Berliner Boersenzeitung - EU verspricht Tunesien Millionenhilfen für Kampf gegen illegale Migration

EUR -
AED 4.118062
AFN 72.886132
ALL 90.797235
AMD 404.11902
ANG 2.006927
AOA 1028.253081
ARS 1731.87548
AUD 1.607597
AWG 2.018381
AZN 1.90584
BAM 1.954054
BBD 2.258162
BDT 139.643955
BGN 1.959883
BHD 0.423226
BIF 3350.545862
BMD 1.121323
BND 1.431232
BOB 13.537539
BRL 6.13173
BSD 1.121188
BTN 105.868441
BWP 15.359999
BYN 3.345102
BYR 21977.928361
BZD 2.254865
CAD 1.568647
CDF 2595.862163
CHF 0.914662
CLF 0.027622
CLP 1087.11103
CNY 7.479002
CNH 7.474783
COP 3628.365348
CRC 508.441073
CUC 1.121323
CUP 26.907713
CVE 110.161146
CZK 24.317625
DJF 199.649793
DKK 7.473707
DOP 67.329228
DZD 152.374687
EGP 60.350045
ERN 16.819843
ETB 184.013406
FJD 2.51703
FKP 0.833184
GBP 0.832992
GEL 2.921044
GGP 0.833184
GHS 13.077496
GIP 0.833184
GMD 83.540375
GNF 9931.036084
GTQ 8.568266
GYD 234.907968
HKD 8.796049
HNL 30.133801
HRK 7.590246
HTG 146.937372
HUF 363.762185
IDR 20291.010227
ILS 3.57619
IMP 0.833184
INR 105.968713
IQD 1699.665854
IRR 2111909.033579
ISK 136.790253
JEP 0.833184
JMD 177.829488
JOD 0.794978
JPY 177.21219
KES 145.65975
KGS 98.0589
KHR 4561.638505
KMF 494.503587
KPW 1009.190545
KRW 1513.729589
KWD 0.348056
KYD 0.934373
KZT 504.123961
LAK 25233.224078
LBP 100398.388054
LKR 372.733565
LRD 190.595416
LSL 18.373516
LTL 3.310975
LVL 0.678277
LYD 7.177521
MAD 10.926041
MDL 20.046263
MGA 5083.411629
MKD 61.513614
MMK 2354.604384
MNT 4038.392223
MOP 9.059402
MRU 45.295116
MUR 52.422081
MVR 17.330045
MWK 1944.1192
MXN 20.876189
MYR 4.538218
MZN 71.66381
NAD 18.373516
NGN 1509.529609
NIO 41.262756
NOK 10.41363
NPR 169.387597
NZD 1.995001
OMR 0.431158
PAB 1.121188
PEN 3.861814
PGK 5.107344
PHP 70.619231
PKR 310.085712
PLN 4.394117
PYG 6907.764938
QAR 4.098337
RON 5.337271
RSD 117.516677
RUB 91.500723
RWF 1651.487248
SAR 4.212069
SBD 9.028575
SCR 15.472692
SDG 674.475095
SEK 10.98698
SGD 1.432619
SHP 0.835997
SLE 25.68978
SLL 23513.584971
SOS 640.715965
SRD 42.113539
STD 23209.119582
STN 24.477906
SVC 9.809752
SYP 14579.439675
SZL 18.366259
THB 37.508107
TJS 10.342764
TMT 3.935843
TND 3.340884
TOP 2.699876
TRY 56.119633
TTD 7.593146
TWD 37.009267
TZS 2963.300899
UAH 50.928976
UGX 4534.906719
USD 1.121323
UYU 45.159239
UZS 13378.923964
VES 1002.203593
VND 28798.374752
VUV 134.171993
WST 3.120822
XAF 655.957
XAG 0.021479
XAU 0.000272663092
XCD 3.030431
XCG 2.020612
XDR 0.792833
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.828442
ZAR 18.451144
ZMK 10093.246536
ZMW 22.730875
ZWL 361.065508
SSP 6442.579092
MXV 2.349254
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

EU verspricht Tunesien Millionenhilfen für Kampf gegen illegale Migration
EU verspricht Tunesien Millionenhilfen für Kampf gegen illegale Migration / Foto: - - TUNISIAN PRESIDENCY/AFP

EU verspricht Tunesien Millionenhilfen für Kampf gegen illegale Migration

Im Kampf gegen illegale Migration aus Nordafrika hat die EU Tunesien ein millionenschweres Hilfspaket angeboten. Bei einem Besuch in Tunis schlug EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dem krisengebeutelten Staat am Sonntag eine "verstärkte Partnerschaft" vor, die unter anderem allein in diesem Jahr 100 Millionen Euro Finanzhilfe für "Grenzkontrolle, Suche und Rettung" von Flüchtlingen vorsehe.

Textgröße:

Insgesamt bot von der Leyen, die in Begleitung der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni und des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte nach Tunesien gereist war, dem tunesischen Präsidenten Kais Saied Finanzhilfen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro vor. 150 Millionen Euro könnten "sofort" für den tunesischen Staatshaushalt zur Verfügung gestellt und weitere 900 Millionen als langfristige Unterstützung verwendet werden. Ein Abkommen zwischen der EU und Tunesien soll nach den Worten der EU-Kommissionschefin möglichst bis zum Ende Juni stattfindenden EU-Gipfel unterzeichnet werden.

"Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, unsere Beziehung zu stärken und in Stabilität und Wohlstand zu investieren, deshalb sind wir hier", betonte von der Leyen. Die EU sei "wichtigster Handelspartner und Investor" in Tunesien und habe den "langen und schwierigen (...) Weg zur Demokratie" seit dem Sturz von Langzeitherrscher Zine El Abidine Ben Ali im Jahr 2011 unterstützt.

Das von der EU vorgeschlagene Fünf-Punkte-Programm sieht von der Leyen zufolge auch verstärkte Investitionen in dem nordafrikanischen Land vor. Profitieren sollen davon insbesondere die Digitalwirtschaft sowie die Ausfuhr von Strom aus Erneuerbaren Energien aus Tunesien. Zudem soll das europäische Studentenaustauschprogramms Erasmus auf das Land ausgeweitet werden.

Die Zahl der irregulären Einreisen in die EU über Tunesien war zuletzt laut der EU-Grenzagentur Frontex stark gestiegen. Die EU-Mitgliedstaaten hatten vor wenigen Tagen einen Plan für eine Reform des EU-Asylrechts auf den Weg gebracht, der unter anderem die Zurückweisung abgelehnter Asylbewerber in ihr Herkunftsland oder ein als "sicher" eingestuftes Transitland vorsieht - wie etwa Tunesien.

Ob der seit 2021 zunehmend autoritär regierende tunesische Präsident Saied die Vorschläge der EU annimmt, ist offen. Am Vorabend des Treffens mit von der Leyen sagte Saied, er sträube sich dagegen, dass sein Land zum "Grenzschützer" der EU werden solle.

Insbesondere Italien, dessen Mittelmeerinsel Lampedusa weniger als 150 Kilometer von der tunesischen Küste entfernt liegt, ist seit Monaten um mehr Hilfen für Tunesien bemüht. In Italien waren zuletzt verstärkt aus Tunesien kommende Migranten gelandet. Erst vor wenigen Tagen hatte die ultrarechte Regierungschefin Meloni sich bei einem Besuch in Tunis für einen "pragmatischen Ansatz" bei der Vergabe eines Milliardenkredits des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Tunesien ausgesprochen und eine Konferenz über Migration und Entwicklung in Rom vorgeschlagen.

Das stark verschuldete Tunesien erhält derzeit keine zusätzlichen Kredite im Ausland, im Land selbst kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker und Reis, die vom Staat gekauft und importiert werden.

Staatschef Saied schlägt zudem seit Jahresbeginn zunehmend fremdenfeindliche Töne an. Im Februar forderte er in einer Rede, gegen die illegale Einwanderung von "Horden" von Menschen aus Ländern südlich der Sahara vorzugehen. Die Rede, die international auf Empörung stieß, löste eine Welle der Gewalt gegen Migranten aus Ländern des südlichen Afrika aus, mehrere afrikanische Länder flogen hunderte ihrer Staatsbürger aus Tunesien aus. Etwa 21.000 Migranten aus Staaten südlich der Sahara verloren ihre meist irregulären Arbeitsplätze.

(H.Schneide--BBZ)