Berliner Boersenzeitung - Gutachten: Pauschales Klimageld geeigneter Ausgleich für CO2-Preis

EUR -
AED 4.259303
AFN 74.22611
ALL 96.551845
AMD 437.423681
ANG 2.076108
AOA 1063.520759
ARS 1603.426694
AUD 1.670482
AWG 2.089059
AZN 1.969884
BAM 1.97852
BBD 2.334821
BDT 142.233303
BGN 1.982428
BHD 0.437918
BIF 3437.597105
BMD 1.159783
BND 1.496586
BOB 8.009981
BRL 6.013124
BSD 1.159217
BTN 110.308704
BWP 15.991636
BYN 3.447286
BYR 22731.748738
BZD 2.331372
CAD 1.611049
CDF 2650.104591
CHF 0.920284
CLF 0.027217
CLP 1074.666797
CNY 7.986904
CNH 7.975422
COP 4272.153827
CRC 538.991709
CUC 1.159783
CUP 30.734252
CVE 111.194204
CZK 24.528079
DJF 206.11681
DKK 7.472233
DOP 69.694725
DZD 153.936039
EGP 62.028851
ERN 17.396746
ETB 182.144127
FJD 2.618099
FKP 0.879697
GBP 0.872522
GEL 3.119424
GGP 0.879697
GHS 12.757593
GIP 0.879697
GMD 85.823837
GNF 10177.096187
GTQ 8.869894
GYD 242.59685
HKD 9.091093
HNL 30.850972
HRK 7.532097
HTG 152.147146
HUF 382.401946
IDR 19688.477886
ILS 3.630643
IMP 0.879697
INR 108.149542
IQD 1519.31586
IRR 1526129.585322
ISK 143.406714
JEP 0.879697
JMD 183.395985
JOD 0.822264
JPY 183.848237
KES 150.922446
KGS 101.422787
KHR 4650.729677
KMF 496.96958
KPW 1043.739082
KRW 1744.201987
KWD 0.358652
KYD 0.965993
KZT 552.302234
LAK 25457.239207
LBP 103811.147156
LKR 365.701019
LRD 213.023174
LSL 19.79777
LTL 3.424537
LVL 0.701541
LYD 7.428455
MAD 10.835269
MDL 20.529749
MGA 4845.573542
MKD 61.647557
MMK 2436.015377
MNT 4143.582844
MOP 9.360427
MRU 46.518682
MUR 54.266061
MVR 17.942045
MWK 2014.542824
MXN 20.679627
MYR 4.665231
MZN 74.168171
NAD 19.797749
NGN 1605.673396
NIO 42.598236
NOK 11.201359
NPR 176.493725
NZD 2.011151
OMR 0.445936
PAB 1.159212
PEN 4.05465
PGK 5.091545
PHP 69.803809
PKR 323.812422
PLN 4.285224
PYG 7509.230498
QAR 4.226281
RON 5.097944
RSD 117.397948
RUB 93.419721
RWF 1693.283324
SAR 4.353209
SBD 9.327019
SCR 16.081944
SDG 697.029048
SEK 10.864388
SGD 1.487561
SHP 0.870138
SLE 28.472524
SLL 24320.084247
SOS 662.813499
SRD 43.345698
STD 24005.168553
STN 25.196288
SVC 10.143525
SYP 128.442852
SZL 19.79818
THB 37.773559
TJS 11.111092
TMT 4.070839
TND 3.398268
TOP 2.792479
TRY 51.581242
TTD 7.87547
TWD 37.051614
TZS 3001.87936
UAH 50.927939
UGX 4364.133322
USD 1.159783
UYU 47.030059
UZS 14144.133325
VES 548.899652
VND 30544.627583
VUV 139.456948
WST 3.221545
XAF 663.577032
XAG 0.015574
XAU 0.000246
XCD 3.134372
XCG 2.089191
XDR 0.82455
XOF 661.664399
XPF 119.331742
YER 276.782431
ZAR 19.51792
ZMK 10439.437724
ZMW 22.158451
ZWL 373.449685
  • TecDAX

    39.4100

    3461.01

    +1.14%

  • SDAX

    180.2900

    16672.83

    +1.08%

  • Goldpreis

    77.5000

    4756.1

    +1.63%

  • MDAX

    705.6400

    28856.42

    +2.45%

  • Euro STOXX 50

    112.3800

    5682.11

    +1.98%

  • DAX

    449.0100

    23129.05

    +1.94%

  • EUR/USD

    0.0045

    1.1602

    +0.39%

Gutachten: Pauschales Klimageld geeigneter Ausgleich für CO2-Preis
Gutachten: Pauschales Klimageld geeigneter Ausgleich für CO2-Preis

Gutachten: Pauschales Klimageld geeigneter Ausgleich für CO2-Preis

Ein pauschales, pro Kopf ausgezahltes Klimageld wäre ein geeignetes Instrument, um Belastungen durch die CO2-Bepreisung für Verkehr und Gebäude auszugleichen. Zu diesem Ergebnis kommt ein von Umwelt- und Sozialverbänden in Auftrag gegebenes Gutachten der Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer, das am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Hervorgehoben wurde vor allem der unbürokratische und zugleich sozial gerechte Ansatz dieses Modells.

Textgröße:

"Die Klimaprämie ist machbar" und "wir halten sie für das geeignete Instrument", um effizient und ohne hohe Verwaltungskosten Einnahmen aus der CO2-Bepreisung an die Bürgerinnen und Bürger zurückzugeben, sagte die Ko-Autorin des Gutachtens, Gisela Färber. Die Auszahlung könnte dem Gutachten zufolge für einen sehr hohen Anteil der Bevölkerung automatisiert erfolgen, indem ohnehin vorhandene Daten der Finanzverwaltung sowie der Sozial- und Rentenkassen in einem "Klimaprämien-Register" zusammengeführt würden.

Für den geringen Rest wäre für die Erfassung ein unkompliziertes elektronisches Antragsverfahren möglich, sagte Färber. Sie riet zu einer monatlichen Auszahlung der Prämie im Sinne eines Abschlages durch Verrechnungen mit dem Steuerabzug, Sozialleistungen wie Hartz IV oder der Rentenzahlung. Dies habe den Vorteil, dass vor allem sozial Schwache nicht auf die Auszahlung warten müssten.

Der Hauptgeschäftsführer des Sozialverbands Paritätische, Ulrich Schneider, betonte, es sei gerade für sozial Schwache wichtig, die Erderwärmung zu bekämpfen. "Die beste Rentenreform nützt überhaupt nichts, wenn wir den Klimawandel nicht stoppen", sagte Schneider, denn gerade Bezieher geringer Einkommen spürten am meisten dessen verheerende Wirkungen. Ebenso sei aber "konsequente Klimapolitik auf konsequente Sozialpolitik angewiesen".

Dafür sei das Klimageld ein geeignetes Instrument, betonte Schneider. Er widersprach Einwänden, dies sei sozial ungerecht, weil die Krankenschwester genauso viel Geld bekommen wie der Chefarzt. Gemessen am Einkommen sei die Zahlung an die Krankenschwester deutlich höher, zugleich sei ihr CO2-Fußabdruck, auf den der CO2-Preis erhoben werde, durchschnittlich wesentlich geringer. "Im Saldo profitieren untere Einkommensschichten", sagte Schneider. Zudem sei die Behauptung falsch, der aktuell steile Anstieg der Energiepreise werde in erster Linie durch den Klimaschutz verursacht.

Die Gesellschaft stehe derzeit vor zwei Herausforderungen, die gemeinsam bekämpft werden müssten, sagte die Geschäftsführerin des Umweltverbands BUND, Antje von Broock: "Die Klimakrise und dass sich die soziale Schere immer weiter öffnet". Um eine stärkere Lenkungswirkung zu erzielen, müsse der CO2-Preis sogar deutlich höher ausfallen, aber zusammen mit der CO2-Bepreisung "zu einem wirksamen und sozial gerechten Instrument für den Klimaschutz weiterentwickelt werden".

"Der Klimawandel verschärft Ungerechtigkeit", warnte auch der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Dutzmann. Das Klimageld sei ein geeignetes Mittel, um "ambitionierten Klimaschutz mit einer sozial gerechten Transformation in unserer Gesellschaft zu verbinden".

Skeptisch äußerten sich die Beteiligten zu anderen Entlastungsvorschlägen, die - wie etwa die Abschaffung der EEG-Umlage - vor allem Menschen mit einem hohen Energieverbrauch zugute kämen. Zu den Auftraggebern des Gutachtens zählen auch die Klima-Allianz, der Deutsche Naturschutzring (DNR), Germanwatch und WWF.

(L.Kaufmann--BBZ)