Berliner Boersenzeitung - Taiwan auf Krieg vorbereitet

EUR -
AED 4.177857
AFN 75.655231
ALL 93.77151
AMD 415.873647
AOA 1043.183623
ARS 1703.139744
AUD 1.632144
AWG 2.047688
AZN 1.938444
BAM 1.955206
BBD 2.292004
BDT 140.367353
BHD 0.42917
BIF 3399.667097
BMD 1.137604
BND 1.468954
BOB 12.637161
BRL 5.783017
BSD 1.137954
BTN 109.829631
BWP 15.719224
BYN 3.264008
BYR 22297.045604
BZD 2.288705
CAD 1.60408
CDF 2570.986282
CHF 0.931214
CLF 0.027331
CLP 1075.683181
CNY 7.703975
CNH 7.703527
COP 3641.493624
CRC 517.842667
CUC 1.137604
CUP 30.146516
CVE 110.231509
CZK 24.15874
DJF 202.638433
DKK 7.478957
DOP 66.269866
DZD 151.755893
EGP 58.441244
ERN 17.064066
ETB 183.671796
FJD 2.561093
FKP 0.852678
GBP 0.854089
GEL 2.986257
GGP 0.852678
GHS 13.233979
GIP 0.852678
GMD 84.183128
GNF 9983.966623
GTQ 8.681362
GYD 238.077666
HKD 8.921265
HNL 30.479739
HRK 7.538112
HTG 148.784795
HUF 361.246708
IDR 20388.145475
ILS 3.465542
IMP 0.852678
INR 109.855614
IQD 1490.261721
IRR 1564206.005764
ISK 143.114968
JEP 0.852678
JMD 180.495161
JOD 0.806606
JPY 186.402209
KES 147.365227
KGS 99.483939
KHR 4601.601919
KMF 493.720694
KRW 1660.345386
KWD 0.352749
KYD 0.948312
KZT 541.065611
LAK 25767.171293
LBP 101903.839083
LKR 382.413813
LRD 205.967422
LSL 19.146315
LTL 3.35905
LVL 0.688126
LYD 7.281788
MAD 10.650825
MDL 20.112889
MGA 5042.467973
MKD 61.556298
MMK 2389.236914
MNT 4090.293783
MOP 9.191907
MRU 45.561486
MUR 53.957006
MVR 17.576418
MWK 1976.019179
MXN 19.890107
MYR 4.654399
MZN 72.697161
NAD 19.14631
NGN 1553.403001
NIO 41.877277
NOK 10.89723
NPR 175.72761
NZD 1.971414
OMR 0.437597
PAB 1.137954
PEN 3.870703
PGK 5.090453
PHP 70.173169
PKR 316.095262
PLN 4.3192
PYG 6879.909713
QAR 4.145601
RON 5.218476
RSD 117.354345
RUB 88.93298
RWF 1676.790549
SAR 4.282815
SBD 9.1931
SCR 16.541191
SDG 683.135604
SEK 11.056268
SGD 1.46825
SLE 27.558509
SOS 650.145062
SRD 42.992917
STD 23546.113594
STN 24.492559
SVC 9.956975
SZL 19.146301
THB 38.342998
TJS 10.497611
TMT 3.981615
TND 3.370887
TRY 53.857039
TTD 7.731651
TWD 36.813295
TZS 3004.187253
UAH 50.997906
UGX 4289.696684
USD 1.137604
UYU 45.696116
UZS 13771.81578
VES 843.307715
VND 29941.746954
VUV 134.789885
WST 3.135591
XAF 655.757765
XAG 0.019523
XAU 0.000281
XCD 3.074433
XCG 2.050877
XDR 0.815552
XOF 655.757765
XPF 119.331742
YER 271.375935
ZAR 19.150778
ZMK 10239.808511
ZMW 21.080595
ZWL 366.308142
  • Goldpreis

    20.6000

    4070.8

    +0.51%

  • DAX

    335.8800

    25099

    +1.34%

  • TecDAX

    68.5200

    3769.97

    +1.82%

  • MDAX

    291.8100

    31965.53

    +0.91%

  • SDAX

    130.6600

    18229.28

    +0.72%

  • Euro STOXX 50

    70.7700

    6280.94

    +1.13%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1375

    -0.06%


Taiwan auf Krieg vorbereitet




Seit Jahren erhebt die Volksrepublik China Anspruch auf die demokratische Insel Taiwan. Unter Präsident Xi Jinping hat Peking die militärischen und wirtschaftlichen Drohgebärden verschärft – Marine‑ und Luftmanöver rund um Taiwan, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen sind an der Tagesordnung. Angesichts dieser Bedrohung reagiert Taiwan mit einer grundlegenden Umgestaltung seiner Verteidigungspolitik, die auf Abschreckung, Resilienz und die Einbindung der gesamten Gesellschaft setzt.

Han‑Kuang‑Übungen – realistische Kriegssimulationen
Taiwans jährliche "Han‑Kuang"‑Manöver sind das Herzstück dieser Strategie. Bei der 41. Auflage im Juli 2025 dauerte die Übung erstmals zehn Tage; mehr als 22 000 Reservisten wurden einberufen, doppelt so viele wie im Vorjahr. Das Militär übte nicht nur amphibische Landungen, Luft‑ und Seeangriffe sowie die Abwehr einer Seeblockade. Erstmals wurden die Szenarien ungesteuert, also ohne vorher festgelegten Ablauf, durchgespielt. Urban‑Warfare‑Übungen fanden mitten in taiwanischen Städten statt: Soldaten und Reservisten übten Häuserkampf, während Zivilisten das Verhalten bei Raketenangriffen, Erste Hilfe und die Ausgabe von Hilfsgütern trainierten.

Die Übungen beinhalteten auch sogenannte Grauzonen‑Szenarien. Simuliert wurden Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur, Misinformationen in sozialen Medien und Zwischenfälle mit chinesischen Küstenwachschiffen. Ein Höhepunkt war der Einsatz neu beschaffter amerikanischer Waffensysteme: Patriot‑Flugabwehrraketen, mobile HIMARS‑Raketenwerfer, Javelin‑ und Stinger‑Lenkwaffen sowie Abrams‑Kampfpanzer. Die "Porcupine Strategy" – die Stachelschwein‑Strategie – zielt darauf ab, mit zahlreichen, schwer zu bekämpfenden Abwehrmitteln einen potenziellen Invasor abzuschrecken und hohe Verluste zuzufügen.

Zivile Verteidigung und gesellschaftliche Resilienz
Die taiwanische Führung setzt nicht nur auf militärische Stärke, sondern auch auf die Bereitschaft der Zivilbevölkerung. Präsident Lai Ching‑te gründete 2025 einen "Whole‑of‑Society Defense Resilience Committee" (Komitee für gesamtgesellschaftliche Verteidigungsresilienz), das mit umgerechnet rund 5 Milliarden US‑Dollar ausgestattet ist. In fünf Bereichen – Ausbildung der Zivilverteidigungskräfte, Bevorratung strategischer Güter, Schutz kritischer Infrastruktur, soziale Absicherung und medizinische Versorgung, sowie Cybersicherheit – sollen Zivilisten trainiert und logistische Kapazitäten aufgebaut werden. Die Wan‑An‑Luftschutzübungen und Min‑An‑Katastrophenübungen wurden zu "Urban Resilience Exercises" zusammengeführt, bei denen städtische Notfallpläne erprobt werden. Supermarktketten wie PX Mart proben, wie Kunden in unterirdische Schutzräume geleitet und dort versorgt werden.

Die Nachfrage nach Erste‑Hilfe‑ und Krisenmanagementkursen ist enorm. Nichtregierungsorganisationen wie Kuma Academy und Forward Alliance sind seit Monaten ausgebucht und unterrichten Freiwillige im Umgang mit Verletzten, im Brandschutz und in der Bekämpfung von Fehlinformationen. Um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, plant das Innenministerium die Ausbildung von mehr als 50 000 Zivilverteidigungshelfern und möchte die bis zu 70 Jahre alten Behördenmitarbeiter durch jüngere Freiwillige ergänzen.

Wehrpflicht und Modernisierung der Streitkräfte
Um genügend Personal für eine langwierige Verteidigung bereitzustellen, wurde die Wehrpflicht 2024 von vier Monaten auf ein Jahr verlängert. Die ersten Rekruten starteten ihren Dienst im Januar 2024 und werden seitdem intensiver ausgebildet. Neben Schießübungen nach US‑Vorbild steht der Umgang mit modernen Waffensystemen wie Stinger‑Flugabwehrraketen und Panzerabwehrlenkwaffen auf dem Programm. Die Maßnahme soll die Gefechtsbereitschaft erhöhen und die Reservekräfte stärken.

Parallel dazu steigert Taiwan die Verteidigungsausgaben. Für 2026 sind rund 949,5 Milliarden Neue Taiwan‑Dollar (etwa 31 Milliarden US‑Dollar) eingeplant, was 3,32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht – ein Anstieg um mehr als 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals wird auch die Küstenwache im Verteidigungshaushalt berücksichtigt, weil sie bei der Abwehr von Blockaden und bei Zwischenfällen mit der chinesischen Marine eine wichtige Rolle spielt. Seit 2016 sind die Militärausgaben um knapp 77 Prozent gestiegen, was den Willen zur Selbstverteidigung unterstreicht.

Eigene U‑Boote, Flugzeuge und Waffenprogramme
Taiwan bemüht sich, seine Abhängigkeit von ausländischen Waffenlieferungen zu verringern und gleichzeitig moderne Technologie zu beschaffen. Im Herbst 2025 lief das erste indigen entwickelte Diesel‑Elektro‑U‑Boot "Hai Kun" zu Probefahrten aus. Es wiegt 2 500 Tonnen, kann bis zu 350 Meter tief tauchen und ist mit amerikanischen MK48‑Torpedos ausgerüstet; künftig sollen auch UGM‑84 Harpoon‑Flugkörper integriert werden. Bis 2029 sollen acht U‑Boote dieser Klasse entstehen, um chinesischen Seestreitkräften im Taiwan‑Meerengenbereich heimlich entgegentreten zu können und jede Blockade kostspielig zu machen.

Darüber hinaus arbeitet die Regierung eng mit den USA zusammen: Washington beschleunigt die Lieferung von 66 neuen F‑16V‑Kampfjets, die wegen Produktionsverzögerungen erst 2026 in die Testphase gehen sollen; HIMARS‑Raketenwerfer wurden bereits früher geliefert als geplant. Gleichzeitig investiert Taipei in die inländische Rüstungsindustrie: Es werden mobile Raketenbatterien, Anti‑Schiff‑Lenkwaffen und Minensysteme entwickelt, die im Falle eines amphibischen Angriffs einen tödlichen "Teppich" legen sollen.

Drohnen als Teil der Porcupine‑Strategie
Unbemannte Systeme gelten als Schlüsselkomponente der asymmetrischen Verteidigung. Bei einer Messe im Juli 2025 präsentierten taiwanische Firmen See‑ und Luftdrohnen wie "Carbon Voyager 1", "Black Tide I" und "Sea Shark 800". Diese kleinen unbemannten Boote können Sprengsätze transportieren und gegnerische Schiffe behindern, während Schwärme kleiner Multikopter und Starrflügler die Bewegungen feindlicher Truppen überwachen und Angriffsmöglichkeiten eröffnen.

Das Verteidigungsministerium in Taiwan kündigte an, 2026 und 2027 insgesamt fast 50 000 Drohnen zu bestellen. Dabei werden mehrere Kategorien von Multikoptern und Starrflüglern beschafft, die komplett in Taiwan produziert werden sollen; chinesische Komponenten sind ausgeschlossen. Die Zielzahl von knapp 50 000 unbemannten Systemen ist ambitioniert, wird aber von Experten als Mindestmaß angesehen, da moderne Kriege hohe Verlustraten bei Drohnen verursachen. Präsident Lai spricht von einem "asiatischen Drehkreuz" für Drohnentechnologie, in dem staatliche Stellen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen eng zusammenarbeiten.

Fazit: Abschreckung durch Entschlossenheit
Die massive Aufrüstung, die Intensivierung der Reservistenübungen, das umfangreiche Zivilschutzprogramm und die Modernisierung der Rüstungsindustrie zeigen, dass Taiwan eine mögliche chinesische Invasion ernst nimmt. Die Insel versucht, ihre Verwundbarkeit durch eine vielschichtige Verteidigungsstrategie zu verringern: Moderne Waffensysteme sollen eine Invasion verlangsamen und hohe Kosten verursachen; eine motivierte, gut ausgebildete Bevölkerung soll im Ernstfall weiterkämpfen, auch wenn die regulären Streitkräfte ausgelastet sind. Gleichzeitig steht Taiwan im Zentrum des geopolitischen Wettbewerbs zwischen den USA und China – Washington unterstützt militärisch und technologisch, während Peking mit immer aggressiveren Manövern droht.

Ob die getroffenen Maßnahmen ausreichen, einen Angriff zu vereiteln, bleibt allerdings im Angesicht der militärischen Übermacht Chinas offen, und ob die USA den Staat Taiwan gegen die Atommacht China verteidigen, ist im Angesicht des mordend ruchlosen Staatsterrorismus Russlands gegen die Ukraine, ebenfalls mehr als fraglich!
Unabhängig davon sendet Taiwan mit seiner "Stachelschwein"‑Doktrin und der breiten Mobilisierung der Gesellschaft ein eindeutiges Signal: Die Insel ist bereit, sich zu verteidigen.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...