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Der Westen der USA ist von einer Rekord-Hitzewelle heimgesucht worden, die Experten zufolge mit ziemlicher Sicherheit eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels ist. An vier Orten in der Wüstenregion nahe der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Kalifornien und Arizona wurden am Freitag Extremtemperaturen von 44,4 Grad Celsius gemessen - ein Rekordwert in den USA für den Monat März.
Laut der Website Weather.com haben bereits 65 Städte neue März-Höchstwerte verzeichnet - von Arizona über Kalifornien bis Idaho. Im kalifornischen Death Valley herrschten am Donnerstag 40 Grad. Im sonst oft kühlen und nebligen San Francisco kletterte das Thermometer auf 29 Grad.
Die außergewöhnliche Hitze zu Beginn des Frühlings hat Klimaexperten alarmiert. "Eine solche Hitzewelle zu dieser Jahreszeit wäre in einer Welt ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel praktisch unmöglich", erklärte die internationale Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA) in einem Bericht. Trotz allgemein steigender Temperaturen sei mit einer solchen Hitze "nur etwa alle 500 Jahre" zu rechnen.
Im US-Bundesstaat Hawaii drohte unterdessen nach starken Regenfällen ein Staudamm zu brechen. Die Behörden riefen am Freitag rund 5500 in der Nähe des Wahiawa-Staudamms im Norden der Insel Oahu lebende Menschen auf, das Gebiet unverzüglich zu verlassen. Oahu ist die drittgrößte zu Hawaii gehörende Insel. Auf Oahu liegt auch die Hauptstadt von Hawaii, Honolulu.
Die Bewohner der Region wurden durch Sirenen sowie per Telefon-Mitteilungen gewarnt, wie die Stadtverwaltung von Honolulu mitteilte. "Wir haben Rettungskräfte, die von Tür zu Tür gehen", sagte der stellvertretende Kommunikationsleiter der Stadtverwaltung, Ian Scheuring, der Nachrichtenagentur AFP. Im Zentrum und an der Nordküste von Oahu sei die Lage "sehr ernst", fügte er hinzu.
Die Wetterdienste rechneten mit weiteren Niederschlägen bis zum Ende der Woche. Für einen Großteil von Hawaii gilt eine Hochwasserwarnung.
(Y.Yildiz--BBZ)