Berliner Boersenzeitung - Experten warnen vor Gesundheitsgefahren durch Klimawandel und Umweltzerstörung

EUR -
AED 4.231751
AFN 75.467314
ALL 92.900234
AMD 421.579649
AOA 1057.663813
ARS 1719.831727
AUD 1.63136
AWG 2.073851
AZN 1.960153
BAM 1.953299
BBD 2.320229
BDT 141.869566
BHD 0.434447
BIF 3444.019784
BMD 1.15214
BND 1.474
BOB 13.587719
BRL 5.96417
BSD 1.152025
BTN 109.762401
BWP 15.508007
BYN 3.440564
BYR 22581.937562
BZD 2.316953
CAD 1.606457
CDF 2621.117258
CHF 0.937376
CLF 0.026766
CLP 1053.366728
CNY 7.77153
CNH 7.773452
COP 3622.407777
CRC 523.32987
CUC 1.15214
CUP 30.531701
CVE 110.12494
CZK 24.235488
DJF 204.758625
DKK 7.475739
DOP 67.263285
DZD 153.111305
EGP 57.859069
ERN 17.282095
ETB 186.3454
FJD 2.549628
FKP 0.852639
GBP 0.853914
GEL 3.012891
GGP 0.852639
GHS 13.190224
GIP 0.852639
GMD 84.683504
GNF 10120.128893
GTQ 8.789668
GYD 241.063408
HKD 9.041151
HNL 30.878192
HRK 7.53281
HTG 150.685737
HUF 364.317508
IDR 20584.127372
ILS 3.432339
IMP 0.852639
INR 109.941199
IQD 1509.154411
IRR 1583846.406731
ISK 142.012127
JEP 0.852639
JMD 182.378046
JOD 0.816847
JPY 183.76916
KES 148.937198
KGS 100.754493
KHR 4664.985941
KMF 491.963645
KRW 1634.091838
KWD 0.356229
KYD 0.960062
KZT 536.39848
LAK 25992.941338
LBP 103163.593209
LKR 385.086892
LRD 209.094067
LSL 18.614103
LTL 3.401969
LVL 0.696918
LYD 7.347655
MAD 10.700691
MDL 19.970255
MGA 4957.694644
MKD 61.451311
MMK 2419.42051
MNT 4143.86086
MOP 9.311557
MRU 46.046437
MUR 54.231251
MVR 17.800323
MWK 1997.659312
MXN 19.657572
MYR 4.706947
MZN 73.047746
NAD 18.614103
NGN 1569.283048
NIO 42.396079
NOK 10.945782
NPR 175.616597
NZD 1.967284
OMR 0.44301
PAB 1.152035
PEN 3.893448
PGK 5.095519
PHP 70.616929
PKR 320.000236
PLN 4.306065
PYG 6874.257098
QAR 4.200058
RON 5.237588
RSD 117.315462
RUB 95.515329
RWF 1696.912355
SAR 4.320934
SBD 9.292053
SCR 15.995305
SDG 691.858137
SEK 11.045154
SGD 1.475522
SLE 28.227902
SOS 658.351259
SRD 43.400894
STD 23846.96504
STN 24.468668
SVC 10.08018
SZL 18.596026
THB 38.158292
TJS 10.656247
TMT 4.04401
TND 3.382668
TRY 55.01859
TTD 7.813063
TWD 37.156163
TZS 3053.167851
UAH 51.475239
UGX 4273.527697
USD 1.15214
UYU 46.371024
UZS 13775.4799
VES 875.931701
VND 30018.423072
VUV 136.462653
WST 3.14533
XAF 655.112435
XAG 0.017615
XAU 0.000262
XCD 3.113715
XCG 2.076241
XDR 0.814453
XOF 655.123792
XPF 119.331742
YER 273.288894
ZAR 18.611975
ZMK 10370.638247
ZMW 21.681425
ZWL 370.988504
  • SDAX

    -68.5000

    18502.64

    -0.37%

  • Euro STOXX 50

    -17.2300

    6533.99

    -0.26%

  • Goldpreis

    27.9000

    4469

    +0.62%

  • DAX

    -60.3500

    26331.07

    -0.23%

  • TecDAX

    -22.5600

    4067.62

    -0.55%

  • MDAX

    110.2800

    32335.17

    +0.34%

  • EUR/USD

    -0.0020

    1.1526

    -0.17%

Experten warnen vor Gesundheitsgefahren durch Klimawandel und Umweltzerstörung
Experten warnen vor Gesundheitsgefahren durch Klimawandel und Umweltzerstörung / Foto: CRISTINA QUICLER - AFP/Archiv

Experten warnen vor Gesundheitsgefahren durch Klimawandel und Umweltzerstörung

Vor Gefahren für die menschliche Gesundheit durch Klimawandel und Umweltzerstörung warnt der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderung (WBGU) der Bundesregierung. Notwendig sei "ein fundamentales Umdenken im Umgang mit Gesundheit", fordern die neun Expertinnen und Experten in einem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Gutachten. Verwiesen wird auf eine weltweit wachsende Verletzlichkeit der Gesellschaften, die der Mensch durch seine Lebensweise selbst verursache.

Textgröße:

"Die zivilisatorische Entwicklung hat die Artenvielfalt verringert und die Gesundheit der Ökosysteme beeinträchtigt und gefährdet nun auch die Gesundheit der Menschen", heißt es in dem Gutachten. "Wir sind auf dem besten Weg, die Voraussetzungen eines gesunden Lebens für Arten und Menschen weiter zu zerstören und planetare Leitplanken zu überschreiten", warnen die Expertinnen und Experten mit Blick auf eine ressourcenintensive Lebensweise und den hohen Ausstoß an Treibhausgasen.

Die WBGU-Ko-Vorsitzende Karen Pittel mahnte deswegen dringend zu politischem Handeln. Das Gremium verwies auf die Erfahrungen der Corona-Pandemie, aber auch die weitere Zunahme von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie psychische Erkrankungen.

Konkret empfiehlt der Beirat, bestehende Überwachungs- und Berichtspflichten für gesundheitliche Risikofaktoren und Gesundheit auch auf umweltbedingte, nicht übertragbare Krankheiten und die damit verbundenen Risiken auszudehnen. "Nur so können adäquate Präventionsmaßnahmen erarbeitet werden", hieß es.

Notwendig sei aber auch mehr Nachhaltigkeit und Resilienz im Gesundheitssystem selbst. "Der derzeitige gesundheitspolitische Trend, auf Krankheiten in erster Linie zu reagieren, anstatt Prävention und Widerstandsfähigkeit und Entwicklungspotenziale von Menschen zu fördern, sollte durchbrochen werden", verlangen die Expertinnen und Experten. "Es bedarf einer auf die Umwelt der Menschen ausgerichteten Gesundheitsvorsorge und -prävention, die sich auch in der Finanzierung von Gesundheitssystemen widerspiegelt."

Auf eine Änderung auch individueller Lebensgewohnheiten dringt der Beirat in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Wohnen. "Eine stärker pflanzenbasierte Ernährung für alle könnte weltweit jährlich 11 Mio. vorzeitige Todesfälle verhindern und die Klimawirkung des Ernährungssystems stark reduzieren", heißt es in dem Gutachten. Kritisiert wird ein derzeit "übermäßiger Konsum tierischer Produkte und hochverarbeiteter Lebensmittel". Ein Umsteuern setze zudem Ressourcen frei, da weniger Tierfutter benötigt werde.

Zur Bewegung schreibt der Beirat: "Aktive Mobilität ermöglicht mehr Bewegung im Alltag und reduziert Autoverkehr - und damit Energie-, Ressourcen- und Platzverbrauch, Luftverschmutzung, Klimaschäden und Lärm." Dafür sei aber eine "echte Mobilitätswende" erforderlich. Zu viel Autoverkehr hingegen verbrauche nicht nur Ressourcen und Platz und verursache Luftverschmutzung und Lärm. Er führe auch zu weniger eigener Bewegung und vermindere soziale Interaktion.

Beim Thema Wohnen fordern die Expertinnen und Experten, "nachhaltiges und gesundes Bauen mit klimaverträglichen Baustoffen in großem Maßstab voranzubringen". Auch solle ein relevanter Anteil des Stadtraums einer gemeinwohlorientierten Nutzung vorbehalten werden. Der Beirat verweist zudem auf das weltweite Problem von Slums mit meist gesundheitsgefährdenden Lebensbedingungen - und zugleich auf den global wachsenden Bedarf an Wohnraum.

Das Gutachten wurde am Nachmittag an Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) und Forschungsstaatssekretärin Judith Pirscher übergeben. Das Gremium versteht die Empfehlungen auch als einen Diskursbeitrag für die Vorbereitung des Zukunftsgipfels ("Summit of the Future") der Vereinten Nationen, der im September 2024 in New York stattfindet.

(L.Kaufmann--BBZ)