1.900877
BAM 1.947226
BBD 2.254503
BDT 137.564293
BGN 1.885301
BHD 0.422047
BIF 3364.261965
BMD 1.119909
BND 1.43123
BOB 13.459736
BRL 5.580501
BSD 1.119346
BTN 107.871035
BWP 15.398132
BYN 3.438713
BYR 21950.215307
BZD 2.251158
CAD 1.592619
CDF 2595.388372
CHF 0.933461
CLF 0.027622
CLP 1090.674017
CNY 7.508542
CNH 7.50988
COP 3630.442422
CRC 512.4505
CUC 1.119909
CUP 26.864115
CVE 109.781622
CZK 24.412782
DJF 199.334981
DKK 7.47495
DOP 67.493723
DZD 150.797154
EGP 58.685134
ERN 16.798634
ETB 180.30564
FJD 2.518955
FKP 0.843503
GBP 0.845924
GEL 2.883744
GGP 0.843503
GHS 13.174989
GIP 0.843503
GMD 82.873102
GNF 9847.771313
GTQ 8.549356
GYD 234.188846
HKD 8.788855
HNL 30.075197
HRK 7.536538
HTG 146.577877
HUF 366.729832
IDR 20027.33165
ILS 3.422739
IMP 0.843503
INR 108.441399
IQD 1467.080717
IRR 1939850.278372
ISK 137.199768
JEP 0.843503
JMD 177.879165
JOD 0.793981
JPY 177.16008
KES 145.487817
KGS 97.936372
KHR 4534.13702
KMF 490.519835
KPW 1007.918406
KRW 1499.087479
KWD 0.347609
KYD 0.932793
KZT 505.175668
LAK 25101.699192
LBP 100366.729983
LKR 370.052367
LRD 191.407218
LSL 18.539734
LTL 3.3068
LVL 0.677421
LYD 7.195414
MAD 11.16265
MDL 19.975226
MGA 4958.146716
MKD 61.305068
MMK 2351.465692
MNT 4028.301959
MOP 9.0484
MRU 44.819257
MUR 53.060998
MVR 17.257992
MWK 1940.945185
MXN 20.206707
MYR 4.577406
MZN 71.565763
NAD 18.5567
NGN 1485.827663
NIO 41.067098
NOK 10.70923
NPR 172.596355
NZD 1.997145
OMR 0.430566
PAB 1.119371
PEN 3.854511
PGK 4.983908
PHP 70.278205
PKR 310.024116
PLN 4.380709
PYG 6558.211469
QAR 4.080273
RON 5.351487
RSD 117.477304
RUB 95.772951
RWF 1651.865693
SAR 4.199054
SBD 9.032111
SCR 15.561387
SDG 673.628311
SEK 11.234781
SGD 1.432817
SHP 0.844927
SLE 27.639234
SLL 23483.921514
SOS 640.041146
SRD 42.16423
STD 23179.854059
STN 24.805983
SVC 9.79392
SYP 14561.056378
SZL 18.556656
THB 37.728656
TJS 10.320359
TMT 3.919681
TND 3.356423
TOP 2.696472
TRY 55.097061
TTD 7.587423
TWD 35.686905
TZS 2962.156898
UAH 50.279291
UGX 4516.115155
USD 1.119909
UYU 45.171309
UZS 13209.326196
VES 977.428137
VND 29095.794326
VUV 134.593359
WST 3.118624
XAF 655.957
XAG 0.018585
XAU 0.000271802438
XCD 3.02661
XCG 2.017327
XDR 0.791834
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.550466
ZAR 18.625987
ZMK 10080.527041
ZMW 22.13524
ZWL 360.610223
SSP 6436.945948
MXV 2.28385
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Auch Rekord-Olympiasieger Phelps fordert WADA-Reformen
Auch Rekord-Olympiasieger Phelps fordert WADA-Reformen / Foto: Jim WATSON - SID

Auch Rekord-Olympiasieger Phelps fordert WADA-Reformen

Der Druck auf die WADA wächst: Vor einem Untersuchungsausschuss des US-Kongresses rief auch Rekord-Olympiasieger Michael Phelps zu Reformen der Welt-Anti-Doping-Agentur auf. Für den 23-maligen Goldmedaillengewinner im Schwimmen ist klar, "dass es noch immer tief verwurzelte Probleme im System gibt, die sich immer wieder als schädlich für die Integrität des internationalen Sports und das Recht der Athleten auf einen fairen Wettkampf erweisen."

Textgröße:

Phelps (38) war gemeinsam mit der viermaligen Schwimm-Olympiasiegerin Allison Schmitt (34) und US-Anti-Doping-Chef Travis Tygart als Zeuge nach Washington geladen worden. Er forderte den Kongress auf, seinen "erheblichen Einfluss auf die WADA zu nutzen, um die Organisation unabhängig und effektiv zu machen", sagte Phelps, der die WADA bereits in der Vergangenheit wegen des Umgangs mit dem russischen Dopingskandal kritisiert hatte.

Die USA sind mit mehr als drei Millionen Euro im Jahr der größte staatliche Geldgeber der WADA. Auch in der deutschen Politik wird über die Finanzierung des weltweiten Anti-Doping-Kampfes durch die Agentur aus Montreal debattiert, das Bundesinnenministerium stellte bereits die Existenzberechtigung der WADA infrage. Aus Deutschland kamen 2023 knapp 1,2 Millionen Euro, größter Geldgeber ist die olympische Bewegung.

Die Wellen ausgelöst hatte eine Recherche der ARD-Dopingredaktion und der New York Times. Demnach waren vor den Sommerspielen 2021 in Tokio 23 Spitzenschwimmer aus China positiv auf das verbotene Herzmittel Trimetazidin getestet, allerdings nicht sanktioniert worden. Die WADA hielt die Fälle unter Verschluss und geht von einer Kontaminierung in einer Hotelküche aus. Die Vorwürfe aus den USA weist sie ebenso zurück wie die chinesische Anti-Doping-Agentur CHINADA, die für die Untersuchung zuständig war.

Phelps und Schmitt geben sich damit nicht zufrieden. "Als Athleten können wir nicht länger blind auf die Welt-Anti-Doping-Agentur vertrauen, eine Organisation, die ständig beweist, dass sie entweder nicht in der Lage oder nicht willens ist, ihre Richtlinien weltweit konsequent durchzusetzen", sagte Phelps. Er selbst habe "enge Freunde", die unter der Entscheidung, die chinesischen Schwimmer in Tokio an den Start gehen zu lassen, gelitten haben.

Schmitt war in Tokio Teil der 4x200m-Freistilstaffel, die Silber hinter China gewann. Auch in diesem Rennen waren chinesische Schwimmerinnen am Start, die zuvor positiv getestet worden waren. "Wir haben ihre Leistungen respektiert und unsere Niederlage akzeptiert", sagte Schmitt, "aber jetzt, da ich erfahren habe, dass die chinesische Staffel aus Athletinnen bestand, die keine Sperre verbüßt hatten, blicke ich mit Zweifeln zurück."

Tygart schlug vor, die Finanzierung an Bedingungen zu knüpfen. Der Chefkritiker der WADA fordert die Einrichtung eines "unabhängigen Expertenkomitees", das Entscheidungen über alle positiven Fälle trifft, die nicht zu einem Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln und einer öffentlichen Bekanntgabe führen.

Auch WADA-Präsident Witold Banka war vor den Untersuchungsausschuss geladen worden, erschien aber nicht und wehrte sich anschließend in einem langen Statement. "Es ist nicht angebracht, den Anti-Dopingkampf auf diese Weise zu politisieren", sagte der Pole: "Es schwächt nur das Vertrauen in das System, was letztlich weder den Athleten aus den USA noch anderswo zugutekommt."

Die Anhörung vor dem Kongress habe sich, wie von der WADA erwartet, ohnehin nur darauf konzentriert, "weitere Fehlinformationen über den Kontaminationsfall aus dem Jahr 2021 mit 23 Schwimmern aus China zu verbreiten und dem Ruf der WADA und des globalen Anti-Doping-Systems weiter zu schaden". Auch eine Einladung des Sportausschusses des deutschen Bundestages hatte Banka ausgeschlagen.

(S.G.Stein--BBZ)