Berliner Boersenzeitung - EU-Haushalt soll auf zwei Billionen Euro erhöht werden - Berlin kündigt Widerstand an

EUR -
AED 4.339628
AFN 76.80793
ALL 96.601284
AMD 446.973296
ANG 2.115258
AOA 1083.578502
ARS 1709.863127
AUD 1.684002
AWG 2.129934
AZN 2.004303
BAM 1.955818
BBD 2.378752
BDT 144.321307
BGN 1.984437
BHD 0.445555
BIF 3485.831573
BMD 1.181656
BND 1.502514
BOB 8.161108
BRL 6.20003
BSD 1.181026
BTN 106.883425
BWP 15.553207
BYN 3.372631
BYR 23160.451778
BZD 2.375291
CAD 1.614195
CDF 2599.642638
CHF 0.91673
CLF 0.025631
CLP 1012.028901
CNY 8.198567
CNH 8.199302
COP 4287.874049
CRC 585.485484
CUC 1.181656
CUP 31.313876
CVE 110.261333
CZK 24.378619
DJF 210.275425
DKK 7.467225
DOP 74.090985
DZD 153.302928
EGP 55.461268
ERN 17.724836
ETB 182.975832
FJD 2.601711
FKP 0.86251
GBP 0.863282
GEL 3.184588
GGP 0.86251
GHS 12.968172
GIP 0.86251
GMD 86.261042
GNF 10364.655314
GTQ 9.058775
GYD 247.093284
HKD 9.231195
HNL 31.203415
HRK 7.535062
HTG 154.802057
HUF 380.110877
IDR 19834.977216
ILS 3.658365
IMP 0.86251
INR 106.859484
IQD 1547.220561
IRR 49777.246674
ISK 144.811545
JEP 0.86251
JMD 185.201677
JOD 0.837826
JPY 184.886643
KES 152.374794
KGS 103.336031
KHR 4767.063349
KMF 493.932232
KPW 1063.425303
KRW 1721.400502
KWD 0.363017
KYD 0.984213
KZT 586.713528
LAK 25404.337597
LBP 105763.305484
LKR 365.530937
LRD 219.67199
LSL 18.874832
LTL 3.489122
LVL 0.714772
LYD 7.463752
MAD 10.827132
MDL 19.983266
MGA 5232.069529
MKD 61.679405
MMK 2481.401498
MNT 4218.32969
MOP 9.504226
MRU 46.896837
MUR 54.214692
MVR 18.256503
MWK 2047.563324
MXN 20.392949
MYR 4.646264
MZN 75.330365
NAD 18.875551
NGN 1616.155302
NIO 43.460761
NOK 11.422942
NPR 171.044273
NZD 1.962701
OMR 0.45438
PAB 1.181016
PEN 3.970236
PGK 5.059875
PHP 69.685768
PKR 330.32801
PLN 4.216803
PYG 7816.806196
QAR 4.307693
RON 5.094469
RSD 117.419987
RUB 89.95126
RWF 1723.722906
SAR 4.43139
SBD 9.521902
SCR 16.205764
SDG 710.745918
SEK 10.596161
SGD 1.502836
SHP 0.886548
SLE 28.92105
SLL 24778.728397
SOS 673.808954
SRD 44.777663
STD 24457.887298
STN 24.500533
SVC 10.333656
SYP 13068.609747
SZL 18.874251
THB 37.435444
TJS 11.036947
TMT 4.147612
TND 3.415815
TOP 2.845143
TRY 51.414785
TTD 8.000276
TWD 37.330894
TZS 3049.013957
UAH 50.948755
UGX 4205.038088
USD 1.181656
UYU 45.518486
UZS 14477.641053
VES 439.151193
VND 30701.778474
VUV 141.274961
WST 3.221394
XAF 655.965717
XAG 0.013102
XAU 0.000236
XCD 3.193483
XCG 2.128528
XDR 0.814728
XOF 655.979596
XPF 119.331742
YER 281.677234
ZAR 18.897771
ZMK 10636.324377
ZMW 23.119307
ZWL 380.492654
  • Euro STOXX 50

    -24.8800

    5970.47

    -0.42%

  • MDAX

    -12.7000

    31524.63

    -0.04%

  • SDAX

    -78.3500

    17925.77

    -0.44%

  • TecDAX

    7.3300

    3613.05

    +0.2%

  • Goldpreis

    8.9000

    4943.9

    +0.18%

  • DAX

    -177.7500

    24603.04

    -0.72%

  • EUR/USD

    -0.0024

    1.1802

    -0.2%

EU-Haushalt soll auf zwei Billionen Euro erhöht werden - Berlin kündigt Widerstand an
EU-Haushalt soll auf zwei Billionen Euro erhöht werden - Berlin kündigt Widerstand an / Foto: Vincenzo PINTO - AFP/Archiv

EU-Haushalt soll auf zwei Billionen Euro erhöht werden - Berlin kündigt Widerstand an

Angesichts der Herausforderungen der kommenden Jahre hat die EU-Kommission in ihrem Entwurf für den EU-Haushalt ab 2028 eine Erhöhung der Finanzmittel auf rund zwei Billionen Euro vorgeschlagen. Der nächste sogenannte Mehrjährige Finanzrahmen (MFR) werde der "ehrgeizigste sein, der je vorgeschlagen wurde", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel. Mit den höheren Ausgaben will die EU die Wirtschaft im Wettlauf mit den USA und China unterstützen und die Kredite aus der Corona-Pandemie zurückzahlen. Die Bundesregierung lehnt den Entwurf in seiner jetzigen Form ab.

Textgröße:

Die von der EU-Kommission geplante deutliche Erhöhung des Haushalts sei "nicht vermittelbar in Zeiten, in denen alle Mitgliedsstaaten erhebliche Anstrengungen zur Konsolidierung der nationalen Haushalte unternehmen", erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwochabend in Berlin. "Daher werden wir den Vorschlag der Kommission nicht akzeptieren können."

Kornelius betonte, Europa stehe "vor historischen Herausforderungen, auf die der nächste Finanzrahmen eine Antwort geben" müsse. Die Europäische Union müsse ihre "Wettbewerbsfähigkeit verbessern und verteidigungsbereit werden", so dass Europa "global handlungsfähig" sei. Die Bundesregierung störte sich laut ihrem Sprecher auch an der von der EU-Kommission vorgeschlagenen zusätzlichen Besteuerung von Unternehmen. Dieses Vorhaben finde "nicht unsere Unterstützung", machte Kornelius deutlich.

Zustimmung gab es hingegen für den grundsätzlichen Reformansatz der EU-Kommission und "die Ausrichtung des Haushalts auf neue Prioritäten". "Dieser Kurs ist richtig, um Europa stark zu machen für die Zukunft", erklärte der Sprecher von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Der Haushaltsentwurf sieht mit 451 Milliarden Euro unter anderem höhere Ausgaben für den Bereich Wettbewerbsfähigkeit vor, mit denen Investitionen etwa in saubere Technologien, Digitaltechnik und Biotechnologie getätigt, aber auch die Wissenschaft gefördert werden sollen. Für den Bereich Verteidigung und Raumfahrt sind im Wettbewerbsfonds 131 Milliarden Euro vorgesehen.

Die beiden bisher größten Posten für Landwirtschafts- und Regionalförderung sollen zusammengefasst werden. Sie sollen im größten Topf des neuen Haushalts für den Zeitraum von 2028 und 2034 aufgehen, einem Fonds für Nationale und Regionale Partnerschaften in Höhe von 865 Milliarden Euro. Auch der Sozialfonds sowie die Finanzmittel für Migration und Innere Sicherheit will die Kommission dem neuen Fonds zurechnen.

"Wir sichern 300 Milliarden Euro zur Unterstützung der Einkommen der Landwirte", sagte von der Leyen. Das würde weniger Geld für die Landwirtinnen und Landwirte bedeuten als bisher. Die Mitgliedsländer können die Agrarmittel theoretisch aufstocken, das könnte wiederum auf Kosten der ebenfalls im Vorschlag mit weniger Ressourcen ausgestatteten Regionalförderung gehen.

Die Kommission schlug zudem einen Unterstützung-Fonds für die Ukraine in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro vor. Es handele sich um ein "langfristiges Bekenntnis zum Wiederaufbau" der Ukraine, sagte Handelskommissar Piotr Serafin bei der Vorstellung des Budgets im EU-Parlament.

Der Entwurf sieht eine Straffung von 52 auf 16 Programme zur Verteilung der Finanzmittel vor. Damit sollen laut von der Leyen "viele Redundanzen und Überschneidungen" vermieden werden. Das bedeutet auch: Die nationalen Regierungen müssten künftig umfangreichere Pläne für ihre Ausgaben vorlegen, die in Brüssel abgesegnet würden.

Für die EU-Mitgliedsstaaten würde der Haushaltsentwurf trotz Kürzungen und Zusammenlegung einzelner Finanztöpfe höhere Ausgaben bedeuten. Nach Angaben der Kommission entsprechen die Aufwendungen 1,26 Prozent des europäischen Bruttonationaleinkommens. Im aktuellen Haushalt sind es 1,13 Prozent, das entspricht einem Haushaltsumfang von 1,2 Billionen Euro für die Jahre 2021 bis 2027.

Die höheren Ausgaben sind unter anderem auf die europäischen Kredite aus der Corona-Pandemie zurückzuführen, die ab 2028 zurückgezahlt werden müssen. Das befristete, schuldenfinanzierte Konjunkturprogramm NextGenerationEU in Höhe von bis zu 800 Milliarden Euro war aufgesetzt worden, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu bekämpfen.

Die Vorschläge sind Grundlage für die Verhandlungen zwischen den 27 EU-Ländern und dem Europaparlament in den kommenden zwei bis drei Jahren. Aus dem Parlament kam umgehend Kritik: Der von der Kommission vorgeschlagene Haushalt reiche nicht aus, um sowohl die Rückzahlung des Corona-Konjunkturprogramms "als auch die angemessene Finanzierung neuer Prioritäten wie Verteidigung und Wettbewerbsfähigkeit neben den traditionellen Prioritäten wie Landwirtschaft und Kohäsion zu gewährleisten", kritisierte der konservative Abgeordnete Siegfried Muresan, der für das Parlament die Verhandlungen führt.

(O.Joost--BBZ)