Berliner Boersenzeitung - USA machen Druck: Diplomatische Vertretung in Caracas und Öl-Investitionen als Ziel

EUR -
AED 4.370669
AFN 78.547025
ALL 96.278273
AMD 450.622905
ANG 2.130388
AOA 1091.328986
ARS 1722.405317
AUD 1.696403
AWG 2.142194
AZN 2.027299
BAM 1.948242
BBD 2.397439
BDT 145.456903
BGN 1.998632
BHD 0.448652
BIF 3526.404033
BMD 1.190108
BND 1.507439
BOB 8.225227
BRL 6.216527
BSD 1.190302
BTN 109.307763
BWP 15.571644
BYN 3.390219
BYR 23326.113255
BZD 2.393953
CAD 1.609722
CDF 2686.669586
CHF 0.915437
CLF 0.025998
CLP 1026.336493
CNY 8.269346
CNH 8.273029
COP 4348.154126
CRC 589.42316
CUC 1.190108
CUP 31.537857
CVE 109.839785
CZK 24.336455
DJF 211.96123
DKK 7.467284
DOP 74.93895
DZD 154.05412
EGP 55.854602
ERN 17.851617
ETB 184.910124
FJD 2.613417
FKP 0.862744
GBP 0.866184
GEL 3.207311
GGP 0.862744
GHS 13.03963
GIP 0.862744
GMD 87.474037
GNF 10444.566682
GTQ 9.129733
GYD 249.028048
HKD 9.291725
HNL 31.417639
HRK 7.529934
HTG 155.774996
HUF 380.663726
IDR 19981.910283
ILS 3.677993
IMP 0.862744
INR 109.392866
IQD 1559.343768
IRR 50133.292068
ISK 144.991072
JEP 0.862744
JMD 186.526346
JOD 0.84382
JPY 183.952632
KES 153.523692
KGS 104.074336
KHR 4786.390347
KMF 490.324072
KPW 1071.195635
KRW 1717.629069
KWD 0.365042
KYD 0.991765
KZT 598.65749
LAK 25616.049626
LBP 106592.204903
LKR 368.1019
LRD 214.546736
LSL 18.899793
LTL 3.514079
LVL 0.719884
LYD 7.469085
MAD 10.797202
MDL 20.016559
MGA 5319.451876
MKD 61.630387
MMK 2499.281315
MNT 4245.956935
MOP 9.571785
MRU 47.493541
MUR 54.066684
MVR 18.387421
MWK 2064.02702
MXN 20.580588
MYR 4.691392
MZN 75.869455
NAD 18.899793
NGN 1652.869038
NIO 43.800805
NOK 11.394485
NPR 174.888761
NZD 1.960817
OMR 0.4576
PAB 1.190302
PEN 3.979727
PGK 5.095275
PHP 70.13127
PKR 333.014626
PLN 4.205883
PYG 7973.067429
QAR 4.339763
RON 5.098662
RSD 117.438673
RUB 90.603841
RWF 1736.335388
SAR 4.46358
SBD 9.59001
SCR 16.419937
SDG 715.847357
SEK 10.540451
SGD 1.510158
SHP 0.892889
SLE 29.00886
SLL 24955.965041
SOS 680.257991
SRD 45.284203
STD 24632.829038
STN 24.405725
SVC 10.414682
SYP 13162.086558
SZL 18.89362
THB 37.47471
TJS 11.111392
TMT 4.177278
TND 3.419932
TOP 2.865494
TRY 51.769455
TTD 8.081781
TWD 37.504815
TZS 3064.528011
UAH 51.016503
UGX 4255.561501
USD 1.190108
UYU 46.191183
UZS 14551.667152
VES 436.587186
VND 30871.396828
VUV 142.347093
WST 3.230425
XAF 653.416494
XAG 0.011999
XAU 0.000238
XCD 3.216326
XCG 2.145213
XDR 0.814683
XOF 653.427432
XPF 119.331742
YER 283.71971
ZAR 19.020916
ZMK 10712.396649
ZMW 23.359765
ZWL 383.214232
  • Euro STOXX 50

    55.8600

    5947.81

    +0.94%

  • MDAX

    -69.2400

    31164.44

    -0.22%

  • EUR/USD

    -0.0083

    1.1889

    -0.7%

  • TecDAX

    36.3200

    3613.41

    +1.01%

  • SDAX

    52.3900

    18040.35

    +0.29%

  • Goldpreis

    -357.1000

    4997.7

    -7.15%

  • DAX

    229.3500

    24538.81

    +0.93%

USA machen Druck: Diplomatische Vertretung in Caracas und Öl-Investitionen als Ziel
USA machen Druck: Diplomatische Vertretung in Caracas und Öl-Investitionen als Ziel / Foto: RONALDO SCHEMIDT - AFP

USA machen Druck: Diplomatische Vertretung in Caracas und Öl-Investitionen als Ziel

Nach ihrem Militäreinsatz in Venezuela machen die USA nun Druck zur Eröffnung ihrer diplomatischen Vertretung vor Ort und zum Start massiver Investitionen von US-Ölfirmen in dem südamerikanischen Land. US-Diplomaten wollten am Samstag in Caracas Gespräche zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen führen, die seit 2019 unterbrochen sind. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Chefs großer US-Ölkonzerne empfangen, um sie zu Investionen in Venezuela zu drängen. Der ExxonMobil-Chef zeigte sich aber äußerst skeptisch.

Textgröße:

Die Regierung von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez in Caracas habe einen Prozess eingeleitet, "um die diplomatischen Beziehungen der beiden Länder wieder herzustellen", teilte Außenminister Yván Gil mit. US-Diplomaten, darunter John McNamara, der Geschäftsträger der US-Botschaft im benachbarten Kolumbien, reisten am Freitag nach Venezuela, wie ein US-Regierungsbeamter mitteilte. Caracas wollte seinerseits eine Delegation nach Washington schicken.

Der langjährige Präsident Nicolás Maduro war erst vor rund einer Woche bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht worden, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.

Rodríguez wurde zur Übergangspräsidentin ernannt, verurteilte den "kriminellen und illegalen" US-Angriff und zeigte sich zunächst kämpferisch gegenüber den USA. "Wir sind weder Untergebene noch Unterworfene", hatte sie am Donnerstag erklärt. Sie machte nun aber in einer Erklärung deutlich, dass Caracas "auf diplomatischem Weg gegen diese Aggression" der USA vorgehen wolle.

Nach der Freilassung einiger politischer Gefangener in Venezuela hatte Trump am Freitag eine von ihm angedrohte, zweite Angriffswelle gegen Caracas aufgrund der "Kooperation" der dortigen Regierung abgeblasen. Angehörige warteten aber weiter vor Gefängnissen in und bei Caracas auf die Freilassung weiterer Häftlinge. Der Menschenrechtsorganisationen Foro Penal zufolge gibt es in dem Land mehr als 800 politische Gefangene. Bisher seien nur neun freigelassen worden.

Die USA haben nach Trumps Worten die Führung des rohstoffreichen Venezuela übernommen. Die politische Führung in Caracas hatte er aufgefordert, mit Washington zusammenzuarbeiten, auch um die reichen Ölreserven des Landes auszubeuten.

Im Weißen Haus traf Trump am Freitag die Chefs wichtiger US-Ölfirmen, darunter Chevron, ExxonMobil, Conoco Phillips und Halliburton. Der US-Präsident rief die Firmen zu Investitionen in Venezuela auf. Zuvor hatte er gesagt, sie hätten versprochen, 100 Milliarden US-Dollar (86 Milliarden Euro) zu investieren, um die marode Infrastruktur zur Ölförderung wieder aufzubauen.

Der Chef des Ölriesen ExxonMobil, Darren Woods, blieb jedoch skeptisch. Venezuela sei ohne umfassende Reformen "nicht investierbar", sagte er. "Unsere Vermögenswerte wurden dort bereits zweimal beschlagnahmt, und Sie können sich vorstellen, dass für einen dritten Einstieg einige ziemlich bedeutende Veränderungen nötig wären", sagte er.

Trump betonte bei dem Treffen hingegen, dass die Lage in Venezuela nun völlig anders sei als früher, da nun die USA über das Land bestimmen würden. Unter Maduro hätten ausländische Unternehmen keinen nennenswerten Schutz gehabt. "Aber jetzt haben Sie totale Sicherheit. Es ist ein ganz anderes Venezuela", hob Trump hervor.

Verhandlungen über Ölgeschäfte in Venezuela würde ausschließlich die US-Regierung führen, sagte der US-Präsident. "Sie verhandeln direkt mit uns, Sie verhandeln überhaupt nicht mit Venezuela, wir wollen nicht, dass Sie mit Venezuela verhandeln", sagte er an die Konzernchefs gerichtet. "Wir werden die Entscheidung treffen, welche Ölfirmen reingehen dürfen, welchen wir das erlauben und mit welchen Unternehmen wir einen Vertrag abschließen werden."

Die USA halten ihre Ölblockade gegenüber Venezuela derzeit aufrecht. Am Freitag wurde erneut ein Tanker aus Venezuela in internationalen Gewässern beschlagnahmt.

An dem Treffen im Weißen Haus nahmen auch Vertreter von Valero, Marathon, Shell, Trafigura, Vitol Americas und Repsol teil sowie US-Außenminister Marco Rubio und Energieminister Chris Wright. Das Treffen hatte laut Trump das Ziel, sich darüber auszutauschen, "wie diese großartigen amerikanischen Unternehmen dabei helfen können, Venezuelas marode Ölindustrie rasch wieder aufzubauen und Millionen Barrel Öl zu produzieren, von denen die USA, die Bevölkerung Venezuelas und die ganze Welt profitieren werden".

Laut Energieminister Wright wird der Verkauf des venezolanischen Öls "auf unbestimmte Zeit" von Washington kontrolliert. Venezuela soll den USA laut Trump künftig 30 bis 50 Millionen Barrel Öl liefern und mit den Einnahmen daraus ausschließlich US-Produkte kaufen.

Seit dem US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme des linksnationalistischen Staatschefs Maduro vergangene Woche hatte Trump immer wieder sein Interesse an den großen Ölvorkommen Venezuelas bekundet. Bisher ist Chevron das einzige US-Unternehmen, das über eine Lizenz für Venezuela verfügt.

In den Straßen von Caracas demonstrierten am Freitag erneut hunderte Maduro-Anhänger. Mitglieder paramilitärischer Gruppen, die Maduro unterstützten und bewaffnet und teils vermummt in Caracas unterwegs sind, prangern seit Tagen einen "Verrat" an, der zur Gefangennahme des langjährigen Staatschefs geführt habe. "Wir sind bereit, zu kämpfen", sagte Willians, ein Mitglied des Kollektivs Boina Roja, der Nachrichtenagentur AFP. Für Samstag haben die Regierungsanhänger einen "großen Aufmarsch" geplant.

(O.Joost--BBZ)