Berliner Boersenzeitung - Aufstand in Iran weckt Angst

EUR -
AED 4.237188
AFN 72.108292
ALL 95.938311
AMD 436.591732
ANG 2.064923
AOA 1057.999566
ARS 1610.053627
AUD 1.617397
AWG 2.079656
AZN 1.963217
BAM 1.953526
BBD 2.320399
BDT 141.854856
BGN 1.900991
BHD 0.435465
BIF 3440.62434
BMD 1.153762
BND 1.474696
BOB 7.99669
BRL 5.949253
BSD 1.158152
BTN 106.591909
BWP 15.526924
BYN 3.41892
BYR 22613.731709
BZD 2.321997
CAD 1.568072
CDF 2512.892702
CHF 0.902345
CLF 0.026221
CLP 1035.339974
CNY 7.922017
CNH 7.940235
COP 4274.076056
CRC 545.678924
CUC 1.153762
CUP 30.574688
CVE 110.136782
CZK 24.402291
DJF 206.229913
DKK 7.471865
DOP 70.270021
DZD 152.133872
EGP 59.846895
ERN 17.306427
ETB 179.342201
FJD 2.559969
FKP 0.85732
GBP 0.862841
GEL 3.132423
GGP 0.85732
GHS 12.548392
GIP 0.85732
GMD 84.797981
GNF 10153.355744
GTQ 8.879663
GYD 242.647516
HKD 9.027898
HNL 30.656974
HRK 7.534407
HTG 151.96572
HUF 389.533029
IDR 19504.343599
ILS 3.587334
IMP 0.85732
INR 106.447162
IQD 1516.943373
IRR 1525013.532007
ISK 144.808988
JEP 0.85732
JMD 181.409594
JOD 0.817987
JPY 183.491394
KES 149.689063
KGS 100.896296
KHR 4648.668729
KMF 491.502389
KPW 1038.425208
KRW 1708.04039
KWD 0.354092
KYD 0.964955
KZT 568.776365
LAK 24807.002721
LBP 103768.195891
LKR 360.015634
LRD 211.933273
LSL 18.962341
LTL 3.406759
LVL 0.697899
LYD 7.366424
MAD 10.842477
MDL 19.971749
MGA 4801.410329
MKD 61.58999
MMK 2422.249424
MNT 4131.516627
MOP 9.335459
MRU 46.245365
MUR 52.969315
MVR 17.825768
MWK 2008.162152
MXN 20.510482
MYR 4.533707
MZN 73.73718
NAD 18.962341
NGN 1614.770859
NIO 42.62112
NOK 11.153705
NPR 170.551883
NZD 1.95667
OMR 0.443626
PAB 1.158152
PEN 3.969179
PGK 4.990255
PHP 68.690942
PKR 323.609563
PLN 4.257537
PYG 7506.261415
QAR 4.222884
RON 5.09121
RSD 117.389677
RUB 91.405648
RWF 1692.329836
SAR 4.32933
SBD 9.282224
SCR 17.369823
SDG 693.410524
SEK 10.696653
SGD 1.472217
SHP 0.86562
SLE 28.384548
SLL 24193.807775
SOS 660.733655
SRD 43.235493
STD 23880.540277
STN 24.471829
SVC 10.131931
SYP 128.357478
SZL 18.960926
THB 36.814809
TJS 11.100677
TMT 4.038166
TND 3.394049
TOP 2.777982
TRY 50.895778
TTD 7.857865
TWD 36.734044
TZS 2999.780987
UAH 51.055962
UGX 4279.018483
USD 1.153762
UYU 46.585766
UZS 14068.853309
VES 504.952214
VND 30312.784346
VUV 137.783385
WST 3.150631
XAF 655.194241
XAG 0.01358
XAU 0.000224
XCD 3.118099
XCG 2.087008
XDR 0.814851
XOF 655.194241
XPF 119.331742
YER 275.286247
ZAR 19.167387
ZMK 10385.240379
ZMW 22.525776
ZWL 371.510836
  • Goldpreis

    -27.9000

    5151.2

    -0.54%

  • EUR/USD

    -0.0028

    1.1542

    -0.24%

  • Euro STOXX 50

    -42.4900

    5794.68

    -0.73%

  • TecDAX

    -26.5700

    3599.45

    -0.74%

  • SDAX

    -229.8400

    17086.27

    -1.35%

  • MDAX

    -308.2400

    29414.84

    -1.05%

  • DAX

    -328.6000

    23640.03

    -1.39%


Aufstand in Iran weckt Angst




Seit Ende Dezember des vergangenen Jahres 2025 herrscht in Iran eine Stimmung wie selten zuvor. Eine dramatische Währungsabwertung auf mehr als 1,4 Millionen Rial pro US‑Dollar, Preissteigerungen von durchschnittlich 72 Prozent bei Lebensmitteln und eine Jahresinflation von rund 40 Prozent ließen die Menschen verzweifeln. Die Wirtschaft steckt durch den Krieg gegen Israel im Juni 2025 und erneute UN‑Sanktionen in der Krise. Als die Regierung im Dezember das Subventionssystem änderte und Benzinpreise drastisch anhob, protestierten Kaufleute im Teheraner Großbasar, schlossen ihre Geschäfte und gingen auf die Straße. Die Wut über steigende Preise verwandelte sich schnell in grundsätzliche Ablehnung der islamischen Republik.

Ausbreitung und neue Parolen
Von Teheran breiteten sich die Proteste binnen weniger Tage auf zahlreiche Provinzen aus. Videos zeigten Demonstrationen in Malard, Isfahan, Hamedan, Kerman, Ahvaz und auf der Insel Qeschm. Auch Streiks von Händlern und Arbeitnehmern legten wichtige Wirtschaftszweige lahm. Mit dem zunehmenden Druck verschoben sich die Rufe der Demonstrierenden: Statt Wirtschaftsforderungen dominierten Slogans für politische Freiheit, für ein Ende der Herrschaft des Klerus und für eine Rückkehr zur Monarchie, die von Anhängern des im Exil lebenden Reza Pahlavi angeregt wird. Die Forderung nach einem Referendum über die Staatsform stößt auf breite Zustimmung.

Brutale Reaktion des Staates
Die Sicherheitskräfte reagierten mit massiver Gewalt. Laut der US‑basierten Menschenrechtsorganisation HRANA wurden bis zum 11. Januar 2026 mindestens 490 Demonstrierende und 48 Sicherheitskräfte getötet, mehr als 10 600 Menschen verhaftet und unzählige verletzt. Andere Aktivistengruppen sprechen inzwischen von weit über 2 000 Todesopfern und zehntausenden Inhaftierten. Amnesty International und Human Rights Watch dokumentierten den Einsatz von Schusswaffen, Schrotkugeln, Wasserwerfern und schweren Prügeln gegen weitgehend friedliche Protestierende. In den ersten Tagen wurden mindestens 28 Menschen, darunter Kinder, getötet. Das Regime verhängte einen Internet Blackout, der mehr als 130 Stunden andauerte und unabhängige Berichte erschwerte. Berichte aus Teheran erzählen von Stromabschaltungen und gezielten Schüssen von Dächern oder Drohnen, um Demonstrierende in Panik zu versetzen.

Massengrabungen und Beisetzungen von Mitgliedern der Sicherheitskräfte, die laut Staatsmedien “von Terroristen getötet” worden seien, sollten Loyalität demonstrieren, näher betrachtet sind es nichts weiter als asoziale Lügen der Terror-Mullahs. Gleichzeitig berichten Augenzeugen von Leichenhallen, in denen Familien verzweifelt nach vermissten Angehörigen suchen. Menschenrechtsgruppen prangern erzwungene Geständnisse, Todesurteile und die Drohung von Exekutionen gegen junge Demonstrierende an.

Zeichen der Angst im Regime
Die ungeahnte Größe und Hartnäckigkeit der Aufstände lässt die Führung sichtbar nervös werden. Um den Eindruck von Kontrolle zu erwecken, organisierte das Regime am 12. Januar eine große Pro‑Regierungs‑Kundgebung in Teheran. Zehntausende wurden mobilisiert, um unter dem Motto “Iranischer Aufstand gegen amerikanisch‑zionistischen Terrorismus” durch die Hauptstadt zu marschieren. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sprach von einem Vierfrontenkrieg – einem wirtschaftlichen, psychologischen, militärischen und terroristischen Krieg – und drohte den USA und Israel mit massiver Vergeltung. Die Führung erklärte ausländische Mächte zu Drahtziehern und rief drei Trauertage für gefallene Sicherheitskräfte aus, während Innenminister und Revolutionsgarde unermüdlich von “Randalierern” und “Terroristen” sprachen.

Diese aggressive Rhetorik verdeckt jedoch die Sorge, dass die eigenen Sicherheitskräfte dem Druck nicht standhalten könnten. Der im Exil lebende Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, rief Polizisten und Staatsbedienstete dazu auf, sich den Demonstrierenden anzuschließen. Auf digitalen Plattformen melden sich nach seinen Angaben Tausende von Sicherheitskräften, die ihre Loyalität wechseln wollen. Die Regierenden wissen um die Gefahr innerer Spaltungen und reagieren mit Einschüchterung und harschen Strafen.

Internationale Reaktionen und Perspektiven
Der brutale Einsatz gegen Demonstrierende löste weltweit Entrüstung aus. Die Vereinten Nationen forderten das Ende der Gewalt und mahnten die Einhaltung von Meinungs‑ und Versammlungsfreiheit an. Deutschland, Kanada und andere Staaten verlangten Zurückhaltung und drohten dem iranischen Regime mit weiteren Sanktionen. US‑Präsident Donald Trump erklärte, er stehe an der Seite der Protestierenden und erwäge militärische Optionen. Zudem prüft Washington die Bereitstellung von Satelliteninternet, um die Informationsblockade zu durchbrechen. Oppositionsgruppen in der Diaspora organisierten in den USA, Europa und der Türkei große Solidaritaätskundgebungen.

Beobachterinnen wie die Iran‑Expertin Maryam Alemzadeh warnen, dass die derzeitige Brutalität gegenüber Demonstrierenden beispiellos sei und die Unzufriedenheit nicht zum Schweigen bringen werde. Ohne politische Reformen könnte sich der Aufstand verschärfen. Gleichzeitig ist unklar, ob die heterogene Oppositionsbewegung genug Kraft hat, die jahrzehntelange Herrschaft des Klerus zu brechen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Aufstand neue Dynamik gewinnt oder in einer erneuten Welle der Repression erstickt wird.

Fazit und Ausblick auf die nahe Zukunft
Die Ereignisse in Iran markieren den größten Aufruhr seit der "Frau, Leben, Freiheit"-Bewegung 2022 und für viele den Beginn eines historischen Wendepunkts. Wirtschaftliche Not und politischer Zorn haben eine Bewegung entfacht, die sich nicht mehr nur gegen einzelne Reformen richtet, sondern den Sturz eines Systems fordert. Die Führung in Teheran reagiert mit Gewalt und Propaganda – doch die Angst vor einem Kontrollverlust ist offensichtlich. Ob dieser Aufstand das Ende der "Terror‑Ayatollahs" einläutet oder zu noch schwereren Menschenrechtsverletzungen führt, hängt von der Entschlossenheit der Demonstrierenden, der Loyalität der Sicherheitskräfte und der internationalen Solidarität ab.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...