Berliner Boersenzeitung - USA machen Druck: Diplomatische Vertretung in Caracas und Öl-Investitionen als Ziel

EUR -
AED 4.251083
AFN 74.08239
ALL 95.019512
AMD 426.497811
ANG 2.07247
AOA 1062.625575
ARS 1653.355313
AUD 1.642373
AWG 2.085345
AZN 1.970787
BAM 1.95579
BBD 2.331088
BDT 142.359269
BGN 1.957269
BHD 0.436198
BIF 3438.082351
BMD 1.157544
BND 1.485992
BOB 7.997959
BRL 5.858908
BSD 1.157394
BTN 110.027435
BWP 15.58092
BYN 3.202284
BYR 22687.863537
BZD 2.327788
CAD 1.619925
CDF 2656.563402
CHF 0.925481
CLF 0.026526
CLP 1047.464623
CNY 7.838308
CNH 7.829003
COP 4043.179245
CRC 526.497297
CUC 1.157544
CUP 30.674918
CVE 110.264434
CZK 24.163389
DJF 206.108942
DKK 7.479007
DOP 67.959651
DZD 154.093209
EGP 60.014692
ERN 17.363161
ETB 182.378464
FJD 2.564998
FKP 0.863395
GBP 0.866069
GEL 3.073309
GGP 0.863395
GHS 12.846934
GIP 0.863395
GMD 84.50101
GNF 10138.947954
GTQ 8.822955
GYD 242.148757
HKD 9.070573
HNL 30.948841
HRK 7.540009
HTG 151.329223
HUF 352.182562
IDR 20580.323071
ILS 3.380978
IMP 0.863395
INR 110.094596
IQD 1516.192217
IRR 1592638.824291
ISK 144.287703
JEP 0.863395
JMD 183.459058
JOD 0.820752
JPY 185.46753
KES 149.879231
KGS 101.227604
KHR 4649.97613
KMF 493.11366
KPW 1041.790057
KRW 1757.17526
KWD 0.357079
KYD 0.964595
KZT 565.967095
LAK 25485.869174
LBP 103650.567934
LKR 388.018008
LRD 210.648919
LSL 18.852303
LTL 3.417926
LVL 0.700186
LYD 7.376962
MAD 10.719745
MDL 20.213896
MGA 4829.975206
MKD 61.644684
MMK 2429.621781
MNT 4141.565227
MOP 9.341452
MRU 45.903764
MUR 54.693197
MVR 17.896013
MWK 2006.989698
MXN 19.936265
MYR 4.69685
MZN 73.970285
NAD 18.852303
NGN 1574.837995
NIO 42.589781
NOK 11.012292
NPR 176.044096
NZD 1.985326
OMR 0.444788
PAB 1.157394
PEN 3.93618
PGK 5.067974
PHP 70.345146
PKR 322.019447
PLN 4.248129
PYG 7086.963621
QAR 4.231078
RON 5.239158
RSD 117.359398
RUB 83.874369
RWF 1699.691275
SAR 4.345186
SBD 9.313105
SCR 16.281116
SDG 695.109697
SEK 10.972001
SGD 1.486866
SHP 0.864224
SLE 28.533708
SLL 24273.124366
SOS 661.496604
SRD 43.418898
STD 23958.824929
STN 24.499874
SVC 10.126948
SYP 127.945773
SZL 18.836903
THB 38.051883
TJS 10.787045
TMT 4.06298
TND 3.395583
TOP 2.787089
TRY 53.516154
TTD 7.86196
TWD 36.603276
TZS 3038.184404
UAH 51.862034
UGX 4339.977722
USD 1.157544
UYU 46.74976
UZS 13861.928843
VES 673.64184
VND 30454.984166
VUV 136.791375
WST 3.175711
XAF 655.953633
XAG 0.017014
XAU 0.000275
XCD 3.12832
XCG 2.085889
XDR 0.815796
XOF 655.953633
XPF 119.331742
YER 276.181789
ZAR 18.881026
ZMK 10419.284009
ZMW 20.219896
ZWL 372.728714
  • Goldpreis

    0.0000

    4238.8

    0%

  • MDAX

    627.0000

    32083.1

    +1.95%

  • TecDAX

    51.7500

    3979.5

    +1.3%

  • EUR/USD

    0.0024

    1.1606

    +0.21%

  • Euro STOXX 50

    130.6700

    6187.63

    +2.11%

  • DAX

    425.6000

    24635.3

    +1.73%

  • SDAX

    350.1000

    18377.2

    +1.91%

USA machen Druck: Diplomatische Vertretung in Caracas und Öl-Investitionen als Ziel
USA machen Druck: Diplomatische Vertretung in Caracas und Öl-Investitionen als Ziel / Foto: RONALDO SCHEMIDT - AFP

USA machen Druck: Diplomatische Vertretung in Caracas und Öl-Investitionen als Ziel

Nach ihrem Militäreinsatz in Venezuela machen die USA nun Druck zur Eröffnung ihrer diplomatischen Vertretung vor Ort und zum Start massiver Investitionen von US-Ölfirmen in dem südamerikanischen Land. US-Diplomaten wollten am Samstag in Caracas Gespräche zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen führen, die seit 2019 unterbrochen sind. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Chefs großer US-Ölkonzerne empfangen, um sie zu Investionen in Venezuela zu drängen. Der ExxonMobil-Chef zeigte sich aber äußerst skeptisch.

Textgröße:

Die Regierung von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez in Caracas habe einen Prozess eingeleitet, "um die diplomatischen Beziehungen der beiden Länder wieder herzustellen", teilte Außenminister Yván Gil mit. US-Diplomaten, darunter John McNamara, der Geschäftsträger der US-Botschaft im benachbarten Kolumbien, reisten am Freitag nach Venezuela, wie ein US-Regierungsbeamter mitteilte. Caracas wollte seinerseits eine Delegation nach Washington schicken.

Der langjährige Präsident Nicolás Maduro war erst vor rund einer Woche bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangen genommen und in die USA gebracht worden, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.

Rodríguez wurde zur Übergangspräsidentin ernannt, verurteilte den "kriminellen und illegalen" US-Angriff und zeigte sich zunächst kämpferisch gegenüber den USA. "Wir sind weder Untergebene noch Unterworfene", hatte sie am Donnerstag erklärt. Sie machte nun aber in einer Erklärung deutlich, dass Caracas "auf diplomatischem Weg gegen diese Aggression" der USA vorgehen wolle.

Nach der Freilassung einiger politischer Gefangener in Venezuela hatte Trump am Freitag eine von ihm angedrohte, zweite Angriffswelle gegen Caracas aufgrund der "Kooperation" der dortigen Regierung abgeblasen. Angehörige warteten aber weiter vor Gefängnissen in und bei Caracas auf die Freilassung weiterer Häftlinge. Der Menschenrechtsorganisationen Foro Penal zufolge gibt es in dem Land mehr als 800 politische Gefangene. Bisher seien nur neun freigelassen worden.

Die USA haben nach Trumps Worten die Führung des rohstoffreichen Venezuela übernommen. Die politische Führung in Caracas hatte er aufgefordert, mit Washington zusammenzuarbeiten, auch um die reichen Ölreserven des Landes auszubeuten.

Im Weißen Haus traf Trump am Freitag die Chefs wichtiger US-Ölfirmen, darunter Chevron, ExxonMobil, Conoco Phillips und Halliburton. Der US-Präsident rief die Firmen zu Investitionen in Venezuela auf. Zuvor hatte er gesagt, sie hätten versprochen, 100 Milliarden US-Dollar (86 Milliarden Euro) zu investieren, um die marode Infrastruktur zur Ölförderung wieder aufzubauen.

Der Chef des Ölriesen ExxonMobil, Darren Woods, blieb jedoch skeptisch. Venezuela sei ohne umfassende Reformen "nicht investierbar", sagte er. "Unsere Vermögenswerte wurden dort bereits zweimal beschlagnahmt, und Sie können sich vorstellen, dass für einen dritten Einstieg einige ziemlich bedeutende Veränderungen nötig wären", sagte er.

Trump betonte bei dem Treffen hingegen, dass die Lage in Venezuela nun völlig anders sei als früher, da nun die USA über das Land bestimmen würden. Unter Maduro hätten ausländische Unternehmen keinen nennenswerten Schutz gehabt. "Aber jetzt haben Sie totale Sicherheit. Es ist ein ganz anderes Venezuela", hob Trump hervor.

Verhandlungen über Ölgeschäfte in Venezuela würde ausschließlich die US-Regierung führen, sagte der US-Präsident. "Sie verhandeln direkt mit uns, Sie verhandeln überhaupt nicht mit Venezuela, wir wollen nicht, dass Sie mit Venezuela verhandeln", sagte er an die Konzernchefs gerichtet. "Wir werden die Entscheidung treffen, welche Ölfirmen reingehen dürfen, welchen wir das erlauben und mit welchen Unternehmen wir einen Vertrag abschließen werden."

Die USA halten ihre Ölblockade gegenüber Venezuela derzeit aufrecht. Am Freitag wurde erneut ein Tanker aus Venezuela in internationalen Gewässern beschlagnahmt.

An dem Treffen im Weißen Haus nahmen auch Vertreter von Valero, Marathon, Shell, Trafigura, Vitol Americas und Repsol teil sowie US-Außenminister Marco Rubio und Energieminister Chris Wright. Das Treffen hatte laut Trump das Ziel, sich darüber auszutauschen, "wie diese großartigen amerikanischen Unternehmen dabei helfen können, Venezuelas marode Ölindustrie rasch wieder aufzubauen und Millionen Barrel Öl zu produzieren, von denen die USA, die Bevölkerung Venezuelas und die ganze Welt profitieren werden".

Laut Energieminister Wright wird der Verkauf des venezolanischen Öls "auf unbestimmte Zeit" von Washington kontrolliert. Venezuela soll den USA laut Trump künftig 30 bis 50 Millionen Barrel Öl liefern und mit den Einnahmen daraus ausschließlich US-Produkte kaufen.

Seit dem US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme des linksnationalistischen Staatschefs Maduro vergangene Woche hatte Trump immer wieder sein Interesse an den großen Ölvorkommen Venezuelas bekundet. Bisher ist Chevron das einzige US-Unternehmen, das über eine Lizenz für Venezuela verfügt.

In den Straßen von Caracas demonstrierten am Freitag erneut hunderte Maduro-Anhänger. Mitglieder paramilitärischer Gruppen, die Maduro unterstützten und bewaffnet und teils vermummt in Caracas unterwegs sind, prangern seit Tagen einen "Verrat" an, der zur Gefangennahme des langjährigen Staatschefs geführt habe. "Wir sind bereit, zu kämpfen", sagte Willians, ein Mitglied des Kollektivs Boina Roja, der Nachrichtenagentur AFP. Für Samstag haben die Regierungsanhänger einen "großen Aufmarsch" geplant.

(O.Joost--BBZ)