Berliner Boersenzeitung - Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet

EUR -
AED 4.236411
AFN 76.134675
ALL 93.182464
AMD 422.487247
AOA 1058.957992
ARS 1726.291717
AUD 1.638296
AWG 2.079272
AZN 1.957663
BAM 1.954392
BBD 2.322816
BDT 142.757152
BHD 0.434883
BIF 3446.886847
BMD 1.153549
BND 1.478828
BOB 13.949011
BRL 5.892788
BSD 1.153264
BTN 109.754928
BWP 15.597695
BYN 3.414525
BYR 22609.559189
BZD 2.319419
CAD 1.617766
CDF 2608.174036
CHF 0.93494
CLF 0.026655
CLP 1052.440081
CNY 7.786316
CNH 7.784327
COP 3650.590183
CRC 524.590231
CUC 1.153549
CUP 30.569047
CVE 110.185618
CZK 24.233468
DJF 205.370263
DKK 7.47577
DOP 67.201294
DZD 153.450895
EGP 57.316497
ERN 17.303234
ETB 186.142082
FJD 2.552746
FKP 0.856878
GBP 0.856735
GEL 3.016492
GGP 0.856878
GHS 13.556292
GIP 0.856878
GMD 84.787876
GNF 10128.702886
GTQ 8.79966
GYD 241.274085
HKD 9.049096
HNL 30.910597
HRK 7.53544
HTG 150.790711
HUF 364.519161
IDR 20647.372445
ILS 3.46953
IMP 0.856878
INR 109.834412
IQD 1510.805008
IRR 1585899.080318
ISK 142.416699
JEP 0.856878
JMD 182.808298
JOD 0.817933
JPY 182.556612
KES 149.22293
KGS 100.877923
KHR 4679.608344
KMF 492.565076
KRW 1640.91172
KWD 0.357128
KYD 0.961103
KZT 540.432993
LAK 26058.000902
LBP 103275.743756
LKR 387.390908
LRD 208.169125
LSL 18.810948
LTL 3.40613
LVL 0.69777
LYD 7.351704
MAD 10.760248
MDL 20.066456
MGA 4958.406278
MKD 61.485437
MMK 2421.811214
MNT 4147.977671
MOP 9.318746
MRU 46.234691
MUR 54.148043
MVR 17.822046
MWK 1999.741972
MXN 19.840834
MYR 4.717788
MZN 73.723223
NAD 18.810866
NGN 1571.940531
NIO 42.439425
NOK 11.010746
NPR 175.605964
NZD 1.962366
OMR 0.443552
PAB 1.153259
PEN 3.898292
PGK 5.095329
PHP 70.036572
PKR 320.176332
PLN 4.298908
PYG 6860.028033
QAR 4.215763
RON 5.25556
RSD 117.322806
RUB 94.045967
RWF 1694.172109
SAR 4.331728
SBD 9.307235
SCR 16.719259
SDG 692.70723
SEK 10.951378
SGD 1.479877
SLE 28.385109
SOS 659.122286
SRD 43.680858
STD 23876.134015
STN 24.482256
SVC 10.09073
SZL 18.795296
THB 38.153561
TJS 10.638843
TMT 4.037421
TND 3.382578
TRY 54.903043
TTD 7.808341
TWD 37.208296
TZS 3062.670117
UAH 51.640496
UGX 4295.886455
USD 1.153549
UYU 46.446538
UZS 13744.098214
VES 870.019586
VND 30263.356394
VUV 137.669465
WST 3.148285
XAF 655.481924
XAG 0.018702
XAU 0.00027
XCD 3.117524
XCG 2.078512
XDR 0.814275
XOF 655.484763
XPF 119.331742
YER 273.24689
ZAR 18.82232
ZMK 10383.327655
ZMW 21.941003
ZWL 371.442287
  • MDAX

    4.7900

    32431.12

    +0.01%

  • Goldpreis

    -9.6000

    4295.6

    -0.22%

  • TecDAX

    58.7800

    4005.51

    +1.47%

  • SDAX

    35.6000

    18589.51

    +0.19%

  • Euro STOXX 50

    44.4300

    6521.41

    +0.68%

  • DAX

    13.8300

    26140.13

    +0.05%

  • EUR/USD

    -0.0030

    1.1525

    -0.26%

Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet

Nicht klagen, sondern machen: UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém eröffnet

Die UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém hat mit Appellen begonnen, ungeachtet des Ausscherens der USA die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Erderwärmung zu stärken. "Zu klagen ist keine Strategie. Wir brauchen Lösungen", sagte UN-Klimachef Simon Stiell am Montag zur Eröffnung der zweiwöchigen Verhandlungen im Amazonas-Gebiet. Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva rief die Delegationen aus mehr als 190 Ländern auf, den Leugnern des Klimawandels eine "neue Niederlage" zu bereiten.

Textgröße:

Die Länder müssten "viel, viel schneller" den klimaschädlichen Treibhausgasausstoß senken und die Anpassung an die Folgen der Erderwärmung vorantreiben, mahnte Stiell. Auch wenn die Erderwärmung die im Pariser Klimaabkommen vereinbarte 1,5-Grad-Grenze überschreiten sollte, könne die internationale Gemeinschaft diese Überschreitung noch möglichst gering und kurz halten.

Der UN-Klimasekretär warb für Multilateralismus: "In dieser COP30-Arena ist es nicht Ihre Aufgabe, einander zu bekämpfen - Ihre Aufgabe ist es, diese Klimakrise gemeinsam zu bekämpfen", sagte Stiell. Dies liegt aus seiner Sicht auch im Eigeninteresse der Staaten, da die fortschreitende Energiewende und andere Maßnahmen nicht nur dem Klimaschutz dienten, sondern auch Menschenleben retteten und der Wirtschaft nutzten.

Lula rief in seiner Eröffnungsrede der sogenannten COP30 dazu auf, die Bremser im Klimaschutz zu isolieren. "Es ist Zeit, den Leugnern eine neue Niederlage beizubringen", sagte er. Auch wenn einige die wissenschaftlichen Belege für den menschengemachten Klimawandel anzweifelten, Druck auf die Wissenschaft ausübten und "Angst" verbreiteten, gelte: "Der Klimawandel ist nicht mehr eine Bedrohung der Zukunft. Er ist eine Tragödie der Gegenwart."

Die USA wollen sich unter US-Präsident Donald Trump nicht mehr an das Pariser Klimaabkommen halten und haben keine hochrangige Delegation nach Belém geschickt. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, übte daran offen Kritik. "Wir wollen zeigen, es geht auch ohne die USA", sagte er in Belém. Washington habe "sich entschieden, unsolidarisch mit der Welt zu sein, sich abzuwenden". Umso mehr müssten die übrigen Staaten nun "zusammenstehen".

Immerhin begann die Konferenz anders als in den vergangenen Jahren ohne einen offenen Streit über die Verhandlungsagenda. Bill Hare, Leiter der Denkabrik Climate Analytics, betonte allerdings mit Blick auf die USA sowie zahlreiche internationale Konflikte und das Erstarken rechtsnationaler Bewegungen: "Der geopolitische Kontext ist der schwierigste aller COPs." Flasbarth sicherte für Deutschland zu, in Belém "eine maximal vorantreibende Position einzunehmen".

Zentrale Themen der Weltklimakonferenz mit ihren rund 50.000 Teilnehmern sind die Finanzhilfen für ärmere Länder für Klimaschutz sowie die Anpassung an die Erderwärmung. Überschattet werden die zweiwöchigen Verhandlungen von den bislang völlig unzureichenden nationalen Klimaschutzzusagen zur Begrenzung der Erderwärmung.

Der Chef des Weltklimarats IPCC, Jim Skea, sagte am Montag in einer Video-Botschaft, es sei "fast unvermeidlich", dass die Erderwärmung die 1,5-Grad-Grenze in naher Zukunft dauerhaft überschreite. Es sei aber "immer noch möglich", auf den 1,5-Grad-Pfad zurückzukehren. Dies erfordere eine sofortige, umfassende und nachhaltige Verringerung der weltweiten Treibhausgas-Emissionen.

Gastgeber Brasilien macht den Waldschutz zu einer seiner Prioritäten und hat dazu beim Klimagipfel im Vorfeld der COP30 am Donnerstag den globalen Tropenwaldschutz-Fonds TFFF gestartet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Freitag in seiner Gipfel-Rede einen "namhaften" deutschen Beitrag zum TFFF zu und betonte zugleich, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum "Hand in Hand" gehen müssten.

Noch während des vorgeschalteten Treffens der Staats- und Regierungschefs war an der Fertigstellung des Konferenzgeländes in Belém gearbeitet worden. In der Nacht zu Montag waren Arbeiter weiter mit der Feststellung der Länderpavillons beschäftigt. Am Morgen mussten mehrere Delegationen feststellen, dass ihre Büros noch nicht fertig sind.

Die Wahl von Belém als Ort der COP30 war umstritten, da die Stadt nicht über die nötigen Hotelkapazitäten zur Unterbringung der zehntausenden Konferenzteilnehmer verfügt. Zur Verringerung des massiven Bettenmangels ankern derzeit zwei Kreuzfahrtschiffe mit Platz für 6000 Konferenzgäste in Beléms Flusshafen Outeiro.

(T.Renner--BBZ)