Berliner Boersenzeitung - US-Zentralbank: Trump nominiert Kevin Warsh als Fed-Chef

EUR -
AED 4.302619
AFN 72.638318
ALL 95.603094
AMD 431.878807
ANG 2.097662
AOA 1075.507446
ARS 1630.8359
AUD 1.615579
AWG 2.110304
AZN 1.99945
BAM 1.956238
BBD 2.359669
BDT 143.812209
BGN 1.95644
BHD 0.441978
BIF 3486.028541
BMD 1.171577
BND 1.490921
BOB 8.096055
BRL 5.888817
BSD 1.171582
BTN 112.066143
BWP 15.783006
BYN 3.264603
BYR 22962.916957
BZD 2.356308
CAD 1.60594
CDF 2625.505158
CHF 0.91581
CLF 0.026408
CLP 1039.329512
CNY 7.956124
CNH 7.950219
COP 4445.398123
CRC 533.328553
CUC 1.171577
CUP 31.046801
CVE 110.655135
CZK 24.327919
DJF 208.212632
DKK 7.472548
DOP 69.416143
DZD 155.118147
EGP 61.994247
ERN 17.573661
ETB 184.376952
FJD 2.560893
FKP 0.866041
GBP 0.866089
GEL 3.139424
GGP 0.866041
GHS 13.242448
GIP 0.866041
GMD 85.525666
GNF 10283.522856
GTQ 8.938002
GYD 245.111173
HKD 9.172924
HNL 31.1758
HRK 7.533714
HTG 153.009493
HUF 358.229119
IDR 20516.663355
ILS 3.410104
IMP 0.866041
INR 112.115446
IQD 1534.766388
IRR 1538281.120455
ISK 143.612268
JEP 0.866041
JMD 185.285963
JOD 0.830666
JPY 184.939933
KES 151.344328
KGS 102.454005
KHR 4699.197143
KMF 493.234395
KPW 1054.43934
KRW 1745.468735
KWD 0.361116
KYD 0.976348
KZT 549.878462
LAK 25716.123453
LBP 105150.026727
LKR 380.231651
LRD 214.57466
LSL 19.226057
LTL 3.459363
LVL 0.708675
LYD 7.410193
MAD 10.747758
MDL 20.0931
MGA 4891.33573
MKD 61.635919
MMK 2459.473576
MNT 4193.865493
MOP 9.450699
MRU 46.863218
MUR 54.84144
MVR 18.053649
MWK 2040.295627
MXN 20.113167
MYR 4.599628
MZN 74.860808
NAD 19.225688
NGN 1605.623002
NIO 43.002772
NOK 10.739627
NPR 179.312517
NZD 1.975525
OMR 0.450414
PAB 1.171602
PEN 4.016757
PGK 5.108019
PHP 71.952469
PKR 326.382702
PLN 4.2477
PYG 7164.604642
QAR 4.268647
RON 5.208363
RSD 117.382677
RUB 86.904361
RWF 1710.502998
SAR 4.402872
SBD 9.410412
SCR 16.330594
SDG 703.542135
SEK 10.926465
SGD 1.490557
SHP 0.874701
SLE 28.823398
SLL 24567.394667
SOS 669.559557
SRD 43.575646
STD 24249.286687
STN 24.89602
SVC 10.251296
SYP 129.551813
SZL 19.313411
THB 37.889169
TJS 10.971838
TMT 4.112237
TND 3.374732
TOP 2.820877
TRY 53.230856
TTD 7.948916
TWD 36.980249
TZS 3043.348516
UAH 51.5192
UGX 4393.058898
USD 1.171577
UYU 46.541218
UZS 14150.311878
VES 595.237083
VND 30868.721224
VUV 138.221382
WST 3.166467
XAF 656.120751
XAG 0.013399
XAU 0.00025
XCD 3.166246
XCG 2.111455
XDR 0.81421
XOF 654.332389
XPF 119.331742
YER 279.567675
ZAR 19.234782
ZMK 10545.588979
ZMW 22.113613
ZWL 377.247443
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1716

    -0.02%

  • DAX

    181.8800

    24136.81

    +0.75%

  • TecDAX

    52.8900

    3762.34

    +1.41%

  • SDAX

    123.8300

    18221.16

    +0.68%

  • MDAX

    390.0300

    31400.41

    +1.24%

  • Euro STOXX 50

    52.6200

    5861.07

    +0.9%

  • Goldpreis

    -12.1000

    4694.6

    -0.26%

US-Zentralbank: Trump nominiert Kevin Warsh als Fed-Chef
US-Zentralbank: Trump nominiert Kevin Warsh als Fed-Chef / Foto: KEVORK DJANSEZIAN - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

US-Zentralbank: Trump nominiert Kevin Warsh als Fed-Chef

Der frühere US-Zentralbankgouverneur Kevin Warsh soll an die Spitze der einflussreichen Federal Reserve (Fed) rücken: Präsident Donald Trump nominierte den 55-Jährigen am Freitag für die Nachfolge von Jerome Powell, dessen Amtszeit regulär am 15. Mai endet. Trump äußerte die Erwartung, dass Warsh bald die Leitzinsen senken wird, wie vom Präsidenten immer wieder gefordert. Ökonomen hoffen dagegen, dass die Fed ihre Unabhängigkeit verteidigen kann.

Textgröße:

Warsh wolle "die Zinsen ganz sicher senken", sagte Trump. "Ich beobachte ihn schon lange." Warsh galt einst als Falke - also als Verfechter hoher Zinsen, um die Preise stabil zu halten. Zuletzt unterstützte er allerdings den Ruf des Präsidenten nach niedrigeren Zinsen.

"Ich kenne Kevin schon seit langer Zeit und habe keinen Zweifel daran, dass er als einer der großen Fed-Präsidenten, vielleicht sogar als der beste, in die Geschichte eingehen wird", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. "Vor allem hat er das Zeug zum Star und wird Sie niemals im Stich lassen."

Trump hatte in seiner ersten Amtszeit auch den derzeitigen Fed-Chef ernannt. Powell war jedoch wegen in Trumps Augen fehlender Loyalität rasch in Ungnade gefallen. In den vergangenen Monaten beleidigte Trump Powell wiederholt, weil die Fed die Leitzinsen nicht wie von ihm gewünscht drastisch senkte. Zudem ermittelt das US-Justizministerium gegen den Fed-Chef wegen angeblich zu hoher Ausgaben für ein neues Zentralbankgebäude.

Mit dem Ende von Powells Mandat Mitte Mai fürchten einige Beobachter deshalb um die Unabhängigkeit der Zentralbank. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman sprach von einem "demütigenden Tag" für die Fed. Warsh sei ein Trump ergebener "Loyalist, der immer dann auf die Wirtschaftsbremse treten will, wenn Demokraten an der Macht sind, und der aufs Gas drückt, wenn die Republikaner regieren."

Warsh war 2011 unter dem demokratischen Präsidenten Barack Obama von seinem Posten im Gouverneursrat der Fed zurückgetreten, weil er die damalige Geldpolitik als zu locker empfand. Seitdem galt er als "Falke", also Vertreter einer restriktiveren Geldpolitik mit eher höheren Zinsen.

In den vergangenen Monaten tat sich der 55-Jährige aber zunehmend als Kritiker der Zinspolitik der Fed unter Powell hervor und übernahm viele politische Positionen der Trump-Regierung. Unter anderem sprach er sich offen für Zinssenkungen aus, während die Fed noch die Folgen von Trumps Zollpolitik auf die Verbraucherpreise abwarten wollte.

Positiv über die Personalie äußerten sich eine Reihe von Vertretern der US-Finanzbranche. Der Bankenverband ABA erklärte, Trump habe mit Warsh einen "erfahrenen und bewährten Entscheidungsträger" ausgewählt.

Samuel Tombs, Analyst bei Pantheon Macroeconomics, warnte vor voreiligen Schlüssen mit Blick auf Warsh. "Es ist anzunehmen, dass er dem Präsidenten gegenüber seine Zustimmung zu einer Zinssenkung zum jetzigen Zeitpunkt signalisiert hat, da er sonst nicht nominiert worden wäre", erklärte er. Er halte es aber für durchaus möglich, dass Warsh im Amt durchaus wieder als Falke auftreten könnte.

Andere Finanzmarktteilnehmer verwiesen darauf, dass ein zwölfköpfiges Gremium bei der Fed über die Leitzinsen entscheidet und der Notenbankchef nicht im Alleingang handeln kann.

Erst diesen Mittwoch hatte die Fed eine Zinspause verkündet und den Leitzins nach drei Absenkungen in Folge in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent gehalten. Daraufhin nannte Trump Fed-Chef Powell erneut einen "Schwachkopf". Trump fügte hinzu, die USA sollten "den niedrigsten Zinssatz weltweit haben". Er müsse "um zwei Punkte oder sogar um drei Punkte niedriger liegen". Der US-Senat muss Warshs Nominierung noch bestätigen.

(T.Renner--BBZ)