Berliner Boersenzeitung - Hohe Öl- und Gaspreise heizen Diskussion über EU-Klimapolitik an

EUR -
AED 4.241501
AFN 76.225899
ALL 93.554047
AMD 421.168408
AOA 1060.230438
ARS 1715.656895
AUD 1.639343
AWG 2.078882
AZN 1.960998
BAM 1.957978
BBD 2.319179
BDT 142.188136
BHD 0.434183
BIF 3417.00026
BMD 1.154934
BND 1.477844
BOB 13.673207
BRL 5.867647
BSD 1.151481
BTN 109.772084
BWP 15.700461
BYN 3.349625
BYR 22636.715706
BZD 2.315876
CAD 1.618352
CDF 2627.475914
CHF 0.931576
CLF 0.027214
CLP 1074.552598
CNY 7.797307
CNH 7.795773
COP 3581.683414
CRC 522.981641
CUC 1.154934
CUP 30.605764
CVE 110.387769
CZK 24.225868
DJF 205.048047
DKK 7.475152
DOP 66.804297
DZD 153.472687
EGP 58.835639
ERN 17.324017
ETB 184.006946
FJD 2.556967
FKP 0.856809
GBP 0.855893
GEL 3.020138
GGP 0.856809
GHS 13.460971
GIP 0.856809
GMD 84.891799
GNF 10108.242008
GTQ 8.785771
GYD 240.867884
HKD 9.057285
HNL 30.853314
HRK 7.54669
HTG 150.557444
HUF 363.867906
IDR 20822.313646
ILS 3.537506
IMP 0.856809
INR 110.16978
IQD 1508.477672
IRR 1588179.269833
ISK 142.219015
JEP 0.856809
JMD 182.292739
JOD 0.818845
JPY 181.57706
KES 148.945652
KGS 100.999312
KHR 4659.181767
KMF 493.156852
KRW 1666.524381
KWD 0.357037
KYD 0.959567
KZT 545.626826
LAK 26077.001864
LBP 103117.983955
LKR 386.549906
LRD 207.841153
LSL 19.045882
LTL 3.410221
LVL 0.698608
LYD 7.367194
MAD 10.756663
MDL 20.122379
MGA 4924.476818
MKD 61.593502
MMK 2424.850425
MNT 4151.45627
MOP 9.302246
MRU 46.277468
MUR 54.282161
MVR 17.855218
MWK 1996.620567
MXN 20.037155
MYR 4.71814
MZN 73.811907
NAD 19.045882
NGN 1575.746553
NIO 42.37713
NOK 11.066871
NPR 175.635335
NZD 1.957192
OMR 0.444134
PAB 1.151481
PEN 3.90234
PGK 5.155734
PHP 70.745488
PKR 319.79146
PLN 4.307178
PYG 6865.635703
QAR 4.209281
RON 5.253334
RSD 117.520702
RUB 91.505504
RWF 1690.379977
SAR 4.325144
SBD 9.333147
SCR 15.60035
SDG 692.961179
SEK 11.020558
SGD 1.479777
SLE 28.523045
SOS 658.031838
SRD 43.635158
STD 23904.811825
STN 24.527278
SVC 10.075205
SZL 19.043179
THB 38.719182
TJS 10.62802
TMT 4.05382
TND 3.385065
TRY 54.854577
TTD 7.818696
TWD 37.31489
TZS 3050.792978
UAH 51.393558
UGX 4323.808778
USD 1.154934
UYU 46.331528
UZS 13783.329302
VES 861.230481
VND 30375.354155
VUV 137.078995
WST 3.158158
XAF 656.687343
XAG 0.020053
XAU 0.000285
XCD 3.121268
XCG 2.075208
XDR 0.816708
XOF 656.687343
XPF 119.331742
YER 275.221161
ZAR 19.011665
ZMK 10395.793255
ZMW 21.630056
ZWL 371.88843
  • Goldpreis

    15.8000

    4122.8

    +0.38%

  • DAX

    17.2400

    25629.24

    +0.07%

  • TecDAX

    -1.7600

    3827.49

    -0.05%

  • MDAX

    -236.1800

    31980.52

    -0.74%

  • SDAX

    -159.5100

    18302.79

    -0.87%

  • EUR/USD

    0.0022

    1.1551

    +0.19%

  • Euro STOXX 50

    13.6100

    6358.01

    +0.21%

Hohe Öl- und Gaspreise heizen Diskussion über EU-Klimapolitik an
Hohe Öl- und Gaspreise heizen Diskussion über EU-Klimapolitik an / Foto: Nicolas TUCAT - AFP/Archiv

Hohe Öl- und Gaspreise heizen Diskussion über EU-Klimapolitik an

Die hohen Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs haben die Diskussion um die EU-Klimapolitik angeheizt. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verteidigte bei einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen am Dienstag in Brüssel den europäischen Emissionshandel (ETS), den eine Reihe von Staaten wegen der Kosten für die Industrie abschwächen will. Die EU-Kommission will in den kommenden Monaten Änderungen vorlegen, die aber erst langfristig einen Effekt hätten.

Textgröße:

Der Emissionshandel ist das wichtigste Instrument für die EU-Klimapolitik. Kohlendioxid-Ausstoß bekommt damit einen Preis: Industrieunternehmen müssen Zertifikate kaufen, wenn sie CO2 ausstoßen, und können untereinander damit handeln. Über die Zeit sinkt die Zahl der Zertifikate auf dem Markt, dadurch steigt der Preis und der CO2-Ausstoß wird teurer und sinkt.

Frankreichs Umweltministerin Monique Barbut schlug am Montag vor, die Reduzierung der Zertifikate zu verlangsamen: Sie sollen ihrer Vorstellung nach nicht bis 2040 auf Null sinken, sondern bis 2050. Polen hat einen Preisdeckel für Kohlendioxid ins Spiel gebracht und Italien will den ETS gar aussetzen.

Schneider erklärte in Brüssel, die Bundesregierung setze sich lediglich für "leichte Anpassungen" des Emissionshandels ein, insbesondere für die Chemieindustrie. Die Richtung müsse aber gleich bleiben und habe "sich auch bewährt", betonte der Minister.

Deutschland geht es vor allem um die Verteilung kostenloser CO2-Zertifikate, die verhindern soll, dass europäische Unternehmen auf dem Weltmarkt einen Nachteil haben. Diese Zuteilung läuft nach aktuellem Stand 2034 aus und beruht auf Zielwerten, die entscheiden, welche Firmen die kostenlosen Zertifikaten bekommen. Nach Ansicht der Bundesregierung sind die Zielwerte für die deutsche Chemieindustrie zu ehrgeizig.

Brüssel will nach den Worten von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen "in Kürze" eine Anpassung der Zielwerte vorschlagen und dabei "die von der Industrie geäußerten Bedenken berücksichtigen". Von der Leyen kündigte in einem Brief an die EU-Staats- und Regierungschefs außerdem eine Ausweitung eines Mechanismus an, der die CO2-Preise stabil halten soll.

Die Staats- und Regierungschefs dürften bei ihrem Gipfel am Donnerstag in Brüssel weiter über mögliche Reformen beraten. Kurzfristig hat die EU allerdings wenig Spielraum, um die Energiepreise zu senken. Brüssel will den nationalen Regierungen mehr staatliche Hilfen erlauben. Von der Leyen zeigte sich in ihrem Brief auch offen für einen Preisdeckel, den die Bundesregierung aber ablehnt.

Schneider äußerte sich in Brüssel auch zur von der Kommission vorgeschlagenen Abkehr von sogenannten Verbrenner-Aus 2035. "Alle Vorschläge" der Bundesregierung seien von der Kommission berücksichtigt worden, sagte der Minister.

Die Kommission hatte im Dezember vorgeschlagen, nach dem bisherigen Stichtag 2035 nicht nur Elektroautos, sondern auch Plugin-Hybride und herkömmliche Verbrenner zuzulassen. Die Autobauer sollen den durchschnittlichen Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Neuwagen demnach nicht um hunder Prozent - also auf Null - sondern nur um 90 Prozent senken müssen. Die übrigen Emissionen sollen anderswo ausgeglichen werden.

"Das ist die notwendige Flexibilität", sagte Schneider. Er widerspricht damit dem europäischen Herstellerverband Acea. Die Autobauer setzen sich dafür ein, die Grenzwerte weiter zu lockern, etwa auf 80 Prozent mit weiteren zehn Prozent, die ausgeglichen werden müssten.

Die Verhandlungen über die Abkehr vom Verbrenner-Aus dürfte noch Monate dauern. Die EU-Umweltminister könnten im Juni eine gemeinsame Position beschließen, danach folgen weitere Verhandlungen mit dem Europaparlament.

(O.Joost--BBZ)