Berliner Boersenzeitung - Trumps Zölle vor dem aus?

EUR -
AED 4.237188
AFN 72.108292
ALL 95.938311
AMD 436.591732
ANG 2.064923
AOA 1057.999566
ARS 1610.053627
AUD 1.617397
AWG 2.079656
AZN 1.963217
BAM 1.953526
BBD 2.320399
BDT 141.854856
BGN 1.900991
BHD 0.435465
BIF 3440.62434
BMD 1.153762
BND 1.474696
BOB 7.99669
BRL 5.949253
BSD 1.158152
BTN 106.591909
BWP 15.526924
BYN 3.41892
BYR 22613.731709
BZD 2.321997
CAD 1.568072
CDF 2512.892702
CHF 0.902345
CLF 0.026221
CLP 1035.339974
CNY 7.922017
CNH 7.940235
COP 4274.076056
CRC 545.678924
CUC 1.153762
CUP 30.574688
CVE 110.136782
CZK 24.402291
DJF 206.229913
DKK 7.471865
DOP 70.270021
DZD 152.133872
EGP 59.846895
ERN 17.306427
ETB 179.342201
FJD 2.559969
FKP 0.85732
GBP 0.862841
GEL 3.132423
GGP 0.85732
GHS 12.548392
GIP 0.85732
GMD 84.797981
GNF 10153.355744
GTQ 8.879663
GYD 242.647516
HKD 9.027898
HNL 30.656974
HRK 7.534407
HTG 151.96572
HUF 389.533029
IDR 19504.343599
ILS 3.587334
IMP 0.85732
INR 106.447162
IQD 1516.943373
IRR 1525013.532007
ISK 144.808988
JEP 0.85732
JMD 181.409594
JOD 0.817987
JPY 183.491394
KES 149.689063
KGS 100.896296
KHR 4648.668729
KMF 491.502389
KPW 1038.425208
KRW 1708.04039
KWD 0.354092
KYD 0.964955
KZT 568.776365
LAK 24807.002721
LBP 103768.195891
LKR 360.015634
LRD 211.933273
LSL 18.962341
LTL 3.406759
LVL 0.697899
LYD 7.366424
MAD 10.842477
MDL 19.971749
MGA 4801.410329
MKD 61.58999
MMK 2422.249424
MNT 4131.516627
MOP 9.335459
MRU 46.245365
MUR 52.969315
MVR 17.825768
MWK 2008.162152
MXN 20.510482
MYR 4.533707
MZN 73.73718
NAD 18.962341
NGN 1614.770859
NIO 42.62112
NOK 11.153705
NPR 170.551883
NZD 1.95667
OMR 0.443626
PAB 1.158152
PEN 3.969179
PGK 4.990255
PHP 68.690942
PKR 323.609563
PLN 4.257537
PYG 7506.261415
QAR 4.222884
RON 5.09121
RSD 117.389677
RUB 91.405648
RWF 1692.329836
SAR 4.32933
SBD 9.282224
SCR 17.369823
SDG 693.410524
SEK 10.696653
SGD 1.472217
SHP 0.86562
SLE 28.384548
SLL 24193.807775
SOS 660.733655
SRD 43.235493
STD 23880.540277
STN 24.471829
SVC 10.131931
SYP 128.357478
SZL 18.960926
THB 36.814809
TJS 11.100677
TMT 4.038166
TND 3.394049
TOP 2.777982
TRY 50.895778
TTD 7.857865
TWD 36.734044
TZS 2999.780987
UAH 51.055962
UGX 4279.018483
USD 1.153762
UYU 46.585766
UZS 14068.853309
VES 504.952214
VND 30312.784346
VUV 137.783385
WST 3.150631
XAF 655.194241
XAG 0.01358
XAU 0.000224
XCD 3.118099
XCG 2.087008
XDR 0.814851
XOF 655.194241
XPF 119.331742
YER 275.286247
ZAR 19.167387
ZMK 10385.240379
ZMW 22.525776
ZWL 371.510836
  • Goldpreis

    -29.6000

    5149.5

    -0.57%

  • EUR/USD

    -0.0033

    1.1537

    -0.29%

  • MDAX

    -308.2400

    29414.84

    -1.05%

  • Euro STOXX 50

    -42.4900

    5794.68

    -0.73%

  • TecDAX

    -26.5700

    3599.45

    -0.74%

  • SDAX

    -229.8400

    17086.27

    -1.35%

  • DAX

    -328.6000

    23640.03

    -1.39%


Trumps Zölle vor dem aus?




Als ein US-Bundesberufungsgericht Ende August 2025 die unter dem Banner „Reziprozität“ eingeführten Zusatzzölle des früheren Präsidenten Donald Trump für rechtswidrig erklärte, schien das Ende einer Ära protektionistischer Handelspolitik greifbar. Doch die Entscheidung markiert eher einen juristischen Wendepunkt als einen abrupten Schlussstrich: Die Zölle bleiben vorerst in Kraft – mit hoher Sprengkraft für Unternehmen, Verbraucher und die internationale Handelspolitik. 

Im Kern rügte das Gericht die missbräuchliche Nutzung von Notstandsbefugnissen. Die Regierung hatte sich zur Einführung breitflächiger Zölle auf das US-Notstandsgesetz von 1977 gestützt. Dieses erlaubt zwar weitreichende Maßnahmen gegen konkrete Bedrohungen, verleiht nach Auffassung der Richter aber keine Blankovollmacht für dauerhafte, pauschale Einfuhrabgaben auf Waren aus nahezu allen Ländern. Mit 7:4 Stimmen bestätigte das Berufungsgericht die erstinstanzliche Entscheidung des spezialisierten US-Handelsgerichts, das die Zölle bereits im Mai 2025 gekippt hatte. 

Trotz des juristischen Befunds bleiben die Abgaben zunächst bestehen. Das Gericht setzte die Wirkung seines Urteils bis Mitte Oktober 2025 aus, um der Regierung den Weg zu einer Berufung beim Obersten Gerichtshof zu öffnen. Damit gewinnen Importeure vorerst keine sofortige Entlastung – wohl aber Zeit, Erstattungsansprüche vorzubereiten, falls das Höchstgericht die Linie der Vorinstanzen bestätigt. 

Wichtig ist die Abgrenzung: Nicht alle von Trump verhängten Zölle sind betroffen. Unberührt bleiben jene, die auf eigenständigen Rechtsgrundlagen beruhen – etwa nationalen Sicherheitsprüfungen nach einem speziellen Handelsgesetz oder gezielten handelspolitischen Ermittlungen. Die nun beanstandeten Abgaben zielten dagegen breit auf „fehlende Gegenseitigkeit“ und diverse diffuse Notstandslagen; genau diese Weite stufte das Gericht als rechtswidrig ein. 

Die wirtschaftlichen Folgen der Unsicherheit sind erheblich. Die beanstandeten Zölle generieren einen spürbaren Anteil am US-Zolleinnahmenmix. Ein kurzfristiges Wegbrechen dieser Einnahmen könnte die Regierung zu schnellen Ersatzmaßnahmen verleiten – etwa sektorbezogenen Abgaben auf besonders sensible Branchen wie Autos, Stahl oder Schlüsseltechnologien. Für Unternehmen erhöht das die Planungsrisiken: Lieferkettenentscheidungen, Preisstrategien und Vertragsklauseln müssen nun sowohl ein mögliches Wegfallen als auch eine rasche Neuauflage in veränderter Form berücksichtigen. 

Völkerrechtlich ist der Kontext komplex. Schon zuvor hatten internationale Streitschlichter vergleichbare US-Zölle als unvereinbar mit den Regeln des Welthandels bewertet. Die USA blockierten indes die endgültige Durchsetzung, indem sie in das funktionslose Berufungsgremium verwiesen. Das aktuelle US-Verfahren ist davon unabhängig – es betrifft allein die innerstaatliche Rechtsgrundlage. Zusammengenommen entsteht jedoch Druck in zwei Systemen zugleich: international und national. 

Politisch steht viel auf dem Spiel. Eine Bestätigung durch den Obersten Gerichtshof würde die Gestaltungsmacht des Präsidenten bei Handelssanktionen begrenzen und den Kongress stärken. Eine Aufhebung hingegen gäbe dem Weißen Haus weitreichende Freiheiten, wirtschaftspolitische Ziele über den Zollhebel zu verfolgen. Beides hätte Signalwirkung für Partnerländer und künftige Handelsgespräche – und dafür, wie berechenbar die USA als Handelspartner gelten. 
The Guardian

Für Firmen heißt das: Compliance-Teams sollten Einfuhren und Klassifizierungen rückwirkend dokumentensicher aufbereiten, um im Erfolgsfall Rückerstattungen zügig beantragen zu können. Parallel empfiehlt sich eine „Dual-Track-Planung“: Szenario A kalkuliert mit einem Auslaufen der Zölle; Szenario B mit einer schnellen Re-Kalibrierung – etwa sektorale Abgaben, Quoten oder eng umrissene Schutzklauseln. Wer frühzeitig Lieferantenalternativen testet, Incoterms anpasst und Preisgleitklauseln aktualisiert, federt juristische Volatilität in der Bilanz ab. 

Fazit und Schlußfolgerung: Das „Ende“ von Trumps Zöllen ist noch nicht geschrieben. Juristisch wankt die Notstandsbasis – politisch und administrativ bleiben Umgehungs- und Ersatzpfade offen. Für die Realwirtschaft zählt jetzt weniger die Hoffnung auf ein schnelles Aus, sondern die Robustheit der eigenen Handlungsoptionen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...