Berliner Boersenzeitung - Saudi-Arabiens Finanzkrise

EUR -
AED 4.206706
AFN 71.626247
ALL 95.922283
AMD 432.457649
ANG 2.050144
AOA 1050.389007
ARS 1592.12955
AUD 1.631236
AWG 2.063263
AZN 1.952288
BAM 1.954191
BBD 2.307708
BDT 140.614232
BGN 1.954679
BHD 0.432489
BIF 3401.943722
BMD 1.145462
BND 1.466412
BOB 7.918481
BRL 6.018599
BSD 1.145812
BTN 105.776299
BWP 15.615348
BYN 3.390753
BYR 22451.054
BZD 2.304633
CAD 1.5717
CDF 2494.816239
CHF 0.903774
CLF 0.026387
CLP 1042.152154
CNY 7.868136
CNH 7.901076
COP 4228.873659
CRC 539.087927
CUC 1.145462
CUP 30.354741
CVE 110.176215
CZK 24.459221
DJF 204.064665
DKK 7.472845
DOP 70.402959
DZD 151.709538
EGP 59.950617
ERN 17.181929
ETB 178.873376
FJD 2.542696
FKP 0.857988
GBP 0.864148
GEL 3.109903
GGP 0.857988
GHS 12.44432
GIP 0.857988
GMD 83.619148
GNF 10045.72933
GTQ 8.786654
GYD 239.742619
HKD 8.965817
HNL 30.333424
HRK 7.530153
HTG 150.25826
HUF 391.106844
IDR 19406.416167
ILS 3.594752
IMP 0.857988
INR 105.914737
IQD 1501.18373
IRR 1514042.95416
ISK 144.225191
JEP 0.857988
JMD 179.801184
JOD 0.812133
JPY 182.606681
KES 148.165728
KGS 100.1703
KHR 4595.216748
KMF 490.257921
KPW 1030.777103
KRW 1713.324892
KWD 0.351829
KYD 0.954922
KZT 561.005469
LAK 24555.105283
LBP 102615.9161
LKR 356.591278
LRD 209.7001
LSL 19.24392
LTL 3.382251
LVL 0.692878
LYD 7.312235
MAD 10.792908
MDL 19.990716
MGA 4758.144918
MKD 61.499337
MMK 2404.547166
MNT 4089.584866
MOP 9.237815
MRU 45.848853
MUR 52.703237
MVR 17.708981
MWK 1986.990127
MXN 20.428764
MYR 4.511407
MZN 73.198505
NAD 19.246606
NGN 1587.713489
NIO 42.159953
NOK 11.145408
NPR 169.241879
NZD 1.96992
OMR 0.440435
PAB 1.145872
PEN 3.951747
PGK 5.010918
PHP 68.44593
PKR 319.925307
PLN 4.270509
PYG 7393.010132
QAR 4.165625
RON 5.093981
RSD 117.425936
RUB 91.753954
RWF 1672.237842
SAR 4.298255
SBD 9.22287
SCR 17.366134
SDG 688.422252
SEK 10.762084
SGD 1.46756
SHP 0.859393
SLE 28.168178
SLL 24019.770616
SOS 653.770311
SRD 43.009824
STD 23708.749454
STN 24.47675
SVC 10.026745
SYP 127.875234
SZL 19.237726
THB 37.066955
TJS 10.983557
TMT 4.020571
TND 3.38891
TOP 2.757997
TRY 50.61876
TTD 7.771703
TWD 36.740672
TZS 2989.47928
UAH 50.535059
UGX 4308.452842
USD 1.145462
UYU 46.032704
UZS 13836.789337
VES 504.47799
VND 30118.776218
VUV 136.264497
WST 3.193936
XAF 655.425969
XAG 0.014087
XAU 0.000226
XCD 3.095669
XCG 2.065227
XDR 0.811332
XOF 655.414535
XPF 119.331742
YER 273.249659
ZAR 19.319905
ZMK 10310.535163
ZMW 22.304637
ZWL 368.838277
  • SDAX

    -192.6700

    16828.79

    -1.14%

  • MDAX

    -428.8700

    28814.54

    -1.49%

  • TecDAX

    -8.2400

    3571.12

    -0.23%

  • Euro STOXX 50

    -40.5500

    5708.34

    -0.71%

  • Goldpreis

    -86.3000

    5039.5

    -1.71%

  • DAX

    -174.5500

    23415.1

    -0.75%

  • EUR/USD

    -0.0071

    1.1446

    -0.62%


Saudi-Arabiens Finanzkrise




Saudi-Arabien, das reichste Land der Golfregion, steht vor einer finanziellen Krise, die in den kommenden Jahren zu einem möglichen Bankrott führen könnte. Die Gründe dafür sind vielfältig und zeichnen ein Bild eines Königreichs, das mit sinkenden Einnahmen, hohen Ausgaben und wachsenden Unsicherheiten kämpft.

Abhängigkeit von Öleinnahmen
Ein zentraler Faktor ist die starke Abhängigkeit von Ölexporten. Der Großteil der Staatseinnahmen stammt aus dem Verkauf von Erdöl, doch der globale Wandel hin zu erneuerbaren Energien und der Druck zur Reduktion von CO2-Emissionen schmälern die Nachfrage. Der Ölpreis liegt derzeit bei etwa 48 US-Dollar pro Barrel, während das Land einen Preis von rund 80 US-Dollar benötigt, um sein Haushaltsdefizit auszugleichen. Dies führt zu einem Defizit, das in diesem Jahr voraussichtlich 35 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Zwar wurden Maßnahmen ergriffen, um die Fördermengen zu drosseln und die Preise zu stützen, doch diese reichen nicht aus, um die finanzielle Lage zu stabilisieren.

Hohe Staatsausgaben
Unter Kronprinz Mohammed bin Salman verfolgt Saudi-Arabien ehrgeizige Projekte wie die futuristische Stadt Neom oder Investitionen in den Sportsektor. Diese Vorhaben sind Teil der „Vision 2030“, die darauf abzielt, die Wirtschaft zu diversifizieren und die Öl-Abhängigkeit zu verringern. Doch die Kosten sind enorm: Für dieses Jahr sind Ausgaben von 296 Milliarden US-Dollar geplant – eine Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da die Einnahmen diese Ausgaben nicht decken, wächst das Defizit weiter.

Schrumpfende Währungsreserven
Die finanziellen Reserven des Landes schrumpfen rapide. Von einst 730 Milliarden US-Dollar sind nur noch etwa 513 Milliarden übrig. Um die Defizite zu finanzieren, hat Saudi-Arabien Anleihen verkauft und Kredite aufgenommen. Bereits 2016 wurden internationale Anleihen im Wert von 17,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben – ein Novum in der Geschichte des Landes. Diese Schuldenaufnahme verdeutlicht die zunehmende finanzielle Notlage.

Vertrauensverlust bei Investoren
Der Mord am Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018 hat das internationale Ansehen Saudi-Arabiens schwer beschädigt. Viele ausländische Unternehmen und Investoren zogen sich zurück, was die Pläne zur wirtschaftlichen Diversifizierung erschwert. Der Rückzug prominenter Firmenchefs von Investorenkonferenzen in Riad ist ein klares Zeichen für das geschwächte Vertrauen, das dem Land dringend benötigtes Kapital vorenthält.

Politische und regionale Instabilität
Der Konflikt mit dem Iran und die Beteiligung am Krieg im Jemen belasten die Staatsfinanzen zusätzlich. Hohe militärische Ausgaben und die Unsicherheit in der Region schrecken Investoren ab und verschärfen die wirtschaftliche Lage. Diese Faktoren erhöhen das Risiko, dass Saudi-Arabien seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann.

Reformen und Risiken
Die Regierung hat Maßnahmen wie den Abbau von Subventionen für Strom, Wasser und Treibstoff sowie die Einführung neuer Steuern ergriffen. Doch diese Schritte sind politisch riskant und könnten Unruhen auslösen, insbesondere da viele junge Saudis keine Arbeitsplätze finden. Die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.

Wirtschaftlicher Ausblick
Ohne tiefgreifende Reformen und eine erfolgreiche Diversifizierung der Wirtschaft droht Saudi-Arabien in diesem Jahrzehnt eine finanzielle Katastrophe. Sinkende Öleinnahmen, hohe Ausgaben und geopolitische Spannungen könnten das Land an den Rand des Bankrotts bringen. Ob die „Vision 2030“ diese Krise abwenden kann, bleibt ungewiss.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...