Berliner Boersenzeitung - Spanien trotzt Trumps Strafdrohung

EUR -
AED 4.251062
AFN 72.925265
ALL 94.8254
AMD 427.157207
ANG 2.07246
AOA 1062.045358
ARS 1654.698773
AUD 1.642292
AWG 2.086462
AZN 1.967909
BAM 1.95287
BBD 2.334956
BDT 142.30647
BGN 1.957259
BHD 0.437251
BIF 3465.784636
BMD 1.157538
BND 1.486363
BOB 8.011014
BRL 5.853783
BSD 1.15934
BTN 109.742857
BWP 15.554258
BYN 3.209653
BYR 22687.747139
BZD 2.331561
CAD 1.622613
CDF 2686.646022
CHF 0.921227
CLF 0.026189
CLP 1030.729439
CNY 7.825594
CNH 7.828563
COP 4041.544344
CRC 527.417725
CUC 1.157538
CUP 30.67476
CVE 110.407208
CZK 24.153769
DJF 206.436676
DKK 7.474212
DOP 67.658232
DZD 154.134274
EGP 58.360897
ERN 17.363072
ETB 184.624981
FJD 2.566149
FKP 0.863695
GBP 0.864276
GEL 3.061668
GGP 0.863695
GHS 12.993385
GIP 0.863695
GMD 83.924124
GNF 10157.397109
GTQ 8.837701
GYD 242.547107
HKD 9.066683
HNL 30.92954
HRK 7.533486
HTG 151.523294
HUF 350.295918
IDR 20532.411161
ILS 3.377121
IMP 0.863695
INR 109.586622
IQD 1516.374936
IRR 1592485.963199
ISK 144.403384
JEP 0.863695
JMD 183.767433
JOD 0.820733
JPY 185.529064
KES 149.855057
KGS 101.226337
KHR 4641.727778
KMF 491.953924
KPW 1041.784713
KRW 1750.937854
KWD 0.356973
KYD 0.966167
KZT 567.498277
LAK 25494.776957
LBP 103657.538635
LKR 385.464952
LRD 210.874511
LSL 18.77495
LTL 3.417909
LVL 0.700183
LYD 7.384758
MAD 10.732983
MDL 20.166089
MGA 4867.447466
MKD 61.626914
MMK 2429.776871
MNT 4140.153881
MOP 9.355001
MRU 46.370593
MUR 54.681731
MVR 17.884094
MWK 2010.643333
MXN 19.946639
MYR 4.705276
MZN 73.978503
NAD 18.775389
NGN 1573.094844
NIO 36.601094
NOK 11.072836
NPR 175.592558
NZD 1.993813
OMR 0.445072
PAB 1.159261
PEN 3.943156
PGK 5.04568
PHP 69.901374
PKR 322.171817
PLN 4.250578
PYG 7098.2265
QAR 4.217491
RON 5.236586
RSD 117.380316
RUB 83.863288
RWF 1753.091482
SAR 4.343308
SBD 9.335592
SCR 14.49409
SDG 695.104711
SEK 10.900655
SGD 1.485706
SHP 0.864219
SLE 28.649668
SLL 24272.999836
SOS 661.530515
SRD 43.428575
STD 23958.702011
STN 24.742377
SVC 10.143823
SYP 127.945117
SZL 18.775036
THB 37.69581
TJS 10.746728
TMT 4.051383
TND 3.370754
TOP 2.787074
TRY 53.593356
TTD 7.869057
TWD 36.557949
TZS 3038.535259
UAH 51.973915
UGX 4306.556634
USD 1.157538
UYU 47.018839
UZS 13890.457831
VES 685.002873
VND 30439.779925
VUV 138.327009
WST 3.175698
XAF 654.985514
XAG 0.016695
XAU 0.000268
XCD 3.128304
XCG 2.089374
XDR 0.814557
XOF 653.445775
XPF 119.331742
YER 276.188155
ZAR 18.780883
ZMK 10419.269321
ZMW 20.379069
ZWL 372.726802
  • SDAX

    -88.7000

    18445.44

    -0.48%

  • Euro STOXX 50

    16.6400

    6246.07

    +0.27%

  • TecDAX

    -10.1800

    3988.04

    -0.26%

  • MDAX

    58.6700

    32641.3

    +0.18%

  • Goldpreis

    -1.6000

    4350

    -0.04%

  • DAX

    36.2300

    24930.24

    +0.15%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.1598

    +0.03%


Spanien trotzt Trumps Strafdrohung




Im Frühjahr 2026 eskalierte der Konflikt zwischen Washington und Madrid. Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte die USA nach 40 Tagen Krieg gegen Iran zu einem einseitigen Friedensplan gedrängt, während sie in der Region weiter militärisch vorging. Doch anders als beim letzten großen Krieg im Nahen Osten verweigerten wichtige NATO‑Partner diesmal den Gehorsam: Spanien schloss seinen Luftraum für amerikanische Kampfflugzeuge und untersagte die Nutzung seiner Stützpunkte für Angriffe. Außenminister José Manuel Albares erinnerte daran, dass die Straße von Hormus nicht zum Zuständigkeitsbereich der NATO gehöre und die Allianz sich nicht an einer „illegalen“ Offensive beteiligen werde. Diese beispiellose Entscheidung brachte Donald Trump in Rage und stieß eine Debatte über die Zukunft der Nordatlantischen Allianz an.

Spaniens Protest gegen den Krieg und die „Strafexpedition"
Die spanische Regierung machte frühzeitig klar, dass sie den von Washington und Jerusalem geführten Krieg für völkerrechtswidrig halte. Verteidigungsministerin Margarita Robles erklärte, man werde weder die Militärbasen Rota und Morón noch den spanischen Luftraum für Angriffe freigeben. Ministerpräsident Pedro Sánchez nannte den Krieg „zutiefst illegal und ungerecht“ und forderte die USA, Israel und Iran auf, die Gewalt zu beenden: „Man kann auf eine Illegalität nicht mit einer weiteren Illegalität reagieren“. Spanien gehört zu den wenigen Staaten Europas, die sich der US‑Forderung nach einer Militärpräsenz im Persischen Golf widersetzten; Madrid argumentierte, dass die NATO gemäß ihrem Gründungsvertrag nur zur Verteidigung ihrer Mitglieder zuständig sei und der Mittlere Osten außerhalb ihres Mandats liege.

Die Ablehnung hatte unmittelbare Folgen: Anstatt wie üblich von der andalusischen Basis Morón de la Frontera zu starten, mussten fünfzehn amerikanische KC‑135‑Tanker Ende Februar auf französische und deutsche Flugplätze verlegt werden. Die spanische Regierung betonte, dass die USA die Stützpunkte weiterhin für logistische Einsätze nutzen könnten, aber nicht für Kampfeinsätze, und wies Behauptungen über geheime Flüge zurück.

Die US‑Reaktion: Drohungen, Zölle und Forderungen
Trump reagierte mit wütenden Drohungen. Der Präsident beschimpfte Spanien und andere Verbündete als „Feiglinge“ und kündigte an, alle Handelsbeziehungen zu Madrid abzubrechen. Er machte seinen Unmut auch an der Verteidigungspolitik fest: Auf dem NATO‑Gipfel im Juni 2025 setzte er mit Hilfe einer knappen Mehrheit ein neues Ziel von 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben durch. Während die meisten Staaten sich dem anschlossen, lehnte Spanien das Ziel ab und blieb beim bisherigen 2‑Prozent‑Ziel. Trump nannte Spanien einen „Nachzügler“ und stellte öffentlich in den Raum, das Land aus der NATO ausschließen zu wollen.

Um den Druck zu erhöhen, drohte der US‑Präsident mit Strafzöllen. Er erklärte, die USA würden ein Handelsabkommen aushandeln, bei dem Spanien „doppelt so viel zahlen“ müsse. Seine Regierung erwog sogar, die großen US‑Militärstützpunkte in Rota und Morón nach Marokko zu verlegen, und rief Senatoren dazu auf, die US‑Präsenz in Spanien zu überdenken. Gleichzeitig forderte Trump, die NATO‑Mitglieder sollten bis 2035 mindestens 5 Prozent ihres BIP für Verteidigung und militärische Infrastruktur ausgeben, sonst würde er den Austritt der USA aus dem Bündnis prüfen.

Spaniens Haltung: Sicherheit ja, aber nicht um jeden Preis
Ministerpräsident Sánchez verteidigte die Position seines Landes. Er betonte, Spanien könne die NATO‑Verpflichtungen mit einem Verteidigungsetat von rund zwei Prozent erfüllen. Eine Verpflichtung auf fünf Prozent sei „unvernünftig und kontraproduktiv“ und stehe im Widerspruch zur sozialen Ausrichtung des spanischen Wohlfahrtsstaats. Im Vorfeld des NATO‑Gipfels hatte Sánchez in einem Brief an Generalsekretär Mark Rutte vorgeschlagen, das Fünf‑Prozent‑Ziel optional zu gestalten oder Spanien davon auszunehmen. Daraufhin wurde Spanien in einer Nebenabsprache zugesichert, dass es das Ziel nicht erreichen müsse, wenn es die geforderten militärischen Fähigkeiten mit weniger Geld bereitstellen könne.

Spanien weist außerdem darauf hin, dass es seine Verteidigungsausgaben seit 2017 stark erhöht hat – von weniger als einem Prozent auf aktuell rund 2,1 Prozent des BIP – und damit die Grundlinie der NATO bereits einhält. Zudem hat die EU klar gemacht, dass Handels- und Zollpolitik in die Zuständigkeit Brüssels fallen. Kommissionsvertreter warnten, dass die Union auf einseitige US‑Zölle mit Gegenmaßnahmen reagieren werde.

Spaltung in der NATO und mögliche Folgen
Trumps Ultimatum hat die Spannungen innerhalb der NATO dramatisch verschärft. Einige Verbündete, etwa Italien und Deutschland, sympathisieren mit der spanischen Position oder lehnen eine direkte Beteiligung am Iran‑Krieg ab. Andere osteuropäische Staaten hingegen begrüßen Trumps Forderungen und sehen im höheren Verteidigungsziel eine Chance, ihre sicherheitspolitische Abhängigkeit von den USA zu festigen. Das neue 5‑Prozent‑Ziel stellt viele Länder vor erhebliche Haushaltsprobleme; selbst ein Kompromissvorschlag von 3,5 Prozent für Verteidigung und 1,5 Prozent für Infrastruktur gilt als ambitioniert.

Für die USA steht viel auf dem Spiel. Ohne Zugang zu spanischen Basen müssen sie ihre Luft- und Seeverbindungen über Frankreich oder Großbritannien umleiten – was den Einsatz im Nahen Osten erschwert. Die angedrohte Handelsblockade würde nicht nur Spanien, sondern auch US‑Unternehmen treffen, da Handelspolitik in der EU zentral geregelt ist. Die Debatte um einen möglichen NATO‑Ausschluss Spaniens setzt zudem ein gefährliches Signal: In einem Verteidigungsbündnis, das auf kollektiver Solidarität basiert, untergräbt die offene Drohung eines Ausschlusses das Vertrauen und könnte andere Staaten zu eigenen Überlegungen über ihren Verbleib bewegen.

Stimmen aus der Öffentlichkeit
In den sozialen Netzwerken und Kommentarspalten zeigt sich ein gespaltenes Bild. Viele Nutzerinnen und Nutzer befürworten die Entscheidung der spanischen Regierung, nicht an einem Angriffskrieg teilzunehmen und dem Völkerrecht den Vorrang zu geben. Sie loben Spanien und Italien dafür, sich trotz US‑Drucks an ihre verfassungsrechtlichen Beschränkungen zu halten und keine Beteiligung an einer illegalen Operation zuzulassen. Andere sehen Trump im Recht: Man könne nicht ständig vom US‑Militärschutz profitieren und gleichzeitig das Bündnis im Stich lassen. Besonders amerikanische Kommentatoren beklagen, dass Europa sich auf die USA verlässt und trotzdem nicht bereit ist, ihre Ausgaben zu erhöhen. Wiederum andere befürchten, dass die Eskalation zu einem Zerbrechen der NATO führt und damit nur Russland und China profitiert, während der Westen sich selbst schwächt. Der Tonfall der Debatten ist oft polemisch, doch in einem Punkt sind sich viele einig: Eine Allianz, die nur durch Drohungen zusammengehalten wird, steht auf wackligen Beinen.

Ausblick in die Zukunft
Wie es weitergeht, hängt von den nächsten Schritten beider Seiten ab. Sollte Trump seine Drohungen umsetzen und Zölle verhängen oder den Abzug von Truppen aus Spanien einleiten, könnte das zu einer Kettenreaktion führen: Europäische Staaten würden möglicherweise ihre Sicherheitsarchitektur neu denken, die Debatte über eine eigenständige EU‑Verteidigung erhielte neuen Auftrieb, und Russland hätte leichteres Spiel, die Spannungen auszunutzen. Umgekehrt könnte eine diplomatische Lösung den Streit entschärfen: Spanien könnte seine finanziellen Beiträge etwas erhöhen, während die USA ihre Forderungen realistischen Bedrohungsanalysen anpassen.

Die Zukunft der NATO ist damit ungewisser denn je. Spanien hat mit seiner konsequenten Haltung gezeigt, dass sich mittelgroße Länder gegen einen übermächtigen Verbündeten stellen können – und dafür breite Unterstützung in der europäischen Bevölkerung finden. Ob Trumps US‑Strafe die Allianz sprengen wird, hängt letztlich davon ab, ob die NATO‑Mitglieder einen Ausgleich zwischen nationalen Interessen und gemeinsamer Sicherheit finden können.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...