Berliner Boersenzeitung - Whatsapp-Klage gegen europäische Strafe von 225 Millionen Euro wird neu aufgerollt

EUR -
AED 4.371967
AFN 77.96724
ALL 96.488757
AMD 447.445981
ANG 2.131021
AOA 1091.049708
ARS 1686.293235
AUD 1.682726
AWG 2.14283
AZN 2.010293
BAM 1.955572
BBD 2.390321
BDT 145.043099
BGN 1.999225
BHD 0.448782
BIF 3511.690795
BMD 1.190461
BND 1.506025
BOB 8.218042
BRL 6.183852
BSD 1.186762
BTN 107.589011
BWP 15.640178
BYN 3.420401
BYR 23333.041082
BZD 2.386822
CAD 1.614682
CDF 2636.871372
CHF 0.912367
CLF 0.025773
CLP 1016.451184
CNY 8.240971
CNH 8.227338
COP 4372.659517
CRC 588.331444
CUC 1.190461
CUP 31.547224
CVE 110.25169
CZK 24.242256
DJF 211.335374
DKK 7.471341
DOP 74.711294
DZD 154.161137
EGP 55.804663
ERN 17.856919
ETB 185.11203
FJD 2.609616
FKP 0.871086
GBP 0.871257
GEL 3.203018
GGP 0.871086
GHS 13.060478
GIP 0.871086
GMD 87.493695
GNF 10418.82969
GTQ 9.103901
GYD 248.291068
HKD 9.306478
HNL 31.349347
HRK 7.535382
HTG 155.631865
HUF 377.719071
IDR 19997.368577
ILS 3.670609
IMP 0.871086
INR 107.784242
IQD 1554.718834
IRR 50148.181596
ISK 144.986303
JEP 0.871086
JMD 185.628369
JOD 0.844062
JPY 184.791699
KES 153.447467
KGS 104.106084
KHR 4786.442253
KMF 492.851202
KPW 1071.418786
KRW 1740.570689
KWD 0.365579
KYD 0.988985
KZT 586.091705
LAK 25505.027988
LBP 106629.710152
LKR 367.317198
LRD 220.74335
LSL 19.021583
LTL 3.515123
LVL 0.720098
LYD 7.503126
MAD 10.854035
MDL 20.157651
MGA 5210.392851
MKD 61.635066
MMK 2500.144183
MNT 4250.572
MOP 9.554487
MRU 47.126509
MUR 54.379774
MVR 18.404276
MWK 2057.860205
MXN 20.467345
MYR 4.670775
MZN 75.903568
NAD 19.021583
NGN 1613.003636
NIO 43.674911
NOK 11.330066
NPR 172.142941
NZD 1.969779
OMR 0.457729
PAB 1.186762
PEN 3.985836
PGK 5.163398
PHP 69.668766
PKR 331.85523
PLN 4.213548
PYG 7825.08817
QAR 4.326178
RON 5.091368
RSD 117.319694
RUB 91.96356
RWF 1732.698095
SAR 4.465111
SBD 9.589021
SCR 16.471854
SDG 716.062345
SEK 10.624486
SGD 1.507159
SHP 0.893154
SLE 29.196065
SLL 24963.376932
SOS 677.021109
SRD 45.203599
STD 24640.144958
STN 24.497145
SVC 10.38479
SYP 13165.995682
SZL 19.012785
THB 37.099564
TJS 11.114258
TMT 4.166614
TND 3.428186
TOP 2.866345
TRY 51.940418
TTD 8.040063
TWD 37.518613
TZS 3078.648294
UAH 51.158839
UGX 4224.507733
USD 1.190461
UYU 45.504506
UZS 14601.175925
VES 458.078084
VND 30815.090225
VUV 142.617931
WST 3.230545
XAF 655.880573
XAG 0.01452
XAU 0.000236
XCD 3.217281
XCG 2.138851
XDR 0.815705
XOF 655.880573
XPF 119.331742
YER 283.746032
ZAR 18.957384
ZMK 10715.574506
ZMW 22.436386
ZWL 383.328046
  • MDAX

    -95.9200

    31869.95

    -0.3%

  • Euro STOXX 50

    2.3500

    6061.36

    +0.04%

  • SDAX

    28.4400

    18161.46

    +0.16%

  • Goldpreis

    -30.2000

    5049.2

    -0.6%

  • TecDAX

    -11.3200

    3624.08

    -0.31%

  • DAX

    -42.1400

    24972.73

    -0.17%

  • EUR/USD

    -0.0025

    1.1895

    -0.21%

Whatsapp-Klage gegen europäische Strafe von 225 Millionen Euro wird neu aufgerollt
Whatsapp-Klage gegen europäische Strafe von 225 Millionen Euro wird neu aufgerollt / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Whatsapp-Klage gegen europäische Strafe von 225 Millionen Euro wird neu aufgerollt

Eine europäische Klage von Whatsapp gegen eine hohe Geldbuße wegen Datenschutzverstößen wird neu entschieden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg erklärte die Klage am Dienstag für zulässig. Die Vorinstanz, das Gericht der Europäischen Union, hatte das anders gesehen. Diese Entscheidung wurde aber nun aufgehoben, es muss den Fall neu aufrollen. Es geht um 225 Millionen Euro. (Az. C-97/23 P)

Textgröße:

Die irische Datenschutzbehörde DPC hatte die Strafe - damals eine Rekordstrafe - gegen den Messengerdienst 2021 verhängt. Es ging um Verstöße gegen europäisches Datenschutzrecht; Whatsapp habe nicht klar genug gemacht, wie Daten genutzt werden.

Dem Beschluss ging ein langes Verfahren voraus: Europäische Behörden hatten eine zuvor beschlossene Strafe als zu niedrig angesehen und Irland aufgefordert, sie zu erhöhen. Die DPC war für den Fall zuständig, weil der europäische Hauptsitz von Meta, dem Mutterkonzern von Whatsapp, in Irland liegt.

Eröffnet wurde das Verfahren gegen Whatsapp schon 2018. Eine erste Entscheidung in dem Fall wurde von der DPC 2020 an andere europäische Regulierungsbehörden weitergeleitet, deren Einverständnis eingeholt werden musste. Weil kein Konsens erreicht werden konnte, begann ein Streitschlichtungsverfahren.

Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) traf schließlich eine verbindliche Entscheidung, in der die DPC angewiesen wurde, die Strafe zu erhöhen. Whatsapp sollte außerdem die Verwendung von Nutzerdaten mit der Datenschutz-Grundverordnung in Einklang bringen.

Whatsapp klagte vor dem EU-Gericht gegen die Entscheidung des EDSA, hatte dort aber zunächst keinen Erfolg. Das Gericht erklärte die Klage für unzulässig. Der EDSA-Beschluss sei nur eine Zwischenmaßnahme - Whatsapp könne nur in Irland gegen den endgültigen Beschluss der irischen Behörde klagen. Gegen dieses Urteil wandte sich Whatsapp an den EuGH.

Dieser beurteilte die Lage nun anders als das Gericht. Er erklärte, dass der Beschluss einer EU-Einrichtung auch vor den EU-Gerichten angefochten werden kann. Er sei keine Zwischenmaßnahme, sondern verbindlich für die nationalen Aufsichtsbehörden. Whatsapp sei von dem EDSA-Beschluss direkt betroffen und könne darum klagen.

Vor dem EuGH ging es nicht darum, ob der Messengerdienst tatsächlich gegen den Datenschutz verstoßen hat oder das Bußgeld angemessen ist. Damit muss sich nun das EU-Gericht befassen. Wann dort verhandelt wird, war noch nicht bekannt.

Erst im Januar hatte die EU-Kommission angekündigt, dass sie Whatsapp stärker kontrollieren will. Die App gilt demnach künftig als besonders große Online-Plattform und unterliegt einer strengeren Aufsicht. Brüssel kann damit prüfen, ob sich Whatsapp an die EU-Gesetze hält, hat aber keinen Zugriff auf private Chatnachrichten. Am Montag wies die Kommission den Meta-Konzern außerdem an, bei Whatsapp neben dem hauseigenen Chatbot auch die KI-Anbieter der Konkurrenz zuzulassen.

(H.Schneide--BBZ)