Berliner Boersenzeitung - USA nähren den Drogenhandel?

EUR -
AED 4.257284
AFN 73.61114
ALL 95.76109
AMD 436.872538
ANG 2.074715
AOA 1063.015882
ARS 1622.367014
AUD 1.620624
AWG 2.086619
AZN 1.962852
BAM 1.949858
BBD 2.337039
BDT 142.126913
BGN 1.910005
BHD 0.437631
BIF 3444.009456
BMD 1.159233
BND 1.475648
BOB 8.017672
BRL 6.016299
BSD 1.160399
BTN 106.535287
BWP 15.506151
BYN 3.407974
BYR 22720.959083
BZD 2.333649
CAD 1.572737
CDF 2521.331008
CHF 0.902897
CLF 0.026105
CLP 1030.777978
CNY 7.972068
CNH 7.970976
COP 4301.807871
CRC 547.944493
CUC 1.159233
CUP 30.719664
CVE 109.930969
CZK 24.404149
DJF 206.625721
DKK 7.471996
DOP 69.659537
DZD 152.572269
EGP 60.038143
ERN 17.388489
ETB 179.987902
FJD 2.547819
FKP 0.861385
GBP 0.864701
GEL 3.152854
GGP 0.861385
GHS 12.520011
GIP 0.861385
GMD 84.623795
GNF 10172.310237
GTQ 8.896966
GYD 242.763397
HKD 9.072531
HNL 30.712209
HRK 7.523073
HTG 152.150962
HUF 387.337892
IDR 19577.120255
ILS 3.596299
IMP 0.861385
INR 106.639024
IQD 1520.081148
IRR 1532157.735304
ISK 145.704135
JEP 0.861385
JMD 182.069912
JOD 0.82192
JPY 183.719836
KES 149.876227
KGS 101.375087
KHR 4656.950026
KMF 490.355379
KPW 1043.349102
KRW 1711.079452
KWD 0.355617
KYD 0.966962
KZT 565.431903
LAK 24856.579093
LBP 103909.306613
LKR 360.685592
LRD 212.336635
LSL 18.886494
LTL 3.422912
LVL 0.701209
LYD 7.407651
MAD 10.820368
MDL 19.969751
MGA 4813.457085
MKD 61.567423
MMK 2433.734987
MNT 4151.10701
MOP 9.350248
MRU 46.058842
MUR 53.220595
MVR 17.921451
MWK 2012.021073
MXN 20.460745
MYR 4.536655
MZN 74.074403
NAD 18.886413
NGN 1619.251053
NIO 42.701171
NOK 11.153615
NPR 170.458992
NZD 1.958014
OMR 0.445726
PAB 1.160379
PEN 4.047965
PGK 5.001888
PHP 68.618425
PKR 324.201587
PLN 4.271546
PYG 7555.173527
QAR 4.231343
RON 5.092273
RSD 117.398366
RUB 91.775048
RWF 1696.374737
SAR 4.350456
SBD 9.333747
SCR 15.951114
SDG 696.698563
SEK 10.656188
SGD 1.476503
SHP 0.869725
SLE 28.515268
SLL 24308.527385
SOS 661.999897
SRD 43.516413
STD 23993.774469
STN 24.426306
SVC 10.153149
SYP 128.96611
SZL 18.891922
THB 36.78419
TJS 11.104355
TMT 4.068906
TND 3.393489
TOP 2.791154
TRY 51.103825
TTD 7.873111
TWD 36.867657
TZS 2990.820457
UAH 50.913276
UGX 4298.955922
USD 1.159233
UYU 46.798205
UZS 14104.083114
VES 505.073699
VND 30432.753997
VUV 138.436711
WST 3.16557
XAF 653.981124
XAG 0.013324
XAU 0.000224
XCD 3.132884
XCG 2.091146
XDR 0.813343
XOF 653.983937
XPF 119.331742
YER 276.595351
ZAR 18.981853
ZMK 10434.483834
ZMW 22.510987
ZWL 373.272426
  • Euro STOXX 50

    -50.2300

    5786.94

    -0.87%

  • MDAX

    -313.4000

    29409.68

    -1.07%

  • TecDAX

    -33.2200

    3592.8

    -0.92%

  • SDAX

    -177.0100

    17139.1

    -1.03%

  • EUR/USD

    -0.0006

    1.1608

    -0.05%

  • DAX

    -301.3300

    23667.3

    -1.27%

  • Goldpreis

    -49.1000

    5193

    -0.95%


USA nähren den Drogenhandel?




Der internationale Drogenhandel ist ein Milliardenmarkt, der Gewalt, Korruption und politische Instabilität mit sich bringt. Obwohl die Regierung der Vereinigten Staaten nach außen den Kampf gegen Drogen betont, liefern aktuelle Recherchen Hinweise darauf, dass ihre Politik den Handel eher begünstigt. Neue militärische Strategien, rechtliche Entscheidungen, wirtschaftliche Strukturen und Handelsregeln schaffen Schlupflöcher, die Kartelle ausnutzen. Zudem sind massive Budgetkürzungen im Gesundheitsbereich kontraproduktiv, weil sie lebensrettende Präventionsmaßnahmen untergraben. Dieser Artikel beleuchtet anhand zahlreicher aktueller Fakten, wie die Vereinigten Staaten den Drogenhandel unbeabsichtigt nähren.

Militärische Eskalation statt Interdiktion
Seit der erneuten Amtsübernahme des US-Präsidenten hat sich die Strategie im Drogenkrieg drastisch verändert. Der stellvertretende Justizminister kündigte im Februar an, dass die USA verdächtige Drogenschiffe künftig nicht mehr abfangen, sondern „versenken“ würden. Wenige Monate später begann die US‑Marine mit Luftangriffen auf mutmaßliche Schmuggelboote im Karibischen Meer und im Pazifik. Bis Mitte November 2025 wurden etwa zwanzig Angriffe durchgeführt, bei denen mehr als 75 Menschen getötet wurden. Die Regierung spricht von Terroristen und behauptet, die Boote hätten Drogen an Bord, liefert jedoch keine Beweise.

Rechtsexperten und ehemalige Behördenmitarbeiter bewerten diese Taktik als Abkehr von der traditionellen Küstenwache, die Boote stoppt, Drogen beschlagnahmt und Besatzungen vor Gericht stellt. Sie warnen, dass das Versenken von Booten ohne Beweise völkerrechtlich problematisch ist und nichts zur Reduzierung des Drogenflusses beiträgt. In einem juristischen Gutachten wird außerdem festgestellt, dass die Angriffe möglicherweise internationales Recht und US‑Gesetze gegen Mord verletzen. Menschenrechtsorganisationen und alliierte Staaten kritisieren die außergerichtlichen Tötungen scharf.

Die militärische Eskalation geht einher mit einem massiven Truppenaufgebot in der südlichen Karibik. Im August 2025 befanden sich sieben Kriegsschiffe und ein U‑Boot in der Region, begleitet von über 4.500 Marines. Offiziell soll dieser Einsatz Drogenkartelle bekämpfen, doch Experten weisen darauf hin, dass der Großteil des Seeverkehrs für Kokain über den Pazifik läuft und der Aufmarsch eher politischen Druck auf das Regime in Venezuela ausübt. Einige Beobachter sprechen von „Kanonenboot‑Diplomatie“, weil der Militäreinsatz gegen den venezolanischen Präsidenten gerichtet sein könnte.

Rechtlicher Schutz für Waffenexporteure
Ein weiteres Element, das den Drogenhandel anheizt, ist die legale Verfügbarkeit von Feuerwaffen aus den USA. Im Juni 2025 wies der Oberste Gerichtshof eine Klage der mexikanischen Regierung gegen zwei US‑Waffenhersteller ab. Mexiko hatte den Firmen vorgeworfen, ein Vertriebssystem zu tolerieren, das Strohkauf und Schmuggel begünstigt. Die Richter entschieden jedoch, dass die Vorwürfe lediglich Gleichgültigkeit belegten und nicht bewusstes Fördern illegaler Verkäufe. Wegen eines Schutzgesetzes aus dem Jahr 2005 sind Waffenhersteller in den USA weitgehend vor Haftung geschützt.

Kritiker argumentieren, dass diese Rechtsprechung die Waffenströme Richtung Süden erleichtert: Die meisten Schusswaffen, die in mexikanische Kartelle gelangen, stammen aus den USA und werden über Zwischenhändler eingeschmuggelt. Mexiko macht geltend, dass die Verfügbarkeit amerikanischer Waffen die Gewaltspirale im Drogenkrieg antreibt. Die Entscheidung des Gerichts lässt diese Handelsstrukturen unangetastet und signalisiert juristische Toleranz, die Kriminelle ausnutzen können.

Handelsregeln als Schleusen für Fentanyl
Die aktuelle Opioidkrise wird vor allem durch das synthetische Opioid Fentanyl ausgelöst. Seine chemischen Vorprodukte stammen überwiegend aus China und gelangen über die USA nach Mexiko, wo sie in versteckten Laboren zu Fentanyl verarbeitet werden. Ein entscheidender Faktor ist die sogenannte de‑minimis‑Regel: Pakete mit einem Warenwert unter 800 US‑Dollar werden zollfrei und mit minimaler Kontrolle eingeführt. Täglich kommen rund vier Millionen solcher Sendungen in den USA an – deutlich mehr, als die Zollbehörden überprüfen können. Schmuggler verstecken kleine Chemikalienpakete in größeren „Masterkartons“. Diese Pakete passieren den Zoll, werden an US‑Adressen nahe der Grenze geschickt und anschließend von informellen Kurierdiensten nach Mexiko transportiert.

Selbst der Versuch der US‑Regierung, die Anzahl chinesischer Waren im Rahmen dieser Regel zu reduzieren, könnte sich erst Monate später auswirken. Bis dahin bleibt die USA ein Transitland für tödliche Substanzen. Behörden versuchen, mit Künstlicher Intelligenz und Spürhunden verdächtige Sendungen zu erkennen, doch die Flut an Paketen überfordert sie.

Beteiligung von Logistikfirmen
Im März 2025 wurde erstmals eine US‑Spedition sanktioniert, weil sie Chemikalien für Fentanyl über die USA nach Mexiko verschiffte. Das Unternehmen hatte chinesischen Lieferanten seine Versandkonten zur Verfügung gestellt, sodass diese US‑Labels drucken und Pakete als Sendungen der Spedition deklarieren konnten. In beschlagnahmten Paketen befanden sich mehr als 25 Kilogramm 1‑boc‑4‑piperidone und 140 Kilogramm (2‑bromoethyl)benzol, beides Schlüsselvorprodukte für Fentanyl. Der Warenwert lag jeweils unter 800 Dollar und umging damit die Zollkontrollen.

Washingtons eigene Handelsregeln haben somit ein System geschaffen, das Schmugglern den Transport der Chemikalien erleichtert und den USA unfreiwillig zur Drehscheibe der Fentanyl‑Produktion gemacht hat.

Die „Dunkle Flotte“ des Energiesektors
Neben Drogen sind auch Treibstoffe eine bedeutende Einnahmequelle mexikanischer Kartelle. Ein Investigativbericht beschreibt, wie Kriminelle Diesel und Benzin aus den USA nach Mexiko schmuggeln und dabei Schlupflöcher im Energiesektor nutzen. Schmuggler deklarieren Diesel als Schmierstoffe, um die mexikanische Importsteuer IEPS zu umgehen. Illegale Treibstoffe decken mittlerweile bis zu ein Drittel des mexikanischen Diesel- und Benzinmarktes und sind mehr als 20 Milliarden US‑Dollar wert.

Die Kartelle haben laut Ermittlern legitime Unternehmen infiltriert und nutzen Scheinfirmen sowie gefälschte Frachtpapiere. Politiker aus dem US‑Bundesstaat Texas warnen, dass die Organisationen viele legale Geschäfte entlang der Grenze unterwandert haben. Um die Schmuggelware schnell und ohne Kontrolle zu entladen, werden Häfen gemieden, und die Tanker entladen in entlegenen Buchten. Die Treibstoffe werden anschließend in Mexiko zu Dumpingpreisen verkauft, während Teile des gestohlenen Rohöls wieder in die USA gelangen und dort den legalen Markt unterbieten.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte im Oktober 2025, dass auch US‑Geschäftsleute an diesem Schmuggel beteiligt sind. Eine US‑Firma aus Houston habe Diesel als Schmiermittel deklariert, um die Steuer zu umgehen. Sicherheitsquellen berichten, dass diese Lieferungen nun Teil offizieller Ermittlungen sind.

Menschen statt Prävention
Während die Regierung immer mehr auf militärische Gewalt und harte Strafverfolgung setzt, schrumpfen gleichzeitig Budgets für Gesundheitsprogramme. Die Zahl der Drogentoten in den USA ist zuletzt um 25 Prozent gesunken, insbesondere dank des verstärkten Einsatzes von Naloxon und anderer Präventionsmaßnahmen. Dennoch kürzte die Regierung Anfang 2025 Milliardenbeträge aus Programmen zur Drogenprävention und stellte Tausende Mitarbeiter im Gesundheitswesen frei. Diese drastischen Einsparungen führten dazu, dass Anlaufstellen zur Verteilung von Naloxon schließen mussten und Forschungsprogramme eingestellt wurden. Experten warnen, dass diese Kürzungen die Erfolge im Kampf gegen Überdosierungen zunichte machen könnten. Gleichzeitig bleibt der Preis von Fentanyl stabil, was darauf hinweist, dass das harte Vorgehen gegen Kartelle die Versorgung kaum verringert.

Fazit und Aussichten in die Zukunft
Der selbsternannte „Krieg gegen Drogen“ der USA wirkt paradox: Militärische Angriffe auf angebliche Schmuggelboote, juristischer Schutz von Waffenherstellern, ein Handelsrecht, das Chemikalienlieferungen kaum kontrolliert, und ein Energiesektor, in dem illegale Tanker unbehelligt operieren, stärken den Drogenhandel anstatt ihn einzudämmen. Die gleichzeitige Kürzung wirksamer Präventionsprogramme zerstört die Grundlage, um Abhängigen zu helfen und die Nachfrage zu verringern. Solange strukturelle Ursachen wie Waffenzufuhr, Schmuggelrouten, wirtschaftliche Interessen und Nachfrage nicht angegangen werden, bleibt der Kampf gegen den Drogenhandel ein Kampf gegen Windmühlen – und die USA tragen unbeabsichtigt dazu bei, diesen Handel weiter zu befeuern.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...