Berliner Boersenzeitung - Studie: Vier-Tage-Woche spielt in Stellenanzeigen bislang kaum eine Rolle

EUR -
AED 4.262927
AFN 72.54755
ALL 95.959794
AMD 436.717019
ANG 2.077873
AOA 1064.424836
ARS 1622.137154
AUD 1.662111
AWG 2.091995
AZN 2.004721
BAM 1.954956
BBD 2.333222
BDT 142.148604
BGN 1.984112
BHD 0.438264
BIF 3440.584323
BMD 1.160769
BND 1.482247
BOB 8.022569
BRL 6.082893
BSD 1.158415
BTN 108.54552
BWP 15.873076
BYN 3.429519
BYR 22751.0655
BZD 2.329924
CAD 1.600253
CDF 2643.647486
CHF 0.915997
CLF 0.026983
CLP 1065.422754
CNY 8.000826
CNH 8.008369
COP 4300.90321
CRC 539.750599
CUC 1.160769
CUP 30.760369
CVE 110.218819
CZK 24.429525
DJF 206.293565
DKK 7.472605
DOP 69.397934
DZD 153.768196
EGP 61.05376
ERN 17.41153
ETB 179.082352
FJD 2.600412
FKP 0.867356
GBP 0.865614
GEL 3.139818
GGP 0.867356
GHS 12.656588
GIP 0.867356
GMD 85.317477
GNF 10153.527079
GTQ 8.871283
GYD 242.442153
HKD 9.077971
HNL 30.674826
HRK 7.534082
HTG 151.893087
HUF 389.158713
IDR 19615.829382
ILS 3.619683
IMP 0.867356
INR 109.005347
IQD 1517.544552
IRR 1524118.253951
ISK 143.807703
JEP 0.867356
JMD 182.805532
JOD 0.822981
JPY 184.283367
KES 150.423575
KGS 101.507475
KHR 4648.952003
KMF 494.487173
KPW 1044.708436
KRW 1740.351532
KWD 0.355532
KYD 0.965383
KZT 559.238457
LAK 24941.227539
LBP 103744.091493
LKR 364.132726
LRD 212.58093
LSL 19.74907
LTL 3.427448
LVL 0.702138
LYD 7.385905
MAD 10.799496
MDL 20.261249
MGA 4836.806744
MKD 61.595926
MMK 2437.808692
MNT 4143.326649
MOP 9.335668
MRU 46.201652
MUR 53.929436
MVR 17.945125
MWK 2008.689157
MXN 20.558254
MYR 4.595472
MZN 74.184822
NAD 19.74907
NGN 1598.865618
NIO 42.63122
NOK 11.249717
NPR 173.665755
NZD 1.990939
OMR 0.446317
PAB 1.158405
PEN 4.006969
PGK 5.002796
PHP 69.723855
PKR 323.646095
PLN 4.269934
PYG 7558.832914
QAR 4.22443
RON 5.094378
RSD 117.432673
RUB 93.727216
RWF 1694.716928
SAR 4.354927
SBD 9.334872
SCR 15.983903
SDG 697.621937
SEK 10.794336
SGD 1.484176
SHP 0.870877
SLE 28.552994
SLL 24340.75073
SOS 661.994115
SRD 43.34301
STD 24025.56743
STN 24.489212
SVC 10.136622
SYP 128.785259
SZL 19.747386
THB 37.859641
TJS 11.115443
TMT 4.074298
TND 3.397876
TOP 2.794852
TRY 51.487403
TTD 7.870601
TWD 37.092332
TZS 2986.14584
UAH 50.87563
UGX 4338.070269
USD 1.160769
UYU 47.210219
UZS 14132.895807
VES 532.651381
VND 30586.253874
VUV 138.721223
WST 3.178418
XAF 655.65969
XAG 0.015829
XAU 0.000254
XCD 3.137035
XCG 2.087798
XDR 0.81543
XOF 655.682275
XPF 119.331742
YER 276.941074
ZAR 19.57688
ZMK 10448.311343
ZMW 21.923814
ZWL 373.767031
  • Euro STOXX 50

    75.6500

    5656.94

    +1.34%

  • DAX

    326.8200

    22963.73

    +1.42%

  • TecDAX

    54.3800

    3470.69

    +1.57%

  • MDAX

    676.0100

    28801.12

    +2.35%

  • SDAX

    405.6600

    16922.95

    +2.4%

  • Goldpreis

    156.8000

    4558.8

    +3.44%

  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1609

    -0.03%

Studie: Vier-Tage-Woche spielt in Stellenanzeigen bislang kaum eine Rolle
Studie: Vier-Tage-Woche spielt in Stellenanzeigen bislang kaum eine Rolle / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Studie: Vier-Tage-Woche spielt in Stellenanzeigen bislang kaum eine Rolle

Die in der Debatte über Arbeitszeiten kontrovers diskutierte Vier-Tage-Woche spielt einer Studie zufolge in der Praxis bislang nur eine verschwindend geringe Rolle. Lediglich in 0,12 Prozent der untersuchten Stellenanzeigen sei das Arbeitszeitmodell im vergangenen Jahr tatsächlich angeboten worden, teilte die Bertelsmann-Stiftung am Donnerstag mit. Gleichwohl könne die Vier-Tage-Woche gerade in Berufen mit festen Abläufen und hoher körperlicher Belastung die Work-Life-Balance verbessern - im Kampf gegen Fachkräftemangel sei allerdings "eine Vielzahl flexibler Arbeitszeitmodelle" nötig.

Textgröße:

Unter der Vier-Tage-Woche werden - anders als Teilzeitregelungen - Modelle verstanden, bei denen die Wochenarbeitszeit einer Vollzeitstelle auf vier Tage verteilt wird. Dabei gibt es laut Bertelsmann-Stiftung einerseits das sogenannte belgische Modell, bei dem eine 40-Stunden-Woche auf täglich zehn Arbeitsstunden aufgesplittet wird, und andererseits das Modell einer auf 32 Stunden reduzierten Wochenarbeitszeit bei vollem Gehalt.

Während erstgenanntes Modell "weitgehend akzeptiert" sei, bleibe die Variante mit einer verkürzten Wochenarbeitszeit auf bis zu 32 Wochenstunden umstritten, erklärte die Stiftung und verwies darauf, dass Kritiker eine Einschränkung der gesamtwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit befürchten, wohingegen Befürworter einen wirksamen Hebel zur Steigerung der Attraktivität von Erwerbsarbeit sehen.

Allerdings drehe sich die Debatte bislang "um einen Scheinriesen", erklärte die Bertelsmann-Stiftung weiter. Denn laut der Untersuchung, für die mit Hilfe des Jobmonitors der Stiftung 34 Millionen Jobangebote ausgewertet wurden, wurde die Vier-Tage-Woche 2024 nur in einer von tausend Stellenanzeigen tatsächlich angeboten; als verkürzte Vollzeit kam sie demnach sogar nur in einer von 20.000 Stellen vor.

Die Option, nur vier Tage pro Woche zu arbeiten, bieten Arbeitgeber demnach vor allem in Berufen an, in denen andere Möglichkeiten für flexibles Arbeiten eingeschränkt sind. Beispielsweise tauche die Vier-Tage-Woche "in männerdominierten Fachkraftberufen wie dem Innenausbau" überdurchschnittlich oft in Stellenanzeigen auf, erklärte die Bertelsmann-Stiftung. Auch in sogenannten Engpassberufen wie etwa der medizinischen Gesundheitsversorgung wird das Modell demnach fast drei Mal so oft beworben wie in Berufen ohne Fachkräftemangel.

Die Vier-Tage-Woche sei bislang vor allem "eine Möglichkeit, um schwer zu besetzende Stellen attraktiver zu machen beziehungsweise qualifiziertes Personal zu binden", erklärte die Arbeitsmarktexpertin der Bertelsmann-Stiftung, Larissa Klemme. "Gerade in Berufen mit festen Abläufen und hoher körperlicher Belastung kann die Vier-Tage-Woche die Work-Life-Balance verbessern, da das längere Wochenende mehr Erholung schafft.“

Die Vier-Tage-Woche sei "ein Mosaikstein im Streben nach einer stärkeren Flexibilisierung der Arbeitszeiten", erklärte die Stiftung weiter. Sie riet den Tarifparteien, Modelle mit mehr individueller Wahlfreiheit zu vereinbaren, "ohne starre Vorgaben für alle Betriebe".

Aktuell ist die Arbeitszeit für Beschäftigte in Deutschland auf acht Stunden pro Tag begrenzt. In Ausnahmefällen ist eine Verlängerung auf bis zu zehn Stunden möglich, zum Beispiel, wenn dies später wieder ausgeglichen wird. Für die Wochenarbeitszeit gilt zudem eine Obergrenze von 48 Stunden - auch hier gibt es allerdings Ausnahmeregelungen. Laut Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD soll eine wöchentliche Höchstarbeitszeit die Acht-Stunden-Tag-Regelung ablösen.

(A.Berg--BBZ)