Berliner Boersenzeitung - Trump belegt Kupfereinfuhren sowie Importe aus Brasilien mit 50 Prozent Zöllen

EUR -
AED 4.23219
AFN 75.487156
ALL 93.078267
AMD 422.01525
AOA 1057.77368
ARS 1728.100843
AUD 1.638766
AWG 2.074066
AZN 1.960789
BAM 1.952207
BBD 2.320219
BDT 142.597521
BHD 0.434529
BIF 3445.254535
BMD 1.152259
BND 1.477175
BOB 13.933413
BRL 5.903372
BSD 1.151975
BTN 109.6322
BWP 15.580254
BYN 3.410707
BYR 22584.277216
BZD 2.316825
CAD 1.614833
CDF 2604.104891
CHF 0.93644
CLF 0.026727
CLP 1055.331441
CNY 7.776654
CNH 7.777391
COP 3641.26532
CRC 524.003635
CUC 1.152259
CUP 30.534865
CVE 110.789694
CZK 24.243646
DJF 204.779294
DKK 7.474936
DOP 67.163917
DZD 153.33232
EGP 57.257824
ERN 17.283886
ETB 185.933939
FJD 2.552144
FKP 0.85592
GBP 0.856301
GEL 3.013175
GGP 0.85592
GHS 13.521816
GIP 0.85592
GMD 85.266887
GNF 10116.834102
GTQ 8.789821
GYD 241.004293
HKD 9.038838
HNL 30.876033
HRK 7.53416
HTG 150.622097
HUF 365.116225
IDR 20639.263954
ILS 3.465652
IMP 0.85592
INR 109.826937
IQD 1510.035474
IRR 1584183.343658
ISK 142.412461
JEP 0.85592
JMD 182.603882
JOD 0.816933
JPY 182.568546
KES 149.07919
KGS 100.76524
KHR 4670.680341
KMF 492.015232
KRW 1639.987341
KWD 0.35682
KYD 0.960029
KZT 539.828682
LAK 26043.936302
LBP 103184.797064
LKR 386.957729
LRD 209.279064
LSL 18.827806
LTL 3.402321
LVL 0.69699
LYD 7.340045
MAD 10.750001
MDL 20.044018
MGA 4952.861796
MKD 61.416684
MMK 2419.103149
MNT 4143.339409
MOP 9.308326
MRU 46.207516
MUR 54.086968
MVR 17.813958
MWK 2000.321571
MXN 19.83706
MYR 4.71378
MZN 73.632591
NAD 18.827541
NGN 1570.402299
NIO 42.391969
NOK 10.992437
NPR 175.409602
NZD 1.963014
OMR 0.443005
PAB 1.15197
PEN 3.893932
PGK 5.089632
PHP 70.046151
PKR 319.818312
PLN 4.302017
PYG 6852.357161
QAR 4.211049
RON 5.255566
RSD 117.41058
RUB 95.624853
RWF 1692.277688
SAR 4.326884
SBD 9.296827
SCR 16.615673
SDG 691.938217
SEK 10.965245
SGD 1.479159
SLE 28.345475
SOS 658.385256
SRD 43.632019
STD 23849.43576
STN 24.45488
SVC 10.079447
SZL 18.828117
THB 38.16272
TJS 10.626947
TMT 4.038668
TND 3.378795
TRY 54.896043
TTD 7.799609
TWD 37.160649
TZS 3056.226503
UAH 51.582752
UGX 4291.082802
USD 1.152259
UYU 46.394602
UZS 13728.729585
VES 869.046732
VND 30229.515958
VUV 137.515523
WST 3.144764
XAF 654.748965
XAG 0.018726
XAU 0.000272
XCD 3.114038
XCG 2.076187
XDR 0.813364
XOF 654.751801
XPF 119.331742
YER 272.91264
ZAR 18.868009
ZMK 10371.770997
ZMW 21.916468
ZWL 371.026941
  • SDAX

    10.9000

    18564.81

    +0.06%

  • Euro STOXX 50

    25.5800

    6502.56

    +0.39%

  • Goldpreis

    -2.5000

    4297.1

    -0.06%

  • MDAX

    4.7900

    32431.12

    +0.01%

  • TecDAX

    54.2600

    4000.99

    +1.36%

  • DAX

    13.8300

    26140.13

    +0.05%

  • EUR/USD

    -0.0029

    1.1526

    -0.25%

Trump belegt Kupfereinfuhren sowie Importe aus Brasilien mit 50 Prozent Zöllen
Trump belegt Kupfereinfuhren sowie Importe aus Brasilien mit 50 Prozent Zöllen / Foto: Jim WATSON - AFP

Trump belegt Kupfereinfuhren sowie Importe aus Brasilien mit 50 Prozent Zöllen

In seiner Zolloffensive hat es US-Präsident Donald Trump nun auf Kupferimporte in die USA abgesehen. In seinem Onlinedienst Truth Social verkündete er am Mittwochabend (Ortszeit) Aufschläge in Höhe von 50 Prozent auf Einfuhren des Metalls ab dem 1. August. "Kupfer ist das am zweithäufigsten verwendete Material des Verteidigungsministeriums", erklärte Trump. Zudem kündigte er Zölle in Höhe von 50 Prozent gegen Brasilien und Aufschläge zwischen 20 und 30 Prozent für sieben weitere Staaten an.

Textgröße:

Der Präsident verwies darauf, dass Kupfer für die Herstellung von Halbleitern, Flugzeugen, Munition und Halbleitern gebraucht werde. Der Entscheidung sei eine "gründliche Beurteilung der Nationalen Sicherheit" vorangegangen, erklärte Trump, womit er sich vermutlich auf eine vom Handelsministerium Anfang des Jahres eingeleitete Untersuchung bezog.

In den vergangenen Jahren war die Nachfrage nach Kupfer stark gestiegen. Das Metall wird etwa für Solarmodule, Windkraftanlagen und in den Batterien von E-Autos eingesetzt und somit für den Umstieg auf Erneuerbare Energien in vielen Ländern der Welt benötigt. Die Internationale Energie schätzt, dass der weltweite Kupferverbrauch bis 2035 um mehr als 25 Prozent auf 33 Millionen Tonnen ansteigen wird.

Aus China kam Kritik an den weiteren Aufschlägen. Solche "willkürlichen" Zölle kämen niemandem zugute, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums in Peking, Mao Ning. Sie bemängelte auch Trumps Begründung: "Wir haben uns immer gegen eine Überdehnung des Konzepts der nationalen Sicherheit ausgesprochen."

Für Stahl- und Aluminiumprodukte erheben die USA bereits einen erhöhten Zollsatz von 50 Prozent. Für Autos gelten 25 Prozent.

Der US-Präsident hatte den Handelskonflikt Anfang April entfacht. Trump kündigte zunächst hohe Importaufschläge für die EU und zahlreiche Länder an, senkte diese aber auf einen Basissatz von zehn Prozent ab, um innerhalb einer 90-tägigen Frist Verhandlungen zu führen. Die Frist verlängerte der Präsident am Montag bis zum 1. August. Seitdem verkündete der Republikaner bereits mehr als 20 Ländern in Briefen, welche Zollsätze für sie ab diesem Datum gelten.

Für Brasilien verkündete Trump am Mittwoch Zölle in Höhe von 50 Prozent - und begründete diese mit dem Vorgehen der brasilianischen Justiz gegen den früheren Präsidenten Jair Bolsonaro sowie mit der angeblichen "Zensur" von US-Onlineplattformen in dem Land.

Der Prozess gegen Bolsonaro sei eine "Hexenjagd, die sofort enden" müsse, kritisierte Trump in dem Schreiben an den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, das er bei Truth Social veröffentlichte. Trump hatte der brasilianischen Justiz bereits in den vergangenen Tagen einen "Angriff auf einen politischen Gegner" vorgeworfen.

Lula seinerseits reagierte auf X mit der Androhung von Gegenmaßnahmen. "Jede einseitige Erhöhung von Zöllen wird im Lichte des brasilianischen Gesetzes über wirtschaftliche Gegenseitigkeit behandelt werden", schrieb der linksgerichtete Präsident.

Der Rechtsaußen-Politiker Bolsonaro muss sich in seinem Heimatland wegen eines mutmaßlichen Putschversuchs verantworten. Am 1. Januar 2023 hatten Bolsonaro-Anhänger in der Hauptstadt Brasília den Kongress, den Amtssitz des Präsidenten sowie das Oberste Gericht gestürmt und schwere Verwüstungen angerichtet. Zuvor hatte der Trump-Anhänger Bolsonaro die Präsidentschaftswahl gegen Lula verloren. Bolsonaro selbst weist alle Vorwürfe zurück.

Der Fall erinnert an den Sturm von Trump-Anhängern auf den US-Kongress am 6. Januar 2021, nachdem der Rechtspopulist die Präsidentschaftswahl gegen den Demokraten Joe Biden verloren hatte.

Am Mittwoch informierte Trump überdies die Regierungen sieben weiterer Länder schriftlich über die für sie ab August gültigen Zölle. In den Briefen kündigte Trump Importaufschläge in Höhe von 30 Prozent für Algerien, Libyen, Sri Lanka und den Irak an. Für Moldau und Brunei sollen Zölle von 25 Prozent gelten, für die Philippinen 20 Prozent.

Ähnliche Briefe will Trump an weitere Handelspartner schicken. Am Montag hatte Trump bereits Briefe an 14 andere Regierungen veröffentlicht, darunter die wichtigen Handelspartner Japan und Südkorea.

(K.Müller--BBZ)