Berliner Boersenzeitung - Iran: Vom Boom zum Bankrott

EUR -
AED 4.202516
AFN 72.08074
ALL 96.107512
AMD 431.956069
ANG 2.048092
AOA 1049.169495
ARS 1599.796693
AUD 1.633711
AWG 2.059438
AZN 1.949567
BAM 1.951922
BBD 2.305029
BDT 140.450976
BGN 1.955675
BHD 0.431942
BIF 3402.648666
BMD 1.144132
BND 1.464709
BOB 7.909287
BRL 6.052578
BSD 1.144481
BTN 105.653491
BWP 15.597219
BYN 3.386816
BYR 22424.987844
BZD 2.301957
CAD 1.571002
CDF 2582.306412
CHF 0.903755
CLF 0.026577
CLP 1049.409795
CNY 7.890626
CNH 7.900775
COP 4245.279025
CRC 538.462034
CUC 1.144132
CUP 30.319499
CVE 110.695225
CZK 24.488259
DJF 203.335595
DKK 7.472281
DOP 70.650603
DZD 151.644861
EGP 59.884104
ERN 17.16198
ETB 179.686384
FJD 2.544836
FKP 0.856991
GBP 0.863677
GEL 3.123927
GGP 0.856991
GHS 12.453923
GIP 0.856991
GMD 84.09811
GNF 10045.479655
GTQ 8.776452
GYD 239.464273
HKD 8.95634
HNL 30.400032
HRK 7.533885
HTG 150.083807
HUF 392.762797
IDR 19409.055805
ILS 3.597541
IMP 0.856991
INR 105.83822
IQD 1498.812963
IRR 1512285.118106
ISK 144.195401
JEP 0.856991
JMD 179.592431
JOD 0.811235
JPY 182.633797
KES 147.826208
KGS 100.054008
KHR 4593.690513
KMF 489.688911
KPW 1029.580349
KRW 1716.015427
KWD 0.351649
KYD 0.953813
KZT 560.35413
LAK 24513.029203
LBP 102457.023939
LKR 356.177268
LRD 209.662632
LSL 19.198972
LTL 3.378325
LVL 0.692074
LYD 7.299998
MAD 10.749165
MDL 19.967506
MGA 4753.868993
MKD 61.641036
MMK 2401.755435
MNT 4084.83677
MOP 9.22709
MRU 45.90301
MUR 52.527535
MVR 17.688714
MWK 1987.357736
MXN 20.461776
MYR 4.506169
MZN 73.114304
NAD 19.198967
NGN 1588.009927
NIO 42.012959
NOK 11.157256
NPR 169.045386
NZD 1.97416
OMR 0.439917
PAB 1.144541
PEN 3.945544
PGK 4.921488
PHP 68.408842
PKR 319.560311
PLN 4.278425
PYG 7384.426688
QAR 4.166071
RON 5.095396
RSD 117.422698
RUB 91.644554
RWF 1669.288636
SAR 4.293426
SBD 9.212228
SCR 16.400664
SDG 687.62374
SEK 10.805538
SGD 1.467773
SHP 0.858395
SLE 28.149843
SLL 23991.889048
SOS 653.875647
SRD 42.959913
STD 23681.223086
STN 24.770459
SVC 10.015104
SYP 127.726768
SZL 19.187516
THB 37.093183
TJS 10.970805
TMT 4.015903
TND 3.376377
TOP 2.754795
TRY 50.559542
TTD 7.76268
TWD 36.700366
TZS 2986.008453
UAH 50.476387
UGX 4303.450635
USD 1.144132
UYU 45.979259
UZS 13861.15996
VES 503.89228
VND 30083.807671
VUV 136.106291
WST 3.190228
XAF 654.665006
XAG 0.014149
XAU 0.000227
XCD 3.092074
XCG 2.062829
XDR 0.81039
XOF 653.875568
XPF 119.331742
YER 272.933112
ZAR 19.323418
ZMK 10298.565355
ZMW 22.27874
ZWL 368.410048
  • DAX

    -142.3600

    23447.29

    -0.61%

  • MDAX

    -423.9500

    28819.46

    -1.47%

  • TecDAX

    -4.9700

    3574.39

    -0.14%

  • Goldpreis

    -102.7000

    5023.1

    -2.04%

  • SDAX

    -236.5300

    16784.93

    -1.41%

  • Euro STOXX 50

    -32.2800

    5716.61

    -0.56%

  • EUR/USD

    -0.0094

    1.1423

    -0.82%


Iran: Vom Boom zum Bankrott




Einst stand Iran sinnbildlich für Modernisierung, Ölreichtum und ehrgeizige Entwicklungspläne. Heute prägen Inflation, Währungsverfall, Strom- und Wasserknappheit sowie internationale Isolation den Alltag, hervorgerufen durch diktatorisch herrschende Mullahs, ohne jeden Sinn und ohne jeden Verstand sowie ohne Weitblick! Eine Bilanz von Aufstieg und Absturz – und was daraus folgt.

Vom Ölboom zur Modernisierung (1960er/70er)
In den 1960er-Jahren hob ein tiefgreifendes Reformprogramm („Weiße Revolution“) Landwirtschaft, Bildung und Infrastruktur auf ein neues Niveau. Parallel vervielfachte der Ölpreisschock 1973/74 die Staatseinnahmen, finanzierte Industrialisierung, neue Straßen, Staudämme und eine wachsende Mittelschicht. In diesen Jahren war Iran – gemessen an Dynamik und Pro-Kopf-Einkommen im regionalen Vergleich – eines der wohlhabendsten Länder Westasiens.

Revolution, Krieg und der erste große Bruch (1979–1988)
Die Islamische Revolution von 1979 stoppte die bis dahin staatsgelenkte Modernisierung abrupt. Der anschließende Iran-Irak-Krieg (1980–1988) zerstörte Industrieanlagen, verschlang Ressourcen, unterbrach Handel und verschlechterte den Lebensstandard. In dieser Phase kippte der Entwicklungs­pfad: aus Ölreichtum wurde Verwundbarkeit.

Dauerkrisen: Staatsdominanz, Subventionen, Sanktionen
Nach dem Krieg blieb die Wirtschaft stark staats- und halbstaatsdominiert. Quer durch Branchen entstanden Machtkonglomerate, die Wettbewerb und private Investitionen bremsten. Großzügige, teure Subventionssysteme hielten Preise künstlich niedrig – und hielten Innovationen zurück. Seit den 1990er-Jahren kamen Sanktionswellen hinzu: erst punktuell, dann ab 2012 massiv gegen Öl, Banken und Schiffsverkehr. Das 2015 vereinbarte Nuklearabkommen brachte nur kurzzeitig Entlastung; die erneute Aufkündigung durch die USA 2018 ließ Handel und Finanzströme erneut einbrechen.

Zwischen Hoffnungsfenstern und Rückfällen (2016–2023)
Phasen leichter Erholung wechselten mit Rückschlägen. Während in einigen Jahren wieder Wachstum verzeichnet wurde, blieb die Investitionstätigkeit schwach, die Produktivität stagnierte, und die Abhängigkeit vom Öl hielt an. Viele Unternehmen passten sich zwar an – etwa durch mehr Petrochemie-Export –, doch die strukturellen Hemmnisse blieben.

Die doppelte Zange 2024/25: Teuerung und Währungssturz
2024 starb Präsident Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz; Neuwahlen brachten Masoud Pezeshkian ins Amt. Der politische Wechsel änderte jedoch kurzfristig wenig an den Eckdaten: Die Inflation verharrte hoch, der Rial erreichte 2025 neue Rekordtiefs am freien Markt. Der Preisauftrieb fraß Reallöhne auf, Unternehmen fehlte Planbarkeit, und Spareinlagen wanderten in harte Währungen, Gold oder Kryptowerte.

Energie- und Wasserknappheit als Wachstumsbremse
Zur makroökonomischen Schieflage kam ein Strukturproblem: Engpässe bei Strom und Wasser. Alternde Kraftwerke, Investitionsstau und steigende Sommerlast führten in den letzten Jahren regelmäßig zu Abschaltungen. Reservoirs sanken, Grundwasser wurde übernutzt, ikonische Ökosysteme wie der Urmia-See schrumpften. Für Industrie, Landwirtschaft und Städte bedeutet das: teure Eigenlösungen, Ertragsausfälle und Abwanderungsdruck.

Öl bleibt Lebensader – und Risiko, ein Risiko wie die Mullahs selbst
Irans wichtigste Devisenquelle ist weiterhin das Öl. Ein Großteil der Ausfuhren landet inzwischen in China – häufig mit Preisabschlägen und komplexer Logistik. Das stabilisiert kurzfristig den Staatshaushalt, macht das Land aber verletzlich gegenüber Sanktionen, Frachtrouten-Risiken und Abnahmeschwankungen. Diversifizierung jenseits von Rohstoffen bleibt Kernhausaufgabe.

Soziale Folgen: Korruption, Abwanderung, schwacher Staat
Die Wahrnehmung verbreiteter Korruption und Klientelwirtschaft belastet das Geschäftsklima. Hochschulen bilden qualifizierte Fachkräfte aus – viele verlassen jedoch das Land. Gleichzeitig hält ein enges Geflecht aus Subventionen und Regulierungen die öffentlichen Finanzen unter Druck, während Investitionen in Netz, Wasserwirtschaft und Innovation zurückstehen.

Woher käme die Wende?
Makro-Stabilisierung, seriöse Budgetpolitik, Reform staatlicher Konglomerate und ein Investitionsschub in Energieeffizienz, Netze und Wasser gelten als Mindestbedingungen. Außenpolitisch könnte belastbare Entspannung spürbaren Spielraum schaffen: Zugang zu Finanzmärkten, Technologie und Ersatzteilen – mit direkten Effekten auf Produktivität, Energieversorgung und Lebensstandard. Ohne solche Schritte droht Iran in einer „Dauerstagnation“ zwischen hoher Teuerung, schwachem Wachstum und Ressourcenknappheit zu verharren.

Fazit und Ausblick in die elende Zukunft des Iran:
Iran ist nicht an einem Mangel an Talenten oder Ressourcen gescheitert, sondern an der Kombination aus politischer Isolation, Fehlanreizen und Investitionsstau. Die Jahre des Ölbooms zeigten, was möglich ist; die jüngere Vergangenheit, wie schnell Kapitalstock, Kaufkraft und Vertrauen erodieren können. Der Weg zurück an die Spitze führt nur über verlässliche Regeln, offene Märkte – und die Reparatur von Staat und Netzinfrastruktur.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...