Berliner Boersenzeitung - Gefährliche Hitze: Höchste Alarmstufen in weiten Teilen Westeuropas

EUR -
AED 4.166945
AFN 72.043593
ALL 94.496675
AMD 417.46613
ANG 2.031455
AOA 1040.460699
ARS 1677.275747
AUD 1.6462
AWG 2.043762
AZN 1.925407
BAM 1.956767
BBD 2.285029
BDT 139.552004
BGN 1.918533
BHD 0.427925
BIF 3386.677268
BMD 1.134635
BND 1.473873
BOB 7.840114
BRL 5.930963
BSD 1.13456
BTN 107.36387
BWP 15.522009
BYN 3.197479
BYR 22238.854557
BZD 2.281797
CAD 1.61561
CDF 2574.48791
CHF 0.922186
CLF 0.026505
CLP 1043.217941
CNY 7.70474
CNH 7.733584
COP 3893.217842
CRC 516.471035
CUC 1.134635
CUP 30.067839
CVE 110.312195
CZK 24.248744
DJF 202.035134
DKK 7.474689
DOP 66.504901
DZD 151.550983
EGP 56.300159
ERN 17.019532
ETB 182.916591
FJD 2.551512
FKP 0.860277
GBP 0.86268
GEL 3.001102
GGP 0.860277
GHS 12.707669
GIP 0.860277
GMD 82.264637
GNF 9941.129314
GTQ 8.654275
GYD 237.323497
HKD 8.895423
HNL 30.357995
HRK 7.536928
HTG 148.34785
HUF 356.337365
IDR 20406.418327
ILS 3.390174
IMP 0.860277
INR 106.959076
IQD 1486.234104
IRR 1560180.457463
ISK 143.814675
JEP 0.860277
JMD 178.6922
JOD 0.804473
JPY 183.557898
KES 146.946721
KGS 99.223523
KHR 4558.392164
KMF 489.028057
KPW 1021.17229
KRW 1750.84427
KWD 0.351203
KYD 0.945488
KZT 552.139753
LAK 24904.069215
LBP 101613.424928
LKR 382.759058
LRD 206.656628
LSL 18.862117
LTL 3.350284
LVL 0.68633
LYD 7.296765
MAD 10.667251
MDL 20.093368
MGA 4739.487199
MKD 61.680359
MMK 2382.212372
MNT 4062.070221
MOP 9.163428
MRU 45.365207
MUR 54.700986
MVR 17.541556
MWK 1967.323747
MXN 20.005777
MYR 4.695142
MZN 72.508194
NAD 18.862117
NGN 1556.90121
NIO 41.751542
NOK 11.192384
NPR 171.777847
NZD 2.010818
OMR 0.436276
PAB 1.134595
PEN 3.847885
PGK 4.97759
PHP 69.450741
PKR 315.542658
PLN 4.289739
PYG 6920.540287
QAR 4.124646
RON 5.236911
RSD 117.380269
RUB 84.983411
RWF 1666.659945
SAR 4.26043
SBD 9.150881
SCR 15.491856
SDG 681.345125
SEK 11.082949
SGD 1.472751
SHP 0.84712
SLE 28.081966
SLL 23792.741946
SOS 648.420278
SRD 42.503547
STD 23484.662718
STN 24.512107
SVC 9.927122
SYP 125.413635
SZL 18.859897
THB 37.919704
TJS 10.534435
TMT 3.98257
TND 3.372666
TOP 2.73193
TRY 52.757717
TTD 7.693037
TWD 36.005728
TZS 2973.315576
UAH 50.927601
UGX 4186.067647
USD 1.134635
UYU 45.29317
UZS 13642.979233
VES 699.917201
VND 29880.624223
VUV 134.792911
WST 3.133456
XAF 656.301415
XAG 0.019303
XAU 0.000284
XCD 3.066409
XCG 2.044773
XDR 0.813495
XOF 656.292735
XPF 119.331742
YER 270.780817
ZAR 18.840906
ZMK 10213.084035
ZMW 20.450732
ZWL 365.352148
  • MDAX

    -209.8500

    31919.25

    -0.66%

  • Goldpreis

    -126.4000

    4023

    -3.14%

  • TecDAX

    -20.8400

    3883.02

    -0.54%

  • DAX

    -153.2200

    24740.36

    -0.62%

  • Euro STOXX 50

    -15.8500

    6214.7

    -0.26%

  • SDAX

    -193.2900

    17963.71

    -1.08%

  • EUR/USD

    -0.0031

    1.1357

    -0.27%

Gefährliche Hitze: Höchste Alarmstufen in weiten Teilen Westeuropas
Gefährliche Hitze: Höchste Alarmstufen in weiten Teilen Westeuropas / Foto: JULIEN DE ROSA - AFP

Gefährliche Hitze: Höchste Alarmstufen in weiten Teilen Westeuropas

Hitzewarnungen fast überall in Deutschland, Frankreich, Spanien und in zahlreichen italienischen Städten: Extrem hohe Temperaturen haben Westeuropa bis hinauf nach England weiter im Griff. Frankreich meldete am Dienstag unter anderem die heißeste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Für Belgien und Großbritannien wurden weitere Hitze-Rekorde vorhergesagt. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa in nur knapp einem Monat.

Textgröße:

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte am Dienstag Warnungen vor extremer Hitze für weite Teile Nordrhein-Westfalens sowie für Teile von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Eine einfache Hitze-Warnung galt fast im gesamten Rest des Landes, nur nicht im Norden von Brandenburg, im Großteil von Mecklenburg-Vorpommern und dem Norden von Schleswig-Holstein.

In Frankreich waren mehr als die Hälfte des Landes von der höchsten Hitzewarnstufe Rot betroffen, in zahlreichen weiteren Départements galt die zweithöchste Warnstufe. Damit waren etwa 90 Prozent der Bevölkerung von potenziell gesundheitsschädlichen Extremtemperaturen betroffen. Wegen der extremen Hitze wurde das südfranzösische Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren.

Während der Hitzewelle von bislang unbekanntem Ausmaß waren in Frankreich in den vergangenen Tagen mehrere historische Höchstwerte übertroffen worden: Am Montag wurde mit 37,8 Grad im Landesdurchschnitt der bislang heißeste Nachmittag seit Beginn der Aufzeichnungen registriert. Auch die Nacht zum Dienstag war mit 21,6 Grad als niedrigster Durchschnittstemperatur die wärmste, die Frankreich seit Beginn der Aufzeichnungen 1947 erlebt hat.

Die spanische Wetterbehörde Aemet rief am Dienstag die höchste Alarmstufe Rot für Gebiete rund um das südspanische Córdoba sowie im Norden des Landes für Bilbao und Teile der Region Kantabrien aus. Für weite Teile von Zentral- und Nordspanien galt die zweithöchste Alarmstufe Orange, für fast den gesamten Rest des Landes die Hitze-Warnstufe gelb.

Am Montag registrierten 101 der 828 Aemet-Wetterstationen im Land Temperaturen von mindestens 40 Grad. Bei etwa 30 Messstationen sanken die Temperaturen in der Nacht zum Dienstag nicht unter 25 Grad. An der Küste von Almeira in der südlichen Region Andalusien lagen die Temperaturen die dritte Nacht in Folge auch nach Sonnenuntergang bei über 30 Grad.

In Italien rief das Gesundheitsministerium für 15 Städte, darunter Rom und Mailand, die höchste Hitze-Alarmstufe aus. Ab Mittwoch gelte die Alarmstufe Rot zudem für eine 16. und ab Donnerstag für eine 17. Stadt. Zu den damit verbundenen Empfehlungen gehört es, sich in den heißesten Stunden des Tages drinnen aufzuhalten, viel zu trinken und besonders auf gefährdete Mitmenschen zu achten.

Wegen der übermäßigen Nutzung von Klimaanlagen kam es in Mailand und Turin zu Stromausfällen. In der Zeitung "Corriere della Sera" beschwerte sich ein Ärzteverband über schlecht oder gar nicht funktionierende Klimaanlagen in sieben staatlichen Kliniken in Rom.

Die Hitze stellt ein Gesundheitsrisiko insbesondere für alte und chronisch kranke Menschen dar. In Barcelona schilderte der 76 Jahre alte José Farre, ihm falle es schwerer zu schlafen und zu atmen. "Ich habe eine Herzerkrankung, ich bin Diabetiker und ich merke das sehr", sagte er über die Hitze.

Die Hitzewelle, die am Wochenende begonnen hatte, führt außerdem zu mehr tödlichen Badeunfällen. Auch in Deutschland wird die Liste solcher Unglücke immer länger. In Nordrhein-Westfalen starb ein 14-Jähriger nach einem Badeunfall im Rhein-Herne-Kanal, wie die Polizei in Gelsenkirchen am Dienstag mitteilte. Ein gemeinsam mit ihm verunglückter 19-Jähriger schwebte demnach weiter in Lebensgefahr. In Frankreich kamen seit Donnerstag vergangener Woche 40 zumeist junge Menschen bei Badeunfällen ums Leben.

Wegen der Hitze-Belastung wurde in England an einigen Schulen der Unterricht verkürzt oder gestrichen. Für Mittwoch und Donnerstag rief die britische Wetterbehörde Met Office für Gebiete in Südengland die höchste Hitze-Warnstufe Rot aus, die im Vereinigten Königreich bislang nur ein Mal, und zwar im Juli 2022, ausgerufen worden war. Wegen der Hitze strichen mehrere Bahn-Unternehmen bis Donnerstag einen Teil ihrer Verbindungen. In Belgien sagte das Meteorologie-Institut IRM eine Woche mit den höchsten Temperaturen seit Aufzeichnungsbeginn voraus.

Wissenschaftlern zufolge werden derartige Hitzewellen im Zuge des Klimawandels häufiger und heftiger. "Das Klima-Chaos beschleunigt sich vor unseren Augen", warnte UN-Generalsekretär António Guterres bei der Londoner Klima-Aktionswoche. Die internationale Gemeinschaft müsse daher viel entschlossener gegen die Erderwärmung vorgehen und die Nutzung klimaschädlicher fossiler Energieträger drastisch zurückfahren.

(Y.Yildiz--BBZ)