Berliner Boersenzeitung - Super-Dänen zu stark: Handballer verpassen EM-Krönung

EUR -
AED 4.180274
AFN 72.280878
ALL 94.077654
AMD 418.93848
ANG 2.037953
AOA 1043.789616
ARS 1695.423603
AUD 1.65257
AWG 2.048877
AZN 1.933339
BAM 1.953783
BBD 2.293293
BDT 140.282742
BGN 1.92467
BHD 0.429154
BIF 3397.721442
BMD 1.138265
BND 1.476051
BOB 7.896711
BRL 5.944706
BSD 1.138605
BTN 108.517087
BWP 16.254937
BYN 3.317218
BYR 22309.99674
BZD 2.289996
CAD 1.618556
CDF 2589.553219
CHF 0.92072
CLF 0.026768
CLP 1053.533371
CNY 7.733885
CNH 7.731495
COP 3857.569176
CRC 518.255976
CUC 1.138265
CUP 30.164026
CVE 110.553986
CZK 24.222339
DJF 202.292133
DKK 7.474481
DOP 67.669143
DZD 151.760358
EGP 55.870614
ERN 17.073977
ETB 181.154906
FJD 2.556828
FKP 0.858611
GBP 0.856971
GEL 3.005023
GGP 0.858611
GHS 12.936422
GIP 0.858611
GMD 83.661025
GNF 9982.585369
GTQ 8.683884
GYD 238.179978
HKD 8.927396
HNL 29.879871
HRK 7.538158
HTG 148.873724
HUF 355.890163
IDR 20516.887666
ILS 3.398295
IMP 0.858611
INR 108.610699
IQD 1491.696466
IRR 1566252.832182
ISK 143.808073
JEP 0.858611
JMD 179.065178
JOD 0.807027
JPY 184.959548
KES 147.154721
KGS 99.541224
KHR 4567.284099
KMF 492.868755
KPW 1024.439024
KRW 1768.647469
KWD 0.352043
KYD 0.948904
KZT 545.727139
LAK 25610.965722
LBP 102137.310682
LKR 382.498484
LRD 207.021987
LSL 18.668575
LTL 3.361001
LVL 0.688525
LYD 7.301942
MAD 10.708229
MDL 20.136862
MGA 4880.309477
MKD 61.659926
MMK 2389.914688
MNT 4078.38565
MOP 9.199343
MRU 45.678004
MUR 53.668965
MVR 17.58649
MWK 1976.028356
MXN 19.980764
MYR 4.65557
MZN 72.729421
NAD 18.667328
NGN 1565.080548
NIO 41.666212
NOK 11.288073
NPR 173.627739
NZD 2.005697
OMR 0.437667
PAB 1.138605
PEN 3.89062
PGK 4.983336
PHP 70.242328
PKR 316.722365
PLN 4.29299
PYG 6920.735163
QAR 4.149544
RON 5.226234
RSD 117.380167
RUB 88.195425
RWF 1668.696695
SAR 4.273276
SBD 9.162015
SCR 15.115318
SDG 683.531104
SEK 11.069968
SGD 1.4746
SHP 0.84983
SLE 27.745221
SLL 23868.85502
SOS 650.524945
SRD 42.690068
STD 23559.790246
STN 24.928007
SVC 9.962542
SYP 125.814834
SZL 18.665603
THB 37.922464
TJS 10.532344
TMT 3.983928
TND 3.345076
TOP 2.74067
TRY 53.139889
TTD 7.729886
TWD 36.3217
TZS 2987.943711
UAH 51.043894
UGX 4172.619916
USD 1.138265
UYU 45.771952
UZS 13582.345392
VES 720.035442
VND 29936.94231
VUV 136.703789
WST 3.165383
XAF 655.269151
XAG 0.019232
XAU 0.000282
XCD 3.076219
XCG 2.052046
XDR 0.81388
XOF 653.931269
XPF 119.331742
YER 271.590888
ZAR 18.675231
ZMK 10245.749096
ZMW 20.72924
ZWL 366.520911
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1382

    -0.02%

  • SDAX

    150.0100

    18195.59

    +0.82%

  • DAX

    44.4700

    25040.28

    +0.18%

  • MDAX

    247.5400

    32056.64

    +0.77%

  • Goldpreis

    -25.0000

    4057.4

    -0.62%

  • Euro STOXX 50

    -45.5900

    6282.5

    -0.73%

  • TecDAX

    36.0900

    3889.17

    +0.93%

Super-Dänen zu stark: Handballer verpassen EM-Krönung
Super-Dänen zu stark: Handballer verpassen EM-Krönung / Foto: Ante Cizmic - IMAGO/SID

Super-Dänen zu stark: Handballer verpassen EM-Krönung

Gold-Traum geplatzt, Silber gewonnen! Deutschlands Handballer haben die Krönung ihres EM-Wintermärchens verpasst. Der Triumphzug der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason endete am Sonntagabend in der Hölle von Herning trotz einer irren Paraden-Show von Torhüter Andreas Wolff und einer mitreißenden Teamleistung gegen Olympiasieger und Weltmeister Dänemark. Die 27:34 (16:18)-Niederlage in einem epischen und hochintensiven Endspiel schmerzte, mit dem Gewinn der Silbermedaille feierte das deutsche Team aber den größten Erfolg bei einer Europameisterschaft seit dem Titelgewinn vor zehn Jahren.

Textgröße:

Die DHB-Auswahl bot dem nun dreimaligen Champion vor 15.000 lärmenden Zuschauern in der ausverkauften Jyske Bank Boxen, darunter neben Bundeskanzler Friedrich Merz auch seine dänische Amtskollegin Mette Frederiksen und Dänemarks Königin Mary, einen aufopferungsvollen Kampf. Sie musste sich dem Highspeed-Handball der weltbesten Handballmannschaft am Ende aber geschlagen geben.

Bis zum 27:29 (55.) gestalteten Wolff und seine Mitspieler die Partie ausgeglichen, zum Ende drehte Dänemark mit seinen herausragenden Einzelkönnern aber auf. In der Schlussphase schwanden nach einem kräftezehrenden Turnier mit neun Spielen auch die Kräfte, zumal Abwehrspezialist Tom Kiesler nach einem groben Foulspiel an Welthandballer Mathias Gidsel früh die Rote Karte sah. Beste deutsche Torschützen waren Spielmacher Juri Knorr, Kapitän Johannes Golla und Marko Grgic mit je fünf Treffern.

Dänemark, das vor anderthalb Jahren schon das Olympia-Finale gegen Deutschland (39:26) gewonnen hatte, beendete dagegen seinen 14 Jahre dauernden EM-Fluch und holte als erster Gastgeber einer Europameisterschaft seit 2002 den Titel. Zudem machten die Skandinavier als zweites Team nach Frankreich (2010) den Golden Slam des Handballs perfekt und sicherten sich nach Olympia- und WM-Gold auch den EM-Titel.

Für Deutschland, das auf den ersten Pflichtspielsieg gegen Dänemark seit 2016 weiter warten muss, enden mit dem Finale von Herning zweieinhalb intensive Wochen, die der jungen Mannschaft trotz der Final-Niederlage reichlich Rückenwind geben dürften.

Kapitän Johannes Golla und Co. überzeugten nicht bloß mit sechs Siegen, darunter Erfolge gegen Spanien, Frankreich und Kroatien. Sie holten auch die insgesamt fünfte EM-Medaille für eine DHB-Auswahl. Neben den beiden Titeln 2004 und 2016 gewann ein deutsches Team 1998 Bronze sowie 2002 Silber. Zur neuerlichen Medaillen-Sause lud der Verband das Team am Sonntagabend ins Cafe HumleChok in Silkeborg zu Burgern und Bier ein.

Trainer Gislason gab sich trotz des kurzfristigen Ausfalls von Kreisläufer Julius Fischer (Infekt) kämpferisch. "Wir müssen eine überragende Abwehr hinstellen und eine sehr gute Torhüterleistung bringen", sagte der DHB-Coach unmittelbar vor dem Anpfiff im ZDF: "Wir sind ein krasser Außenseiter, ohne Frage. Aber wir wollen das Spiel gewinnen, dafür müssen wir ein perfektes Spiel machen." Kanzler Merz attestierte der deutschen Mannschaft schon vor der Partie ein "sagenhaftes Turnier" und freute sich auf "ein total spannendes Spiel".

Das bekam er. Das deutsche Team bestach von Sekunde eins mit ganz viel Leidenschaft und kühlte den brodelnden Hexenkessel mit der ersten Führung durch Knorr 5:4 (10.) erstmal runter. Als Kiesler wenig später raus musste und die Dänen durch einen Pytlick-Doppelpack nach einer Viertelstunde auf 10:7 stellten, drohte kurzzeitig Ungemach. Doch Golla traf acht Minuten später zum 13:13. "Jungs, wir haben sie genau da, wo wir sie haben wollen", lobte Gislason in der Auszeit: "Vorne ist das überragend, Juri, überragender Angriff. Wir spielen sehr gut über die Breite. Der Rückzug ist unglaublich wichtig."

Die Dänen blieben aber am Drücker. Und es war vor allem Keeper Wolff, der im Gegensatz zum verlorenen Hauptrundenspiel gegen die Dänen (26:31) von Beginn an ran durfte, dass der Halbzeitrückstand mit zwei Toren gering ausfiel. "In Dänemark ein Finale gegen den Gastgeber zu spielen, ist mega geil. Wir müssen die Halle noch mehr zum Pfeifen bringen", sagte Franz Semper in der Pause.

Die Dänen drückten weiter aufs Tempo. Zwar glich Golla beim 19:19 (35.) aus, doch offensiv leistete sich Deutschland gegen Dänemarks Schlussmann Kevin Möller immer wieder Fehlwürfe. Es half zunächst nur wenig, dass auch Wolff nun immer besser ins Spiel fand und sein Team mit teils spektakulären Paraden im Spiel hielt. Beim 22:26 (45.) wuchs der Rückstand dennoch erstmals auf vier Treffer.

Gislason reagierte, der Isländer nutzte erstmals im Turnierverlauf im Angriff die Variante mit einem siebten Feldspieler. Dies zeigte Wirkung: Deutschland robbte sich beim 24:26 (51.) wieder heran, Wolff war in dieser Phase beinahe unüberwindbar. Jannik Kohlbacher sah spät nach grobem Foulspiel Rot (57.), das Spiel war da allerdings gelaufen.

(K.Lüdke--BBZ)