Berliner Boersenzeitung - Chinas tiefe Wirtschaftskrise

EUR -
AED 4.262403
AFN 76.025626
ALL 96.706321
AMD 441.328845
ANG 2.077613
AOA 1063.133711
ARS 1659.11928
AUD 1.728665
AWG 2.089127
AZN 1.977672
BAM 1.955928
BBD 2.340453
BDT 142.129289
BGN 1.94912
BHD 0.438129
BIF 3440.324855
BMD 1.160626
BND 1.495898
BOB 8.029525
BRL 6.231637
BSD 1.162076
BTN 105.42589
BWP 15.520014
BYN 3.351319
BYR 22748.266796
BZD 2.337153
CAD 1.615302
CDF 2524.361659
CHF 0.931587
CLF 0.026063
CLP 1029.1158
CNY 8.088228
CNH 8.086597
COP 4282.97993
CRC 567.93712
CUC 1.160626
CUP 30.756585
CVE 110.272207
CZK 24.275825
DJF 206.933525
DKK 7.476176
DOP 74.034839
DZD 150.783855
EGP 54.665573
ERN 17.409388
ETB 181.326851
FJD 2.645651
FKP 0.867445
GBP 0.867077
GEL 3.122537
GGP 0.867445
GHS 12.590823
GIP 0.867445
GMD 85.886726
GNF 10173.664937
GTQ 8.909582
GYD 243.075887
HKD 9.061591
HNL 30.646003
HRK 7.539314
HTG 152.219949
HUF 385.448293
IDR 19625.138678
ILS 3.650289
IMP 0.867445
INR 105.279796
IQD 1522.299495
IRR 48891.364407
ISK 146.216093
JEP 0.867445
JMD 183.381986
JOD 0.82293
JPY 183.767741
KES 149.899797
KGS 101.497177
KHR 4678.305768
KMF 493.266396
KPW 1044.55827
KRW 1710.275495
KWD 0.35745
KYD 0.968363
KZT 594.218837
LAK 25126.642244
LBP 104062.001353
LKR 359.983528
LRD 209.753709
LSL 19.027344
LTL 3.427027
LVL 0.702051
LYD 6.314413
MAD 10.698799
MDL 19.923302
MGA 5400.35296
MKD 61.559023
MMK 2437.486714
MNT 4135.649631
MOP 9.33591
MRU 46.529041
MUR 53.741319
MVR 17.943715
MWK 2015.0317
MXN 20.490895
MYR 4.709244
MZN 74.168321
NAD 19.027344
NGN 1646.731222
NIO 42.762795
NOK 11.716755
NPR 168.681025
NZD 2.017778
OMR 0.444939
PAB 1.162076
PEN 3.904755
PGK 4.964324
PHP 68.976429
PKR 325.215056
PLN 4.222531
PYG 7942.519112
QAR 4.225176
RON 5.093643
RSD 117.34767
RUB 90.405909
RWF 1694.310738
SAR 4.352779
SBD 9.428473
SCR 17.764584
SDG 698.120719
SEK 10.70318
SGD 1.490364
SHP 0.87077
SLE 28.029545
SLL 24337.743057
SOS 662.943329
SRD 44.519871
STD 24022.611945
STN 24.501601
SVC 10.167665
SYP 12836.02859
SZL 19.032244
THB 36.455686
TJS 10.801306
TMT 4.073797
TND 3.408323
TOP 2.794508
TRY 50.22899
TTD 7.890516
TWD 36.702515
TZS 2928.391396
UAH 50.390893
UGX 4131.270014
USD 1.160626
UYU 44.972939
UZS 13908.909068
VES 396.139367
VND 30495.444391
VUV 139.746474
WST 3.238364
XAF 655.999875
XAG 0.012877
XAU 0.000253
XCD 3.13665
XCG 2.094337
XDR 0.815853
XOF 655.999875
XPF 119.331742
YER 276.780295
ZAR 19.121354
ZMK 10447.029624
ZMW 23.328525
ZWL 373.721052
  • Goldpreis

    -28.3000

    4595.4

    -0.62%

  • DAX

    -55.2600

    25297.13

    -0.22%

  • Euro STOXX 50

    -11.6900

    6029.45

    -0.19%

  • MDAX

    -44.3400

    31899.26

    -0.14%

  • TecDAX

    -20.6900

    3751.1

    -0.55%

  • SDAX

    -7.5800

    18329.35

    -0.04%

  • EUR/USD

    -0.0006

    1.1604

    -0.05%


Chinas tiefe Wirtschaftskrise




In den vergangenen Monaten hat sich die wirtschaftliche Lage in der Volksrepublik China dramatisch eingetrübt. Noch vor wenigen Jahren galt das Land als Motor des globalen Wachstums, doch jüngste Konjunkturdaten zeigen eine deutliche Abkühlung. Die Industrieproduktion wuchs im November 2025 nur noch um 4,8 % – der niedrigste Wert seit Mitte 2024 – und der Einzelhandelsumsatz legte lediglich um 1,3 % zu, so wenig wie seit dem Ende der Null‑COVID‑Politik im Jahr 2022 nicht mehr. Gleichzeitig schrumpft die Investitionstätigkeit im Immobilien‑ und Infrastruktursektor, weil viele Kommunen ihre Finanzen konsolidieren müssen und profitträchtige Projekte rar geworden sind.

Abschwächung des Wachstums und Produktivitätsrückgang
Der Internationale Währungsfonds weist darauf hin, dass Chinas Wachstum künftig vor allem von der Produktivitätssteigerung abhängt. Während die Gesamtfaktorproduktivität in früheren Jahrzehnten jährlich um durchschnittlich drei Prozent zulegte, ist sie in den letzten zehn Jahren auf rund ein Prozent pro Jahr gesunken. Die Regierung versucht, den Umbau von arbeitsintensiver Massenproduktion zu einer technologiegetriebenen „intelligenten Wirtschaft“ voranzutreiben, indem sie Hightech‑Branchen wie künstliche Intelligenz und Halbleiter fördert. Dennoch drückt eine Kombination aus überalternder Bevölkerung, hohen Schulden und geringeren Effizienzgewinnen die Wachstumsdynamik.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erwartet, dass Chinas Wirtschaftswachstum im abgelaufenen Jahr 2025 bei etwa fünf Prozent liegen wird, im aktuell gestarteten Jahr 2026 auf 4,4 % und im kommenden Jahr 2027 auf 4,3 % sinken wird. Zurückhaltende Konsumausgaben, ein anhaltender Abschwung im Immobiliensektor und wachsende Überkapazitäten in der Industrie belasten die Investitionen. Die künftige Fünf‑Jahres‑Planung sieht zwar umfangreiche Infrastrukturprojekte vor, doch diese können die Schrumpfung des Immobiliensektors nur teilweise ausgleichen.

Arbeitsmarkt unter Druck und Informationskontrolle
Parallel zur schwachen Konjunktur nimmt die soziale Spannung zu. Besonders dramatisch ist die Situation am Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote der 16‑ bis 24‑Jährigen stieg im Frühjahr 2023 auf 21,3 %. Weil die Zahl der Hochschulabsolventen jährlich neue Rekorde erreicht, bleibt der Druck hoch: Im Jahr 2025 verließen 12,22 Millionen Studierende die Universitäten, 2026 werden es laut Bildungsministerium 12,7 Millionen sein. Offizielle Daten zufolge lag die Arbeitslosenquote dieser Altersgruppe im Sommer 2025 bei 18,9 % und ging im Herbst nur leicht auf über 17 % zurück. Viele gut ausgebildete junge Menschen finden allenfalls schlecht bezahlte Stellen oder müssen ganz auf die Unterstützung ihrer Familien zurückgreifen.

Kritiker bemängeln, dass sich das wahre Ausmaß der Arbeitsmarktkrise nur schwer einschätzen lässt. Im August 2023 hat die Nationale Statistikbehörde die Veröffentlichung der Jugend‑Arbeitslosenzahlen abrupt eingestellt und die Methodik für die Erfassung dieser Daten geändert. Seitdem werden beispielsweise Studierende, die vor Abschluss ihres Studiums einen Job suchen, nicht mehr erfasst. Zeitgleich beschränkten die Behörden den Zugang zu Firmenregistern und Wirtschaftsdaten für ausländische Investoren und verschärften das Vorgehen gegen Recherchefirmen. Diese Informationskontrolle hat zu einem drastischen Vertrauensverlust bei internationalen Investoren geführt.

Immobilienkrise und Konsumzurückhaltung
Die Krise auf dem Immobilienmarkt, in dem viele Entwickler mit hoher Verschuldung und sinkenden Preisen kämpfen, hat die Vermögenslage der Haushalte belastet. Die Immobilienpreise fallen, neue Projekte werden gestoppt und Bauträger wie Evergrande und Country Garden stehen vor der Insolvenz. Das Weltbank‑Büro in Peking beschreibt die Lage so: Der Immobiliensektor bleibt ein „Klotz am Bein“ für die Volkswirtschaft, weil sinkende Hauspreise die Konsumenten verunsichern, die Investitionstätigkeit bremsen und auf die Einnahmen der Kommunen drücken.

Viele chinesische Familien investieren den größten Teil ihrer Ersparnisse in Immobilien oder Bankeinlagen, was den Konsum hemmt. Laut der Weltbank stammen fast die Hälfte der privaten Sparvermögen aus Immobilien und rund ein Viertel aus Bankeinlagen. Vorsichtsbedingtes Sparen, fehlende Alternativen für langfristige Geldanlagen und pessimistische Einkommensperspektiven halten den Konsum zurück. Gleichzeitig bleibt der Zugang zu transparenten Finanzprodukten begrenzt.

Globale Krisen verstärken die Rezession
Die wirtschaftliche Abkühlung Chinas vollzieht sich vor dem Hintergrund zunehmender globaler Unsicherheiten. Der anhaltende rücksichtlos kriminelle Krieg des Terror-Staates Russland gegne die Ukraine hat die Energiemärkte dauerhaft verändert, weil Europa und andere Regionen seit dem Wegfall russischer Gaslieferungen nach alternativen Energiequellen suchen. Dieser Verlust an günstiger Energie verteuert Produktion und Transport – Folgen, die auch die exportorientierte chinesische Industrie zu spüren bekommt.

Im Nahen Osten haben die Eskalationen zwischen Israel und der Hamas sowie zwischen Israel und Iran 2024 und 2025 die Ölpreise nach oben getrieben. Finanzanalysten warnen, dass ein Ausdehnen der Kämpfe oder eine Sperrung der Straße von Hormus die Ölpreise erneut über 100 US‑Dollar treiben könnte. Iran produziert etwa 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag und liefert fast 90 % seiner Ausfuhren nach Asien, vor allem nach China. Jede Störung dieser Lieferungen würde sich unmittelbar auf Chinas Energieversorgung und Produktionskosten auswirken.

Die Auswirkungen der Konflikte reichen weit über den Energiemarkt hinaus. Laut geopolitischen Risikoanalysen haben Kriege wie der in der Ukraine und der Krieg zwischen Israel und der Hamas die Lebensmittel‑ und Energiepreise in die Höhe getrieben und die Inflation weltweit angefacht. Dies hat die realen Einkommen vieler Haushalte geschmälert und die Geldpolitik der großen Notenbanken beeinflusst. In Europa musste die Wiederinbetriebnahme alter Kohlekraftwerke die Energieversorgung sichern, während in Asien Regierungen an Strategien arbeiten, um den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu garantieren.

Auch handelspolitische Spannungen belasten den chinesischen Außenhandel. Die Vereinigten Staaten haben Anfang 2025 die Zölle auf chinesische Waren erhöht, was den seit Jahren bestehenden Handelskonflikt weiter anheizt. Gleichzeitig errichten andere Industrieländer Barrieren gegen chinesische Exporte, weil sie ihre heimische Industrie schützen wollen. Chinas Handelsüberschuss, der im Jahr 2025 fast eine Billion US‑Dollar erreichte, stößt international auf Kritik und dürfte in Zukunft zu weiteren Protektionismusmaßnahmen führen.

Herausforderungen und mögliche Auswege
China befindet sich in einer Phase tiefgreifender struktureller Umbrüche. Die demografische Alterung, die Verschuldung von Unternehmen und Kommunen, die Abhängigkeit vom Immobiliensektor sowie die unzureichende soziale Absicherung wirken als Bremse für das Wachstum. Gleichzeitig verschärfen globale Konflikte die Rezessionsrisiken: gestörte Lieferketten, steigende Rohstoffpreise und protektionistische Maßnahmen treffen eine Wirtschaft, die stark vom Welthandel abhängig ist.

Die chinesische Führung hat zwar Konjunkturpakete angekündigt und versucht, den Binnenkonsum zu stimulieren, etwa mit Kaufprämien für Autos oder Haushaltsgeräte und einem Ausbau des Feiertagskalenders. Allerdings zeichnen Experten ein sehr skeptisches Bild: Ohne strukturelle Reformen, eine Stärkung der sozialen Sicherungssysteme und eine Öffnung für private Initiative lassen sich Vertrauen und Produktivität kaum steigern, dies einhergehend mit der Öffnung Chinas in Richtung Westen, wo die Abnehmer chinesischer Produkte sitzen, welche jedoch wenig Vertrauen in die chinesische Führung haben, solange China an der Seite Russlands den Krieg in der Ukraine unterstützt.

Wohin steuert China?
Der weitere Kurs Chinas hängt davon ab, ob es gelingt, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit zu verbessern, die Informationskontrolle zu lockern und den Aufstieg einer innovationsgetriebenen Wirtschaft zu fördern. Nur so könnte die Volksrepublik die gegenwärtige Wirtschafts‑ und Vertrauenskrise überwinden und in einem von geopolitischen Konflikten und globaler Rezession geprägten Umfeld wieder zu stabilem Wachstum finden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...