Berliner Boersenzeitung - Studie: Vor allem gut ausgebildete Migranten äußern Auswanderungsabsichten

EUR -
AED 4.334151
AFN 77.8911
ALL 96.74255
AMD 446.113817
ANG 2.112588
AOA 1081.622045
ARS 1706.640144
AUD 1.694871
AWG 2.12577
AZN 2.001288
BAM 1.957665
BBD 2.377665
BDT 144.377509
BGN 1.981932
BHD 0.444922
BIF 3498.346743
BMD 1.180164
BND 1.503532
BOB 8.156803
BRL 6.193269
BSD 1.180524
BTN 106.686611
BWP 15.628952
BYN 3.381521
BYR 23131.214804
BZD 2.374161
CAD 1.612452
CDF 2625.864602
CHF 0.915589
CLF 0.02583
CLP 1020.125085
CNY 8.192875
CNH 8.185807
COP 4321.040743
CRC 585.257415
CUC 1.180164
CUP 31.274347
CVE 110.37012
CZK 24.265883
DJF 210.22022
DKK 7.465995
DOP 74.500957
DZD 153.375302
EGP 55.303406
ERN 17.70246
ETB 183.940048
FJD 2.604151
FKP 0.864097
GBP 0.87161
GEL 3.174806
GGP 0.864097
GHS 12.9614
GIP 0.864097
GMD 86.745383
GNF 10360.867975
GTQ 9.054624
GYD 246.975226
HKD 9.220208
HNL 31.182699
HRK 7.535109
HTG 154.8675
HUF 378.308624
IDR 19910.842233
ILS 3.672735
IMP 0.864097
INR 106.497234
IQD 1546.472903
IRR 49714.409554
ISK 144.795585
JEP 0.864097
JMD 184.635852
JOD 0.836756
JPY 185.077455
KES 152.287979
KGS 103.204967
KHR 4764.558082
KMF 492.128304
KPW 1062.183028
KRW 1727.565411
KWD 0.362712
KYD 0.983783
KZT 582.224527
LAK 25373.1661
LBP 105718.384885
LKR 365.317939
LRD 219.580298
LSL 19.071364
LTL 3.484717
LVL 0.713869
LYD 7.478122
MAD 10.83512
MDL 20.062193
MGA 5222.974504
MKD 61.603711
MMK 2478.088599
MNT 4212.19062
MOP 9.500031
MRU 47.08985
MUR 54.358763
MVR 18.245263
MWK 2046.949571
MXN 20.550704
MYR 4.658141
MZN 75.247247
NAD 19.071364
NGN 1614.570237
NIO 43.441375
NOK 11.539255
NPR 170.698578
NZD 1.971812
OMR 0.453761
PAB 1.180534
PEN 3.968179
PGK 5.131888
PHP 69.345247
PKR 330.536312
PLN 4.218774
PYG 7795.424576
QAR 4.302498
RON 5.092762
RSD 117.373199
RUB 90.371868
RWF 1723.021352
SAR 4.425803
SBD 9.517607
SCR 16.18246
SDG 709.853886
SEK 10.66218
SGD 1.502904
SHP 0.885429
SLE 28.972816
SLL 24747.448565
SOS 673.441404
SRD 44.693245
STD 24427.012485
STN 24.523357
SVC 10.328837
SYP 13052.112374
SZL 19.062236
THB 37.497332
TJS 11.049324
TMT 4.136475
TND 3.420658
TOP 2.841551
TRY 51.383748
TTD 7.993613
TWD 37.360407
TZS 3050.72365
UAH 50.940417
UGX 4214.013542
USD 1.180164
UYU 45.553386
UZS 14479.79095
VES 446.083531
VND 30648.859615
VUV 141.251085
WST 3.217534
XAF 656.612977
XAG 0.01576
XAU 0.000244
XCD 3.189452
XCG 2.127535
XDR 0.815613
XOF 656.582347
XPF 119.331742
YER 281.262561
ZAR 19.083282
ZMK 10622.888903
ZMW 21.928071
ZWL 380.012333
  • Goldpreis

    -63.6000

    4887.2

    -1.3%

  • SDAX

    -47.3000

    17878.47

    -0.26%

  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1808

    -0.03%

  • DAX

    -111.9800

    24491.06

    -0.46%

  • Euro STOXX 50

    -44.7700

    5925.7

    -0.76%

  • TecDAX

    15.0000

    3628.05

    +0.41%

  • MDAX

    -90.1200

    31434.51

    -0.29%

Studie: Vor allem gut ausgebildete Migranten äußern Auswanderungsabsichten
Studie: Vor allem gut ausgebildete Migranten äußern Auswanderungsabsichten / Foto: PHILIPPE HUGUEN - AFP/Archiv

Studie: Vor allem gut ausgebildete Migranten äußern Auswanderungsabsichten

Unter den Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland hegen einer Studie zufolge vor allem die gut Ausgebildeten Auswanderungsabsichten. Das betrifft einer am Mittwoch veröffentlichten Online-Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zufolge besonders wirtschaftlich erfolgreiche Migranten und solche, die die deutsche Sprache gut beherrschen. Dies seien "genau diejenigen, die Deutschland dringend für die Fachkräftesicherung benötigt", betonte Migrationsforscherin Katia Gallegos Torres vom IAB bei der Vorstellung der Studie in Berlin.

Textgröße:

Besonders betroffen seien die "wissensintensiven Dienstleistungsbranchen" wie IT, Finanz- und Versicherungsdienstleistung. Hier sagten der Studie zufolge zwischen 30 und 39 Prozent der befragten Migranten, dass sie Deutschland womöglich den Rücken kehren wollten. Relevante Abwanderungstendenzen gebe es auch im Gesundheits- und Sozialwesen, dem verarbeitenden Gewerbe, der Logistik und der Lagerei.

Dies sei "ein Risiko angesichts bestehender Fachkräfteengpässe", sagte Gallegos Torres. Insgesamt gebe es einen Zusammenhang "zwischen Bildungsstatus und Verdienst auf der einen und Abwanderungsabsichten auf der anderen Seite". Bei den Zielländern von Migranten, die aus Deutschland weiterwandern, also nicht in ihr Heimatland zurückkehren wollen, stehen die Schweiz, die USA und Spanien an der Spitze.

Für die Studie wurden zwischen Dezember 2024 und April 2025 den Angaben zufolge rund 50.000 Migrantinnen und Migranten online befragt. Damit ließen sich repräsentative Aussagen machen, betonten die Autorinnen und Autoren. Insgesamt 26 Prozent der Befragten sagten, dass sie bereits über eine Ausreise nachgedacht hätten. 57 Prozent sagten, dass sie dauerhaft in Deutschland leben wollen.

Der Analyse zufolge äußern diejenigen Migrantinnen und Migranten eher seltener Auswanderungsabsichten, die zufrieden mit ihren Jobs sind. Auch soziale Integration und gesellschaftliche Teilhabe mindern eher die Neigung, ins Ausland auswandern zu wollen. Diskriminierungserfahrungen – insbesondere im Kontakt mit Behörden oder am Arbeitsplatz – erhöhen dagegen die Abwanderungsneigung deutlich.

Als Gründe für ihre Auswanderungspläne gaben die betroffenen Migrantinnen und Migranten unter anderem die Steuerlast, die aufwendige Bürokratie und die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland am häufigsten an. Auch die politische Lage und eigene berufliche Gründe spielten demnach - neben Diskriminierungserfahrungen - häufig eine Rolle.

Die Autorinnen und Autoren der Studie weisen darauf hin, dass für eine "zukunftsfähige Migrationspolitik" nicht nur der Zuzug nach Deutschland gefördert werden müsse, sondern auch dauerhauft Bleibeperspektiven geschaffen werden. "Die Befunde aus der Befragung liefern hierfür wichtige Anhaltspunkte und unterstreichen die Dringlichkeit, strukturelle Hürden abzubauen, Migrations- und Verwaltungsprozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen, soziale Integration zu stärken und gesellschaftliche Offenheit aktiv zu fördern müssten", heißt es in der Studie.

Vorgeschlagen werden etwa "eine umfassende Entbürokratisierung, Zentralisierung, Vereinfachung, Digitalisierung und Beschleunigung von Migrations- und Verwaltungsprozessen". Weiter heißt es in der Studie: "Besonders die Verfahren im Bereich der Arbeitsmigration müssen weiter vereinfacht und beschleunigt werden." Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie die Visaerteilung sollten "effizienter, transparenter und stärker digital gestaltet werden, um unnötige Hürden abzubauen und Deutschland im internationalen Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte wettbewerbsfähiger zu machen".

(K.Müller--BBZ)