Berliner Boersenzeitung - Kubas Wirtschaft unter Druck

EUR -
AED 4.335689
AFN 77.907472
ALL 96.499843
AMD 446.503942
ANG 2.113037
AOA 1082.44004
ARS 1708.938394
AUD 1.687138
AWG 2.127698
AZN 2.001594
BAM 1.953764
BBD 2.376254
BDT 144.169755
BGN 1.982353
BHD 0.444977
BIF 3482.171097
BMD 1.180415
BND 1.500936
BOB 8.152538
BRL 6.188101
BSD 1.179785
BTN 106.771187
BWP 15.536874
BYN 3.369089
BYR 23136.130958
BZD 2.372797
CAD 1.613249
CDF 2596.912637
CHF 0.917325
CLF 0.025678
CLP 1013.929255
CNY 8.189951
CNH 8.194593
COP 4285.00032
CRC 584.870665
CUC 1.180415
CUP 31.280993
CVE 110.145548
CZK 24.380403
DJF 209.78337
DKK 7.467098
DOP 74.013182
DZD 153.13546
EGP 55.354732
ERN 17.706223
ETB 182.783688
FJD 2.602402
FKP 0.861604
GBP 0.864577
GEL 3.18123
GGP 0.861604
GHS 12.954554
GIP 0.861604
GMD 86.170109
GNF 10353.771376
GTQ 9.049263
GYD 246.833811
HKD 9.221933
HNL 31.170648
HRK 7.537537
HTG 154.639499
HUF 379.775157
IDR 19830.143102
ILS 3.653154
IMP 0.861604
INR 106.745328
IQD 1545.595823
IRR 49724.975522
ISK 144.80106
JEP 0.861604
JMD 185.007197
JOD 0.836967
JPY 185.227751
KES 152.214672
KGS 103.227395
KHR 4762.05745
KMF 493.41333
KPW 1062.308599
KRW 1723.547409
KWD 0.362789
KYD 0.98318
KZT 586.097419
LAK 25377.660469
LBP 105652.243299
LKR 365.147093
LRD 219.441312
LSL 18.855012
LTL 3.485458
LVL 0.714021
LYD 7.455914
MAD 10.815762
MDL 19.962281
MGA 5226.575326
MKD 61.648648
MMK 2478.795775
MNT 4213.900016
MOP 9.494246
MRU 46.847591
MUR 54.157713
MVR 18.237541
MWK 2045.413175
MXN 20.44887
MYR 4.641383
MZN 75.251613
NAD 18.85573
NGN 1615.468857
NIO 43.415123
NOK 11.412835
NPR 170.864659
NZD 1.966199
OMR 0.453867
PAB 1.179776
PEN 3.966067
PGK 5.054561
PHP 69.581927
PKR 329.981132
PLN 4.217743
PYG 7808.597758
QAR 4.30317
RON 5.094436
RSD 117.379271
RUB 90.004751
RWF 1721.912823
SAR 4.426687
SBD 9.511903
SCR 16.188746
SDG 710.016027
SEK 10.60626
SGD 1.502485
SHP 0.885617
SLE 28.890652
SLL 24752.708222
SOS 673.101387
SRD 44.730677
STD 24432.204039
STN 24.474805
SVC 10.322805
SYP 13054.886383
SZL 18.854431
THB 37.442843
TJS 11.025357
TMT 4.143256
TND 3.412228
TOP 2.842155
TRY 51.3705
TTD 7.991874
TWD 37.367804
TZS 3045.812667
UAH 50.895254
UGX 4200.622372
USD 1.180415
UYU 45.470687
UZS 14462.438063
VES 438.69004
VND 30669.538497
VUV 141.126608
WST 3.218011
XAF 655.276887
XAG 0.013483
XAU 0.000239
XCD 3.19013
XCG 2.126293
XDR 0.813873
XOF 655.290751
XPF 119.331742
YER 281.381387
ZAR 18.966079
ZMK 10625.152197
ZMW 23.09503
ZWL 380.093098
  • DAX

    -177.7500

    24603.04

    -0.72%

  • Euro STOXX 50

    -24.8800

    5970.47

    -0.42%

  • MDAX

    -12.7000

    31524.63

    -0.04%

  • TecDAX

    7.3300

    3613.05

    +0.2%

  • SDAX

    -78.3500

    17925.77

    -0.44%

  • Goldpreis

    51.4000

    4986.4

    +1.03%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1809

    -0.14%


Kubas Wirtschaft unter Druck




Havanna steht mitten in einer der schwersten Wirtschaftskrisen ihrer modernen Geschichte. Eine Kombination aus drastisch verschärften US-Sanktionen, dem vollständigen Wegfall von Ölimporten und einem historischen Einbruch des Tourismussektors hat die kubanische Wirtschaft an den Rand des Kollapses gebracht.

Die Regierung in Washington hat im Verlauf des Jahres 2025 und Anfang 2026 ihre Drohkulisse gegenüber Kuba massiv ausgeweitet. Eine Reihe neuer Maßnahmen zielt darauf ab, Kubas Zugang zu lebenswichtigen Importen, insbesondere Öl, zu blockieren. Dazu gehören Exekutivverfügungen, die es erlauben, Strafzölle auf Länder zu verhängen, die Öl nach Kuba liefern, und diplomatischer Druck auf Mexiko und andere potenzielle Lieferanten, ihre Exporte einzustellen. In der Folge haben kurzfristig letzte verbliebene Lieferungen aus Venezuela und Mexiko aufgehört, Cuba erhält kaum noch Treibstoff. Analysten schätzen, dass die Ölreserven der Insel im Januar 2026 nur noch für wenige Wochen reichten, was zu wiederholten und langanhaltenden Stromausfällen geführt hat. Die stundenlangen Blackouts beeinträchtigen nicht nur den privaten Alltag, sondern gefährden Grundversorgung, Gesundheit und Transportwesen.

Die Energiekrise trifft Kuba zu einer Zeit, in der der ohnehin schon schwächelnde Tourismussektor weiter einbricht. Während in den Jahren vor der Corona-Pandemie noch mehrere Millionen Besucher jährlich auf der Insel ankamen, sind die Besucherzahlen in den letzten Jahren um fast 70 % eingebrochen. Die Pandemie selbst hatte den Sektor bereits stark getroffen, jetzt aber verschärfen politische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Blockade amerikanischer Kreuzfahrtschiffe die Lage zusätzlich. Hotels stehen leer, Reiseveranstalter kämpfen ums Überleben, und historische Attraktionen wirken verlassen. Die Einnahmen aus dem Tourismus, einst eine der tragenden Säulen der kubanischen Devisenwirtschaft, sind dramatisch gesunken.

Diese Verwerfungen haben direkte Auswirkungen auf die kubanische Bevölkerung. Inflation und hohe Preise für Grundbedürfnisse belasten Haushalte, während Versorgungsengpässe zu langen Warteschlangen bei Treibstoff und Nahrungsmitteln führen. Viele Unternehmen im Privatsektor, die auf Touristen angewiesen waren – von klassischen Oldtimer-Taxifahrern bis zu kleinen Restaurants und Gastbetrieben – kämpfen ums Überleben und sehen sich gezwungen, ihre Aktivitäten drastisch einzuschränken oder ganz einzustellen.

Die kubanische Regierung bestätigt, dass die Kombination aus Ölknappheit, Sanktionen und sinkenden Einnahmen aus dem Ausland das Wirtschaftswachstum stark hemmt und in Teilen zum Rückgang der Wirtschaftsleistung führt. Trotz wiederholter diplomatischer Angebote an Washington zu Gesprächen über eine Normalisierung der Beziehungen bestehen derzeit keine formellen Verhandlungen. Die Regierung betont, dass grundlegende politische und wirtschaftliche Prinzipien nicht zur Disposition stehen.

International hat die Verschärfung der Sanktionen Besorgnis ausgelöst, da einige Nachbarstaaten vor einer humanitären Krise warnen. Mexikos Regierung hat darauf hingewiesen, dass die Zölle und Lieferstopps schwerwiegende Auswirkungen auf den Transport, die Energieversorgung und die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern haben könnten und sucht diplomatische Wege, um die Situation zu entschärfen.

Auf der Insel selbst sind die Reaktionen gemischt: Viele Kubaner zeigen angesichts der Not eine bemerkenswerte Resilienz, setzen auf Selbsthilfe, lokale Produktion und improvisierte Lösungen angesichts der Versorgungsengpässe. Zugleich wächst die Unsicherheit über die Zukunft eines Landes, das historisch schon mehrfach schwere Krisen durchlebt hat, aber selten in einem so stark international beeinflussenden Umfeld.

Die aktuelle Lage in Kuba wird zunehmend als Belastungsprobe für die politischen Beziehungen zwischen Washington und Havanna gesehen. Die Verbindung von Wirtschaftssanktionen, Energieblockaden und dem massiven Rückgang der Tourismus-Einnahmen macht deutlich, wie stark externe Faktoren die Wirtschaft eines kleinen Staates beeinflussen können. Ob die kubanische Wirtschaft diese multiplen Schocks überstehen kann oder ob sie strukturelle Anpassungen erfordert, bleibt eine der drängendsten Fragen für die kommenden Monate.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...