Berliner Boersenzeitung - UNO prangert bei Klimagipfel in Belém Scheitern bei Erreichen des 1,5-Grad-Ziels an

EUR -
AED 4.306153
AFN 75.0429
ALL 95.503739
AMD 434.75432
ANG 2.098709
AOA 1076.390828
ARS 1633.24778
AUD 1.628526
AWG 2.110569
AZN 1.997971
BAM 1.957785
BBD 2.362126
BDT 143.899979
BGN 1.955914
BHD 0.44281
BIF 3489.474751
BMD 1.172539
BND 1.496038
BOB 8.103802
BRL 5.808644
BSD 1.172804
BTN 111.252582
BWP 15.938311
BYN 3.309523
BYR 22981.755751
BZD 2.358712
CAD 1.59436
CDF 2720.28988
CHF 0.91605
CLF 0.026783
CLP 1054.112588
CNY 8.006387
CNH 8.009617
COP 4288.442525
CRC 533.195048
CUC 1.172539
CUP 31.072272
CVE 110.746729
CZK 24.373212
DJF 208.384014
DKK 7.475055
DOP 69.770598
DZD 155.365983
EGP 62.894658
ERN 17.588078
ETB 184.088973
FJD 2.570327
FKP 0.860939
GBP 0.862002
GEL 3.142861
GGP 0.860939
GHS 13.136953
GIP 0.860939
GMD 85.595732
GNF 10289.026269
GTQ 8.959961
GYD 245.356495
HKD 9.186899
HNL 31.213432
HRK 7.537125
HTG 153.631453
HUF 363.42071
IDR 20325.193765
ILS 3.451755
IMP 0.860939
INR 111.286226
IQD 1536.025512
IRR 1540715.666567
ISK 143.847483
JEP 0.860939
JMD 183.766277
JOD 0.831376
JPY 184.174195
KES 151.433806
KGS 102.503912
KHR 4704.815418
KMF 492.466605
KPW 1055.342165
KRW 1725.179882
KWD 0.36031
KYD 0.977362
KZT 543.223189
LAK 25772.39793
LBP 105000.828342
LKR 374.82671
LRD 215.600573
LSL 19.53494
LTL 3.462202
LVL 0.709257
LYD 7.446066
MAD 10.847448
MDL 20.206948
MGA 4866.035425
MKD 61.633886
MMK 2461.86164
MNT 4196.707877
MOP 9.463379
MRU 46.86681
MUR 55.144932
MVR 18.121629
MWK 2041.980281
MXN 20.469245
MYR 4.655421
MZN 74.929587
NAD 19.534934
NGN 1613.390048
NIO 43.044332
NOK 10.900392
NPR 177.995572
NZD 1.986849
OMR 0.451129
PAB 1.172774
PEN 4.112684
PGK 5.087352
PHP 71.847345
PKR 326.874482
PLN 4.245704
PYG 7213.019006
QAR 4.272149
RON 5.203848
RSD 117.378833
RUB 87.908248
RWF 1713.665104
SAR 4.396996
SBD 9.429684
SCR 16.118093
SDG 704.113715
SEK 10.803423
SGD 1.492177
SHP 0.875418
SLE 28.848748
SLL 24587.542811
SOS 669.519913
SRD 43.920994
STD 24269.180819
STN 24.869543
SVC 10.262409
SYP 129.594933
SZL 19.534925
THB 38.122791
TJS 11.000548
TMT 4.109748
TND 3.378963
TOP 2.823192
TRY 52.931326
TTD 7.960816
TWD 37.086813
TZS 3054.463338
UAH 51.532291
UGX 4409.902668
USD 1.172539
UYU 46.771998
UZS 14011.836168
VES 573.304233
VND 30903.426254
VUV 139.40416
WST 3.183663
XAF 656.670246
XAG 0.01556
XAU 0.000254
XCD 3.168845
XCG 2.113677
XDR 0.815653
XOF 656.621982
XPF 119.331742
YER 279.771908
ZAR 19.540971
ZMK 10554.258277
ZMW 21.901789
ZWL 377.556938
  • Goldpreis

    14.9000

    4644.5

    +0.32%

  • SDAX

    269.4900

    17911.06

    +1.5%

  • MDAX

    579.1700

    30589.95

    +1.89%

  • DAX

    337.8200

    24292.38

    +1.39%

  • TecDAX

    72.2100

    3697.16

    +1.95%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1723

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    65.0300

    5881.51

    +1.11%

UNO prangert bei Klimagipfel in Belém Scheitern bei Erreichen des 1,5-Grad-Ziels an
UNO prangert bei Klimagipfel in Belém Scheitern bei Erreichen des 1,5-Grad-Ziels an / Foto: Mauro PIMENTEL - AFP

UNO prangert bei Klimagipfel in Belém Scheitern bei Erreichen des 1,5-Grad-Ziels an

Beim Klimagipfel in Brasilien hat die UNO ein Versagen beim Erreichen des Klimaziels des Pariser Abkommens angeprangert. "Wir sind dabei gescheitert, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen", sagte UN-Generalsekretär António Guterres zum Auftakt des Treffens von etwa 50 Staats- und Regierungschefs in der Amazonas-Stadt Belém am Donnerstag. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kritisierte "extremistische Kräfte" sowie "Falschmeldungen" hinsichtlich des Klimawandels.

Textgröße:

Der zweitägige Gipfel findet im Vorfeld der am Montag in Belém beginnenden Weltklimakonferenz COP30 statt. In seiner Eröffnungsrede sagte Guterres zu dem von ihm konstatierten Scheitern beim Erreichen des 1,5-Grad-Ziels: "Das ist ein moralisches Versagen – und tödliche Fahrlässigkeit."

Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hatten sich die Staaten darauf geeinigt, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die USA haben sich nach der Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus aber aus dem Pariser Abkommen verabschiedet.

Dennoch betonte Guterres nun, die Welt sei "noch nie besser gerüstet gewesen", um bei der Erderwärmung gegenzusteuern. Er verwies dabei auf Erneuerbare Energien wie die Wind- und Solarenegrie.

Das "Zeitfenster zum Handeln" gegen die globale Klimaerwärmung schließe sich "rasch", warnte seinerseits Lula. Er kritisierte, dass "extremistische Kräfte" Falschinformationen zum Klima verbreiteten, um sich "Vorteile bei Wahlen zu verschaffen". Damit würden "künftige Generationen eingesperrt", sagte Lula unter Verweis auf die unumkehrbaren Folgen des Klimawandels.

Trump, der nicht an dem Gipfel in Belém teilnahm, hatte im September in einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York den menschengemachten Klimawandel erneut vehement bestritten und als weltweit "größten Betrug aller Zeiten" bezeichnet. Zur COP30 schickt die US-Regierung keine hochrangigen Vertreter.

Hingegen trafen der britische Premier Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag in Belém ein. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wurde am Freitag bei dem Gipfel erwartet. Andere wichtige Staaten, darunter China und Indien, entsenden nur Stellvertreter oder Minister.

Der linksgerichtete brasilianische Staatschef Lula will bei dem Gipfel für das neuartige Klimaschutz-Instrument TFFF, das den Schutz tropischer Urwälder finanziell entlohnen soll, Milliardeninvestitionen einwerben und möglichst Zusagen für einen Teil der dafür vorgesehenen 125 Milliarden Dollar erhalten.

China pochte bei dem Gipfel auf die Bedeutung umweltfreundlicher Produkte. Die Welt müsse "Handelsbarrieren beseitigen und den freien Fluss hochwertiger grüner Produkte sicherstellen", um gegen den Klimawandel anzukommen, sagte Vizeregierungschef Ding Xuexiang. China ist weltweit führend bei der Herstellung von Solarzellen, Batterien und Elektroautos. Trump hatte aber nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar erhöhte Zölle auf Importe aus China verhängt.

Unterdessen warnte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), dass das Jahr 2025 voraussichtlich das zweit- oder drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen sein werde. "Die alarmierende Serie außerordentlicher Temperaturen hat sich im Jahr 2025 fortgesetzt", erklärte die WMO bei der Vorstellung der Daten. 2024 war der UN-Unterorganisation zufolge das bislang heißeste jemals gemessene Jahr.

Mit den für 2025 erwarteten Daten wird laut der WMO der seit einem Jahrzehnt anhaltende Trend von Rekordwerten bei der globalen Durchschnittstemperatur fortgesetzt. Die WMO teilte ferner mit, dass die Konzentration an Treibhausgasen in der Erdatmosphäre um den nie zuvor gemessenen Wert von 2,3 Prozent gestiegen sei. Den größten Anteil an dieser Entwicklung hatten demnach Indien, China, Russland und Indonesien.

Merz hält am Freitag bei dem Gipfel in Belém eine Rede. Die Bundesregierung will bei der Konferenz ein Signal für die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit beim Klimaschutz aussenden. Deutschland wolle "die Fahne hoch halten für den Multilateralismus", hieß es aus deutschen Regierungskreisen. Die Weltgemeinschaft müsse beim Klimaschutz zusammen etwas erreichen, auch wenn die geopolitischen Rahmenbedingungen "nicht einfacher geworden" seien.

Die eigentliche UN-Klimakonferenz beginnt am Montag. Zu den zweiwöchigen Verhandlungen werden etwa 50.000 Teilnehmer erwartet. Mit der Wahl Stadt Belém an der Mündung des Amazonastroms für die Ausrichtung der Weltklimakonferenz sendet Brasilien ein Signal für den Schutz der für den Klimaschutz essenziellen Regenwälder.

Die Verhandlungen in Belém werden von zahlreichen internationalen Konflikten und dem Erstarken rechtsnationaler Bewegungen überschattet, die dem Klimaschutz ablehnend gegenüberstehen. Unter diesen Voraussetzungen zeichnet sich ein zähes Ringen um die dringend notwendige Verringerung der Treibhausgas-Emissionen ab.

(U.Gruber--BBZ)