Berliner Boersenzeitung - Nach Flutkatastrophe in Texas: Rettungsteams suchen nach 27 vermissten Mädchen

EUR -
AED 4.306153
AFN 75.0429
ALL 95.503739
AMD 434.75432
ANG 2.098709
AOA 1076.390828
ARS 1633.24778
AUD 1.628526
AWG 2.110569
AZN 1.997971
BAM 1.957785
BBD 2.362126
BDT 143.899979
BGN 1.955914
BHD 0.44281
BIF 3489.474751
BMD 1.172539
BND 1.496038
BOB 8.103802
BRL 5.808644
BSD 1.172804
BTN 111.252582
BWP 15.938311
BYN 3.309523
BYR 22981.755751
BZD 2.358712
CAD 1.59436
CDF 2720.28988
CHF 0.91605
CLF 0.026783
CLP 1054.112588
CNY 8.006387
CNH 8.009617
COP 4288.442525
CRC 533.195048
CUC 1.172539
CUP 31.072272
CVE 110.746729
CZK 24.373212
DJF 208.384014
DKK 7.475055
DOP 69.770598
DZD 155.365983
EGP 62.894658
ERN 17.588078
ETB 184.088973
FJD 2.570327
FKP 0.863714
GBP 0.862002
GEL 3.142861
GGP 0.863714
GHS 13.136953
GIP 0.863714
GMD 85.595732
GNF 10289.026269
GTQ 8.959961
GYD 245.356495
HKD 9.186899
HNL 31.213432
HRK 7.537125
HTG 153.631453
HUF 363.42071
IDR 20325.193765
ILS 3.451755
IMP 0.863714
INR 111.286226
IQD 1536.025512
IRR 1540715.666567
ISK 143.847483
JEP 0.863714
JMD 183.766277
JOD 0.831376
JPY 184.174195
KES 151.433806
KGS 102.503912
KHR 4704.815418
KMF 492.466605
KPW 1055.284674
KRW 1725.179882
KWD 0.36031
KYD 0.977362
KZT 543.223189
LAK 25772.39793
LBP 105000.828342
LKR 374.82671
LRD 215.600573
LSL 19.53494
LTL 3.462202
LVL 0.709257
LYD 7.446066
MAD 10.847448
MDL 20.206948
MGA 4866.035425
MKD 61.633886
MMK 2461.733132
MNT 4195.16771
MOP 9.463379
MRU 46.86681
MUR 55.144932
MVR 18.121629
MWK 2041.980281
MXN 20.469245
MYR 4.655421
MZN 74.929587
NAD 19.534934
NGN 1613.390048
NIO 43.044332
NOK 10.900392
NPR 177.995572
NZD 1.986849
OMR 0.451129
PAB 1.172774
PEN 4.112684
PGK 5.087352
PHP 71.847345
PKR 326.874482
PLN 4.245704
PYG 7213.019006
QAR 4.272149
RON 5.203848
RSD 117.378833
RUB 87.908248
RWF 1713.665104
SAR 4.396996
SBD 9.429684
SCR 16.118093
SDG 704.113715
SEK 10.803423
SGD 1.492177
SHP 0.875418
SLE 28.848748
SLL 24587.542811
SOS 669.519913
SRD 43.920994
STD 24269.180819
STN 24.869543
SVC 10.262409
SYP 129.594802
SZL 19.534925
THB 38.122791
TJS 11.000548
TMT 4.109748
TND 3.378963
TOP 2.823192
TRY 52.931326
TTD 7.960816
TWD 37.086813
TZS 3054.463338
UAH 51.532291
UGX 4409.902668
USD 1.172539
UYU 46.771998
UZS 14011.836168
VES 573.304233
VND 30903.426254
VUV 137.95079
WST 3.183664
XAF 656.670246
XAG 0.01556
XAU 0.000254
XCD 3.168845
XCG 2.113677
XDR 0.815653
XOF 656.621982
XPF 119.331742
YER 279.771908
ZAR 19.540971
ZMK 10554.258277
ZMW 21.901789
ZWL 377.556938
  • Goldpreis

    14.9000

    4644.5

    +0.32%

  • MDAX

    579.1700

    30589.95

    +1.89%

  • Euro STOXX 50

    65.0300

    5881.51

    +1.11%

  • DAX

    337.8200

    24292.38

    +1.39%

  • SDAX

    269.4900

    17911.06

    +1.5%

  • TecDAX

    72.2100

    3697.16

    +1.95%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1723

    -0.15%

Nach Flutkatastrophe in Texas: Rettungsteams suchen nach 27 vermissten Mädchen
Nach Flutkatastrophe in Texas: Rettungsteams suchen nach 27 vermissten Mädchen / Foto: RONALDO SCHEMIDT - AFP

Nach Flutkatastrophe in Texas: Rettungsteams suchen nach 27 vermissten Mädchen

Verzweifelte Eltern, Großeinsatz von Rettungsteams: Nach einer verheerenden Sturzflut im US-Bundesstaat Texas mit mindestens 50 Toten haben die Einsatzkräfte am Wochenende zu Land, zu Wasser und aus der Luft nach 27 noch vermissten Mädchen gesucht. Die Mädchen hatten sich in einem Ferienlager aufgehalten, das von den sintflutartigen Wassermassen des angrenzenden Guadalupe-Flusses überschwemmt worden war.

Textgröße:

US-Medien berichteten unter Berufung auf Angehörige der vermissten Mädchen, dass vier der Kinder tot seien. Die Behörden bestätigten dies zunächst nicht. Verzweifelte Eltern suchten in Aufnahmezentren für die Flutopfer oder über die Onlinenetzwerke nach ihren Kindern.

In dem am stärksten betroffenen Landkreis Kerr wurden bis Samstag 43 Todesopfer gezählt, wie Polizeichef Larry Leitha mitteilte. Darunter seien 15 Kinder. In drei anderen Landkreisen wurden bis Samstagabend (Ortszeit) sieben Todesopfer geborgen.

In christlichen Sommerlager "Camp Mystic" hatten sich zum Zeitpunkt der Katastrophe am Freitag rund 750 Mädchen aufgehalten. Die meisten von ihnen konnten nach Behördenangaben gerettet werden. Auch weitere Camper am Ufer des Guadalupe wurden in Sicherheit gebracht. Insgesamt seien 850 Menschen erfolgreich evakuiert worden, sagte Polizeichef Leitha. Acht von ihnen seien verletzt.

Der Wasserstand des Flusses war am Freitag binnen 45 Minuten um acht Meter angestiegen. Die Überschwemmungen am US-Nationalfeiertag waren durch heftige Regenfälle von bis zu 300 Litern pro Quadratmeter ausgelöst worden - ein Drittel der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge im Landkreis Kerr.

In der Stadt Kerrville berichtete der Restaurantbetreiber Gerardo Martinez: "Das Wasser stand bis zu den Baumwipfeln, etwa zehn Meter oder so hoch." Autos und ganze Häuser seien von den Wassermassen in den Fluss gerissen worden.

Im "Camp Mystic" spielten sich dramatische Szenen ab. Der texanische Gouverneur Greg Abbott berichtete von einem Mädchen, das vor der Überschwemmung auf einen Baum geflüchtet und von dort von einem Hubschrauber geborgen worden sei.

Das Ferienlager bot nach dem Desaster ein Bild der Zerstörung: Decken und Teddybären lagen schlammbedeckt herum, die Fenster von Hütten waren zerschmettert, offenbar durch die Kraft der Wassermassen. Eine der Wände des Speisesaals war komplett zerstört.

In dem Camp durchforstete am Samstag der 40-jährige Michael die Trümmer auf der Suche nach seiner achtjährigen Tochter. "Meine Tochter war hier", sagte er und deutete auf eine steinerne Hütte mit eingebrochenen Fenstern. In der Hütte fand er ein Handtuch mit dem Namen seiner Tochter, ihr Armband und ein Familienfoto. Michael, der seinen Nachnamen nicht nennen wollte, sagte, er hoffe bei der Suche nach seiner Tochter auf "ein Wunder".

Die Suche werde nicht aufhören, "solange wir nicht alle Mädchen gefunden haben, die sich in diesen Bungalows befunden haben", versicherte Gouverneur Abbott, der das zerstörte Ferienlager besuchte.

Der Leiter des texanischen Katastrophenschutzes, Nim Kidd, teilte mit, die Rettungsteams seien in der Luft, am Boden und im Wasser im Einsatz. An der Suche waren rund 500 Rettungskräfte sowie 14 Hubschrauber im Einsatz, auch Drohnen wurden eingesetzt.

Der US-Wetterdienst NWS sagte weiteren Starkregen und weitere Überschwemmungen in der Region voraus. Die Behörde rief Anwohner in Flussnähe auf, höher gelegene Gebiete aufzusuchen. "Handeln Sie rasch, um Ihr Leben zu schützen", hieß es in einer NWS-Warnung.

Abbott rief den Katastrophenfall aus, um mehr Geld für die betroffenen Landkreise bereitstellen zu können, Präsident Donald Trump kündigte Bundeshilfen an. Der Präsident werde für eine Verbesserung der Technologien beim Nationalen Wetterdienst NWS und der Klimabehörde NOAA sorgen, sagte Heimatschutzministerin Kristi Noem vor Journalisten. "Wir müssen dieses alte System erneuern", kündigte sie an.

Kommunalvertreter sagten, sie seien nicht vor der Sturzflut gewarnt worden. "Wir haben nicht gewusst, dass diese Flut kommt", sagte der Beamte des Landkreises Kerr, Rob Kelly. Die Vorhersagen hätten "definitiv daneben gelegen", sagte auch ein Vertreter von Kerrville, Dalton Rice. Die Niederschläge seien doppelt so hoch gewesen wie vorhergesagt.

Noem sagte, sie werde ihre Regierung über die Kritik an den Vorhersagen informieren. Die Trump-Regierung war nach Mittel- und Personalkürzungen beim NWS und der NOAA von Wissenschaftlern und Katastrophenschutzbehörden kritisiert worden. Trump ignoriert in seiner Politik die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum menschengemachten Klimawandel.

Sturzfluten entstehen, wenn der Boden die heftigen Regenfälle nicht aufnehmen kann. Wissenschaftlern zufolge führt der Klimawandel dazu, dass extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen, Dürren und Hitzewellen häufiger und heftiger auftreten als in der Vergangenheit.

(Y.Yildiz--BBZ)