Berliner Boersenzeitung - Schläferzellen schaden Kredit

EUR -
AED 4.233671
AFN 73.194665
ALL 96.098026
AMD 434.73792
ANG 2.063249
AOA 1056.934107
ARS 1597.953836
AUD 1.672616
AWG 2.074679
AZN 1.963995
BAM 1.959096
BBD 2.321707
BDT 141.438607
BGN 1.970149
BHD 0.434932
BIF 3421.491428
BMD 1.152599
BND 1.484398
BOB 7.994452
BRL 6.057606
BSD 1.152735
BTN 109.259743
BWP 15.891948
BYN 3.431274
BYR 22590.948959
BZD 2.318271
CAD 1.602056
CDF 2630.812732
CHF 0.921047
CLF 0.027009
CLP 1066.454611
CNY 7.966595
CNH 7.976185
COP 4241.900181
CRC 535.298405
CUC 1.152599
CUP 30.543885
CVE 110.793667
CZK 24.569621
DJF 204.840425
DKK 7.483372
DOP 68.839048
DZD 153.613571
EGP 60.780607
ERN 17.288992
ETB 180.525933
FJD 2.605326
FKP 0.863369
GBP 0.86923
GEL 3.089417
GGP 0.863369
GHS 12.644465
GIP 0.863369
GMD 84.720497
GNF 10119.823464
GTQ 8.821883
GYD 241.302311
HKD 9.018803
HNL 30.555859
HRK 7.543422
HTG 151.104914
HUF 389.544478
IDR 19562.378679
ILS 3.61642
IMP 0.863369
INR 109.276051
IQD 1509.905262
IRR 1513651.210645
ISK 143.79875
JEP 0.863369
JMD 181.445311
JOD 0.817239
JPY 184.777872
KES 149.727048
KGS 100.795264
KHR 4624.229344
KMF 493.312963
KPW 1037.441269
KRW 1738.604484
KWD 0.354897
KYD 0.960629
KZT 557.270446
LAK 25241.928066
LBP 103215.279958
LKR 363.112571
LRD 211.646117
LSL 19.779046
LTL 3.403327
LVL 0.697196
LYD 7.347866
MAD 10.77047
MDL 20.247333
MGA 4812.103048
MKD 61.653692
MMK 2423.384684
MNT 4126.293486
MOP 9.300912
MRU 46.242726
MUR 53.907512
MVR 17.808097
MWK 2002.065619
MXN 20.885537
MYR 4.522845
MZN 73.709169
NAD 19.779041
NGN 1593.376948
NIO 42.323885
NOK 11.183511
NPR 174.81139
NZD 2.00487
OMR 0.443844
PAB 1.152725
PEN 3.987422
PGK 4.966595
PHP 69.621275
PKR 321.810029
PLN 4.290379
PYG 7536.681697
QAR 4.210734
RON 5.102908
RSD 117.355414
RUB 94.006932
RWF 1683.947777
SAR 4.324958
SBD 9.269248
SCR 16.631141
SDG 692.712653
SEK 10.919347
SGD 1.486627
SHP 0.864748
SLE 28.296744
SLL 24169.446365
SOS 658.714799
SRD 43.338935
STD 23856.481251
STN 24.607998
SVC 10.085971
SYP 127.392533
SZL 19.779032
THB 37.453762
TJS 11.01432
TMT 4.034098
TND 3.37255
TOP 2.775182
TRY 51.199509
TTD 7.832145
TWD 36.8561
TZS 2969.657508
UAH 50.526719
UGX 4294.225736
USD 1.152599
UYU 46.658511
UZS 14067.47651
VES 539.333958
VND 30356.587664
VUV 137.974433
WST 3.17522
XAF 657.062615
XAG 0.016471
XAU 0.000256
XCD 3.114958
XCG 2.077505
XDR 0.814648
XOF 654.676862
XPF 119.331742
YER 275.014362
ZAR 19.732921
ZMK 10374.782181
ZMW 21.699513
ZWL 371.136548
  • TecDAX

    -73.5400

    3349.65

    -2.2%

  • DAX

    -312.2200

    22300.75

    -1.4%

  • MDAX

    -609.3300

    27655.45

    -2.2%

  • Euro STOXX 50

    -60.1300

    5505.8

    -1.09%

  • SDAX

    -288.4000

    16338.41

    -1.77%

  • Goldpreis

    112.3000

    4521.3

    +2.48%

  • EUR/USD

    -0.0029

    1.151

    -0.25%


Schläferzellen schaden Kredit




Die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran hat nicht nur den Nahen Osten, sondern auch Europa und die globalen Finanzmärkte erfasst. Ende Februar töteten amerikanische und israelische Luftschläge den iranischen Revolutionsführer Ali Chamenei; sein Sohn Mojtaba übernahm daraufhin die Macht und versprach, die Straße von Hormus zu schließen und amerikanische Militärbasen anzugreifen. Gleichzeitig meldeten Beobachter eine Reihe von Sabotageakten und Anschlägen, die über den Kontinent verteilt sind und mutmaßlich mit iranischen Netzwerken in Verbindung stehen.

Angriffe in Europa und Amerika
Seit dem 6. März verzeichnet das Konfliktforschungsinstitut ACLED mindestens acht Vorfälle in Europa und dem Südkaukasus. In Baku wurde eine mutmaßlich mit den Revolutionsgarden verbundene Gruppe zerschlagen, die Anschläge auf die israelische Botschaft und eine Öl­pipeline plante. In London nahmen Ermittler vier Verdächtige fest, die jüdische Einrichtungen ausgespäht haben sollen. In Oslo explodierte vor der US‑Botschaft eine Sprengladung, wenige Tage später wurden Synagogen in Lüttich und Rotterdam sowie eine jüdische Schule in Amsterdam mit Sprengsätzen attackiert. Am 16. März traf eine Explosion das Büro eines US‑Finanzinstituts in Amsterdam, und am 19. März wurden zwei mutmaßliche Spione, darunter ein iranischer Staatsbürger, beim Versuch, in einen britischen U‑Boot‑Hafen einzudringen, verhaftet.

Auch in den USA wächst die Sorge. Die Bundespolizei warnte nach US‑israelischen Luftschlägen vor einem möglichen „operativen Auslöser“ für im Ausland stationierte iranische Zellen, der über verschlüsselte Funksignale ausgesandt worden sein soll. Kurz darauf erschoss ein aus dem Senegal stammender US‑Bürger in Austin zwei Menschen und verletzte 14 weitere. Ermittler fanden bei ihm eine Flagge der Islamischen Republik und Bilder iranischer Führer; der texanische Gouverneur Greg Abbott warnte daraufhin, man müsse iranische Schläferzellen ernst nehmen.

Aktivierung von Schläferzellen?
Offizielle Stellen betonen, dass die Beweislage komplex ist. Bei vielen Anschlägen handelt es sich um Taten lokal rekrutierter Täter ohne direkte Verbindung zu professionellen Terrororganisationen. Das Konfliktforschungsinstitut weist darauf hin, dass ein zuvor unbekanntes Kollektiv zwar die Verantwortung für mehrere Bombenanschläge in Belgien und den Niederlanden reklamierte, die Fehler in den Bekennerschreiben aber gegen eine professionelle iranische Operation sprechen. Dennoch untersuchen europäische Behörden ausdrücklich eine mögliche Beteiligung Teherans.

Zeitgleich mehren sich Hinweise auf eine organisierte Kommunikation. Eine von US‑Behörden analysierte verschlüsselte Funkübertragung, die nach dem Tod Chameneis ausgestrahlt wurde, soll Anweisungen an „vorpositionierte Schläfer“ enthalten haben. Zwar gibt es keine konkrete Bedrohung für einen bestimmten Ort, doch das Department of Homeland Security forderte Polizeidienststellen zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Reaktionen in Gesellschaft und Netzwerken
In sozialen Netzwerken löste die Serie von Anschlägen heftige Diskussionen aus. Viele Nutzer fordern ein kompromissloses Vorgehen gegen islamistische Terrornetze und sehen in den Angriffen einen Beweis für jahrzehntelange Unterwanderung Europas. Andere warnen, dass Bombardements gegen Teheran keine Lösung darstellten und eine Entschärfung des Konflikts nur durch Diplomatie und die Unterbindung radikaler Propaganda im Internet möglich sei. Ein weiterer Strang der Debatte konzentriert sich auf die innenpolitische Lage im Iran: Exiliraner betonen den Zusammenhalt der Opposition um Reza Pahlavi und sehen bei einem Sturz des Mullah-Regimes kein zweites Libyen.

Auswirkungen auf den Private‑Credit‑Markt
Die Angst vor Terroranschlägen und die geopolitische Unsicherheit treffen einen ohnehin fragilen Sektor: den Private‑Credit‑Markt. Bei dieser Form der Unternehmensfinanzierung vergeben Fonds Kredite an mittelständische Firmen, die keinen Zugang zum Kapitalmarkt haben. Die Anlagen sind illiquide und laufen über mehrere Jahre. Dennoch wurden sie als liquide „Stabilzinsprodukte“ an Privatanleger verkauft.

Seit Anfang März verzeichnen die größten Anbieter massive Rückgaben. BlackRocks Fonds HLEND mit 26 Milliarden Dollar Volumen und Blackstones 82‑Milliarden‑Fonds BCRED setzten am 7. März Rücknahmebeschränkungen in Kraft. Im selben Zeitraum stiegen die Ölpreise infolge der Iran-Krise auf über 90 US‑Dollar pro Barrel, was Rezessionsängste anheizte. Die amerikanische Wirtschaft schwächte sich sichtbar ab: Das GDPNow‑Modell der Atlanta Fed wurde am 8. März deutlich nach unten korrigiert, und der US‑Arbeitsmarkt verlor im Februar 92 000 Stellen. Diese Kombination aus steigenden Kosten und wachsender Unsicherheit führte dazu, dass viele Anleger ihre „stabilen“ Private‑Credit‑Anlagen fluchtartig verließen.

Fachleute warnen, dass der Krieg im Nahen Osten die Schwächen des Sektors offengelegt, aber nicht verursacht hat. Private‑Credit‑Produkte beruhen auf langfristigen, schwer handelbaren Darlehen. Wenn Anleger gleichzeitig Geld abziehen, können Fonds ihre Kredite nur unter Wert verkaufen oder die Rücknahme verweigern. Ratingagenturen sehen die Ausfallraten im Private‑Credit‑Sektor bereits auf 5,8 Prozent steigen und warnen vor einem möglichen Anstieg auf 15 Prozent. Analysten weisen darauf hin, dass steigende Energiepreise und eine drohende Rezession genau jene Branchen treffen, die diese Kredite aufgenommen haben.

Der Exodus verunsicherter Anleger ist deshalb weniger ein Beweis für eine direkte Bedrohung durch Terrorzellen als eine Reaktion auf die Erkenntnis, dass die vermeintlich liquiden Produkte bei geopolitischen Schocks nicht funktionieren. Experten fordern mehr Transparenz: Einige Anbieter wollen künftig den Nettoinventarwert ihrer Kreditfonds monatlich oder sogar täglich veröffentlichen. Gleichzeitig nehmen Banken wie JPMorgan Abwertungen in ihren Kreditbüchern vor.

Ausblick in die nahe Zukunft
Die ungewöhnliche Mischung aus Krieg, Terrorangst und wirtschaftlicher Abschwächung hat den Private‑Credit‑Boom zum Stillstand gebracht. Behörden in Europa und den USA versuchen, potenzielle Terrornetze zu zerschlagen und die Gefahr von Anschlägen zu minimieren. Solange aber die geopolitische Lage angespannt bleibt und Inflations‑ sowie Rezessionssorgen anhalten, dürfte die Nervosität der Anleger anhalten. Der Fall zeigt vor allem, wie eng globale Sicherheitspolitik und Finanzmärkte miteinander verflochten sind.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...