Berliner Boersenzeitung - UN-Bericht: Extreme Waldbrände werden in kommenden Jahren deutlich zunehmen

EUR -
AED 4.239393
AFN 76.187455
ALL 93.17114
AMD 421.618341
AOA 1059.703963
ARS 1727.213601
AUD 1.639217
AWG 2.080736
AZN 1.99717
BAM 1.953568
BBD 2.321548
BDT 142.677005
BHD 0.434694
BIF 3439.426093
BMD 1.154361
BND 1.477992
BOB 13.999007
BRL 5.913559
BSD 1.152658
BTN 109.581813
BWP 15.630737
BYN 3.409105
BYR 22625.480557
BZD 2.318242
CAD 1.617168
CDF 2610.011457
CHF 0.933353
CLF 0.026721
CLP 1055.109333
CNY 7.79265
CNH 7.791546
COP 3673.881667
CRC 522.691555
CUC 1.154361
CUP 30.590573
CVE 110.139177
CZK 24.180463
DJF 205.251075
DKK 7.475355
DOP 67.221459
DZD 153.497698
EGP 57.432011
ERN 17.315419
ETB 186.038334
FJD 2.553967
FKP 0.857481
GBP 0.857373
GEL 3.018718
GGP 0.857481
GHS 13.514561
GIP 0.857481
GMD 84.845162
GNF 10124.083393
GTQ 8.791956
GYD 241.124538
HKD 9.054775
HNL 30.893904
HRK 7.535207
HTG 150.703267
HUF 363.227272
IDR 20683.84493
ILS 3.477857
IMP 0.857481
INR 109.853402
IQD 1509.981531
IRR 1587015.850814
ISK 141.789703
JEP 0.857481
JMD 183.165198
JOD 0.818473
JPY 182.195114
KES 149.373012
KGS 100.948559
KHR 4671.521595
KMF 492.911771
KRW 1644.468592
KWD 0.356651
KYD 0.960607
KZT 540.904411
LAK 26056.345982
LBP 103219.381749
LKR 386.741231
LRD 208.05232
LSL 18.909879
LTL 3.408529
LVL 0.698261
LYD 7.33646
MAD 10.743027
MDL 20.027208
MGA 4906.267554
MKD 61.454794
MMK 2423.516623
MNT 4150.898625
MOP 9.312302
MRU 46.220597
MUR 54.185979
MVR 17.834424
MWK 1998.656128
MXN 19.918699
MYR 4.720872
MZN 73.775025
NAD 18.909879
NGN 1571.535555
NIO 42.420069
NOK 11.004093
NPR 175.32615
NZD 1.964048
OMR 0.443836
PAB 1.152683
PEN 3.901942
PGK 5.167939
PHP 70.252174
PKR 320.052553
PLN 4.297219
PYG 6873.998246
QAR 4.214086
RON 5.248764
RSD 117.354656
RUB 94.13771
RWF 1693.214327
SAR 4.331774
SBD 9.313789
SCR 16.730772
SDG 693.190222
SEK 10.936499
SGD 1.479678
SLE 28.401485
SOS 658.727494
SRD 43.482446
STD 23892.947289
STN 24.471302
SVC 10.085522
SZL 18.893924
THB 38.161453
TJS 10.638946
TMT 4.040264
TND 3.382136
TRY 54.928317
TTD 7.817917
TWD 37.252394
TZS 3059.054979
UAH 51.580034
UGX 4299.088703
USD 1.154361
UYU 46.347053
UZS 13702.346382
VES 870.632244
VND 30284.090289
VUV 137.76641
WST 3.150502
XAF 655.188645
XAG 0.018634
XAU 0.00027
XCD 3.119719
XCG 2.077336
XDR 0.814848
XOF 655.194314
XPF 119.331742
YER 273.439379
ZAR 18.840965
ZMK 10390.63435
ZMW 22.003863
ZWL 371.703852
  • SDAX

    36.8100

    18590.72

    +0.2%

  • DAX

    43.5900

    26169.89

    +0.17%

  • MDAX

    32.7800

    32459.11

    +0.1%

  • TecDAX

    48.5100

    3995.24

    +1.21%

  • Euro STOXX 50

    31.6000

    6508.58

    +0.49%

  • Goldpreis

    15.5000

    4320.7

    +0.36%

  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1546

    -0.08%

UN-Bericht: Extreme Waldbrände werden in kommenden Jahren deutlich zunehmen
UN-Bericht: Extreme Waldbrände werden in kommenden Jahren deutlich zunehmen

UN-Bericht: Extreme Waldbrände werden in kommenden Jahren deutlich zunehmen

Verheerende Waldbrände wie in jüngster Zeit in Australien und Kalifornien werden laut einem UN-Bericht wegen des Klimawandels deutlich zunehmen - und die Welt ist nicht gut auf diese Katastrophen vorbereitet. "Selbst bei den ehrgeizigsten Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen wird der Planet eine dramatische Zunahme der Häufigkeit von Bedingungen erleben, die extreme Brände begünstigen", heißt es in dem Bericht, den das UN-Umweltprogramm (Unep) am Mittwoch vorlegte.

Textgröße:

Das Unep hat den Bericht mit seinem Partner, dem norwegischen Umwelt-Institut GRID-Arendal, erarbeitet. Die 50 an der Erstellung beteiligten Experten erläutern darin, dass extreme Waldbrände wie 2019/2020 in Australien oder 2020 in der Arktis keine direkte Folge der Erderwärmung sind. Aber durch die durch den Klimawandel immer häufigeren und intensiveren Phasen von Trockenheit und Dürre würden besonders günstige Bedingungen für die Feuer geschaffen.

Selbst für den Fall, dass die Erderwärmung in den kommenden Jahrzehnten auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden kann, gehen die Berichtsautoren von einer Zunahme besonders schwerer Brände um neun bis 14 Prozent bis zum Jahr 2030 aus. Bis 2050 rechnen sie mit einem Anstieg um 20 bis 33 Prozent. Bis zum Ende des Jahrhunderts sei mit 31 bis 52 Prozent mehr besonders schweren Bränden zu rechnen - ein Anstieg zwischen einem knappen Drittel und mehr als die Hälfte.

In dem Bericht geht es um besonders schwere Brände, die in der Theorie nur ein Mal alle hundert Jahre vorkommen. Die Wahrscheinlichkeit für weniger schwere Brände wurde nicht untersucht, die Autoren stellen aber fest, es sei "wahrscheinlich, dass die weniger extremen Episoden genauso zunehmen".

Schon jetzt richten extreme Brände laut dem Bericht große Schäden an: Der dabei entstehende Rauch schadet der Gesundheit, die Feuer führen zu Wasserverschmutzung, und es werden Lebensräume zahlreicher Arten zerstört. Überdies verstärken Waldbrände den Klimawandel, weil sie mit den Wäldern wichtige CO2-Speicher zerstören.

Allein in den USA beliefen sich dem Bericht zufolge die wirtschaftlichen Schäden durch Waldbrände in den vergangenen Jahren auf 71 bis 348 Milliarden Dollar (63 bis 307 Milliarden Euro). Bei den Waldbränden 2019/20 in Australien seien fast drei Milliarden Säugetiere, Reptilien, Vögel und Amphibien getötet oder verletzt worden.

Das Risiko für Waldbrände könne nicht vollständig vermieden werden, heißt es in dem Bericht. Der Mensch könne aber Maßnahmen ergreifen, um die Häufigkeit solcher verheerenden Ereignisse zu verringern. Stattdessen sei die Antwort der Regierungen auf die wachsende Brandgefahr aber, "Geld in das Falsche zu stecken", erklärte Unep-Chefin Inger Andersen.

Laut dem Bericht sind die durch schwere Waldbrände entstehenden Kosten deutlich höher als die Investitionen in die Verhinderung und Bekämpfung der Feuer. Die Behörden in aller Welt müssten nun in Prävention investieren, forderte das Unep. So müssten abgestorbene Pflanzen am Boden sowie Gestrüpp rund um Wohngebiete konsequenter entfernt werden. Auch eine bessere Landschaftsplanung und die Verringerung von Aktivitäten, die den Ausbruch von Feuern erleichtern, würden dem Bericht zufolge helfen.

"Wir müssen die Risiken für extreme Feuer minimieren, indem wir vorbereitet sind", mahnte Andersen. Dies bedeute: "Mehr in die Verringerung der Risiken investieren, mit den Gemeinden vor Ort zusammenarbeiten und das weltweite Engagement im Kampf gegen den Klimawandel verstärken".

(H.Schneide--BBZ)