Berliner Boersenzeitung - Viel Kritik an Klimasofortprogrammen von Bau- und Verkehrsministerium

EUR -
AED 4.32145
AFN 75.308617
ALL 95.344815
AMD 432.885163
ANG 2.106168
AOA 1080.216545
ARS 1644.790435
AUD 1.62497
AWG 2.121013
AZN 1.96537
BAM 1.95566
BBD 2.370251
BDT 144.659675
BGN 1.962866
BHD 0.444172
BIF 3503.013705
BMD 1.176706
BND 1.494325
BOB 8.13142
BRL 5.767629
BSD 1.176836
BTN 112.105428
BWP 15.823005
BYN 3.290993
BYR 23063.437841
BZD 2.366861
CAD 1.608133
CDF 2665.23869
CHF 0.916325
CLF 0.026653
CLP 1048.97409
CNY 8.002484
CNH 7.995035
COP 4405.716748
CRC 539.366086
CUC 1.176706
CUP 31.182709
CVE 110.211708
CZK 24.33328
DJF 209.568604
DKK 7.472689
DOP 69.675619
DZD 155.645536
EGP 62.132784
ERN 17.65059
ETB 183.753846
FJD 2.570456
FKP 0.863046
GBP 0.864932
GEL 3.147731
GGP 0.863046
GHS 13.286165
GIP 0.863046
GMD 86.489882
GNF 10326.394586
GTQ 8.981581
GYD 246.144523
HKD 9.212743
HNL 31.292032
HRK 7.533033
HTG 154.022279
HUF 355.96887
IDR 20489.393439
ILS 3.422508
IMP 0.863046
INR 112.08566
IQD 1541.709613
IRR 1543249.935145
ISK 143.805346
JEP 0.863046
JMD 185.658326
JOD 0.834331
JPY 184.89523
KES 151.983825
KGS 102.902841
KHR 4721.66299
KMF 491.863379
KPW 1059.03536
KRW 1733.232385
KWD 0.362296
KYD 0.980738
KZT 545.225718
LAK 25816.376745
LBP 105385.873658
LKR 379.076165
LRD 215.367373
LSL 19.341984
LTL 3.474507
LVL 0.711777
LYD 7.443595
MAD 10.729934
MDL 20.170732
MGA 4892.692362
MKD 61.6406
MMK 2470.52538
MNT 4208.732973
MOP 9.490444
MRU 46.991045
MUR 54.987238
MVR 18.123661
MWK 2040.671689
MXN 20.259042
MYR 4.615631
MZN 75.203378
NAD 19.341984
NGN 1605.721178
NIO 43.308749
NOK 10.829465
NPR 179.367722
NZD 1.978702
OMR 0.452325
PAB 1.176816
PEN 4.043011
PGK 5.111722
PHP 71.930848
PKR 327.840572
PLN 4.239825
PYG 7233.452974
QAR 4.299921
RON 5.210927
RSD 117.376466
RUB 86.961918
RWF 1721.091783
SAR 4.414745
SBD 9.436514
SCR 16.472104
SDG 706.593251
SEK 10.874763
SGD 1.493969
SHP 0.87853
SLE 29.005976
SLL 24674.932214
SOS 672.557712
SRD 44.007618
STD 24355.438695
STN 24.498668
SVC 10.297396
SYP 130.08242
SZL 19.335949
THB 38.147639
TJS 11.015254
TMT 4.118471
TND 3.414478
TOP 2.833226
TRY 53.396924
TTD 7.977498
TWD 36.935979
TZS 3071.203
UAH 51.719148
UGX 4424.721787
USD 1.176706
UYU 46.917313
UZS 14289.162258
VES 587.453968
VND 30976.785774
VUV 139.531196
WST 3.185457
XAF 655.915758
XAG 0.014498
XAU 0.000252
XCD 3.180107
XCG 2.120976
XDR 0.815749
XOF 655.921332
XPF 119.331742
YER 280.791457
ZAR 19.35199
ZMK 10591.767529
ZMW 22.250695
ZWL 378.898856
  • Euro STOXX 50

    -27.9500

    5883.58

    -0.48%

  • TecDAX

    -13.4400

    3766.28

    -0.36%

  • MDAX

    139.7000

    31320.76

    +0.45%

  • SDAX

    -83.6400

    18544.89

    -0.45%

  • DAX

    -49.6100

    24289.02

    -0.2%

  • Goldpreis

    7.8000

    4738.5

    +0.16%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1783

    -0.06%

Viel Kritik an Klimasofortprogrammen von Bau- und Verkehrsministerium

Viel Kritik an Klimasofortprogrammen von Bau- und Verkehrsministerium

Umwelt- und Wirtschaftsvertreter haben teils scharfe Kritik an den am Mittwoch vorgestellten Klimasofortprogrammen des Verkehrs- und des Bauministeriums geäußert. Klimaschützer warfen insbesondere Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) vor, den Klimaschutz nicht ernst genug zu nehmen. Die Wohnungswirtschaft kritisierte, Bauministerin Klara Geywitz plane zu langfristig und blende aktuelle Probleme aus.

Textgröße:

Wissing will zum Erreichen der Klimaziele vor allem die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge, die Fahrradinfrastruktur und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen. Im Sofortprogramm seines Ministeriums sind außerdem neue gesetzliche Vorgaben für das Arbeiten im Homeoffice vorgesehen, um Wege zur Arbeit einzusparen. Auch der Gütertransport per Lkw soll effizienter gestaltet werden.

Der Verkehrssektor hatte im Jahr 2021 den vom Klimaschutzgesetz vorgegebenen Treibhausgasausstoß um etwa drei Millionen Tonnen überstiegen. Deshalb war Wissings Ministerium zur Vorlage eines Sofortpakets verpflichtet.

Nach Einschätzung von Greenpeace enthält dieses jedoch hauptsächlich "blumige Ankündigungen". Laut dem Ökologischen Verkehrsclub wird es "dem Ernst der Lage nicht gerecht". Es brauche "ehrliche, kurzfristig wirksame Maßnahmen, die den Energieverbrauch sofort reduzieren", erklärte auch die Deutschen Umwelthilfe. Die Aktivisten fordern unter anderem ein Tempolimit auf Autobahnen, ein Verbot von Kurzstreckenflügen und die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets für den öffentlichen Nahverkehr.

Der Gebäudesektor hatte im vergangenen Jahr ebenfalls die Klimavorgaben nicht eingehalten und zwei Millionen Tonnen Treibhausgas zu viel ausgestoßen. Bauministerin Geywitz stellte deshalb ein gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne) erarbeitetes Sofortprogramm vor.

Große CO2-Einsparungen verspricht sich Geywitz von der Umstellung und Optimierung von Heizsystemen. "Wir müssen die Art und Weise, wie wir unsere Häuser beheizen, verändern", sagte die Ministerin. Konkret geplant ist etwa, dass ab 2024 keine neuen Gasheizungen mehr eingebaut werden dürfen.

Als "Schlüsseltechnologie" bezeichnet das Strategiepapier der Ministerien die Wärmepumpe: Diese habe einen "hohen Effizienzgrad" und könne potenziell treibhausgasneutral betrieben werden. Neben dem geförderten Einbau neuer Wärmepumpen steht dabei vor allem auch die Qualifikation von Fachkräften im Mittelpunkt.

Bei Gebäuden liegt der Fokus weniger auf dem Neubau als auf der Sanierung, etwa mit neuen Methoden für Seriensanierungen mit vorgefertigten Dach- und Fassadenelementen. Auch bei öffentlichen Gebäuden sollen häufiger saniert und in Zusammenarbeit mit den Kommunen Sport- und Kultureinrichtungen energieeffizienter gemacht werden.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht dir Richtung des Programms durchaus positiv, bemängelt aber den Zeitplan. "Der Einbaustopp für klimaschädliche Gasheizungen ab 2024 kommt zu spät", erklärte BUND-Chef Olaf Bandt.

Auch aus der Wirtschaft kam Kritik. "Die Umstellung von Heizungssystemen auf erneuerbare Energien muss Hand in Hand mit der energetischen Optimierung der Gebäudehülle gehen", erklärte Felix Pakleppa vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe. "Denn die Energieleistung von rein regenerativen Energien ist für ungedämmte Gebäude zu niedrig."

Axel Gedaschko, Präsident des Verbandes der Wohnungswirtschaft, sieht "ambitionierte Vorhaben" des Bauministeriums, die allerdings "die aktuelle Mangelsituation bei den notwendigen Materialien und Fachkräften für Sanierungen" ausblende. Viel hänge zudem von einer ausreichenden finanziellen Förderung ab, die bislang nicht feststehe.

Auf ein gemeinsames Klimasofortprogramm konnte sich die Ampel-Regierung bislang nicht einigen, weshalb die Ministerien jeweils eigene Pläne vorstellten. Insbesondere beim Verkehrsteil scheint eine Koalitionseinigung noch in der Ferne: Grüne Abgeordnete schlossen sich der scharfen Kritik am Sofortprogramm des FDP-Ministers an.

(B.Hartmann--BBZ)