Berliner Boersenzeitung - Iran: Vom Boom zum Bankrott

EUR -
AED 4.277862
AFN 73.384611
ALL 95.341987
AMD 428.869499
ANG 2.085591
AOA 1069.319565
ARS 1646.695167
AUD 1.621047
AWG 2.096704
AZN 1.985081
BAM 1.956901
BBD 2.34625
BDT 142.996189
BGN 1.945182
BHD 0.439463
BIF 3466.550839
BMD 1.164836
BND 1.488738
BOB 8.049531
BRL 5.865762
BSD 1.164921
BTN 110.612258
BWP 15.630798
BYN 3.191997
BYR 22830.778376
BZD 2.343019
CAD 1.608407
CDF 2646.507246
CHF 0.911991
CLF 0.026322
CLP 1035.958624
CNY 7.881685
CNH 7.881756
COP 4289.67029
CRC 526.580565
CUC 1.164836
CUP 30.868144
CVE 110.513817
CZK 24.282746
DJF 207.014303
DKK 7.474145
DOP 67.956686
DZD 154.6672
EGP 61.029348
ERN 17.472534
ETB 184.04406
FJD 2.588034
FKP 0.865579
GBP 0.865514
GEL 3.109991
GGP 0.865579
GHS 13.675474
GIP 0.865579
GMD 84.455903
GNF 10227.256929
GTQ 8.885963
GYD 243.707171
HKD 9.12912
HNL 30.950062
HRK 7.534393
HTG 152.555867
HUF 353.901535
IDR 20786.491843
ILS 3.264044
IMP 0.865579
INR 110.617159
IQD 1525.934677
IRR 1573751.180066
ISK 143.391201
JEP 0.865579
JMD 183.477758
JOD 0.825877
JPY 185.734188
KES 150.787759
KGS 101.864905
KHR 4670.990764
KMF 491.560782
KPW 1048.183457
KRW 1765.826786
KWD 0.360447
KYD 0.970846
KZT 567.649503
LAK 25571.055776
LBP 104311.030349
LKR 384.436381
LRD 213.310495
LSL 18.917274
LTL 3.439457
LVL 0.704597
LYD 7.396518
MAD 10.69756
MDL 20.159347
MGA 4880.661479
MKD 61.560252
MMK 2445.822409
MNT 4164.817077
MOP 9.400849
MRU 46.593917
MUR 55.166848
MVR 17.939815
MWK 2023.31981
MXN 20.191319
MYR 4.621136
MZN 74.438834
NAD 18.916784
NGN 1597.217397
NIO 42.597673
NOK 10.768032
NPR 176.979614
NZD 1.951041
OMR 0.448785
PAB 1.164956
PEN 3.959861
PGK 5.072877
PHP 71.965845
PKR 324.464888
PLN 4.231385
PYG 7008.945007
QAR 4.241137
RON 5.250727
RSD 117.276808
RUB 82.975401
RWF 1703.572111
SAR 4.394113
SBD 9.356496
SCR 15.767191
SDG 699.485705
SEK 10.778166
SGD 1.488316
SHP 0.869667
SLE 28.658634
SLL 24426.023226
SOS 665.702048
SRD 43.297525
STD 24109.745777
STN 24.927483
SVC 10.193562
SYP 128.751726
SZL 18.917421
THB 37.895018
TJS 10.752652
TMT 4.076925
TND 3.371088
TOP 2.804644
TRY 53.481683
TTD 7.913454
TWD 36.522376
TZS 3057.262296
UAH 51.594154
UGX 4391.339732
USD 1.164836
UYU 46.724895
UZS 14004.239675
VES 639.127897
VND 30651.484806
VUV 136.595801
WST 3.162749
XAF 656.326415
XAG 0.015398
XAU 0.000258
XCD 3.148026
XCG 2.099519
XDR 0.814811
XOF 655.222407
XPF 119.331742
YER 277.929435
ZAR 18.870917
ZMK 10484.919
ZMW 21.413052
ZWL 375.076598
  • Goldpreis

    -46.6000

    4546.4

    -1.02%

  • EUR/USD

    -0.0004

    1.1655

    -0.03%

  • Euro STOXX 50

    -4.5700

    6050.54

    -0.08%

  • MDAX

    112.9300

    33352.83

    +0.34%

  • TecDAX

    34.8200

    4160.08

    +0.84%

  • DAX

    12.5000

    25104.7

    +0.05%

  • SDAX

    103.2700

    19192.97

    +0.54%


Iran: Vom Boom zum Bankrott




Einst stand Iran sinnbildlich für Modernisierung, Ölreichtum und ehrgeizige Entwicklungspläne. Heute prägen Inflation, Währungsverfall, Strom- und Wasserknappheit sowie internationale Isolation den Alltag, hervorgerufen durch diktatorisch herrschende Mullahs, ohne jeden Sinn und ohne jeden Verstand sowie ohne Weitblick! Eine Bilanz von Aufstieg und Absturz – und was daraus folgt.

Vom Ölboom zur Modernisierung (1960er/70er)
In den 1960er-Jahren hob ein tiefgreifendes Reformprogramm („Weiße Revolution“) Landwirtschaft, Bildung und Infrastruktur auf ein neues Niveau. Parallel vervielfachte der Ölpreisschock 1973/74 die Staatseinnahmen, finanzierte Industrialisierung, neue Straßen, Staudämme und eine wachsende Mittelschicht. In diesen Jahren war Iran – gemessen an Dynamik und Pro-Kopf-Einkommen im regionalen Vergleich – eines der wohlhabendsten Länder Westasiens.

Revolution, Krieg und der erste große Bruch (1979–1988)
Die Islamische Revolution von 1979 stoppte die bis dahin staatsgelenkte Modernisierung abrupt. Der anschließende Iran-Irak-Krieg (1980–1988) zerstörte Industrieanlagen, verschlang Ressourcen, unterbrach Handel und verschlechterte den Lebensstandard. In dieser Phase kippte der Entwicklungs­pfad: aus Ölreichtum wurde Verwundbarkeit.

Dauerkrisen: Staatsdominanz, Subventionen, Sanktionen
Nach dem Krieg blieb die Wirtschaft stark staats- und halbstaatsdominiert. Quer durch Branchen entstanden Machtkonglomerate, die Wettbewerb und private Investitionen bremsten. Großzügige, teure Subventionssysteme hielten Preise künstlich niedrig – und hielten Innovationen zurück. Seit den 1990er-Jahren kamen Sanktionswellen hinzu: erst punktuell, dann ab 2012 massiv gegen Öl, Banken und Schiffsverkehr. Das 2015 vereinbarte Nuklearabkommen brachte nur kurzzeitig Entlastung; die erneute Aufkündigung durch die USA 2018 ließ Handel und Finanzströme erneut einbrechen.

Zwischen Hoffnungsfenstern und Rückfällen (2016–2023)
Phasen leichter Erholung wechselten mit Rückschlägen. Während in einigen Jahren wieder Wachstum verzeichnet wurde, blieb die Investitionstätigkeit schwach, die Produktivität stagnierte, und die Abhängigkeit vom Öl hielt an. Viele Unternehmen passten sich zwar an – etwa durch mehr Petrochemie-Export –, doch die strukturellen Hemmnisse blieben.

Die doppelte Zange 2024/25: Teuerung und Währungssturz
2024 starb Präsident Ebrahim Raisi bei einem Hubschrauberabsturz; Neuwahlen brachten Masoud Pezeshkian ins Amt. Der politische Wechsel änderte jedoch kurzfristig wenig an den Eckdaten: Die Inflation verharrte hoch, der Rial erreichte 2025 neue Rekordtiefs am freien Markt. Der Preisauftrieb fraß Reallöhne auf, Unternehmen fehlte Planbarkeit, und Spareinlagen wanderten in harte Währungen, Gold oder Kryptowerte.

Energie- und Wasserknappheit als Wachstumsbremse
Zur makroökonomischen Schieflage kam ein Strukturproblem: Engpässe bei Strom und Wasser. Alternde Kraftwerke, Investitionsstau und steigende Sommerlast führten in den letzten Jahren regelmäßig zu Abschaltungen. Reservoirs sanken, Grundwasser wurde übernutzt, ikonische Ökosysteme wie der Urmia-See schrumpften. Für Industrie, Landwirtschaft und Städte bedeutet das: teure Eigenlösungen, Ertragsausfälle und Abwanderungsdruck.

Öl bleibt Lebensader – und Risiko, ein Risiko wie die Mullahs selbst
Irans wichtigste Devisenquelle ist weiterhin das Öl. Ein Großteil der Ausfuhren landet inzwischen in China – häufig mit Preisabschlägen und komplexer Logistik. Das stabilisiert kurzfristig den Staatshaushalt, macht das Land aber verletzlich gegenüber Sanktionen, Frachtrouten-Risiken und Abnahmeschwankungen. Diversifizierung jenseits von Rohstoffen bleibt Kernhausaufgabe.

Soziale Folgen: Korruption, Abwanderung, schwacher Staat
Die Wahrnehmung verbreiteter Korruption und Klientelwirtschaft belastet das Geschäftsklima. Hochschulen bilden qualifizierte Fachkräfte aus – viele verlassen jedoch das Land. Gleichzeitig hält ein enges Geflecht aus Subventionen und Regulierungen die öffentlichen Finanzen unter Druck, während Investitionen in Netz, Wasserwirtschaft und Innovation zurückstehen.

Woher käme die Wende?
Makro-Stabilisierung, seriöse Budgetpolitik, Reform staatlicher Konglomerate und ein Investitionsschub in Energieeffizienz, Netze und Wasser gelten als Mindestbedingungen. Außenpolitisch könnte belastbare Entspannung spürbaren Spielraum schaffen: Zugang zu Finanzmärkten, Technologie und Ersatzteilen – mit direkten Effekten auf Produktivität, Energieversorgung und Lebensstandard. Ohne solche Schritte droht Iran in einer „Dauerstagnation“ zwischen hoher Teuerung, schwachem Wachstum und Ressourcenknappheit zu verharren.

Fazit und Ausblick in die elende Zukunft des Iran:
Iran ist nicht an einem Mangel an Talenten oder Ressourcen gescheitert, sondern an der Kombination aus politischer Isolation, Fehlanreizen und Investitionsstau. Die Jahre des Ölbooms zeigten, was möglich ist; die jüngere Vergangenheit, wie schnell Kapitalstock, Kaufkraft und Vertrauen erodieren können. Der Weg zurück an die Spitze führt nur über verlässliche Regeln, offene Märkte – und die Reparatur von Staat und Netzinfrastruktur.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...