Berliner Boersenzeitung - Hochwasserlage bleibt teilweise kritisch - Evakuierungen in Niedersachsen

EUR -
AED 4.381992
AFN 78.750894
ALL 96.772834
AMD 453.127673
ANG 2.135904
AOA 1094.155023
ARS 1723.006224
AUD 1.703048
AWG 2.147741
AZN 2.027312
BAM 1.958039
BBD 2.409237
BDT 146.15714
BGN 2.003807
BHD 0.449939
BIF 3543.827792
BMD 1.193189
BND 1.513334
BOB 8.264659
BRL 6.197065
BSD 1.196143
BTN 110.049154
BWP 15.598819
BYN 3.379033
BYR 23386.513916
BZD 2.405733
CAD 1.613288
CDF 2693.62495
CHF 0.916376
CLF 0.025958
CLP 1024.95004
CNY 8.290757
CNH 8.289248
COP 4358.721191
CRC 591.863639
CUC 1.193189
CUP 31.619521
CVE 110.393555
CZK 24.34441
DJF 213.004295
DKK 7.467153
DOP 75.15697
DZD 154.308073
EGP 56.001272
ERN 17.897842
ETB 185.122907
FJD 2.620781
FKP 0.864978
GBP 0.867162
GEL 3.215635
GGP 0.864978
GHS 13.067272
GIP 0.864978
GMD 87.697079
GNF 10497.500171
GTQ 9.177688
GYD 250.242459
HKD 9.315768
HNL 31.595737
HRK 7.533438
HTG 156.800337
HUF 381.275947
IDR 20028.222449
ILS 3.690338
IMP 0.864978
INR 109.703873
IQD 1563.674821
IRR 50263.107265
ISK 144.99605
JEP 0.864978
JMD 187.688003
JOD 0.845975
JPY 183.732053
KES 154.243589
KGS 104.344067
KHR 4800.801608
KMF 491.594467
KPW 1073.96939
KRW 1718.932363
KWD 0.365955
KYD 0.996727
KZT 600.839544
LAK 25677.437566
LBP 107117.524012
LKR 370.074058
LRD 221.3444
LSL 18.780413
LTL 3.523179
LVL 0.721749
LYD 7.487269
MAD 10.834074
MDL 20.11961
MGA 5321.625216
MKD 61.62671
MMK 2505.752956
MNT 4256.95142
MOP 9.615976
MRU 47.572579
MUR 54.20683
MVR 18.434798
MWK 2072.570214
MXN 20.625111
MYR 4.698727
MZN 76.065949
NAD 18.864464
NGN 1658.366152
NIO 43.187477
NOK 11.432366
NPR 176.101211
NZD 1.969586
OMR 0.458787
PAB 1.196098
PEN 3.989425
PGK 5.083586
PHP 70.333154
PKR 333.88428
PLN 4.210294
PYG 8026.784566
QAR 4.344522
RON 5.097187
RSD 117.389486
RUB 90.086234
RWF 1733.107728
SAR 4.475517
SBD 9.614842
SCR 16.593195
SDG 717.661496
SEK 10.535953
SGD 1.512051
SHP 0.895201
SLE 29.08404
SLL 25020.586042
SOS 681.867426
SRD 45.34538
STD 24696.61331
STN 24.609533
SVC 10.465837
SYP 13196.168479
SZL 18.855865
THB 37.48407
TJS 11.171609
TMT 4.188095
TND 3.373445
TOP 2.872914
TRY 51.903862
TTD 8.118318
TWD 37.534758
TZS 3072.463155
UAH 51.192889
UGX 4254.972804
USD 1.193189
UYU 45.262709
UZS 14550.945781
VES 437.717685
VND 30924.48849
VUV 142.715687
WST 3.23879
XAF 656.694211
XAG 0.011511
XAU 0.000235
XCD 3.224654
XCG 2.155638
XDR 0.816792
XOF 653.27021
XPF 119.331742
YER 284.461217
ZAR 19.03704
ZMK 10740.145808
ZMW 23.653834
ZWL 384.206528
  • Euro STOXX 50

    68.9500

    5960.9

    +1.16%

  • Goldpreis

    -299.9000

    5054.9

    -5.93%

  • DAX

    247.5000

    24556.96

    +1.01%

  • EUR/USD

    -0.0074

    1.1898

    -0.62%

  • MDAX

    23.8200

    31257.5

    +0.08%

  • TecDAX

    39.4200

    3616.51

    +1.09%

  • SDAX

    39.8200

    18027.78

    +0.22%

Hochwasserlage bleibt teilweise kritisch - Evakuierungen in Niedersachsen
Hochwasserlage bleibt teilweise kritisch - Evakuierungen in Niedersachsen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Hochwasserlage bleibt teilweise kritisch - Evakuierungen in Niedersachsen

Nach tagelangen Dauerregenfällen bleibt die Hochwasserlage in Teilen Deutschlands weiterhin kritisch. Im besonders stark betroffenen Niedersachsen mussten Rettungskräfte dabei auch Menschen retten sowie Siedlungen und Straßenzüge evakuieren. Als angespannt galt die Lage den Behörden zufolge unter anderem insbesondere in Winsen und Flotwedel an der Aller sowie in der Gemeinde Lilienthal an den Flüssen Wörpe und Wümme, dort waren zahlreiche Hilfskräfte rund um die Uhr im Dauereinsatz.

Textgröße:

In Winsen an der Aller wurden am Mittwochabend wegen der Hochwassergefahr 300 Anwohnerinnen und Anwohner evakuiert, wie der Landkreis Celle mitteilte. In zwei Siedlungen stand das Wasser demnach bis zu einem halben Meter hoch auf den Straßen, weshalb die Gefahr von Stromschlägen bestand. Im ebenfalls im Landkreis Celle gelegenen Flotwedel hielten Einsatzkräfte demnach zwei Ortschaften mit Hochleistungspumpen "möglichst" wasserfrei, hieß es weiter.

Nach Angaben des Landkreises verbauten die durch Einsatzkräfte aus anderen Regionen massiv unterstützten Helfer dort zudem bereits mehr als 150.000 Sandsäcke und ein 1750 Meter langes mobiles Deichsystem. Es bestand die Sorge vor einem Deichbruch, die Evakuierung von Altenheimen war schon vorbereitet.

In Lilienthal bei Bremen wurden in der Nacht mehrere Straßenzüge im Bereich eines inzwischen völlig durchgeweichten Deichs evakuiert, wie die Gemeinde am Donnerstag mitteilte. Aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse sei mit einer kurzfristigen Entspannung nicht zu rechnen. Die Hochwassersituation werde voraussichtlich noch einige Tage angespannt bleiben, fügte sie hinzu.

"Die Lage ist kritisch, aber stabil", erklärte Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) am Donnerstag nach einem Besuch im Hochwassergebiet in der Gemeinde Hodenhagen. Es gebe entlang der niedersächsischen Flüsse momentan zwar noch keine nennenswerte Entlastung, aber auch "keinen extremen weiteren Zulauf". Der Druck auf die Deiche halte vorerst weiter an. Landesweit seien über 100.000 Menschen im Hochwassereinsatz, fügte der Ministerpräsident an.

Mehrfach mussten Einsatzkräfte auch Menschen aus dem Hochwasser retten. In Hannover stürzte ein 75-jähriger Radfahrer auf einer überfluteten Straße und wurde in einen Wald getrieben, wie die Feuerwehr am Mittwochabend mitteilte.

Demnach wurde der Mann vom Wasser der über die Ufer getretenen Leine erfasst und hielt sich an einem Ast fest, wo er mit seinem Mobiltelefon den Notruf wählte. Weil Einsatzkräfte ihn zunächst nicht lokalisieren konnten, wurde das Gebiet im Stadtteil Döhren mit zwei Drohnen abgesucht. Spezialkräfte der Wasserrettung mit Schutzanzügen und Sicherheitsleinen holten ihn aus dem Wald. Laut Feuerwehr hatte der Fahrradfahrer eine Absperrung ignoriert.

Im niedersächsischen Lauenbrück geriet ein 84-jähriger Autofahrer mit seinem Wagen ins Hochwasser der Wümme und blieb dort stecken. Ein Zeuge haben den "offensichtlich orientierungslosen" Senioren am Mittwochnachmittag in seinem in knietiefen Wasser stehenden Kleinwagen entdeckt, teilte die Polizei in Rotenburg an der Wümme am Donnerstag mit. Gemeinsam mit zur Hilfe gerufenen Polizisten befreite er den Mann. Dieser sei bereits stark unterkühlt gewesen.

Außer Niedersachsen waren auch Teile Bremens, Nordrhein-Westfalens sowie Thüringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts von Hochwasser betroffen. Viele Einsatzkräfte von Feuerwehr und anderen Organisationen wie dem Technischen Hilfswerk (THW) waren im Einsatz, um Deiche zu sichern und Wasser abzupumpen.

Bei Hamm in Nordrhein-Westfalen sicherten Einsatzkräfte einen Deich an der Lippe mit tausenden Sandsäcken. Im Alarmzustand waren die Behörden unter anderem auch entlang der Flüsse Elbe, Saale und Elster in den Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt. Bei Leipzig wurde nach Angaben der landeseigenen Talsperrenverwaltung gezielt ein Auenwald geflutet, um Entlastung zu bringen.

In Sachsen-Anhalt öffneten die Behörden nach Angaben des Umweltministeriums erstmals seit dem Jahrhundertflut 2013 das Pretziener Wehr, um Magdeburg und Schönebeck von dem Hochwasser der Elbe zu entlasten. Durch das Wehr wird das Wasser über einen Kanal an den Städten vorbeigeleitet. Andernorts entspannte sich die Lage indessen, so fielen die Pegel in Halle an der Saale inzwischen.

(A.Berg--BBZ)