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Fußball-Nationalspielerin Lena Oberdorf vom FC Bayern steht vor dem Ende ihrer monatelangen Leidenszeit. Die 24-Jährige absolviert bei den Double-Siegerinnen nach ihrem zweiten Kreuzbandriss derzeit schon wieder Teile des Mannschaftstrainings, bis Ende des Monats will Oberdorf voll einsteigen.
Sie habe "kaum Probleme mit dem Knie. Von daher genieße ich es einfach, auf dem Platz zu sein. Man muss immer schauen, wie das Knie reagiert. Aber ich bin auf einem guten Weg", sagte Oberdorf am Donnerstag. Aktuell sei sie bei den Einheiten der Münchnerinnen noch "neutrale Spielerinnen im Feld ohne Körperkontakt. Aber ich glaube, dass ich das jetzt noch eineinhalb Wochen so durchziehe und dann komplett zur Mannschaft stoße."
Oberdorf hatte sich im Oktober 2025 zum zweiten Mal in ihrer Zeit in München das Kreuzband gerissen. Deshalb ist sie auch vorsichtig, wenn es um ihren ersten Einsatz geht. "Ich will mich da gar nicht unter Druck setzen und sagen, ich will zu diesem Spiel oder zu diesem Spiel wieder fit sein. Man muss gucken, wie sich das Knie anfühlt und dann alles auf sich zukommen lassen", sagte sie.
Deshalb will sich Oberdorf auch noch nicht mit der Nationalmannschaft und der WM im kommenden Jahr befassen: "Das ist gerade noch zu weit weg. Es geht jetzt darum, bei Bayern anzukommen. Ich muss erstmal wieder meine Leistung bringen, Leistungsträgerin werden - und dafür lasse ich mir diesmal auch die Zeit."
Die gibt ihr auch ihr Trainer José Barcala. "Lena ist eine Schlüsselspielerin für uns. Aber wir müssen jetzt Schritt für Schritt gehen und dürfen sie nicht zu früh überfordern", sagte er.
Die Bayern-Frauen starteten in dieser Woche mit der Vorbereitung auf die neue Saison - noch ohne DFB-Kapitänin Giulia Gwinn. Die 27-Jährige befindet sich nach einer Schulteroperation, der sie sich Ende Mai unterzog, noch in der Rehaphase. Gwinn wird deshalb kommende Woche auch bei der Japan-Reise der Münchnerinnen fehlen.
(F.Schuster--BBZ)