Berliner Boersenzeitung - Wut über Trumps Iran-Deal

EUR -
AED 4.239788
AFN 75.040622
ALL 91.883303
AMD 420.434321
ANG 2.06692
AOA 1058.647782
ARS 1740.627623
AUD 1.619045
AWG 2.078043
AZN 1.959081
BAM 1.956433
BBD 2.324072
BDT 142.067186
BGN 1.94348
BHD 0.434948
BIF 3450.175817
BMD 1.154468
BND 1.468388
BOB 13.327369
BRL 5.94172
BSD 1.153883
BTN 110.726297
BWP 15.617322
BYN 3.503764
BYR 22627.58146
BZD 2.320671
CAD 1.606963
CDF 2666.822133
CHF 0.945573
CLF 0.027857
CLP 1100.012385
CNY 7.747064
CNH 7.749687
COP 3593.386927
CRC 516.371506
CUC 1.154468
CUP 30.593414
CVE 110.300202
CZK 24.304967
DJF 205.477357
DKK 7.475065
DOP 67.853124
DZD 154.380102
EGP 59.818554
ERN 17.317027
ETB 188.478301
FJD 2.553108
FKP 0.855612
GBP 0.855836
GEL 3.002705
GGP 0.855612
GHS 13.252344
GIP 0.855612
GMD 85.43077
GNF 10146.369986
GTQ 8.809002
GYD 241.409135
HKD 9.056199
HNL 30.969554
HRK 7.534868
HTG 150.811396
HUF 365.471231
IDR 20435.245889
ILS 3.51299
IMP 0.855612
INR 110.732798
IQD 1511.615157
IRR 1586903.457901
ISK 139.990681
JEP 0.855612
JMD 181.738788
JOD 0.818525
JPY 178.972649
KES 149.69979
KGS 100.958031
KHR 4674.552592
KMF 491.803603
KPW 1039.021965
KRW 1570.35465
KWD 0.356304
KYD 0.961628
KZT 516.085882
LAK 25823.576968
LBP 103329.772131
LKR 380.666433
LRD 201.46866
LSL 18.764795
LTL 3.408845
LVL 0.698326
LYD 7.331372
MAD 10.909724
MDL 20.060837
MGA 4980.65426
MKD 61.549643
MMK 2423.754967
MNT 4155.547596
MOP 9.323277
MRU 46.201746
MUR 55.518763
MVR 17.790118
MWK 2000.855893
MXN 19.78666
MYR 4.670949
MZN 73.770228
NAD 18.764795
NGN 1529.896268
NIO 42.464104
NOK 10.780545
NPR 177.168215
NZD 2.004371
OMR 0.443882
PAB 1.153883
PEN 3.872186
PGK 5.216733
PHP 72.482165
PKR 319.885246
PLN 4.342008
PYG 6868.191943
QAR 4.206042
RON 5.260681
RSD 117.377147
RUB 97.207474
RWF 1695.077681
SAR 4.332807
SBD 9.258258
SCR 15.88546
SDG 694.413583
SEK 11.285662
SGD 1.469616
SHP 0.85513
SLE 28.458289
SLL 24208.616617
SOS 659.439016
SRD 43.580765
STD 23895.165883
STN 24.50814
SVC 10.096222
SYP 15010.398974
SZL 18.770397
THB 38.432099
TJS 10.644489
TMT 4.04064
TND 3.380208
TOP 2.779683
TRY 56.15185
TTD 7.830567
TWD 36.776634
TZS 3054.294013
UAH 51.51154
UGX 4534.447142
USD 1.154468
UYU 46.405011
UZS 13575.626561
VES 971.120391
VND 29974.618623
VUV 136.328634
WST 3.153428
XAF 655.957
XAG 0.01826
XAU 0.00027
XCD 3.120008
XCG 2.079591
XDR 0.816269
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 273.060668
ZAR 18.76316
ZMK 10391.600486
ZMW 22.529483
ZWL 371.738367
SSP 6518.394132
MXV 2.24368
  • TecDAX

    15.8700

    3976.62

    +0.4%

  • MDAX

    78.5900

    31135.75

    +0.25%

  • SDAX

    -54.6700

    18127.33

    -0.3%

  • Euro STOXX 50

    -23.8800

    6236.5

    -0.38%

  • Goldpreis

    -16.5000

    4335.4

    -0.38%

  • DAX

    -38.5300

    25402.28

    -0.15%

  • EUR/USD

    -0.0016

    1.1541

    -0.14%


Wut über Trumps Iran-Deal




Nach drei Monaten eines verheerenden Kriegs zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran verhandeln Washington und Teheran über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden und die Blockade der Straße von Hormus aufheben soll. US‑Präsident Donald Trump spricht von einem Memorandum of Understanding, das eine 60‑tägige Waffenruhe und weitere Verhandlungen vorsieht. Die israelische Regierung verfolgt die Gespräche mit wachsender Sorge. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont öffentlich, dass jedes Abkommen den „nuklearen Gefahr“ beseitigen müsse und Israel das Recht behalte, sich gegen Bedrohungen aus allen Richtungen zu verteidigen. Doch viele Details des Entwurfs lassen Zweifel am Nutzen für Israel aufkommen.

Die Konturen des Entwurfs
Laut Berichten aus Washington und Teheran sieht die vorläufige Vereinbarung einen 60‑tägigen Waffenstillstand vor, der die Kämpfe auf allen Fronten – einschließlich Libanon – beenden soll. Während dieser Phase würden US‑ und iranische Unterhändler über eine dauerhafte Lösung verhandeln. Der Entwurf soll die Blockade der Straße von Hormus beenden, indem Iran die Wasserstraße binnen 30 Tagen von Minen räumt und im Gegenzug Handelsschiffe wieder passieren lässt. Parallel dazu plant Washington, eingefrorene iranische Guthaben freizugeben; im Gespräch sind 12 bis 25 Milliarden US‑Dollar. Die Einigung enthält jedoch bisher keine konkreten Verpflichtungen zur Reduzierung des iranischen Raketenprogramms oder zur Demontage des Netzes bewaffneter Stellvertreter.

Vor allem die nukleare Frage bleibt ungeklärt. Das Abkommen würde das Thema in die anschließenden Verhandlungen verlagern. Iranische Vertreter betonten, es sei richtig, dass man sich über viele Punkte geeinigt habe, aber niemand könne behaupten, ein Abkommen stehe unmittelbar bevor. Sie verlangen, dass der Waffenstillstand auch für Libanon gilt und die Verwaltung der Straße von Hormus gemeinsam mit dem Oman festgelegt wird. Vertreter des Trump‑Teams dagegen wollen, dass Teheran seine Bestände an hoch angereichertem Uran entsorgt und die Straße ohne Gebühren („keine Zölle“) öffnet.

Israels Sicherheitsbedenken
Für Israel ist der vorgelegte Rahmen problematisch, weil er zentrale Forderungen ausblendet. Hochrangige israelische Offizielle bezeichneten die entstehende Vereinbarung als „schlechten Deal“; selbst wenn Iran sein angereichertes Uran komplett abgeben sollte, bliebe das Raketenprogramm unangetastet und das Netzwerk iranischer Milizen in der Region unbeschränkt. Jerusalem fürchtet darüber hinaus, dass der vorgeschlagene Waffenstillstand seine militärische Handlungsfreiheit in Libanon einschränken und zukünftige Einsätze gegen Hezbollah erschweren könnte.

Mitglieder der israelischen Sicherheitsdienste beklagten in internen Papieren, dass israelische Interessen während der Verhandlungen kaum berücksichtigt worden seien. Die Regierung in Jerusalem war nach Angaben von Offiziellen größtenteils von den Gesprächen ausgeschlossen und müsste ein Abkommen akzeptieren, das sie nicht selbst mitgestaltet hat. Diese Ausschlussgefühle verstärken den Eindruck, Washington werde seine regionalen Partner opfern, um schnell eine Friedenslösung und die Öffnung der Energieadern zu erreichen.

Politische Kritik in Israel
Die israelische Öffentlichkeit reagiert zunehmend nervös. Kommentatoren und ehemalige Militärs werfen der Regierung vor, die ursprünglichen Kriegsziele verfehlt zu haben. Zu Beginn des Kriegs im Februar hatte Netanjahu angekündigt, Irans Nuklear‑ und Raketenprogramm zerschlagen und sogar Voraussetzungen für einen Regimewechsel schaffen zu wollen. Nun zeichnet sich ab, dass das entstehende Abkommen kaum etwas davon erreicht. Der Sicherheitsexperte Amos Harel bezeichnete das Memorandum als amerikanische Kapitulation und Zeichen schwindenden israelischen Einflusses. Andere Analysten wiesen darauf hin, dass die Militärkampagne zwar taktische Erfolge brachte, Iran aber strategisch gestärkt aus dem Konflikt hervorging.

Oppositionspolitiker wie Yair Lapid sprachen von einem „politischen Desaster“ und warfen Netanjahu vor, weder politisch noch strategisch eines seiner Ziele erreicht zu haben. Selbst innerhalb der Regierungspartei gibt es Bedenken: Ein Mitglied des Likud räumte ein, dass die Erwartungen zu Beginn des Kriegs unrealistisch hoch waren und man nun vor der Herausforderung stehe, der iranischen Raketenbedrohung immer wieder zu begegnen.

Internationale Dimension und iranische Position
Während Israel Alarm schlägt, versucht Teheran, die Erwartungen zu dämpfen. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghaei bezeichnete Behauptungen, ein Abkommen stehe kurz bevor, als übertrieben und verwies auf „widersprüchliche Stellungnahmen“ aus Washington. Baghaei stellte klar, dass die Verwaltung der Straße von Hormus Sache Irans und Omans sei und es sich nicht um „Zölle“, sondern um Gebühren für Navigationsdienste handele. Er beharrte darauf, dass eine Waffenruhe auch das Kampfgebiet Libanon umfassen müsse. Währenddessen betonte der US‑Außenminister Marco Rubio, es liege ein „ziemlich solides“ Paket auf dem Tisch, das die Öffnung der Straße und eine zeitlich begrenzte Verhandlung über das Nuklearprogramm vorsieht.

Trump selbst schwankte in seinen öffentlichen Äußerungen, wie stets in seinem Verhalten: Einerseits versprach er, das Abkommen werde entweder „großartig und bedeutungsvoll“ sein oder gar nicht zustande kommen; andererseits forderte er, dass Iran nie eine Atombombe besitzen dürfe und die Straße von Hormus sofort und ohne Gebühren geöffnet werde. Kritiker werfen ihm vor, vor den Zwischenwahlen dringend einen Erfolg zu benötigen und deshalb bereit zu sein, israelische Bedenken hintanzustellen. Iran wiederum erhebt Forderungen nach Aufhebung der Sanktionen, dem Abzug US‑amerikanischer Truppen aus der Region und einem Ende der israelischen Offensive im Libanon.

Fazit und Ausblick in die nahe Zukunft
Israels Zorn über Trumps Iran‑Deal speist sich aus einer Mischung aus strategischen und politischen Faktoren. Der vorliegende Entwurf bietet Iran wirtschaftliche Erleichterungen und Zeit, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen, während zentrale israelische Forderungen – die Beseitigung des nuklearen und militärischen Bedrohungspotenzials sowie die Einschränkung der iranischen Stellvertreter – vorerst ausgeklammert bleiben. Hinzu kommt das Gefühl, von den Gesprächen ausgeschlossen zu sein und die eigene Handlungsfreiheit im Libanon und darüber hinaus zu verlieren. Ob Trump seine Bedingungen durchsetzt oder ob Teheran die Oberhand behält, bleibt ungewiss. Klar ist jedoch, dass das entstehende Abkommen die Beziehungen zwischen Washington und Jerusalem belastet und in Israel das Gefühl verstärkt, von einem wichtigen Verbündeten im Stich gelassen zu werden.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...