Berliner Boersenzeitung - Fraktionsübergreifender Vorstoß zur Neuregelung der Sterbehilfe

EUR -
AED 4.254223
AFN 72.402841
ALL 95.937927
AMD 435.645176
ANG 2.073631
AOA 1062.251494
ARS 1618.334667
AUD 1.664929
AWG 2.085119
AZN 1.962724
BAM 1.955545
BBD 2.327307
BDT 141.781545
BGN 1.980062
BHD 0.437605
BIF 3427.268694
BMD 1.158399
BND 1.478414
BOB 7.984995
BRL 6.063
BSD 1.155555
BTN 107.998409
BWP 15.790013
BYN 3.440767
BYR 22704.624729
BZD 2.324008
CAD 1.593019
CDF 2633.041451
CHF 0.912101
CLF 0.026702
CLP 1054.340024
CNY 7.970367
CNH 7.984903
COP 4300.452852
CRC 538.932178
CUC 1.158399
CUP 30.697579
CVE 110.251125
CZK 24.479057
DJF 205.774104
DKK 7.471513
DOP 68.571371
DZD 153.673095
EGP 60.99013
ERN 17.375988
ETB 180.420895
FJD 2.575411
FKP 0.865382
GBP 0.865133
GEL 3.145028
GGP 0.865382
GHS 12.641409
GIP 0.865382
GMD 84.563558
GNF 10128.725347
GTQ 8.850886
GYD 241.749577
HKD 9.072652
HNL 30.585151
HRK 7.529128
HTG 151.350953
HUF 389.894586
IDR 19592.758982
ILS 3.621
IMP 0.865382
INR 108.752721
IQD 1513.802961
IRR 1523352.895489
ISK 143.595493
JEP 0.865382
JMD 182.007095
JOD 0.821311
JPY 183.806102
KES 150.186755
KGS 101.302081
KHR 4630.417284
KMF 492.319679
KPW 1042.525876
KRW 1735.090826
KWD 0.35513
KYD 0.962971
KZT 556.949427
LAK 24837.874269
LBP 103482.577201
LKR 362.864335
LRD 211.463388
LSL 19.593734
LTL 3.420452
LVL 0.700704
LYD 7.397069
MAD 10.800741
MDL 20.210457
MGA 4809.39476
MKD 61.603478
MMK 2432.208536
MNT 4134.293661
MOP 9.323186
MRU 46.128195
MUR 53.867092
MVR 17.897438
MWK 2003.347888
MXN 20.683624
MYR 4.582603
MZN 74.033154
NAD 19.591959
NGN 1590.679178
NIO 42.524648
NOK 11.298099
NPR 172.797254
NZD 1.990188
OMR 0.445398
PAB 1.155555
PEN 4.019877
PGK 4.989372
PHP 69.334242
PKR 322.566107
PLN 4.274111
PYG 7551.049736
QAR 4.225568
RON 5.094667
RSD 117.446607
RUB 94.01989
RWF 1689.387398
SAR 4.348412
SBD 9.327104
SCR 16.080087
SDG 696.197458
SEK 10.847673
SGD 1.481807
SHP 0.869099
SLE 28.438316
SLL 24291.065002
SOS 660.41689
SRD 43.250569
STD 23976.525073
STN 24.496917
SVC 10.11064
SYP 128.556303
SZL 19.586535
THB 37.75343
TJS 11.041111
TMT 4.054397
TND 3.405371
TOP 2.789147
TRY 51.372461
TTD 7.844302
TWD 37.068581
TZS 2979.980781
UAH 50.737115
UGX 4362.451006
USD 1.158399
UYU 47.084075
UZS 14088.166261
VES 528.814289
VND 30528.453067
VUV 138.380317
WST 3.184294
XAF 655.874461
XAG 0.016705
XAU 0.000263
XCD 3.130632
XCG 2.08252
XDR 0.815697
XOF 655.874461
XPF 119.331742
YER 276.452226
ZAR 19.69285
ZMK 10426.982731
ZMW 22.388183
ZWL 373.004076
  • Euro STOXX 50

    -25.2500

    5549.07

    -0.46%

  • TecDAX

    -39.3200

    3396.04

    -1.16%

  • MDAX

    -186.4200

    28042.94

    -0.66%

  • SDAX

    -132.9300

    16330.08

    -0.81%

  • Goldpreis

    9.1000

    4416.4

    +0.21%

  • DAX

    -151.8600

    22502

    -0.67%

  • EUR/USD

    -0.0019

    1.1598

    -0.16%

Fraktionsübergreifender Vorstoß  zur Neuregelung der Sterbehilfe
Fraktionsübergreifender Vorstoß zur Neuregelung der Sterbehilfe

Fraktionsübergreifender Vorstoß zur Neuregelung der Sterbehilfe

Fast zwei Jahre ist es her, dass das Bundesverfassungsgericht das Verbot der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe gekippt hat - nun unternimmt eine fraktionsübergreifende Initiative einen Anlauf zur Neuregelung. Der Gesetzentwurf von Abgeordneten aus allen Bundestagsfraktionen außer der AfD würde es ermöglichen, anderen unter engen Voraussetzungen straffrei beim Suizid zu helfen. Zugleich dringen die Initiatoren darauf, Beratungsmöglichkeiten für suizidgefährdete Menschen auszubauen.

Textgröße:

Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar 2020 das 2015 beschlossene Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Sterbehilfe gekippt. Damit ist es nicht mehr strafbar, anderen Menschen beim Suizid zu helfen, auch wenn dies geschäftsmäßig geschieht - also etwa durch Vereine, die regelmäßig beim Sterben helfen und dazu tödliche Medikamente beschaffen. Mangels einer gesetzlichen Neuregelung blieb die Lage für Betroffene jedoch kompliziert.

Diesen "quasi regellosen Zustand" wollen die Initiatoren des neuen Gesetzentwurfs beenden, wie der SPD-Politiker Lars Castellucci am Donnerstag sagte. Sie wollten "den assistierten Suizid ermöglichen, aber wir wollen ihn nicht fördern". Auf Menschen etwa mit tödlichen Erkrankungen dürfe keinesfalls Druck ausgeübt werden, ihr Leben zu beenden: "Der Staat darf niemandem den Eindruck vermitteln, überflüssig zu sein."

Der CDU-Politiker Ansgar Heveling betonte, es gehe auch darum, dass "Missbrauch und das Geschäft mit dem Tod" geahndet werden können. Die Grünen-Politikerin Kirsten Kappert-Gonther wies ebenfalls darauf hin, dass derzeit Sterbehilfevereine aktiv seien, ohne dass deren Arbeit in einen klaren Regelungsrahmen eingebettet wäre.

Der Gesetzentwurf sieht deshalb vor, dass die geschäftsmäßige Sterbehilfe wieder strafbar ist und nur unter engen Voraussetzungen straffrei bleibt. So muss der suizidwillige Mensch mindestens zwei psychiatrische Untersuchungen im Abstand von mindestens drei Monaten absolvieren. Dazwischen ist ein Beratungsgespräch vorgesehen, bei dem neben Ärzten je nach Lebenssituation etwa Sucht- oder Schuldnerberatungen eingebunden werden.

Bis zum tatsächlichen Vollzug der Selbsttötung müssten dann noch bestimmte Wartefristen eingehalten werden. Das Verfahren kann dem Entwurf zufolge verkürzt werden, falls jemand an "einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung bei einer zugleich begrenzten Lebenserwartung" leidet. Kinder und Jugendliche unter 18 sollen generell keine Suizidbeihilfe in Anspruch nehmen können.

Die Abgeordnetengruppe verknüpft ihren Gesetzentwurf mit einem Antrag, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, die Suizidprävention in Deutschland auszubauen. Dazu sollen etwa mehr Beratungsangebote geschaffen werden. Durch mehr Aufklärung soll der Tabuisierung und der Stigmatisierung von Suizidgedanken entgegen gewirkt werden.

Die Regelung zur Sterbehilfe sei "ohne wirksame Suizidprävention nicht denkbar", sagte der FDP-Politiker Benjamin Strasser. Auch die Linke-Abgeordnete Kathrin Vogler unterstrich, es sei "absolut notwendig", die Prävention auszubauen.

Die Abgeordneten sammeln nun Unterschriften im Bundestag für ihre Initiative. Sobald mindestens fünf Prozent der Mitglieder - 37 Abgeordnete - die Vorlage unterstützen, kann sie im Plenum behandelt werden.

Bisher stehen offiziell 15 Abgeordnete hinter den Anträgen, darunter Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) und Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne).

Laut Strasser könnten auch zwei andere Regelungsentwürfe neu aufgelegt werden, die in der vergangenen Legislaturperiode im Bundestag diskutiert worden waren. Es war damals nicht gelungen, diese rechtzeitig vor der Bundestagswahl abschließend zu behandeln. Heveling betonte, der Initiatorengruppe gehe es um ein "möglichst breites parlamentarisches Beratungsverfahren". Es gebe "keinen zeitlichen Druck" für einen "ganz schnellen Abschluss".

(T.Burkhard--BBZ)