Berliner Boersenzeitung - Migrationswelle: Russland droht Finnland

EUR -
AED 4.401854
AFN 77.897256
ALL 96.833701
AMD 453.488183
ANG 2.145273
AOA 1098.954337
ARS 1729.081733
AUD 1.717911
AWG 2.15866
AZN 2.040433
BAM 1.967924
BBD 2.410672
BDT 146.262316
BGN 2.012596
BHD 0.451741
BIF 3559.317113
BMD 1.198423
BND 1.51589
BOB 8.270852
BRL 6.245461
BSD 1.196884
BTN 109.783816
BWP 15.753184
BYN 3.410526
BYR 23489.096101
BZD 2.407251
CAD 1.629915
CDF 2684.467728
CHF 0.918076
CLF 0.026087
CLP 1030.047915
CNY 8.334614
CNH 8.319005
COP 4402.875269
CRC 594.668609
CUC 1.198423
CUP 31.758217
CVE 110.793941
CZK 24.250068
DJF 212.983927
DKK 7.467255
DOP 75.441109
DZD 154.838707
EGP 56.32577
ERN 17.976349
ETB 185.75505
FJD 2.638029
FKP 0.875018
GBP 0.869277
GEL 3.229785
GGP 0.875018
GHS 13.10474
GIP 0.875018
GMD 87.484534
GNF 10486.203264
GTQ 9.183655
GYD 250.410645
HKD 9.3486
HNL 31.710475
HRK 7.538203
HTG 156.968364
HUF 380.014633
IDR 20012.470194
ILS 3.722842
IMP 0.875018
INR 109.714872
IQD 1569.934484
IRR 50483.580457
ISK 145.296991
JEP 0.875018
JMD 188.048533
JOD 0.849674
JPY 182.912353
KES 154.872094
KGS 104.8009
KHR 4830.844578
KMF 493.750766
KPW 1078.604207
KRW 1722.583589
KWD 0.36696
KYD 0.997445
KZT 602.997475
LAK 25817.036779
LBP 102525.11035
LKR 370.616394
LRD 222.24754
LSL 19.126971
LTL 3.538632
LVL 0.724915
LYD 7.579969
MAD 10.851761
MDL 20.180327
MGA 5362.944187
MKD 61.664206
MMK 2516.748037
MNT 4272.540069
MOP 9.617632
MRU 47.793202
MUR 54.551915
MVR 18.515755
MWK 2080.462606
MXN 20.660008
MYR 4.735568
MZN 76.411323
NAD 19.12714
NGN 1687.955172
NIO 43.98542
NOK 11.521264
NPR 175.654642
NZD 1.992241
OMR 0.460804
PAB 1.196864
PEN 4.010525
PGK 5.10172
PHP 70.626078
PKR 335.259502
PLN 4.197765
PYG 8022.492074
QAR 4.363467
RON 5.096534
RSD 117.411955
RUB 91.863782
RWF 1740.110589
SAR 4.4941
SBD 9.680475
SCR 16.921881
SDG 720.847311
SEK 10.55304
SGD 1.512938
SHP 0.899128
SLE 29.124591
SLL 25130.335892
SOS 684.955658
SRD 45.895983
STD 24804.942092
STN 24.687519
SVC 10.472563
SYP 13254.051915
SZL 19.126646
THB 37.171467
TJS 11.179126
TMT 4.194481
TND 3.392135
TOP 2.885515
TRY 52.012492
TTD 8.139212
TWD 37.57956
TZS 3061.041504
UAH 51.378175
UGX 4273.36308
USD 1.198423
UYU 44.84629
UZS 14530.882075
VES 429.60616
VND 31319.59375
VUV 143.507965
WST 3.270848
XAF 660.03991
XAG 0.011307
XAU 0.000236
XCD 3.238799
XCG 2.157108
XDR 0.823023
XOF 662.125411
XPF 119.331742
YER 285.707797
ZAR 19.153443
ZMK 10787.225649
ZMW 23.632299
ZWL 385.891804
  • DAX

    -38.6400

    24894.44

    -0.16%

  • Euro STOXX 50

    36.7900

    5994.59

    +0.61%

  • MDAX

    -98.4000

    31727.85

    -0.31%

  • SDAX

    -47.6400

    18327.67

    -0.26%

  • TecDAX

    -17.0500

    3712.95

    -0.46%

  • Goldpreis

    89.8000

    5172.3

    +1.74%

  • EUR/USD

    0.0165

    1.2047

    +1.37%


Migrationswelle: Russland droht Finnland




Seitdem Finnland im April 2023 offiziell Mitglied der NATO geworden ist, hat sich das Spannungsverhältnis zwischen Finnland und Russland verschärft. Besonders im Fokus steht dabei die über 1300 Kilometer lange gemeinsame Grenze. Immer wieder tauchen in den Medien Spekulationen auf, dass Russland Druck auf Finnland ausüben könnte, indem es gezielt Migrantinnen und Migranten aus arabischen Staaten über die Nordost-Grenze einschleust. Doch ist ein solches Szenario realistisch? Und welche politischen, rechtlichen und humanitären Implikationen hätte es?

Die Grenze und das politische Klima:
Finnland und Russland verbindet eine der längsten Landgrenzen in Europa. Schon während des Kalten Krieges galt diese Region als empfindlicher Grenzbereich zwischen Ost und West. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 und Finnlands Beitritt zur NATO ist das Misstrauen auf beiden Seiten weiter gewachsen.

Faktisch stabil:
Die gemeinsame Grenze ist derzeit gut kontrolliert. Grenzübergänge sind strikt geregelt, und der Austausch von Waren und Personen folgt festen Protokollen. Dennoch könnte Russland versuchen, Finnland unter Druck zu setzen, etwa durch gezielte Provokationen oder auch durch Androhungen, Migrationsströme zuzulassen oder sogar zu fördern.

Mögliche „Migrationswaffe“? Die Idee, Migration als politisches Druckmittel einzusetzen, ist in jüngerer Zeit in Europa nicht unbekannt. Bereits 2021/2022 sorgten Ereignisse an der belarussisch-polnischen und belarussisch-litauischen Grenze für Schlagzeilen, als Belarus systematisch Geflüchtete aus Krisenregionen einfliegen ließ, um sie dann Richtung EU-Grenze zu schicken.

Ob Russland ähnliche Maßnahmen gegenüber Finnland ergreifen würde, ist Gegenstand vieler Debatten. Theoretisch wäre es denkbar, dass Russland Geflüchtete aus arabischen Staaten einreisen lässt und gezielt zu den finnischen Grenzübergängen leitet. Die politischen Motive dahinter könnten sein:

NATO-Druck auszuüben:
Als Reaktion auf westliche Sanktionen oder die NATO-Erweiterung. Innerpolitische Spannungen in Finnland anzuheizen: Ein plötzlicher Anstieg von Geflüchteten kann in jedem Land zu Diskussionen über Aufnahmekapazitäten und Integrationspolitik führen. Europäische Union zu spalten: Wenn Finnland in eine Krise geriete, müsste die EU rasch reagieren, was politische Uneinigkeit hervorrufen könnte.

Internationale und rechtliche Rahmenbedingungen:
Flüchtlingsabkommen: Sowohl Russland als auch Finnland sind Unterzeichner wichtiger internationaler Abkommen, etwa der Genfer Flüchtlingskonvention, die grundlegende Normen für den Umgang mit Geflüchteten festlegen.

Grenzschutz und EU-Richtlinien:
Als EU-Mitglied unterliegt Finnland europäischen Standards beim Schutz der Außengrenzen. Das Land kann auf die Unterstützung der EU-Grenzschutzagentur Frontex zurückgreifen. Sollte Russland Geflüchtete ohne reguläres Verfahren an die finnische Grenze „durchwinken“, würde dies international als Verstoß gegen humanitäres Völkerrecht kritisiert werden und den russischen Beziehungen zur EU zusätzlich schaden. Somit hat eine solche Maßnahme auch für Russland erhebliche Risiken.

Ist die Drohung realistisch?
Eine gezielte Migrationswelle ist logistisch anspruchsvoll. Insbesondere Geflüchtete aus dem Nahen Osten oder anderen arabischen Staaten müssten erst per Flugzeug oder aufwändigen Routen nach Russland gelangen. Die russische Führung müsste dies koordinieren und Migrantinnen und Migranten ausgerechnet in den dünn besiedelten Norden lotsen.

Praktische Hürden: Nur sehr wenige arabische Staaten haben eine visumfreie Einreiseregelung mit Russland. Flüge aus Krisenregionen nach Russland sind teuer und erfordern Visa oder zumindest Transitgenehmigungen.

Infrastrukturelle Herausforderungen:
Das Grenzgebiet zwischen Finnland und Russland ist abgelegen und zum Teil schwierig zugänglich. Eine Massenbewegung von Geflüchteten wäre weder unbemerkt noch einfach zu organisieren. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass autoritäre Regime mitunter erhebliche Mittel aufwenden, um geopolitische Ziele zu erreichen. Ein gewisses Restrisiko für Finnland bleibt.

Reaktionen in Finnland:
In Helsinki wird das Thema mit ernster Aufmerksamkeit verfolgt. Seit 2015, als europaweit zahlreiche Geflüchtete vor allem aus Syrien und Irak auf der Flucht waren, hat Finnland seine Grenzkontrollen schrittweise ausgeweitet und verbessert. Die finnische Regierung hat verschiedene Maßnahmen zur Krisenprävention beschlossen. Dazu gehören Notfallpläne für den Fall eines sprunghaften Anstiegs von Asylanträgen und eine enge Zusammenarbeit mit anderen EU-Staaten.

Zivilgesellschaftliche Position: Viele Organisationen und Bürgerinitiativen in Finnland setzen sich weiterhin für einen humanen Umgang mit Geflüchteten ein. Dabei warnen sie allerdings auch vor der Instrumentalisierung von Menschen in Not als politisches Druckmittel.

Fazit
Eine gezielte „Migrationswaffe“ seitens Russland gegen Finnland mag auf dem Papier möglich erscheinen, doch in der Praxis wäre ein solcher Plan schwierig umzusetzen und mit erheblichen Risiken für Russland selbst verbunden. Sicher ist, dass das angespannte Verhältnis zwischen den beiden Nachbarländern Raum für unterschiedliche Szenarien bietet – von diplomatischen Verhandlungen bis hin zu potenziellen Provokationen.

Die finnische Regierung hat sich vorbereitet und wird im Fall einer plötzlichen Migrationsbewegung kaum zögern, EU-Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ob Russland tatsächlich bereit wäre, den Weg der Eskalation zu gehen und Menschenleben für politisches Kalkül aufs Spiel zu setzen, bleibt vorerst Spekulation.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...