Berliner Boersenzeitung - Trumps Zölle vor dem aus?

EUR -
AED 4.280853
AFN 73.435354
ALL 95.408511
AMD 429.168903
ANG 2.08705
AOA 1070.066903
ARS 1646.772948
AUD 1.625393
AWG 2.098171
AZN 1.990182
BAM 1.95827
BBD 2.347891
BDT 143.0962
BGN 1.946543
BHD 0.439771
BIF 3468.975317
BMD 1.16565
BND 1.489779
BOB 8.05516
BRL 5.8715
BSD 1.165735
BTN 110.68962
BWP 15.64173
BYN 3.194229
BYR 22846.74604
BZD 2.344657
CAD 1.60837
CDF 2648.357793
CHF 0.910746
CLF 0.026361
CLP 1037.486647
CNY 7.887198
CNH 7.881842
COP 4304.909779
CRC 526.948852
CUC 1.16565
CUP 30.889733
CVE 110.591135
CZK 24.283411
DJF 207.158727
DKK 7.4744
DOP 68.00447
DZD 154.775373
EGP 61.03287
ERN 17.484755
ETB 184.172418
FJD 2.589843
FKP 0.866184
GBP 0.866333
GEL 3.111927
GGP 0.866184
GHS 13.684785
GIP 0.866184
GMD 84.512802
GNF 10234.409967
GTQ 8.892178
GYD 243.877618
HKD 9.134992
HNL 30.971303
HRK 7.530796
HTG 152.662563
HUF 354.034225
IDR 20776.143115
ILS 3.266328
IMP 0.866184
INR 110.749021
IQD 1527.001904
IRR 1574851.848373
ISK 143.32855
JEP 0.866184
JMD 183.606081
JOD 0.826428
JPY 185.774937
KES 150.846646
KGS 101.935468
KHR 4674.257612
KMF 491.90419
KPW 1048.916548
KRW 1757.171501
KWD 0.360699
KYD 0.971525
KZT 568.046513
LAK 25588.9403
LBP 104383.984654
LKR 384.705253
LRD 213.459683
LSL 18.930318
LTL 3.441862
LVL 0.70509
LYD 7.402055
MAD 10.705041
MDL 20.173446
MGA 4884.075034
MKD 61.603307
MMK 2447.532998
MNT 4167.729916
MOP 9.407424
MRU 46.626172
MUR 55.216583
MVR 17.962214
MWK 2024.734772
MXN 20.223914
MYR 4.628217
MZN 74.490931
NAD 18.929872
NGN 1598.920069
NIO 42.627904
NOK 10.789435
NPR 177.103392
NZD 1.951892
OMR 0.449099
PAB 1.16577
PEN 3.962626
PGK 5.076393
PHP 71.657232
PKR 324.692116
PLN 4.231075
PYG 7013.847007
QAR 4.244123
RON 5.250208
RSD 117.358881
RUB 82.985701
RWF 1704.763576
SAR 4.397187
SBD 9.36304
SCR 15.778275
SDG 700.033737
SEK 10.799062
SGD 1.488127
SHP 0.870276
SLE 28.691822
SLL 24443.106591
SOS 666.163806
SRD 43.327802
STD 24126.60794
STN 24.944917
SVC 10.200692
SYP 128.841774
SZL 18.929881
THB 37.971046
TJS 10.760172
TMT 4.079776
TND 3.37336
TOP 2.806606
TRY 53.488627
TTD 7.918989
TWD 36.63266
TZS 3065.174189
UAH 51.630239
UGX 4394.411
USD 1.16565
UYU 46.757574
UZS 14014.023495
VES 639.574897
VND 30671.173734
VUV 136.691335
WST 3.164961
XAF 656.785445
XAG 0.015485
XAU 0.000257
XCD 3.150229
XCG 2.100987
XDR 0.815381
XOF 655.685622
XPF 119.331742
YER 278.133853
ZAR 18.935962
ZMK 10492.251838
ZMW 21.428029
ZWL 375.338924
  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1658

    -0.01%

  • Goldpreis

    -18.5000

    4574.5

    -0.4%

  • DAX

    12.5000

    25104.7

    +0.05%

  • TecDAX

    34.8200

    4160.08

    +0.84%

  • Euro STOXX 50

    -4.5700

    6050.54

    -0.08%

  • MDAX

    112.9300

    33352.83

    +0.34%

  • SDAX

    103.2700

    19192.97

    +0.54%


Trumps Zölle vor dem aus?




Als ein US-Bundesberufungsgericht Ende August 2025 die unter dem Banner „Reziprozität“ eingeführten Zusatzzölle des früheren Präsidenten Donald Trump für rechtswidrig erklärte, schien das Ende einer Ära protektionistischer Handelspolitik greifbar. Doch die Entscheidung markiert eher einen juristischen Wendepunkt als einen abrupten Schlussstrich: Die Zölle bleiben vorerst in Kraft – mit hoher Sprengkraft für Unternehmen, Verbraucher und die internationale Handelspolitik. 

Im Kern rügte das Gericht die missbräuchliche Nutzung von Notstandsbefugnissen. Die Regierung hatte sich zur Einführung breitflächiger Zölle auf das US-Notstandsgesetz von 1977 gestützt. Dieses erlaubt zwar weitreichende Maßnahmen gegen konkrete Bedrohungen, verleiht nach Auffassung der Richter aber keine Blankovollmacht für dauerhafte, pauschale Einfuhrabgaben auf Waren aus nahezu allen Ländern. Mit 7:4 Stimmen bestätigte das Berufungsgericht die erstinstanzliche Entscheidung des spezialisierten US-Handelsgerichts, das die Zölle bereits im Mai 2025 gekippt hatte. 

Trotz des juristischen Befunds bleiben die Abgaben zunächst bestehen. Das Gericht setzte die Wirkung seines Urteils bis Mitte Oktober 2025 aus, um der Regierung den Weg zu einer Berufung beim Obersten Gerichtshof zu öffnen. Damit gewinnen Importeure vorerst keine sofortige Entlastung – wohl aber Zeit, Erstattungsansprüche vorzubereiten, falls das Höchstgericht die Linie der Vorinstanzen bestätigt. 

Wichtig ist die Abgrenzung: Nicht alle von Trump verhängten Zölle sind betroffen. Unberührt bleiben jene, die auf eigenständigen Rechtsgrundlagen beruhen – etwa nationalen Sicherheitsprüfungen nach einem speziellen Handelsgesetz oder gezielten handelspolitischen Ermittlungen. Die nun beanstandeten Abgaben zielten dagegen breit auf „fehlende Gegenseitigkeit“ und diverse diffuse Notstandslagen; genau diese Weite stufte das Gericht als rechtswidrig ein. 

Die wirtschaftlichen Folgen der Unsicherheit sind erheblich. Die beanstandeten Zölle generieren einen spürbaren Anteil am US-Zolleinnahmenmix. Ein kurzfristiges Wegbrechen dieser Einnahmen könnte die Regierung zu schnellen Ersatzmaßnahmen verleiten – etwa sektorbezogenen Abgaben auf besonders sensible Branchen wie Autos, Stahl oder Schlüsseltechnologien. Für Unternehmen erhöht das die Planungsrisiken: Lieferkettenentscheidungen, Preisstrategien und Vertragsklauseln müssen nun sowohl ein mögliches Wegfallen als auch eine rasche Neuauflage in veränderter Form berücksichtigen. 

Völkerrechtlich ist der Kontext komplex. Schon zuvor hatten internationale Streitschlichter vergleichbare US-Zölle als unvereinbar mit den Regeln des Welthandels bewertet. Die USA blockierten indes die endgültige Durchsetzung, indem sie in das funktionslose Berufungsgremium verwiesen. Das aktuelle US-Verfahren ist davon unabhängig – es betrifft allein die innerstaatliche Rechtsgrundlage. Zusammengenommen entsteht jedoch Druck in zwei Systemen zugleich: international und national. 

Politisch steht viel auf dem Spiel. Eine Bestätigung durch den Obersten Gerichtshof würde die Gestaltungsmacht des Präsidenten bei Handelssanktionen begrenzen und den Kongress stärken. Eine Aufhebung hingegen gäbe dem Weißen Haus weitreichende Freiheiten, wirtschaftspolitische Ziele über den Zollhebel zu verfolgen. Beides hätte Signalwirkung für Partnerländer und künftige Handelsgespräche – und dafür, wie berechenbar die USA als Handelspartner gelten. 
The Guardian

Für Firmen heißt das: Compliance-Teams sollten Einfuhren und Klassifizierungen rückwirkend dokumentensicher aufbereiten, um im Erfolgsfall Rückerstattungen zügig beantragen zu können. Parallel empfiehlt sich eine „Dual-Track-Planung“: Szenario A kalkuliert mit einem Auslaufen der Zölle; Szenario B mit einer schnellen Re-Kalibrierung – etwa sektorale Abgaben, Quoten oder eng umrissene Schutzklauseln. Wer frühzeitig Lieferantenalternativen testet, Incoterms anpasst und Preisgleitklauseln aktualisiert, federt juristische Volatilität in der Bilanz ab. 

Fazit und Schlußfolgerung: Das „Ende“ von Trumps Zöllen ist noch nicht geschrieben. Juristisch wankt die Notstandsbasis – politisch und administrativ bleiben Umgehungs- und Ersatzpfade offen. Für die Realwirtschaft zählt jetzt weniger die Hoffnung auf ein schnelles Aus, sondern die Robustheit der eigenen Handlungsoptionen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...