Berliner Boersenzeitung - Kriselnde Waffenruhe im Golf

EUR -
AED 4.32013
AFN 75.852076
ALL 95.421454
AMD 437.839593
ANG 2.105525
AOA 1079.886459
ARS 1605.412329
AUD 1.643057
AWG 2.118894
AZN 1.998632
BAM 1.954225
BBD 2.36875
BDT 144.294665
BGN 1.962266
BHD 0.443759
BIF 3503.016499
BMD 1.176347
BND 1.49487
BOB 8.156286
BRL 5.934626
BSD 1.176132
BTN 109.522915
BWP 15.768021
BYN 3.335954
BYR 23056.395176
BZD 2.365353
CAD 1.610748
CDF 2717.360614
CHF 0.919194
CLF 0.026263
CLP 1033.762036
CNY 8.020037
CNH 8.017973
COP 4233.777618
CRC 535.858909
CUC 1.176347
CUP 31.173187
CVE 110.17431
CZK 24.289318
DJF 209.437602
DKK 7.473612
DOP 70.761753
DZD 155.489006
EGP 61.146017
ERN 17.6452
ETB 182.960397
FJD 2.617665
FKP 0.870072
GBP 0.870491
GEL 3.170451
GGP 0.870072
GHS 12.996302
GIP 0.870072
GMD 86.461532
GNF 10317.323279
GTQ 8.991599
GYD 246.057458
HKD 9.213088
HNL 31.249808
HRK 7.532967
HTG 154.013224
HUF 362.318896
IDR 20146.113459
ILS 3.522764
IMP 0.870072
INR 109.488644
IQD 1540.73175
IRR 1554542.153786
ISK 143.207804
JEP 0.870072
JMD 186.309807
JOD 0.834049
JPY 186.875022
KES 151.854381
KGS 102.871827
KHR 4710.122872
KMF 491.713366
KPW 1058.710476
KRW 1728.935527
KWD 0.362773
KYD 0.980093
KZT 548.558455
LAK 25948.640431
LBP 105319.206715
LKR 372.173646
LRD 216.401869
LSL 19.259474
LTL 3.473446
LVL 0.71156
LYD 7.453738
MAD 10.862059
MDL 20.146417
MGA 4865.994567
MKD 61.598172
MMK 2470.044839
MNT 4204.469467
MOP 9.485992
MRU 46.938161
MUR 54.593685
MVR 18.18625
MWK 2039.321337
MXN 20.401557
MYR 4.649514
MZN 75.233255
NAD 19.259474
NGN 1583.726822
NIO 43.285106
NOK 10.975201
NPR 175.236265
NZD 2.000125
OMR 0.452308
PAB 1.176132
PEN 4.038045
PGK 5.170744
PHP 70.429024
PKR 327.92457
PLN 4.232672
PYG 7498.954747
QAR 4.287671
RON 5.098402
RSD 117.348785
RUB 88.578562
RWF 1722.981731
SAR 4.4123
SBD 9.452707
SCR 17.522536
SDG 706.98501
SEK 10.770824
SGD 1.495272
SHP 0.878262
SLE 28.967519
SLL 24667.397462
SOS 672.146724
SRD 44.355258
STD 24348.001504
STN 24.479849
SVC 10.290529
SYP 130.041111
SZL 19.254151
THB 37.716616
TJS 11.137632
TMT 4.123095
TND 3.419443
TOP 2.832361
TRY 52.793557
TTD 7.98143
TWD 37.017862
TZS 3059.001339
UAH 51.947556
UGX 4357.487229
USD 1.176347
UYU 46.751318
UZS 14228.529726
VES 564.242998
VND 30976.737458
VUV 137.558784
WST 3.194001
XAF 655.417494
XAG 0.01476
XAU 0.000245
XCD 3.179136
XCG 2.119655
XDR 0.816381
XOF 655.406361
XPF 119.331742
YER 280.674665
ZAR 19.226562
ZMK 10588.535777
ZMW 22.257679
ZWL 378.783155
  • DAX

    -239.1200

    24463.12

    -0.98%

  • SDAX

    -131.2000

    18137.59

    -0.72%

  • Goldpreis

    -35.3000

    4844.3

    -0.73%

  • MDAX

    -403.6700

    31548.43

    -1.28%

  • TecDAX

    -49.3900

    3716.13

    -1.33%

  • Euro STOXX 50

    -66.7300

    5990.98

    -1.11%

  • EUR/USD

    0.0010

    1.1777

    +0.08%


Kriselnde Waffenruhe im Golf




Am 8. April 2026 hatten die Vereinigten Staaten und der Iran nach mehr als einem Monat blutiger Auseinandersetzungen einer zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Die Vermittlung übernahm Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zusammen mit dem Heereschef Asim Munir, unterstützt von der Türkei und Ägypten. Nur Stunden zuvor drohte US‑Präsident Donald Trump, die iranische Infrastruktur dem Erdboden gleichzumachen – „Power Plant Day“ und „Bridge Day“ sollten ganze Kraftwerke und Brücken binnen Stunden auslöschen. Diese Eskalation führte zu einem letzten, hektischen Verhandlungsmarathon. Am Ende verpflichteten sich beide Seiten, ihre Angriffe für zwei Wochen einzustellen und den Schifffahrtsweg durch die Straße von Hormus zu öffnen, der rund 20 Prozent des weltweiten Öltransports trägt.

Doch die Feuerpause ist brüchig. Israel führte trotz der Ankündigung weiter massive Angriffe gegen die Hisbollah in Libanon und begründete dies damit, dass die Waffenruhe nicht für den Krieg im Norden gelte. Der Iran drohte daraufhin mit Vergeltungsschlägen, und westliche Ölterminals in Saudi‑Arabien, Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden Ziel von Raketen und Drohnen. In Teheran lösten diese Entwicklungen Schock und Wut aus – und werfen die Frage auf, ob die Vereinbarung die politischen Realitäten überhaupt widerspiegelt.

Worauf haben sich Washington und Teheran geeinigt?
Offiziell verpflichten sich beide Staaten, die Kampfhandlungen für zwei Wochen einzustellen und den Zugang durch den Persischen Golf wieder zu ermöglichen. Iranische und pakistanische Quellen geben an, dass der iranischen Führung ein zehn Punkte umfassender Vorschlag der USA vorliegt, der mit einem eigenen iranischen Zehnpunkteplan gespiegelt wird.

Im Kern sehen diese Papiere vor, dass:
- die Vereinigten Staaten einen Nichtangriffspakt mit dem Iran schließen und ihre Streitkräfte mittelfristig aus dem Nahen Osten abziehen;
- der Iran seine Kontrolle über die Straße von Hormus behält und Schiffe gegen Gebühr passieren lässt;
- Washington das Recht des Iran auf die Anreicherung von Uran anerkennt und damit faktisch das bisherige Ziel eines kompletten Atomverzichts aufgibt;
- sämtliche amerikanischen und internationalen Sanktionen aufgehoben und eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben werden;
- die USA Kriegsreparationen leisten und Schäden aus den Bombardierungen kompensieren;
- ein Waffenstillstand alle Schauplätze einschließt, insbesondere den Libanon, und der UN‑Sicherheitsrat als Garant wirkt. Die Forderungen des Iran sind für ein Terror-Regime wie der Iran eines ist, durchaus üblich, dürften aber von keinem demokratischen Staat auf diesem Planeten zu akzeptieren sein!

Die amerikanische Seite betont dagegen andere Punkte. In Washington heißt es, Iran müsse seine Urananreicherung stoppen und vorhandene Vorräte unter internationaler Aufsicht entsorgen. Außerdem sollen die iranischen Langstreckenraketen und Drohnen begrenzt und die Unterstützung für regionale Verbündete wie die Hisbollah beendet werden. Die Frage der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus bleibt besonders umstritten. Trump fordert deren „vollständige, sofortige und sichere Öffnung“, während Teheran weiterhin auf militärischer Kontrolle und der Erhebung von Durchfahrtsgebühren besteht.

Schwierigkeiten bei der Umsetzung
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine Lücke. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Waffenruhe setzte Israel seine Angriffe im Libanon fort; im Großraum Beirut und anderen Landesteilen wurden laut libanesischen Behörden Dutzende Menschen getötet. Für den Iran war dies eine eklatante Verletzung der Abmachung. Würde Teheran die Bombardierung ungerührt hinnehmen, verlöre es das Gesicht gegenüber seinen Verbündeten; würde es seinerseits mit militärischen Mitteln reagieren, stünde die Waffenruhe vor dem Aus. Auf iranischer Seite kam es tatsächlich zu Angriffen auf saudische Pipelines und Energieanlagen in Kuwait und Bahrain, was die Unsicherheit über die Einhaltung der Feuerpause vergrößerte.

Auch die Öffnung der Straße von Hormus gestaltet sich zäh. Während iranische Staatsmedien die Durchfahrt eines ersten Schiffes meldeten, sagten westliche Reedereien, die iranische Marine habe mit der Zerstörung gedroht und die Passage damit praktisch verhindert. Nur einzelne unter iranischer Flagge oder aus ausgewählten Ländern registrierte Tanker wagten den Transit. Die US‑Regierung erklärt, die Öffnung der Straße sei Voraussetzung für die Waffenruhe, während der iranische Nationale Sicherheitsrat die fortdauernde Kontrolle als Grundvoraussetzung bezeichnet. Die Unsicherheit trieb die Ölpreise zunächst unter die Marke von 100 US‑Dollar pro Barrel, ließ sie bei neuen Angriffen aber wieder steigen.

Gegensätzliche Agenden und Außenpolitik
Die Unklarheiten spiegeln tiefe Differenzen. Für den Iran ist das Ende der amerikanischen Luftangriffe und der Rückzug US‑Truppen aus der Region die zentrale Forderung. Zudem verlangt Teheran die Aufhebung sämtlicher Sanktionen sowie Reparationen. Washington wiederum will verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickelt oder mit modernen Raketen das regionale Gleichgewicht bedroht. Die Trump‑Administration pocht deshalb auf die Entfernung bereits angereicherten Urans und die Unterbindung des ballistischen Raketenprogramms.

Ein weiterer Streitpunkt betrifft die Verbündeten der jeweiligen Parteien. Die iranische Führung verlangt einen Waffenstillstand auch in Libanon, Syrien, dem Irak und im Jemen und sieht Israels fortgesetzte Angriffe im Libanon als Provokation. Israel, gestützt durch das Weiße Haus, lehnt eine Einbeziehung des Libanon entschieden ab und sieht die Hisbollah als weiterhin legitimes Ziel. Diese Asymmetrie macht es für die iranische Führung schwer, die Waffenruhe im eigenen Land als Erfolg zu verkaufen. Auch China ist in den Verhandlungsprozess involviert; nach Angaben von US‑Präsident Trump habe Peking auf Teheran eingewirkt, überhaupt zu Gesprächen bereit zu sein. Diese Vermittlung durch einen Rivalen der USA wird in Washington mit Argwohn betrachtet.

Reaktionen und Auswirkungen
International löste die Einigung Erleichterung, aber auch Skepsis aus. Europäische Regierungen begrüßten die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der Öltransporte und warnten zugleich vor neuen Eskalationen. Wirtschaftlich sorgte die Ankündigung für einen kurzen Preissturz bei Brent‑Rohöl, doch blieb das Niveau deutlich über den Vorkriegspreisen. In den Golfstaaten herrscht Angst vor weiteren iranischen Schlägen auf Energieinfrastruktur, sollten die Gespräche scheitern. Pakistans Premierminister hat die Unterzeichner für Mitte April zu neuen Verhandlungen nach Islamabad eingeladen; unklar ist jedoch, ob diese Runde Fortschritte bringt.

In der amerikanischen Innenpolitik wird der Deal kontrovers diskutiert. Kritiker aus dem republikanischen Lager werfen Trump vor, mit dem Zugeständnis zur Urananreicherung eine rote Linie überschritten zu haben; andere befürworten die Pause, weil sie den Druck der steigenden Energiepreise mindert. In Iran stehen Hardliner unter Zugzwang: Sie wollen nicht als schwach erscheinen, zugleich sind die wirtschaftlichen Kosten des Krieges enorm. Die anhaltenden Drohungen gegen den Schiffsverkehr erschweren eine Annäherung.

Stimmen aus der Bevölkerung und Online‑Diskussionen
Während Diplomaten um Formulierungen ringen, äußern Menschen weltweit in Foren und sozialen Medien ihre Ansichten. Viele befürchten, dass der Krieg längst nicht vorbei sei und dass die Feuerpause lediglich eine Atempause darstelle. Einige Kommentatoren sprechen von einem „abgekarteten Spiel“, das Europäer ausblenden soll, und kritisieren die Blockade der Straße von Hormus als wirtschaftlichen Selbstschuss. Andere verlangen, dass die Vereinigten Staaten ihren Druck erhöhen und die iranische Luftverteidigung sowie Infrastruktur nachhaltig zerstören. Auch die Forderung nach freier Schifffahrt durch den Golf wird wiederholt, ebenso der Hinweis, dass der jüngste Ölpreisrückgang im Alltag kaum spürbar ist. Stimmen aus pro‑israelischen Kreisen sehen das Fortsetzen der Angriffe in Libanon als gerechtfertigt und warnen den Iran vor einem Ausbruch aus der Waffenruhe, der ihm nur Schaden bringe. Insgesamt dominieren Skepsis und ein Gefühl der Unsicherheit über die Zukunft.

Ausblick auf das was kommen könnte
Ob die Waffenruhe zwischen Iran und den USA Bestand haben wird, hängt von vielen Faktoren ab: von der Bereitschaft beider Regierungen, schmerzhafte Kompromisse einzugehen, von der Zurückhaltung Israels im Libanonkrieg und von der Fähigkeit Pakistans und anderer Vermittler, Vertrauen zu schaffen. Klar ist nur, dass eine Rückkehr zum Status quo ante kaum vorstellbar ist: Die Zerstörungen im Iran, die angespannten Beziehungen zwischen den USA und China und die offene Frage der iranischen Atombestände haben die geopolitische Lage verändert.
Scheitert die Waffenruhe, droht eine erneute Eskalation mit unabsehbaren Folgen für die Region und die Weltwirtschaft, hier allem voran mit Blick auf die sprichwörtlich beschämende Feigheit der europäischen Staaten, die USA und Israel letztendlich allein dastehen, wobei ein Terrorstaat wie der Iran und seine ruchlosen Führer letztendlich nur eine Sprache verstehen: die Sprache der Gewalt! Gelingt ein längerfristiges Abkommen, könnte erstmals seit Jahrzehnten eine echte Entspannung im Persischen Golf möglich werden – doch der Weg dorthin ist steinig.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...