Berliner Boersenzeitung - Chaebol: Südkoreas Schattenregenten

EUR -
AED 4.406854
AFN 77.997427
ALL 96.699641
AMD 450.935247
ANG 2.148026
AOA 1100.364447
ARS 1731.258254
AUD 1.715566
AWG 2.16143
AZN 2.040377
BAM 1.956813
BBD 2.397031
BDT 145.435266
BGN 2.015179
BHD 0.452423
BIF 3525.339121
BMD 1.199961
BND 1.507267
BOB 8.224291
BRL 6.221792
BSD 1.190111
BTN 109.163949
BWP 15.664172
BYN 3.391241
BYR 23519.235665
BZD 2.393629
CAD 1.632127
CDF 2687.912943
CHF 0.918474
CLF 0.026143
CLP 1032.266701
CNY 8.345309
CNH 8.326643
COP 4385.509478
CRC 591.303547
CUC 1.199961
CUP 31.798967
CVE 110.322554
CZK 24.225953
DJF 211.938799
DKK 7.467231
DOP 74.878439
DZD 155.038608
EGP 56.394324
ERN 17.999415
ETB 185.043993
FJD 2.63907
FKP 0.876141
GBP 0.869144
GEL 3.233859
GGP 0.876141
GHS 13.008787
GIP 0.876141
GMD 87.596885
GNF 10439.185447
GTQ 9.131764
GYD 248.9999
HKD 9.361514
HNL 31.408123
HRK 7.534435
HTG 156.082076
HUF 380.146451
IDR 20078.947469
ILS 3.727619
IMP 0.876141
INR 109.800572
IQD 1559.100369
IRR 50548.357454
ISK 145.195014
JEP 0.876141
JMD 186.987549
JOD 0.850807
JPY 183.338432
KES 155.071125
KGS 104.935387
KHR 4785.516479
KMF 494.383729
KPW 1079.988196
KRW 1714.972818
KWD 0.367368
KYD 0.991809
KZT 599.5878
LAK 25644.164503
LBP 106577.812016
LKR 368.51918
LRD 220.173944
LSL 19.084518
LTL 3.543173
LVL 0.725844
LYD 7.511856
MAD 10.808239
MDL 20.066217
MGA 5342.787259
MKD 61.638134
MMK 2519.977352
MNT 4278.022293
MOP 9.563409
MRU 47.546408
MUR 54.622161
MVR 18.551811
MWK 2081.932642
MXN 20.632973
MYR 4.705649
MZN 76.50917
NAD 19.084597
NGN 1680.73764
NIO 43.79595
NOK 11.523802
NPR 174.660663
NZD 1.995169
OMR 0.461379
PAB 1.190121
PEN 3.989031
PGK 5.092017
PHP 70.614698
PKR 333.214634
PLN 4.199191
PYG 7977.095064
QAR 4.326657
RON 5.097189
RSD 117.420962
RUB 91.500508
RWF 1736.405859
SAR 4.49976
SBD 9.692896
SCR 16.807959
SDG 721.789858
SEK 10.570306
SGD 1.513211
SHP 0.900282
SLE 29.158078
SLL 25162.58138
SOS 678.954201
SRD 45.954894
STD 24836.770057
STN 24.514525
SVC 10.413346
SYP 13271.058587
SZL 19.078953
THB 37.156187
TJS 11.116053
TMT 4.199864
TND 3.43179
TOP 2.889218
TRY 52.092826
TTD 8.093155
TWD 37.526984
TZS 3064.969164
UAH 51.087652
UGX 4249.216759
USD 1.199961
UYU 44.59345
UZS 14399.391968
VES 430.157401
VND 31314.182343
VUV 143.692105
WST 3.275045
XAF 656.299382
XAG 0.010437
XAU 0.000229
XCD 3.242954
XCG 2.144901
XDR 0.816226
XOF 656.29391
XPF 119.331742
YER 286.068876
ZAR 19.072361
ZMK 10801.091361
ZMW 23.499063
ZWL 386.386953
  • Goldpreis

    152.4000

    5235

    +2.91%

  • EUR/USD

    -0.0041

    1.2003

    -0.34%

  • Euro STOXX 50

    36.7900

    5994.59

    +0.61%

  • SDAX

    -47.6400

    18327.67

    -0.26%

  • MDAX

    -98.4000

    31727.85

    -0.31%

  • DAX

    -38.6400

    24894.44

    -0.16%

  • TecDAX

    -17.0500

    3712.95

    -0.46%


Chaebol: Südkoreas Schattenregenten




Südkorea gilt als eine der dynamischsten Volkswirtschaften der Welt, doch hinter dem glänzenden Bild von Fortschritt und Wohlstand verbirgt sich eine Schattenseite, diese wollen wir, unter anderem, auch mit diesem Video erklären!

Die immense Macht reicher Familien, die als Chaebol bekannt sind. Diese Familienkonglomerate kontrollieren weite Teile der Wirtschaft und beeinflussen Politik und Gesellschaft auf eine Weise, die für viele Südkoreaner wie ein Albtraum wirkt. Dieser Artikel beleuchtet, warum die Dominanz der Chaebol das Land prägt und welche Probleme daraus resultieren.

Die Macht der Chaebol
Chaebol sind große, familiengeführte Mischkonzerne, die in Südkorea eine zentrale wirtschaftliche Rolle spielen. Unternehmen wie Samsung, Hyundai, LG oder SK gehören dazu und dominieren Branchen von Elektronik über Automobilbau bis hin zu Chemie und Bauwesen. Diese Konzerne sind nicht nur wirtschaftliche Giganten, sondern auch soziale und politische Institutionen, deren Einfluss weit über ihre Geschäftsfelder hinausgeht. Die Gründerfamilien halten oft nur einen kleinen Anteil der Aktien, kontrollieren die Unternehmen jedoch durch ein Netz aus gegenseitigen Beteiligungen und persönlichen Beziehungen.

Die Chaebol waren maßgeblich am „Wunder am Han-Fluss“ beteiligt, dem rasanten wirtschaftlichen Aufstieg Südkoreas nach dem Koreakrieg. In den 1960er- und 1970er-Jahren förderte der Staat unter der autoritären Regierung von Park Chung-hee gezielt diese Familienunternehmen, indem er ihnen Kredite, Steuervergünstigungen und Marktzugang gewährte. Im Gegenzug trieben die Chaebol den Export voran und machten Südkorea zu einer globalen Wirtschaftsmacht. Doch dieser Pakt zwischen Staat und Konzernen hatte einen Preis: Die Macht der Chaebol-Familien wuchs so stark, dass sie heute oft als „Staat im Staat“ bezeichnet werden.

Einfluss auf Politik und Gesellschaft
Die Chaebol üben nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Macht aus. Historisch pflegten sie enge Beziehungen zu Regierungen, was oft zu Korruption und Klüngelei führte. Ein prominentes Beispiel ist der Skandal um die ehemalige Präsidentin Park Geun-hye, die 2017 wegen Bestechung und Amtsmissbrauchs abgesetzt wurde. Park hatte enge Verbindungen zu Chaebol wie Samsung, deren Führungskräfte ihr Millionen zahlten, um politische Gefallen zu sichern. Solche Fälle verdeutlichen, wie tief der Einfluss der reichen Familien in die Politik reicht.

Auch in der Gesellschaft hinterlassen die Chaebol Spuren. Sie schaffen Arbeitsplätze, doch ihre Arbeitskultur ist oft gnadenlos. Lange Arbeitszeiten, hoher Leistungsdruck und geringe soziale Absicherung prägen viele ihrer Unternehmen. Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Arm und Reich, da die Profite der Chaebol vor allem den Familien und einer kleinen Elite zugutekommen. Viele junge Südkoreaner fühlen sich von diesem System ausgeschlossen und sprechen von „Hell Joseon“ – einem Ausdruck, der ihre Frustration über die Ungleichheit und mangelnde Chancen widerspiegelt.

Probleme durch die Chaebol-Dominanz
Die Machtkonzentration bei den Chaebol führt zu mehreren Problemen, die Südkorea belasten. Erstens behindern sie Innovation und Wettbewerb. Kleinere Unternehmen haben es schwer, gegen die finanziellen und politischen Ressourcen der Chaebol zu bestehen, was die Vielfalt und Dynamik der Wirtschaft einschränkt. Zweitens fördern sie eine Kultur der Straflosigkeit. Führungskräfte der Chaebol wurden trotz nachgewiesener Vergehen wie Korruption oder Steuerhinterziehung oft milde bestraft oder begnadigt, was den Eindruck verstärkt, dass sie über dem Gesetz stehen.

Drittens trägt die Chaebol-Dominanz zur sozialen Unzufriedenheit bei. Die hohen Lebenshaltungskosten, insbesondere in Städten wie Seoul, stehen im Kontrast zu stagnierenden Löhnen für viele Arbeitnehmer. Bildungskosten, die für den sozialen Aufstieg entscheidend sind, sind astronomisch hoch, was Familien finanziell überfordert. Viele junge Menschen sehen keine Perspektive, was sich in der extrem niedrigen Geburtenrate widerspiegelt – Südkorea hat weltweit die geringste Fertilitätsrate.
Reformversuche und Widerstände

Es gab wiederholt Versuche, die Macht der Chaebol zu beschneiden. Nach der Asienkrise 1997 wurden Reformen angestoßen, um die Unternehmensstrukturen transparenter zu machen und die Kontrolle der Familien zu verringern. Doch die Chaebol haben sich als widerstandsfähig erwiesen. Ihre wirtschaftliche Bedeutung macht es riskant, sie frontal anzugreifen, da ein Rückgang ihrer Aktivitäten die gesamte Wirtschaft gefährden könnte. Zudem nutzen sie ihren Einfluss, um Reformen zu verwässern oder zu blockieren.

Präsident Moon Jae-in, der 2017 gewählt wurde, versprach eine „Demokratisierung der Wirtschaft“, doch die Ergebnisse blieben begrenzt. Maßnahmen wie höhere Steuern für Konzerne oder strengere Arbeitsgesetze wurden eingeführt, doch die grundlegende Machtstruktur der Chaebol blieb unangetastet. Die Familien finden Wege, ihre Kontrolle zu sichern, etwa durch komplexe Erbfolgeregelungen oder die Einsetzung loyaler Führungskräfte.

Ein Albtraum für die Gesellschaft?
Für viele Südkoreaner verkörpern die Chaebol einen Albtraum, weil sie ein System der Ungleichheit und Bevormundung zementieren. Die Vorstellung, dass eine Handvoll Familien das Land wirtschaftlich und politisch dominiert, widerspricht dem Ideal einer modernen, gerechten Demokratie. Junge Menschen, die trotz harter Arbeit keine Perspektiven sehen, wenden sich zunehmend von traditionellen Lebensmodellen wie Ehe und Familiengründung ab, was die demografische Krise verschärft.

Dennoch gibt es auch Stimmen, die die Chaebol verteidigen. Sie argumentieren, dass diese Konzerne Südkorea global wettbewerbsfähig machen und Arbeitsplätze schaffen. Ohne Samsungs Innovationen oder Hyundais Exporte wäre das Land womöglich weniger wohlhabend. Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte: Die Chaebol sind sowohl Motor als auch Hemmschuh für Südkoreas Entwicklung.

Ausblick
Die Frage, wie Südkorea mit der Macht der Chaebol umgehen soll, bleibt offen. Eine Balance zwischen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und der Notwendigkeit sozialer Gerechtigkeit zu finden, ist eine Mammutaufgabe. Ohne tiefgreifende Reformen droht die Frustration in der Gesellschaft weiter zu wachsen, während die Chaebol ihre Position festigen. Für viele Südkoreaner bleibt die Vorherrschaft der reichen Familien ein Albtraum, der das Land in Atem hält.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...