Berliner Boersenzeitung - BREXIT zerstörte Britannien

EUR -
AED 4.181514
AFN 75.147376
ALL 93.878019
AMD 417.342673
AOA 1045.23594
ARS 1707.67536
AUD 1.63429
AWG 2.05233
AZN 1.933608
BAM 1.959943
BBD 2.293037
BDT 140.547076
BHD 0.429306
BIF 3405.182623
BMD 1.138602
BND 1.472807
BOB 12.973422
BRL 5.847405
BSD 1.138501
BTN 109.051024
BWP 15.683081
BYN 3.265889
BYR 22316.592858
BZD 2.28974
CAD 1.605622
CDF 2573.239939
CHF 0.932031
CLF 0.027154
CLP 1068.77139
CNY 7.703893
CNH 7.710736
COP 3660.820724
CRC 517.992613
CUC 1.138602
CUP 30.172944
CVE 110.498562
CZK 24.189194
DJF 202.738531
DKK 7.474943
DOP 66.330203
DZD 152.108109
EGP 57.499725
ERN 17.079025
ETB 183.756909
FJD 2.541075
FKP 0.855859
GBP 0.85653
GEL 2.983124
GGP 0.855859
GHS 13.263034
GIP 0.855859
GMD 84.256006
GNF 9993.122587
GTQ 8.68532
GYD 238.143367
HKD 8.928203
HNL 30.499467
HRK 7.537085
HTG 148.793854
HUF 361.521402
IDR 20610.967547
ILS 3.483671
IMP 0.855859
INR 108.919946
IQD 1491.452502
IRR 1565719.630246
ISK 142.199924
JEP 0.855859
JMD 180.291083
JOD 0.807254
JPY 186.53882
KES 147.505871
KGS 99.571004
KHR 4602.70859
KMF 493.014388
KRW 1657.485027
KWD 0.353661
KYD 0.948701
KZT 544.498522
LAK 25803.541264
LBP 101950.995078
LKR 382.578661
LRD 206.064657
LSL 19.131655
LTL 3.361995
LVL 0.688729
LYD 7.304439
MAD 10.680375
MDL 20.151506
MGA 4879.313465
MKD 61.65004
MMK 2391.262995
MNT 4094.220098
MOP 9.195537
MRU 45.541261
MUR 54.072321
MVR 17.602773
MWK 1974.172834
MXN 19.861864
MYR 4.659188
MZN 72.767556
NAD 19.131739
NGN 1554.623578
NIO 41.898377
NOK 11.032304
NPR 174.482039
NZD 1.970117
OMR 0.437806
PAB 1.138506
PEN 3.875374
PGK 5.020612
PHP 70.070117
PKR 316.241644
PLN 4.328104
PYG 6848.475708
QAR 4.150373
RON 5.231533
RSD 117.390985
RUB 89.778775
RWF 1669.0205
SAR 4.268718
SBD 9.182421
SCR 15.393442
SDG 683.731914
SEK 11.066269
SGD 1.471603
SLE 27.610697
SOS 650.672477
SRD 43.097784
STD 23566.755874
STN 24.551788
SVC 9.962057
SZL 19.134361
THB 38.179023
TJS 10.491075
TMT 3.996492
TND 3.38033
TRY 53.946925
TTD 7.743333
TWD 36.874185
TZS 3013.312745
UAH 51.198519
UGX 4298.066001
USD 1.138602
UYU 45.736674
UZS 13718.998016
VES 844.708079
VND 29985.075149
VUV 135.683313
WST 3.132302
XAF 657.343549
XAG 0.019981
XAU 0.000283
XCD 3.077128
XCG 2.051828
XDR 0.81664
XOF 657.346441
XPF 119.331742
YER 271.157735
ZAR 19.071126
ZMK 10248.782993
ZMW 21.290001
ZWL 366.629275
  • Euro STOXX 50

    7.3000

    6289.51

    +0.12%

  • TecDAX

    28.3500

    3837.11

    +0.74%

  • MDAX

    288.8200

    32395.32

    +0.89%

  • DAX

    102.9800

    25464.01

    +0.4%

  • SDAX

    76.1700

    18352.55

    +0.42%

  • Goldpreis

    -48.7000

    4028.3

    -1.21%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.1392

    +0.15%


BREXIT zerstörte Britannien




Als sich das Vereinigte Königreich 2016 für den Austritt aus der Europäischen Union entschied, wurden mehr Wohlstand, neue Handelsabkommen und volle „Kontrolle“ versprochen. Fast ein Jahrzehnt später ist das Gegenteil eingetreten. Studien, die sowohl auf makro- als auch auf mikroökonomischen Daten basieren, zeigen, dass die britische Wirtschaft seither erheblich zurückgefallen ist. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt im Jahr 2025 zwischen sechs und acht Prozent unter dem Niveau, das ohne den EU‑Austritt erreichbar gewesen wäre. Investitionen sind um zwölf bis 18 Prozent eingebrochen und auch Beschäftigung sowie Produktivität liegen jeweils rund drei bis vier Prozent unter dem hypothetischen „EU‑Szenario“.

Die Auswirkungen spiegeln sich in fast allen Wirtschaftskennziffern wider. Die Real‑Löhne stagnieren, während die britische Volkswirtschaft gegenüber vergleichbaren Industrienationen kontinuierlich an Boden verliert. Wirtschaftsforschende berechneten, dass das Vereinigte Königreich bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf inzwischen nur noch im unteren Zehntel vergleichbarer Volkswirtschaften rangiert. Anstelle eines prognostizierten „Brexit‑Booms“ haben politische Unsicherheit und neue Grenzformalitäten Unternehmen dazu gezwungen, Ressourcen in Krisenmanagement statt in Forschung und Wachstum zu stecken.

Handel und Investitionen im Sinkflug
Die Vision, außerhalb der EU Handelsverträge nach eigenen Vorstellungen abschließen zu können, erweist sich bislang als Illusion, vor allem die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) nutzen dies rücksichtslos gegen das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland aus. Seit Ende der Übergangszeit Anfang 2021 sind die Warenexporte in die EU eingebrochen und befinden sich real immer noch unter dem Niveau von 2019. Während Importe aus Drittstaaten etwas zunahmen, gingen die Einfuhren aus der EU bis 2021 um rund 18 Prozent zurück. Diese Verschiebung führte dazu, dass der Anteil des Außenhandels am britischen Bruttoinlandsprodukt seit 2019 um zwölf Prozentpunkte fiel – mehr als in jedem anderen G‑7‑Staat.

Die neuen Handelsabkommen mit entfernten Partnern bringen kaum Entlastung. Selbst optimistische Prognosen taxieren den möglichen Gewinn aus einem maßgeschneiderten Zoll­unionsvertrag mit der EU auf rund 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – und das erst nach langen Verhandlungen. Viele der im Wahlkampf angekündigten Abkommen haben sich als symbolisch erwiesen; echte Wirtschaftsimpulse blieben aus. Für Unternehmen bleiben Zollformalitäten, Herkunftsnachweise und veterinärrechtliche Kontrollen Alltag.

Investitionsentscheidungen spiegeln diese Unsicherheit wider. Die Kapitalbildung ist seit dem Referendum regelrecht eingebrochen. Zwischen 2016 und 2025 investierten britische Unternehmen 12 bis 18 Prozent weniger, als sie es in einem Verbleib im Binnenmarkt getan hätten. Statt im Vereinigten Königreich investieren viele Unternehmen direkt in EU‑Staaten, um Marktzugang zu sichern und die verlorenen „Passporting“-Rechte zu umgehen. Fast die Hälfte aller neuen Auslandsinvestitionen und zwei Drittel der Fusionen und Übernahmen britischer Finanzunternehmen seit 2016 gingen in die EU. Der Marktanteil britischer Finanzdienstleister in wichtigen EU‑Ländern wie den Niederlanden sank deutlich, und die exportierte Wertschöpfung der Branche schrumpfte.

Arbeitskräftemangel und steigende Preise
Ein zentrales Argument der Brexit‑Befürworter war die Kontrolle über die Zuwanderung. Doch das Ende der Freizügigkeit brachte ungeahnte Nebenwirkungen. Branchen wie Landwirtschaft, Gastronomie, Logistik und Gesundheitswesen klagen über erhebliche Arbeitskräftemängel. Die Rekrutierung aus EU‑Ländern ist durch Visa‑ und Bürokratiehürden teurer geworden; die heimische Erwerbsbevölkerung kann die entstandenen Lücken nicht schließen. In der Landwirtschaft berichten Verbände von einem Rückgang der verfügbaren Saisonarbeitskräfte um 30 bis 40 Prozent, was zu Ernteausfällen und Lieferengpässen führt. In den Dienstleistungen fehlen Zehntausende Arbeitskräfte, wodurch Löhne steigen, aber gleichzeitig Betriebe schließen müssen.

Diese Knappheit trägt neben internationalen Faktoren zu einem überdurchschnittlichen Preisauftrieb bei. Lebensmittelteuerung und steigende Lohnkosten haben die Inflation über das Niveau der Eurozone getrieben. Schätzungen zufolge hat der Handelsfriktionskostenaufschlag britische Haushalte allein in den ersten beiden Jahren nach dem Austritt zwischen 210 und 250 Pfund zusätzlich gekostet. Viele Familien spüren die Belastung im Geldbeutel, während Löhne und Sozialleistungen hinter der Preisentwicklung zurückbleiben.

Gesellschaftliche Folgen und politische Spannungen
Brexit war nicht nur ein ökonomisches Projekt, sondern auch ein soziales Experiment. Die neue Grenzregelung für Nordirland sorgte für jahrelange Spannungen. Kontrollen an der Irischen See lösten Proteste von Unionistinnen und Unionisten aus, während in der Republik Irland die Furcht vor einer harten Landgrenze wuchs. Erst die Neuverhandlung des Protokolls brachte vorübergehende Entlastung.

Für viele junge Menschen endete mit dem Brexit die selbstverständliche Möglichkeit, in 27 EU‑Ländern zu studieren oder zu arbeiten. Das Vereinigte Königreich verlor einen Teil seiner Anziehungskraft für internationale Studierende und Fachkräfte. Britische Künstlerinnen und Künstler kämpfen mit bürokratischen Hürden, wenn sie in Europa auftreten wollen. Auch wissenschaftliche Kooperationen litten, da der Zugang zu EU‑Forschungsprogrammen vorübergehend eingeschränkt wurde.

Innerhalb des Landes verstärkten sich Fliehkräfte: In Schottland gewann die Debatte über einen erneuten Unabhängigkeitsreferendum an Dynamik, da eine Mehrheit der Bevölkerung dort weiterhin pro‑europäisch eingestellt ist. In Nordirland erhielten vereinigungsfreundliche Parteien Zulauf. Selbst in England zeigen Umfragen, dass eine wachsende Mehrheit inzwischen wieder für den Verbleib in der EU stimmen würde.

Fazit und Ausblick in die Zukunft
Das Projekt Brexit sollte Wohlstand, Souveränität und nationale Erneuerung bringen. Die Realität ist eine Kombination aus geringerer wirtschaftlicher Leistung, sinkenden Investitionen, erschwertem Handel und wachsenden gesellschaftlichen Spannungen. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass das Vereinigte Königreich heute, im nunmehr neuen Jahr 2026, deutlich schlechter dasteht, als es ohne den Austritt der Fall wäre. Obwohl sich zunehmend Stimmen für eine Annäherung an die EU erheben, bleibt die politische Debatte vergiftet und die Volkswirtschaft geschwächt. Die Hoffnung auf einen „Brexit‑Bonus“ wich einer sehr nüchternen Bilanz: Die Trennung von Europas Gemeinschaft hat mehr zerstört als geschaffen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...