Berliner Boersenzeitung - Super-Dänen zu stark: Handballer verpassen EM-Krönung

EUR -
AED 4.298143
AFN 73.732868
ALL 95.114149
AMD 430.825467
ANG 2.094737
AOA 1074.388338
ARS 1620.91237
AUD 1.61655
AWG 2.10957
AZN 1.990251
BAM 1.949907
BBD 2.357635
BDT 143.885117
BGN 1.95585
BHD 0.441776
BIF 3484.502297
BMD 1.170358
BND 1.490153
BOB 8.088828
BRL 5.727965
BSD 1.170612
BTN 111.886002
BWP 15.800649
BYN 3.27282
BYR 22939.010337
BZD 2.354245
CAD 1.603648
CDF 2604.046162
CHF 0.915227
CLF 0.027163
CLP 1069.075099
CNY 7.949183
CNH 7.945161
COP 4433.747887
CRC 534.199111
CUC 1.170358
CUP 31.014478
CVE 109.93976
CZK 24.350871
DJF 208.445331
DKK 7.471412
DOP 69.082972
DZD 154.920972
EGP 61.967347
ERN 17.555365
ETB 182.783125
FJD 2.559925
FKP 0.857376
GBP 0.865439
GEL 3.12507
GGP 0.857376
GHS 13.215509
GIP 0.857376
GMD 86.021564
GNF 10271.306694
GTQ 8.931577
GYD 244.898181
HKD 9.164363
HNL 31.128178
HRK 7.537203
HTG 152.933648
HUF 359.264105
IDR 20444.978142
ILS 3.398315
IMP 0.857376
INR 112.024939
IQD 1533.358972
IRR 1535509.263623
ISK 143.597343
JEP 0.857376
JMD 184.964119
JOD 0.829793
JPY 184.712281
KES 151.151567
KGS 102.347892
KHR 4695.987245
KMF 491.550549
KPW 1053.343257
KRW 1744.628859
KWD 0.360868
KYD 0.975448
KZT 542.92672
LAK 25660.661579
LBP 104825.155476
LKR 378.090477
LRD 214.218031
LSL 19.348685
LTL 3.455762
LVL 0.707938
LYD 7.405806
MAD 10.683176
MDL 20.034133
MGA 4891.34162
MKD 61.615132
MMK 2456.526615
MNT 4190.875603
MOP 9.438772
MRU 46.694067
MUR 54.784408
MVR 18.04304
MWK 2029.916742
MXN 20.173335
MYR 4.599972
MZN 74.797709
NAD 19.348438
NGN 1603.998484
NIO 43.081446
NOK 10.746967
NPR 179.010541
NZD 1.973633
OMR 0.450023
PAB 1.170562
PEN 4.011775
PGK 5.097917
PHP 71.857593
PKR 326.093449
PLN 4.253314
PYG 7145.586096
QAR 4.267076
RON 5.20493
RSD 117.425481
RUB 85.966471
RWF 1712.069268
SAR 4.394309
SBD 9.396812
SCR 16.333572
SDG 702.811093
SEK 10.901419
SGD 1.489321
SHP 0.87379
SLE 28.820049
SLL 24541.811472
SOS 668.989455
SRD 43.601091
STD 24224.040832
STN 24.427006
SVC 10.242
SYP 129.358958
SZL 19.342365
THB 37.884183
TJS 10.944894
TMT 4.096252
TND 3.404429
TOP 2.81794
TRY 53.154948
TTD 7.943956
TWD 36.911915
TZS 3044.566114
UAH 51.44832
UGX 4399.85211
USD 1.170358
UYU 46.547722
UZS 14200.081181
VES 590.192132
VND 30839.509791
VUV 138.480757
WST 3.170844
XAF 653.9971
XAG 0.01354
XAU 0.000249
XCD 3.16295
XCG 2.109615
XDR 0.813363
XOF 653.9971
XPF 119.331742
YER 279.306155
ZAR 19.272867
ZMK 10534.619766
ZMW 22.035963
ZWL 376.854692
  • Euro STOXX 50

    26.5200

    5834.97

    +0.45%

  • MDAX

    141.0900

    31151.47

    +0.45%

  • Goldpreis

    28.2000

    4714.9

    +0.6%

  • DAX

    188.7600

    24143.69

    +0.78%

  • SDAX

    185.4300

    18282.76

    +1.01%

  • TecDAX

    56.5200

    3765.97

    +1.5%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.1708

    -0.31%

Super-Dänen zu stark: Handballer verpassen EM-Krönung
Super-Dänen zu stark: Handballer verpassen EM-Krönung / Foto: Ante Cizmic - IMAGO/SID

Super-Dänen zu stark: Handballer verpassen EM-Krönung

Gold-Traum geplatzt, Silber gewonnen! Deutschlands Handballer haben die Krönung ihres EM-Wintermärchens verpasst. Der Triumphzug der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason endete am Sonntagabend in der Hölle von Herning trotz einer irren Paraden-Show von Torhüter Andreas Wolff und einer mitreißenden Teamleistung gegen Olympiasieger und Weltmeister Dänemark. Die 27:34 (16:18)-Niederlage in einem epischen und hochintensiven Endspiel schmerzte, mit dem Gewinn der Silbermedaille feierte das deutsche Team aber den größten Erfolg bei einer Europameisterschaft seit dem Titelgewinn vor zehn Jahren.

Textgröße:

Die DHB-Auswahl bot dem nun dreimaligen Champion vor 15.000 lärmenden Zuschauern in der ausverkauften Jyske Bank Boxen, darunter neben Bundeskanzler Friedrich Merz auch seine dänische Amtskollegin Mette Frederiksen und Dänemarks Königin Mary, einen aufopferungsvollen Kampf. Sie musste sich dem Highspeed-Handball der weltbesten Handballmannschaft am Ende aber geschlagen geben.

Bis zum 27:29 (55.) gestalteten Wolff und seine Mitspieler die Partie ausgeglichen, zum Ende drehte Dänemark mit seinen herausragenden Einzelkönnern aber auf. In der Schlussphase schwanden nach einem kräftezehrenden Turnier mit neun Spielen auch die Kräfte, zumal Abwehrspezialist Tom Kiesler nach einem groben Foulspiel an Welthandballer Mathias Gidsel früh die Rote Karte sah. Beste deutsche Torschützen waren Spielmacher Juri Knorr, Kapitän Johannes Golla und Marko Grgic mit je fünf Treffern.

Dänemark, das vor anderthalb Jahren schon das Olympia-Finale gegen Deutschland (39:26) gewonnen hatte, beendete dagegen seinen 14 Jahre dauernden EM-Fluch und holte als erster Gastgeber einer Europameisterschaft seit 2002 den Titel. Zudem machten die Skandinavier als zweites Team nach Frankreich (2010) den Golden Slam des Handballs perfekt und sicherten sich nach Olympia- und WM-Gold auch den EM-Titel.

Für Deutschland, das auf den ersten Pflichtspielsieg gegen Dänemark seit 2016 weiter warten muss, enden mit dem Finale von Herning zweieinhalb intensive Wochen, die der jungen Mannschaft trotz der Final-Niederlage reichlich Rückenwind geben dürften.

Kapitän Johannes Golla und Co. überzeugten nicht bloß mit sechs Siegen, darunter Erfolge gegen Spanien, Frankreich und Kroatien. Sie holten auch die insgesamt fünfte EM-Medaille für eine DHB-Auswahl. Neben den beiden Titeln 2004 und 2016 gewann ein deutsches Team 1998 Bronze sowie 2002 Silber. Zur neuerlichen Medaillen-Sause lud der Verband das Team am Sonntagabend ins Cafe HumleChok in Silkeborg zu Burgern und Bier ein.

Trainer Gislason gab sich trotz des kurzfristigen Ausfalls von Kreisläufer Julius Fischer (Infekt) kämpferisch. "Wir müssen eine überragende Abwehr hinstellen und eine sehr gute Torhüterleistung bringen", sagte der DHB-Coach unmittelbar vor dem Anpfiff im ZDF: "Wir sind ein krasser Außenseiter, ohne Frage. Aber wir wollen das Spiel gewinnen, dafür müssen wir ein perfektes Spiel machen." Kanzler Merz attestierte der deutschen Mannschaft schon vor der Partie ein "sagenhaftes Turnier" und freute sich auf "ein total spannendes Spiel".

Das bekam er. Das deutsche Team bestach von Sekunde eins mit ganz viel Leidenschaft und kühlte den brodelnden Hexenkessel mit der ersten Führung durch Knorr 5:4 (10.) erstmal runter. Als Kiesler wenig später raus musste und die Dänen durch einen Pytlick-Doppelpack nach einer Viertelstunde auf 10:7 stellten, drohte kurzzeitig Ungemach. Doch Golla traf acht Minuten später zum 13:13. "Jungs, wir haben sie genau da, wo wir sie haben wollen", lobte Gislason in der Auszeit: "Vorne ist das überragend, Juri, überragender Angriff. Wir spielen sehr gut über die Breite. Der Rückzug ist unglaublich wichtig."

Die Dänen blieben aber am Drücker. Und es war vor allem Keeper Wolff, der im Gegensatz zum verlorenen Hauptrundenspiel gegen die Dänen (26:31) von Beginn an ran durfte, dass der Halbzeitrückstand mit zwei Toren gering ausfiel. "In Dänemark ein Finale gegen den Gastgeber zu spielen, ist mega geil. Wir müssen die Halle noch mehr zum Pfeifen bringen", sagte Franz Semper in der Pause.

Die Dänen drückten weiter aufs Tempo. Zwar glich Golla beim 19:19 (35.) aus, doch offensiv leistete sich Deutschland gegen Dänemarks Schlussmann Kevin Möller immer wieder Fehlwürfe. Es half zunächst nur wenig, dass auch Wolff nun immer besser ins Spiel fand und sein Team mit teils spektakulären Paraden im Spiel hielt. Beim 22:26 (45.) wuchs der Rückstand dennoch erstmals auf vier Treffer.

Gislason reagierte, der Isländer nutzte erstmals im Turnierverlauf im Angriff die Variante mit einem siebten Feldspieler. Dies zeigte Wirkung: Deutschland robbte sich beim 24:26 (51.) wieder heran, Wolff war in dieser Phase beinahe unüberwindbar. Jannik Kohlbacher sah spät nach grobem Foulspiel Rot (57.), das Spiel war da allerdings gelaufen.

(K.Lüdke--BBZ)