Berliner Boersenzeitung - Merkels Memoiren: Ex-Kanzlerin rechtfertigt Russland-Politik

EUR -
AED 4.31854
AFN 74.674819
ALL 95.295546
AMD 433.864342
ANG 2.104749
AOA 1079.488087
ARS 1638.333927
AUD 1.625986
AWG 2.116643
AZN 1.999649
BAM 1.9547
BBD 2.369046
BDT 144.588608
BGN 1.961543
BHD 0.443946
BIF 3501.010117
BMD 1.175913
BND 1.493508
BOB 8.12594
BRL 5.770675
BSD 1.176228
BTN 112.029882
BWP 15.814963
BYN 3.28932
BYR 23047.895858
BZD 2.365648
CAD 1.609966
CDF 2599.943795
CHF 0.916901
CLF 0.026807
CLP 1055.052674
CNY 7.99036
CNH 7.987242
COP 4423.032325
CRC 539.091949
CUC 1.175913
CUP 31.161696
CVE 110.565205
CZK 24.334694
DJF 209.458529
DKK 7.471234
DOP 69.640206
DZD 155.518213
EGP 61.992842
ERN 17.638696
ETB 183.660452
FJD 2.569252
FKP 0.861446
GBP 0.86549
GEL 3.145574
GGP 0.861446
GHS 13.275493
GIP 0.861446
GMD 85.84132
GNF 10320.839109
GTQ 8.975528
GYD 245.978651
HKD 9.205112
HNL 31.276128
HRK 7.53219
HTG 153.938109
HUF 356.168809
IDR 20592.47181
ILS 3.412324
IMP 0.861446
INR 112.348438
IQD 1540.91948
IRR 1542271.7084
ISK 143.602584
JEP 0.861446
JMD 185.563964
JOD 0.833699
JPY 185.340376
KES 151.916567
KGS 102.833109
KHR 4719.182945
KMF 492.707361
KPW 1058.343204
KRW 1747.218451
KWD 0.362146
KYD 0.980244
KZT 544.950919
LAK 25803.36503
LBP 105467.403011
LKR 378.885107
LRD 215.45665
LSL 19.332235
LTL 3.472166
LVL 0.711298
LYD 7.439686
MAD 10.696399
MDL 20.16048
MGA 4890.184833
MKD 61.622102
MMK 2468.187109
MNT 4210.7686
MOP 9.48558
MRU 46.967162
MUR 54.950316
MVR 18.120474
MWK 2039.625834
MXN 20.241638
MYR 4.623095
MZN 75.146944
NAD 19.332235
NGN 1604.227692
NIO 43.283978
NOK 10.816848
NPR 179.276557
NZD 1.973782
OMR 0.452112
PAB 1.176023
PEN 4.041025
PGK 5.109037
PHP 72.230489
PKR 327.671161
PLN 4.240227
PYG 7229.807225
QAR 4.28326
RON 5.205883
RSD 117.391127
RUB 86.545705
RWF 1720.209715
SAR 4.41177
SBD 9.445237
SCR 16.095388
SDG 706.130883
SEK 10.87161
SGD 1.49438
SHP 0.877938
SLE 28.9325
SLL 24658.304277
SOS 672.215879
SRD 43.98326
STD 24339.026058
STN 24.4858
SVC 10.292163
SYP 129.972992
SZL 19.325957
THB 38.033146
TJS 11.007831
TMT 4.127455
TND 3.364877
TOP 2.831317
TRY 53.37505
TTD 7.973478
TWD 36.951306
TZS 3072.076074
UAH 51.692642
UGX 4421.740057
USD 1.175913
UYU 46.885697
UZS 14281.839001
VES 587.762524
VND 30961.790711
VUV 139.138089
WST 3.185896
XAF 655.579598
XAG 0.013618
XAU 0.000249
XCD 3.177964
XCG 2.119898
XDR 0.815331
XOF 655.576812
XPF 119.331742
YER 280.567763
ZAR 19.365195
ZMK 10584.628235
ZMW 22.239292
ZWL 378.643524
  • Goldpreis

    2.2000

    4730.9

    +0.05%

  • EUR/USD

    -0.0028

    1.1759

    -0.24%

  • DAX

    11.6500

    24350.28

    +0.05%

  • Euro STOXX 50

    -16.0800

    5895.45

    -0.27%

  • TecDAX

    -13.3600

    3766.36

    -0.35%

  • SDAX

    -72.4600

    18556.07

    -0.39%

  • MDAX

    267.7000

    31448.76

    +0.85%

Merkels Memoiren: Ex-Kanzlerin rechtfertigt Russland-Politik
Merkels Memoiren: Ex-Kanzlerin rechtfertigt Russland-Politik / Foto: Alexander Zemlianichenko - POOL/AFP/Archiv

Merkels Memoiren: Ex-Kanzlerin rechtfertigt Russland-Politik

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihren Memoiren ihre vielfach kritisierte Russland-Politik verteidigt. Merkel rechtfertigte insbesondere ihre Weigerung aus dem Jahr 2008, der Ukraine und Georgien den Status eines Nato-Beitrittskandidaten einzuräumen - und damit ein Stück weit auf Bedenken Russlands eingegangen zu sein: "Die Aufnahme eines neuen Mitglieds sollte nicht nur ihm ein Mehr an Sicherheit bringen, sondern auch der Nato", schrieb Merkel in ihrem Erinnerungsbuch "Freiheit", aus dem "Die Zeit" am Donnerstag einen Auszug veröffentlichte.

Textgröße:

An Merkels Russland-Politik gibt es inzwischen viel Kritik. Der früheren Kanzlerin wird vorgeworfen, zu beschwichtigend gegenüber Russland aufgetreten zu sein. Einige Kritiker argumentieren, die Ukraine wäre von späteren russischen Aggressionen verschont geblieben, wenn die Nato sie 2008 - wie von der damaligen ukrainischen Regierung gewünscht - offiziell als Beitrittskandidat anerkannt hätte.

Merkel begründete ihre Entscheidung von damals mit Sicherheitsbedenken. "Ich verstand den Wunsch der mittel- und osteuropäischen Länder, so schnell wie möglich Mitglied der Nato zu werden, denn sie wollten nach dem Ende des Kalten Kriegs zur westlichen Gemeinschaft gehören", schrieb sie in ihren Erinnerungen, die nächste Woche erscheinen sollen. "Es stand außer Zweifel, dass Russland diesen Ländern nicht das bieten konnte, wonach sie sich sehnten: Freiheit, Selbstbestimmung, Wohlstand."

Doch zugleich hätten die Nato und ihre Mitgliedstaaten bei jedem Erweiterungsschritt die möglichen Auswirkungen auf das Bündnis prüfen müssen - "auf seine Sicherheit, Stabilität und Funktionsfähigkeit".

Im Fall der Ukraine habe es damals die Besonderheit gegeben, dass die Schwarzmeerflotte der russischen Marine auf der ukrainischen Halbinsel Krim stationiert gewesen sei. "Eine solche Verquickung mit russischen Militärstrukturen hatte es bislang bei keinem der Nato-Beitrittskandidaten gegeben", schrieb Merkel. "Außerdem unterstützte damals nur eine Minderheit der ukrainischen Bevölkerung eine Mitgliedschaft des Landes in der Nato."

Natürlich gebe es in der Frage eines Bündnis-Beitritts "kein Vetorecht eines Dritten außerhalb der Nato, auch nicht für Russland", schrieb Merkel weiter. "Es konnte umgekehrt aber auch keinen Automatismus einer Zusage geben, wenn ein Land um die Mitgliedschaft bat."

Sie habe es für eine "Illusion" gehalten, dass der Nato-Beitrittsstatus "der Ukraine und Georgien Schutz vor Putins Aggression gegeben hätte, dass also dieser Status so abschreckend gewirkt hätte, dass Putin die Entwicklungen tatenlos hingenommen hätte", schrieb Merkel - und warf die Frage auf: "Wäre es damals im Ernstfall vorstellbar gewesen, dass die Nato-Mitgliedstaaten militärisch - mit Material wie mit Truppen - geantwortet und eingegriffen hätten?"

Am Ende habe sie dann beim Nato-Gipfel 2008 in Bukarest auf einen Kompromiss hingewirkt, schrieb Merkel. Dass Georgien und die Ukraine damals keine Zusage für einen Beitrittsstatus bekamen, "war für sie ein Nein zu ihren Hoffnungen", räumte Merkel ein. "Dass die Nato ihnen zugleich eine generelle Zusage für ihre Mitgliedschaft in Aussicht stellte, war für Putin ein Ja zur Nato-Mitgliedschaft beider Länder, eine Kampfansage", fuhr sie fort.

"In einem anderen Zusammenhang, an den ich mich im Einzelnen nicht mehr erinnere, sagte er später einmal zu mir: 'Du wirst nicht ewig Bundeskanzlerin sein. Und dann werden sie Nato-Mitglied. Und das will ich verhindern'", schrieb Merkel mit Blick auf den russischen Präsidenten. "Und ich dachte: Du bist auch nicht ewig Präsident. Dennoch waren meine Sorgen über zukünftige Spannungen mit Russland in Bukarest nicht geringer geworden."

(G.Gruner--BBZ)