Berliner Boersenzeitung - Kuba am Rand der Katastrophe

EUR -
AED 4.281798
AFN 73.452371
ALL 95.429474
AMD 429.264549
ANG 2.087513
AOA 1070.303953
ARS 1646.078848
AUD 1.619093
AWG 2.098636
AZN 1.98192
BAM 1.958704
BBD 2.348412
BDT 143.12793
BGN 1.946974
BHD 0.439868
BIF 3469.744523
BMD 1.165909
BND 1.490109
BOB 8.056947
BRL 5.8728
BSD 1.165994
BTN 110.714164
BWP 15.645198
BYN 3.194937
BYR 22851.812047
BZD 2.345177
CAD 1.609013
CDF 2648.945277
CHF 0.910713
CLF 0.026367
CLP 1037.717451
CNY 7.888946
CNH 7.886633
COP 4305.864344
CRC 527.065696
CUC 1.165909
CUP 30.896583
CVE 110.615561
CZK 24.279118
DJF 207.205118
DKK 7.473965
DOP 68.019584
DZD 154.809692
EGP 61.007145
ERN 17.488632
ETB 184.213607
FJD 2.590413
FKP 0.866376
GBP 0.866686
GEL 3.113128
GGP 0.866376
GHS 13.687309
GIP 0.866376
GMD 84.529175
GNF 10236.679353
GTQ 8.89415
GYD 243.931695
HKD 9.137169
HNL 30.977838
HRK 7.53247
HTG 152.696414
HUF 353.844565
IDR 20780.749989
ILS 3.267051
IMP 0.866376
INR 110.773573
IQD 1527.340499
IRR 1575201.054631
ISK 143.359897
JEP 0.866376
JMD 183.646793
JOD 0.826627
JPY 185.739708
KES 150.880586
KGS 101.958194
KHR 4675.293789
KMF 492.013855
KPW 1049.149133
KRW 1757.561241
KWD 0.360779
KYD 0.971741
KZT 568.172471
LAK 25594.610554
LBP 104407.130725
LKR 384.790557
LRD 213.507078
LSL 18.933957
LTL 3.442625
LVL 0.705246
LYD 7.403373
MAD 10.707414
MDL 20.177919
MGA 4885.158025
MKD 61.616967
MMK 2448.07571
MNT 4168.654063
MOP 9.40951
MRU 46.636434
MUR 55.228958
MVR 17.928569
MWK 2025.183791
MXN 20.234111
MYR 4.629242
MZN 74.507381
NAD 18.934565
NGN 1599.279174
NIO 42.637633
NOK 10.788733
NPR 177.142662
NZD 1.949192
OMR 0.449199
PAB 1.166029
PEN 3.96351
PGK 5.077571
PHP 71.673121
PKR 324.763948
PLN 4.231024
PYG 7015.402248
QAR 4.245082
RON 5.251368
RSD 117.384871
RUB 82.950723
RWF 1705.141588
SAR 4.398162
SBD 9.365116
SCR 15.781717
SDG 700.128108
SEK 10.790538
SGD 1.488639
SHP 0.870469
SLE 28.688527
SLL 24448.526572
SOS 666.32155
SRD 43.337405
STD 24131.957742
STN 24.950448
SVC 10.202954
SYP 128.870343
SZL 18.934236
THB 37.979528
TJS 10.762558
TMT 4.080681
TND 3.374164
TOP 2.807228
TRY 53.459828
TTD 7.920745
TWD 36.640779
TZS 3065.853931
UAH 51.641687
UGX 4395.385411
USD 1.165909
UYU 46.767942
UZS 14017.13865
VES 639.716715
VND 30677.974719
VUV 136.721645
WST 3.165663
XAF 656.93108
XAG 0.015488
XAU 0.000257
XCD 3.150927
XCG 2.101453
XDR 0.815561
XOF 655.820326
XPF 119.331742
YER 278.185797
ZAR 19.000454
ZMK 10494.574673
ZMW 21.43278
ZWL 375.422151
  • Goldpreis

    60.6000

    4593

    +1.32%

  • MDAX

    112.9300

    33352.83

    +0.34%

  • Euro STOXX 50

    -4.5700

    6050.54

    -0.08%

  • SDAX

    103.2700

    19192.97

    +0.54%

  • TecDAX

    34.8200

    4160.08

    +0.84%

  • DAX

    12.5000

    25104.7

    +0.05%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.1659

    +0.03%


Kuba am Rand der Katastrophe




Ein drastischer Öl- und Energie­mangel hat Kuba im Frühjahr 2026 in eine tiefe Krise gestürzt. Die Regierung des Inselstaats kämpft seit Jahren mit veralteten sowjetischen Kraftwerken und einem chronischen Defizit an Devisen. Im Januar verhängte Washington neue Zölle und drohte Ländern mit Sanktionen, die Öl an Havanna liefern. Mexiko stoppte daraufhin seine Versorgung, und die USA beschlagnahmten Schiffe, die Treibstoff für Kuba transportierten. Die Folge sind landesweite Stromausfälle; die Nationalelektrizität brach im März wieder zusammen. Während Restaurants, Schulen und Krankenhäuser im Dunkeln liegen, können Familien nur in kurzen Stromfenstern kochen, Wäsche waschen oder Handys laden. Dieselengpässe legen den öffentlichen Verkehr und die Müllabfuhr lahm; verdorbene Lebensmittel und Mückenschwärme prägen das Stadtbild.

Kubanische Behörden betonen, dass sie mit Washington im Gespräch seien, doch US‑Präsident Donald Trump verhängte nach der Machtübernahme in Venezuela ein striktes Öl‑Embargo gegen Kuba. Die UN‑Menschenrechts­experten nannten das Vorgehen „eine extreme Form einseitiger wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen“. Die Vereinigten Staaten gestatten lediglich minimalen „humanitären“ Ölverkauf über private Firmen, was den täglichen Bedarf von rund 100 000 Barrel bei weitem nicht deckt. Die USA sehen das Embargo als Druckmittel, um das Ende des kommunistischen Systems zu erzwingen. In Havanna hingegen herrscht Wut: die Bevölkerung sieht sich zwischen einer ineffizienten, repressiven Regierung und einer internationalen Blockade gefangen.

Proteste und wachsender Widerstand
Die Versorgungsengpässe haben auch den Unmut der Bevölkerung verstärkt. Normalerweise sind Proteste in Kuba selten, weil die Regierung scharf gegen Demonstranten vorgeht. Doch im März griffen in Morón wütende Menschen einen Sitz der Kommunistischen Partei an und setzten ihn in Brand. Töpfe- und Pfannen­konzerte („cacerolazos“) ertönen allabendlich, Studierende besetzen Universitäten, und die Zahl der kleineren Protestaktionen stieg laut Menschenrechtsgruppen von 30 im Januar auf 130 in der ersten Märzhälfte. Staatschef Miguel Díaz-Canel räumte ein, dass die langen Stromausfälle „Verzweiflung“ hervorrufen, warnte aber vor „Gewalt und Vandalismus“.

Die Unzufriedenheit äußert sich auch in der digitalen Sphäre. Viele Kubanerinnen und Kubaner beklagen, dass sie selbst für einfache Operationen grundlegende Utensilien wie Skalpelle und Desinfektionsmittel besorgen müssen, weil die staatlichen Kliniken leer sind. Andere vergleichen die missliche Lage mit der Situation in Staaten, die Jahrzehnte autoritärer Herrschaft erlebt haben: Sozialismus funktioniere nur, wenn er sich kapitalistischen Prinzipien öffne, andernfalls drohe der wirtschaftliche Kollaps. Wieder andere fordern offen ein freies Kuba („Cuba libre“) und hoffen auf einen politischen Wandel. Exilkubanerinnen und ‑kubaner berichten, wie sie ihre Familien auf der Insel finanziell unterstützen und die Bewohner zur Standhaftigkeit ermutigen.

Wirtschaftlicher Absturz und Migration
Die Energiekrise verstärkt eine seit Jahren andauernde wirtschaftliche Talfahrt. Tourismus, eine wichtige Einnahmequelle, ist wegen globaler Konflikte fast zum Erliegen gekommen. Lebensmittel, Medikamente und Benzin sind stark rationiert. Die kubanische Währung verliert dramatisch an Wert, und die Preise explodieren. Verschleppte Reformen, Misswirtschaft und Korruption haben weite Teile der Wirtschaft ausgeblutet. Eine Untersuchung des Bush Centers beschreibt, wie die militärische Holding GAESA enorme Vermögenswerte kontrolliert und staatliche Einnahmen am Parlament vorbeischleust. Die Organisation WOLA weist darauf hin, dass die Wirtschaftspolitik des Regimes seit Jahrzehnten scheitert, die U.S.-Sanktionen die Situation verschärfen und der UN‑Generalsekretär vor einem möglichen humanitären „Kollaps“ warnte.

Das Vertrauen in die Zukunft sinkt dramatisch. Seit 2021 haben über eine Million Menschen Kuba verlassen, viele Richtung Lateinamerika und Spanien. In 2025 stellten Kubaner die drittgrößte Gruppe von Asylsuchenden weltweit. Wer bleibt, leidet unter Arbeitslosigkeit, sinkender Kaufkraft und fehlender Grundversorgung. Menschenrechtsorganisationen werfen den Behörden vor, Proteste mit willkürlichen Festnahmen zu unterdrücken; laut NGOs gibt es zwischen 754 und 1 214 politische Gefangene.

Internationale Reaktionen und geopolitische Dimensionen
Der Konflikt um Kuba ist eng mit globaler Machtpolitik verknüpft. Nachdem Washington im Iran- und Venezuela-Konflikt militärisch intervenierte, droht Präsident Trump, „Kuba zu übernehmen“. Politiker wie Marco Rubio drängen auf einen raschen Regimewechsel, während Russland und China die US‑Drohungen als „unzulässige Einmischung“ verurteilen und Havanna symbolisch Unterstützung zusichern. Die Vereinten Nationen fordern sowohl die USA als auch Kuba zu konkreten Schritten auf, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Kanada und Mexiko haben Hilfslieferungen angekündigt, doch wegen des Embargos reichen sie nicht aus.

In der europäischen Öffentlichkeit wächst der Ruf nach Solidarität. Einige Kommentatoren schlagen vor, einen Teil der deutschen Sondervermögen oder Militär­hilfen für humanitäre Zwecke nach Kuba umzuleiten. Andere warnen davor, das Land dem Einfluss autoritärer Mächte zu überlassen. Gleichzeitig verweisen konservative Stimmen darauf, dass jahrzehntelanger Sozialismus die Misere verursacht habe und das Embargo nur das Scheitern offenlege. Diese Polarisierung erschwert eine kohärente internationale Strategie.

Ausblick: Zwischen Hoffnung und Verzweiflung
Kuba steht an einem Scheideweg. Die wirtschaftliche Misere, die Energiekrise und der Mangel an Lebensmitteln haben das Vertrauen der Bevölkerung in die Führung weiter erodiert. Immer mehr Menschen verlieren die Angst, ihre Unzufriedenheit öffentlich zu zeigen. Regimekritikerinnen und ‑kritiker hoffen auf einen friedlichen Übergang zu demokratischen Verhältnissen, während andere das Eingreifen der internationalen Gemeinschaft verlangen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das kubanische Regime die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen ohne grundlegende Reformen bewältigen kann – oder ob sich die humanitäre Krise in eine ausgewachsene Katastrophe verwandelt, bei der nur noch internationale Hilfe Schlimmeres verhindern kann.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...