Berliner Boersenzeitung - Kubas Notstand - Ruf um Hilfe

EUR -
AED 4.292157
AFN 74.798297
ALL 96.081506
AMD 435.777805
ANG 2.092123
AOA 1071.724593
ARS 1628.082223
AUD 1.653995
AWG 2.106635
AZN 1.980514
BAM 1.958455
BBD 2.33034
BDT 142.773581
BGN 1.99772
BHD 0.441166
BIF 3438.447352
BMD 1.16873
BND 1.486109
BOB 7.994634
BRL 6.022933
BSD 1.156984
BTN 107.543754
BWP 15.788542
BYN 3.401354
BYR 22907.100883
BZD 2.326935
CAD 1.61775
CDF 2688.077984
CHF 0.921888
CLF 0.027141
CLP 1071.677561
CNY 8.014445
CNH 7.979057
COP 4314.564139
CRC 536.730028
CUC 1.16873
CUP 30.971335
CVE 110.395317
CZK 24.410122
DJF 206.031995
DKK 7.472834
DOP 70.285598
DZD 154.764365
EGP 63.946692
ERN 17.530945
ETB 180.65792
FJD 2.584649
FKP 0.883159
GBP 0.870429
GEL 3.132031
GGP 0.883159
GHS 12.736034
GIP 0.883159
GMD 85.912134
GNF 10149.718202
GTQ 8.850735
GYD 242.025701
HKD 9.153432
HNL 30.722787
HRK 7.529896
HTG 151.685015
HUF 377.415553
IDR 19863.728909
ILS 3.62061
IMP 0.883159
INR 108.069511
IQD 1515.661513
IRR 1537902.110447
ISK 143.800387
JEP 0.883159
JMD 182.126159
JOD 0.82856
JPY 185.026847
KES 151.99264
KGS 102.205267
KHR 4636.266306
KMF 499.047449
KPW 1051.859453
KRW 1722.923644
KWD 0.361419
KYD 0.964166
KZT 537.644372
LAK 25525.827924
LBP 103609.880771
LKR 365.088133
LRD 212.878616
LSL 19.551025
LTL 3.450955
LVL 0.706953
LYD 7.395122
MAD 10.849131
MDL 20.213407
MGA 4832.593683
MKD 61.669015
MMK 2454.46379
MNT 4176.23509
MOP 9.337741
MRU 45.979539
MUR 54.64966
MVR 18.056768
MWK 2006.237348
MXN 20.473338
MYR 4.652126
MZN 74.739927
NAD 19.550941
NGN 1615.230794
NIO 42.577547
NOK 11.175866
NPR 172.079052
NZD 2.003776
OMR 0.449378
PAB 1.156939
PEN 3.962773
PGK 5.07893
PHP 69.409676
PKR 325.296532
PLN 4.257629
PYG 7502.107637
QAR 4.229192
RON 5.092624
RSD 117.328456
RUB 91.661946
RWF 1689.984156
SAR 4.38814
SBD 9.406617
SCR 16.038338
SDG 702.406871
SEK 10.885168
SGD 1.48909
SHP 0.87685
SLE 28.712002
SLL 24507.688773
SOS 661.193659
SRD 43.760724
STD 24190.343828
STN 24.533474
SVC 10.12377
SYP 129.383705
SZL 19.546754
THB 37.452526
TJS 11.008408
TMT 4.102241
TND 3.404915
TOP 2.81402
TRY 52.020933
TTD 7.850644
TWD 37.138137
TZS 3050.384506
UAH 50.281305
UGX 4344.128063
USD 1.16873
UYU 46.921411
UZS 14115.259127
VES 553.355153
VND 30767.392056
VUV 139.365103
WST 3.233046
XAF 656.844781
XAG 0.015116
XAU 0.000242
XCD 3.15855
XCG 2.085236
XDR 0.816915
XOF 656.856037
XPF 119.331742
YER 278.800392
ZAR 19.232261
ZMK 10519.967626
ZMW 22.417203
ZWL 376.330466
  • TecDAX

    159.5700

    3585.27

    +4.45%

  • MDAX

    1496.5300

    30229.99

    +4.95%

  • SDAX

    669.7300

    17203.46

    +3.89%

  • Goldpreis

    144.2000

    4828.9

    +2.99%

  • DAX

    1046.1600

    23967.75

    +4.36%

  • EUR/USD

    0.0079

    1.1685

    +0.68%

  • Euro STOXX 50

    250.8800

    5884.1

    +4.26%


Kubas Notstand - Ruf um Hilfe




Die Karibikinsel Kuba durchlebt Anfang 2026 die schwerste Wirtschafts‑ und Energiekrise seit dem Ende der Sowjetunion. Nachdem der US‑Präsident im Januar 2026 eine vollständige Blockade für jegliche Öllieferungen nach Kuba verfügte und sogar Strafzölle auf Exporte aus Ländern ankündigte, die das Land trotz Embargo mit Treibstoff versorgen, versiegten innerhalb weniger Wochen die Lieferungen aus Venezuela und Mexiko. Seit Dezember 2025 fließt kein venezolanisches Öl mehr nach Kuba, die mexikanischen Exporte wurden auf Druck aus Washington vorübergehend gestoppt.

Kuba war seit Jahrzehnten von Rohölimporten abhängig; eigene Vorkommen decken nur einen Bruchteil des Bedarfs. Das Embargo führte dazu, dass Raffinerien stillstanden, Tankstellen von Polizei und Soldaten bewacht werden und lange Schlangen entstehen. Der Mangel an Kerosin zwang die Behörden, die Betankung von Verkehrsflugzeugen für einen Monat auszusetzen; internationale Airlines wie Air Canada kündigten an, ihre Flüge einzustellen oder Zwischenstopps in der Dominikanischen Republik einzulegen.

Notfallmaßnahmen und humanitärer Hilferuf
Um die wenigen verfügbaren Energiereserven zu schonen, ordnete die kubanische Regierung drastische Notmaßnahmen an. Staatsunternehmen arbeiten nur noch vier Tage pro Woche, der innerstaatliche Verkehr wurde stark eingeschränkt, Universitäten stellten Präsenzunterricht ein und touristische Einrichtungen konzentrieren sich auf wenige Orte. Der stellvertretende Premierminister betonte im staatlichen Fernsehen, dass der Treibstoff vorrangig für Gesundheit, Lebensmittelerzeugung und Verteidigung verwendet werde und man in dieser „Herausforderung“ nicht kollabieren werde.

Das Regime ruft in dieser Situation offen um Hilfe. Es fordert ein Ende der Blockade und appelliert an befreundete Regierungen, humanitäre Unterstützung zu leisten. Mexiko, bislang wichtigster Energielieferant, stoppte zunächst seine Ölexporte, sagte aber Hilfslieferungen in Form von Lebensmitteln und anderen Produkten zu. Anfang Februar trafen zwei mexikanische Marineschiffe mit mehr als 800 Tonnen Hilfsgütern ein, weitere Lieferungen wurden angekündigt. Auch Chile und eine internationale Solidaritätsflottille planen Unterstützung.

Die kubanische Führung streckt zudem die Hand in Richtung Washington aus. Präsident Miguel Díaz‑Canel erklärte, man sei zu Dialog bereit, allerdings ohne Druck oder Vorbedingungen und unter Wahrung der Souveränität. Gleichzeitig bezeichnete er die Blockade als „aggressiv und kriminell“ und kündigte Maßnahmen an, um die Krise zu bewältigen. Gespräche mit Russland über zusätzliche Ölimporte laufen hinter den Kulissen, während das Land seine Sonnenenergie‑Kapazitäten ausbaut und die eigene Ölförderung erhöhen will.

Die humanitäre Lage im Land
Für die Bevölkerung ist die Situation dramatisch. Stromausfälle von bis zu zehn Stunden sind an der Tagesordnung, Wasserpumpen fallen aus und Menschen kochen wieder mit Holzkohle oder reißen Türen aus, um Feuerholz zu haben. An vielen Tankstellen müssen Autofahrer schon am Abend Schlange stehen, um am nächsten Morgen vielleicht Benzin zu bekommen. Die Regale staatlicher Lebensmittelgeschäfte sind fast leer – häufig gibt es nur noch geringe Mengen Zucker, Reis oder Bohnen. In Havanna türmt sich der Müll; manche Menschen durchsuchen Abfallberge, um verwertbare Rohstoffe oder Essensreste für Tiere zu finden.

Die Energiekrise wirkt sich auch auf den internationalen Verkehr aus. Die Behörden warnten Fluggesellschaften, dass auf neun Flughäfen kein Jet‑Fuel verfügbar sei, sodass Langstreckenflüge zusätzliche Zwischenstopps einlegen müssen. Banken kürzten ihre Öffnungszeiten, kulturelle Veranstaltungen wurden gestrichen und der öffentliche Nahverkehr steht weitgehend still.

Auf dem Land berichten Menschen, dass sie Türen und Möbel verbrennen, um ihre Familien zu ernähren, und dass Kerosinlampen durch improvisierte Laternen ersetzt werden müssen. Die Preise steigen rapide; die Währung verliert an Wert, und viele greifen auf den Schwarzmarkt zurück. Seit 2021 haben über zwei Millionen Menschen das Land verlassen, und die Inflation liegt Medienberichten zufolge bei mehr als 15 Prozent. Tropische Krankheiten wie Dengue und Chikungunya nehmen zu, weil die Müllentsorgung zusammengebrochen ist.

Internationale Reaktionen
Die Vereinten Nationen und humanitäre Organisationen zeigen sich angesichts der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe alarmiert. Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte erklärte, die Verknappung von Treibstoff gefährde die Versorgung von Krankenhäusern, die Produktion und Lagerung von Impfstoffen sowie die Trinkwasserversorgung. Über 80 Prozent der Wasserpumpen sind auf Strom angewiesen, und die Stromausfälle untergraben den Zugang zu sicherem Wasser und Hygiene. Das UN‑Menschenrechtsbüro forderte alle Staaten auf, einseitige sektorale Maßnahmen zu beenden, weil sie die Wirtschaft schwächen und soziale Unruhen schüren.

Der US‑Präsident wiederum verschärft den Druck. Er drohte Ländern mit Zöllen, die Öl nach Kuba liefern, und erklärte, Kuba werde „bald scheitern“. Die US‑Botschaft in Havanna warnte eigene Staatsbürger vor massiven Stromausfällen und dem Anstieg regierungsnaher Proteste. Zugleich betont Washington, dass es bei einem Fall des Regimes keine klare Strategie habe; diplomatische Kreise sprechen davon, dass die Insel „zu Tode ausgehungert“ werden soll.

Die USA haben jedoch nach dem Hurrikan Melissa neun Millionen Dollar an humanitärer Hilfe zugesagt, darunter Reis, Bohnen, Pasta, Dosenfisch und Solarlampen für die östlichen Provinzen. Gleichwohl befürchten viele Kubaner, dass Hilfsgüter nicht ausreichen und die Krise zu Hunger und Krankheiten führt.

Ausblick auf die Zukunft
Die Lage in Kuba ist unübersichtlich. Einige Experten vergleichen die Krise mit der „Sonderperiode“ der 1990er Jahre, als das Bruttoinlandsprodukt um ein Drittel einbrach und Öl Mangelware war. Heute ist die Ausgangslage noch schlechter, weil die USA die Insel komplett vom Energiemarkt abschneiden und zugleich die internationale Solidarität bröckelt. Während Russland und China zwar erneuerbare Energieprojekte unterstützen, bleibt unklar, ob sie genügend Öl liefern können, um das System am Laufen zu halten.

Das Castro‑Regime, vertreten durch Präsident Miguel Díaz‑Canel und den langjährigen Sicherheitschef Alejandro Castro Espín, ist politisch angeschlagen. Die Führung hofft auf Verhandlungen mit Washington und auf Unterstützung aus Lateinamerika und Asien. Doch im Schatten der Krise wachsen Unzufriedenheit und Auswanderungsdruck. Ob die karibische Insel die Energieknappheit übersteht oder ob sie in einen vollständigen staatlichen Zusammenbruch abgleitet, hängt davon ab, ob die internationale Gemeinschaft einen humanitären Ausweg ermöglicht und die Blockade gelockert wird.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...