Berliner Boersenzeitung - Heftiges Ringen auf UN-Klimakonferenz - Baerbock: "Das wird ein steiniger Weg"

EUR -
AED 4.231245
AFN 73.725097
ALL 95.962768
AMD 434.735824
ANG 2.062095
AOA 1056.342299
ARS 1606.393999
AUD 1.626239
AWG 2.073519
AZN 1.957604
BAM 1.95412
BBD 2.323522
BDT 141.558314
BGN 1.969047
BHD 0.434928
BIF 3421.305633
BMD 1.151955
BND 1.473031
BOB 7.97187
BRL 5.995001
BSD 1.153668
BTN 106.985319
BWP 15.644465
BYN 3.516233
BYR 22578.31327
BZD 2.320215
CAD 1.578374
CDF 2614.937616
CHF 0.909578
CLF 0.026702
CLP 1054.361214
CNY 7.917443
CNH 7.932522
COP 4269.950704
CRC 538.818112
CUC 1.151955
CUP 30.526801
CVE 111.797223
CZK 24.444653
DJF 204.725614
DKK 7.472483
DOP 69.175247
DZD 152.537418
EGP 60.177999
ERN 17.279321
ETB 180.856753
FJD 2.548643
FKP 0.863331
GBP 0.863321
GEL 3.127603
GGP 0.863331
GHS 12.562006
GIP 0.863331
GMD 85.244374
GNF 10114.162901
GTQ 8.837288
GYD 241.357858
HKD 9.029004
HNL 30.607446
HRK 7.53747
HTG 151.189535
HUF 391.62372
IDR 19539.456616
ILS 3.571117
IMP 0.863331
INR 106.993323
IQD 1509.060734
IRR 1514820.507162
ISK 143.2575
JEP 0.863331
JMD 181.144285
JOD 0.81669
JPY 183.535768
KES 149.235866
KGS 100.738475
KHR 4619.338365
KMF 493.036529
KPW 1036.734401
KRW 1729.129827
KWD 0.353005
KYD 0.961307
KZT 556.522279
LAK 24709.429743
LBP 103157.548449
LKR 359.231198
LRD 211.211295
LSL 19.376215
LTL 3.401423
LVL 0.696806
LYD 7.349679
MAD 10.798136
MDL 20.113313
MGA 4803.651589
MKD 61.677112
MMK 2419.224151
MNT 4113.747641
MOP 9.313507
MRU 46.21601
MUR 53.577753
MVR 17.809319
MWK 1999.793406
MXN 20.387203
MYR 4.51048
MZN 73.611468
NAD 19.375558
NGN 1563.13347
NIO 42.300018
NOK 11.020803
NPR 171.170971
NZD 1.970788
OMR 0.442921
PAB 1.153663
PEN 3.948325
PGK 4.956574
PHP 68.866739
PKR 321.735508
PLN 4.267705
PYG 7456.072821
QAR 4.197681
RON 5.092557
RSD 117.454429
RUB 96.613944
RWF 1680.701993
SAR 4.325527
SBD 9.267752
SCR 16.230038
SDG 692.324942
SEK 10.747156
SGD 1.473891
SHP 0.864264
SLE 28.395712
SLL 24155.927782
SOS 658.342883
SRD 43.054339
STD 23843.137717
STN 24.767027
SVC 10.094191
SYP 127.389792
SZL 19.375564
THB 37.565572
TJS 11.034248
TMT 4.031842
TND 3.360832
TOP 2.77363
TRY 50.935521
TTD 7.820006
TWD 36.757731
TZS 2999.3791
UAH 50.735507
UGX 4340.193737
USD 1.151955
UYU 46.719839
UZS 14025.049287
VES 519.46575
VND 30307.9297
VUV 137.765566
WST 3.149103
XAF 655.348139
XAG 0.015
XAU 0.000236
XCD 3.113216
XCG 2.079141
XDR 0.814294
XOF 652.58393
XPF 119.331742
YER 274.827596
ZAR 19.358311
ZMK 10368.954649
ZMW 22.559726
ZWL 370.928962
  • Euro STOXX 50

    -32.4000

    5736.85

    -0.56%

  • TecDAX

    -39.5300

    3559.66

    -1.11%

  • SDAX

    -43.6800

    16873.84

    -0.26%

  • Goldpreis

    -138.3000

    4869.9

    -2.84%

  • DAX

    -228.6700

    23502.25

    -0.97%

  • MDAX

    37.6700

    29519.42

    +0.13%

  • EUR/USD

    -0.0061

    1.1481

    -0.53%

Heftiges Ringen auf UN-Klimakonferenz - Baerbock: "Das wird ein steiniger Weg"
Heftiges Ringen auf UN-Klimakonferenz - Baerbock: "Das wird ein steiniger Weg" / Foto: STRINGER - AFP

Heftiges Ringen auf UN-Klimakonferenz - Baerbock: "Das wird ein steiniger Weg"

Die Delegationen auf der UN-Klimakonferenz ringen weiter darum, die teils weit auseinander liegenden Positionen einander näher zu bringen. "Das wird noch ein steiniger Weg", sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die sich am Donnerstag nach einem krankheitsbedingten Ausfall erstmals in das Konferenzgeschehen einschaltete. Verhandelt wurde neben dem angestrebten neuen Finanzrahmen für die internationale Klimafinanzierung auch über Emissionssenkungen.

Textgröße:

Von der aserbaidschanischen Konferenzpräsidentschaft am Donnerstagmorgen vorgelegte Beschlussentwürfe zu allen relevanten Themen wurden vorwiegend kritisch aufgenommen. Sie seien nicht das, was gebraucht werde, sagte Baerbock. EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra wies die Papiere als "eindeutig unannehmbar" zurück. Daraufhin setzte die Präsidentschaft neue Gesprächsrunden unter der traditionellen aserbaidschanischen Bezeichnung "Kurultai" an, um die Blockaden zu überwinden.

"Scheitern ist keine Option", mahnte UN-Generalsekretär António Guterres zu einer Verständigung. Notwendig sei dafür jetzt "ein echter Schub", sagte er am Rande der Beratungen. Die chinesische Delegation, mit der auch die EU erneut intensiv verhandelte, rief alle Seiten zur Kompromissbereitschaft auf.

Bei dem neuen Finanzrahmen geht es um das Geld, das Entwicklungsländer in den Jahren 2025 bis 2035 für Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen erhalten sollen. Aktuell haben sich die Industrieländer zur Zahlung von 100 Milliarden Dollar jährlich verpflichtet. Die Entwicklungsländer fordern eine Anhebung auf 1,3 Billionen Dollar jährlich, bis 2030 mindestens 500 Milliarden Euro pro Jahr von den Industriestaaten.

Diese hielten sich jedoch auch am Donnerstag mit bezifferbaren Angeboten zurück. "Für uns hängt die Zahl schon damit zusammen, wer alles einzahlt", sagte Baerbock. Sie drang erneut darauf, dass auch wirtschaftsstarke Schwellenländer mit hohen Treibhausgasemissionen sich an den Einzahlungen beteiligen. Dies sei "eine Frage der Gerechtigkeit". Konkret nannte sie China. Zudem sei auch eine stärkere Einbeziehung des Privatsektors erforderlich.

Baerbock pochte ebenso wie andere Vertreterinnen und -Vertreter von EU-Staaten zudem darauf, die Beschlüsse der Vorgängerkonferenz 2023 in Dubai zu bekräftigen und umzusetzen. Damals war die schrittweise Abkehr von fossilen Energieträgern beschlossen worden, außerdem bis 2030 die Verdreifachung erneuerbarer Energien und die Verdopplung der Energieeffizienz.

"Wir werden wir nicht zulassen, dass der Text im Vergleich zu Dubai wieder verwässert wird", betonte die Ministerin. Das Ziel müsse sein, "die Klimakrise maximal einzudämmen". Dafür zähle "jedes Zehntelgrad". Auch Hoekstra stellte klar, man dürfe nicht so tun, als ob Dubai nicht stattgefunden habe. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sprach in Baku von einem "letzten Aufbäumen der fossilen Welt".

Auch Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen zeigten sich skeptisch. Von noch erheblichem Verhandlungsbedarf sprach Christoph Bals von Germanwatch. "Der neue Verhandlungstext fällt enttäuschend aus", sagte Sabine Minninger von Brot für die Welt. Auch Viviane Raddatz vom WWF äußerte sich "besorgt". "An den entscheidenden Punkten ist noch keine Einigung in Sicht", sagte Jan Kowalzig von Oxfam.

In den am Donnerstagmorgen vorgelegten Papieren der Präsidentschaft waren keine konkreten Summen für den neuen Finanzrahmen genannt worden. Teils wurden gegensätzliche Positionen vor allem von Industriestaaten und Entwicklungsländern lediglich einander gegenübergestellt. In einer Version genannt wurden allerdings "Anstrengungen weiterer Staaten", die zu Einzahlungen "wirtschaftlich fähig" sind. Zudem wurden Beiträge aus dem Sektor fossiler Brennstoffe angeregt nach dem Grundsatz "Der Verursacher zahlt" sowie Einnahmen aus dem Emissionshandel.

Mit Blick auf die Treibhausgasemissionen war in einem Papier von einer Abkehr von fossilen Brennstoffen die Rede. Insgesamt blieben Aussagen in diesem Bereich aber vage.

Offiziell endet die Klimakonferenz am Freitagabend. Allerdings galt eine Verlängerung in das Wochenende hinein schon zuvor als wahrscheinlich. Baerbock dämpfte die Erwartungen: "Wir müssen realistisch sein. Das wird keine Klimakonferenz der großen Sprünge werden."

(K.Müller--BBZ)