Berliner Boersenzeitung - Grüne schärfen Profil bei Klima und Energie - mehr Solidarität für Ukraine gefordert

EUR -
AED 4.234388
AFN 72.639376
ALL 96.011315
AMD 433.39967
ANG 2.063966
AOA 1057.301233
ARS 1609.805313
AUD 1.62247
AWG 2.0754
AZN 1.940597
BAM 1.953961
BBD 2.315661
BDT 141.069083
BGN 1.970833
BHD 0.435613
BIF 3413.661617
BMD 1.153
BND 1.469149
BOB 7.944662
BRL 5.987513
BSD 1.149738
BTN 106.172928
BWP 15.624568
BYN 3.448515
BYR 22598.799575
BZD 2.312264
CAD 1.579426
CDF 2611.544593
CHF 0.906777
CLF 0.026482
CLP 1045.666943
CNY 7.940538
CNH 7.925027
COP 4266.07686
CRC 538.904553
CUC 1.153
CUP 30.554499
CVE 110.163243
CZK 24.43234
DJF 204.730891
DKK 7.471889
DOP 70.175483
DZD 152.323995
EGP 60.280107
ERN 17.295
ETB 179.488186
FJD 2.545881
FKP 0.864114
GBP 0.863885
GEL 3.124702
GGP 0.864114
GHS 12.526429
GIP 0.864114
GMD 84.74113
GNF 10075.736774
GTQ 8.806865
GYD 240.537816
HKD 9.038067
HNL 30.430024
HRK 7.536472
HTG 150.81135
HUF 387.957396
IDR 19549.114633
ILS 3.556613
IMP 0.864114
INR 106.632955
IQD 1506.095763
IRR 1515041.971732
ISK 143.583084
JEP 0.864114
JMD 180.863721
JOD 0.817461
JPY 183.356399
KES 149.279234
KGS 100.829866
KHR 4613.758297
KMF 492.330847
KPW 1037.675076
KRW 1715.906425
KWD 0.353532
KYD 0.958107
KZT 553.973492
LAK 24671.99659
LBP 102955.700213
LKR 358.026187
LRD 210.395658
LSL 19.233667
LTL 3.404509
LVL 0.697439
LYD 7.360201
MAD 10.781241
MDL 20.056474
MGA 4786.495705
MKD 61.582582
MMK 2421.419221
MNT 4117.480227
MOP 9.280048
MRU 45.734953
MUR 53.625825
MVR 17.813637
MWK 1993.52401
MXN 20.307593
MYR 4.512267
MZN 73.688038
NAD 19.233667
NGN 1561.55408
NIO 42.311101
NOK 11.057616
NPR 169.877821
NZD 1.967928
OMR 0.443342
PAB 1.149653
PEN 3.929653
PGK 4.96044
PHP 68.676104
PKR 320.996397
PLN 4.2612
PYG 7453.115586
QAR 4.191828
RON 5.092684
RSD 117.424906
RUB 95.932062
RWF 1681.417715
SAR 4.329541
SBD 9.276095
SCR 15.83784
SDG 692.952707
SEK 10.714045
SGD 1.472421
SHP 0.865049
SLE 28.361738
SLL 24177.845527
SOS 655.896995
SRD 43.381655
STD 23864.771654
STN 24.477496
SVC 10.059621
SYP 127.505379
SZL 19.237231
THB 37.33442
TJS 11.019921
TMT 4.04703
TND 3.389169
TOP 2.776147
TRY 50.9769
TTD 7.800727
TWD 36.713862
TZS 3002.100271
UAH 50.514064
UGX 4339.991167
USD 1.153
UYU 46.736829
UZS 13951.991593
VES 516.322799
VND 30338.31193
VUV 137.890567
WST 3.15196
XAF 655.340297
XAG 0.014494
XAU 0.000231
XCD 3.11604
XCG 2.072068
XDR 0.815033
XOF 655.351654
XPF 119.331742
YER 275.048129
ZAR 19.182034
ZMK 10378.384256
ZMW 22.425286
ZWL 371.265523
  • TecDAX

    11.1900

    3610.38

    +0.31%

  • MDAX

    508.5500

    29990.3

    +1.7%

  • SDAX

    215.6400

    17133.16

    +1.26%

  • Euro STOXX 50

    49.2000

    5818.45

    +0.85%

  • DAX

    178.1800

    23909.1

    +0.75%

  • Goldpreis

    -51.6000

    4956.6

    -1.04%

  • EUR/USD

    0.0015

    1.1557

    +0.13%

Grüne schärfen Profil bei Klima und Energie - mehr Solidarität für Ukraine gefordert
Grüne schärfen Profil bei Klima und Energie - mehr Solidarität für Ukraine gefordert / Foto: MICHAEL MATTHEY - AFP

Grüne schärfen Profil bei Klima und Energie - mehr Solidarität für Ukraine gefordert

Die Schärfung des Profils der Grünen in zentralen Fragen wie Klimaschutz und Energie hat den Bundesparteitag in Hannover geprägt. Dabei ging es besonders darum, gleichermaßen gegen die Erderwärmung und für mehr soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. In einem außenpolitischen Beschluss forderten die Grünen am Wochenende mehr militärische und politische Unterstützung für die Ukraine. Betonte wurde zudem die Notwendigkeit der Anerkennung eines Staates Palästina.

Textgröße:

Es sei falsch, den ökologischen Anspruch nach unten zu korrigieren, "aber der soziale Anspruch, der muss hoch", sagte Parteichef Felix Banaszak in seiner Parteitagsrede. Konkret beschlossen wurden unter anderem Forderungen nach einem sozial gestaffelten Klimageld ab 2027, einer Rückkehr zum Neun-Euro-Ticket, ein "Solarbonus" und Sonderabgaben für Flüge mit Privatjets.

Banaszak mahnte seine Partei, Menschen beim Werben für mehr Klimaschutz emotional stärker mitzunehmen. Es gehe nicht um Flugscham, wenn eine Familie einmal im Jahr nach Mallorca fliege, oder um Kritik am Stolz auf das eigene Auto, stellte er weiter klar. Eine scharfe Kampfansage richtete er aber gegen den Lobbyismus fossiler Interessengruppen. Die umstrittenen Gasförderungen vor Borkum wollen die Grünen im Bundesrat stoppen.

Beim Deutschlandticket setzte sich die Grüne Jugend mit der Forderung nach der Rückkehr des Neun-Euro-Tickets gegen den Bundesvorstand durch. Dieser hatte sich beim Deutschlandticket für eine Rückkehr zu einem Preis von 49 Euro ausgesprochen, ergänzt durch Rabatte für Familien und Menschen mit niedrigen Einkommen.

Scharfe Kritik übten die Grünen an der Politik der Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU). "Wer die Zukunft in der Vergangenheit sucht, der wird sie da nicht finden", warnte Banaszak mit Blick auf Schwarz-Rot.

Auf die Debatten über die Rente ging Ko-Parteichefin Franziska Brantner ein. Sie warnte davor, dabei Jung und Alt gegeneinander auszuspielen. "Die Rente können wir nicht halten, wenn wir sie nicht grundlegend reformieren", sagte Brantner aber weiter. Dabei müsse auch über eine längere Lebensarbeitszeit gesprochen werden.

In einem Beschluss zur Außenpolitik forderten die Grünen am Samstagabend eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine - auch durch die Lieferung deutscher Taurus-Marschflugkörper. Den sogenannten Ukraine-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump verurteilten die Grünen als "Pakt mit Kriegsverbrecher Putin". Ein echter Frieden müsse vielmehr Selbstbestimmung und territoriale Integrität der Ukraine respektieren.

Kontroverse Debatten gab es zur Nahostpolitik. Mehrere Delegierte forderten eine sofortige Anerkennung eines eigenständigen Staates Palästina durch Deutschland, entsprechende Anträge erhielten jedoch keine Mehrheit. Die Partei einigte sich dann darauf, dass die Anerkennung Palästinas im aktuellen Friedensprozess "ein prioritärer Schritt" sein müsse. Gefordert werden zudem Sanktionen gegen gewalttätige Siedler und als rechtsextrem eingestufte israelische Minister.

Das Existenz- und auch das Selbstverteidigungsrecht Israels werden erneut ausdrücklich anerkannt, Terrorakte gegen Israelis ebenso verurteilt wie Gewalt gegen Palästinenserinnen und Palästinenser. Scharf wenden sich die Grünen "gegen jegliche Form von Diskriminierung, gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus".

Teil der außenpolitischen Debatte war auch das Thema Wehrdienst. Beschlossen wurde trotz Widerstands vor allem der Grünen Jugend ein Ja zur verpflichtenden Musterung. "Darüber hinaus setzen wir klar auf Freiwilligkeit", stellte die Partei jedoch weiter klar.

Zum Abschluss am Sonntag forderten die Grünen eine Stärkung der Kommunen, unter anderem durch einen höheren Anteil am Steueraufkommen. "Kommunen sind das Herz und Rückgrat unseres Landes", hieß es zur Begründung. "Dass die Kommunen funktionieren, ist absolut zentral für das Vertrauen in unseren Staat", sagte die frühere Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner in der Debatte.

Ebenfalls beschlossen wurden Forderungen nach mehr Fairness im Steuersystem, konkret bei der Erbschaftsteuer. Der Übermacht vor allem von US-Tech-Konzernen wollen die Grünen durch den Aufbau eigener europäischer Kapazitäten begegnen, um mehr digitale Souveränität zu erreichen. Pauschale Verschlüsselungsverbote für Internet-Chats werden abgelehnt.

(Y.Yildiz--BBZ)