Berliner Boersenzeitung - EU wendet Mercosur-Handelsabkommen vorläufig an - Kritik aus Frankreich

EUR -
AED 4.339071
AFN 73.837789
ALL 96.28304
AMD 445.361537
ANG 2.114262
AOA 1083.279295
ARS 1650.330931
AUD 1.66015
AWG 2.120486
AZN 2.012949
BAM 1.957016
BBD 2.378178
BDT 144.289674
BGN 1.946412
BHD 0.445373
BIF 3502.641028
BMD 1.181329
BND 1.494729
BOB 8.159071
BRL 6.056325
BSD 1.180734
BTN 107.437771
BWP 15.540658
BYN 3.418124
BYR 23154.051987
BZD 2.374776
CAD 1.61183
CDF 2610.737922
CHF 0.908271
CLF 0.026129
CLP 1031.714309
CNY 8.101733
CNH 8.105058
COP 4449.216475
CRC 557.14626
CUC 1.181329
CUP 31.305223
CVE 110.601993
CZK 24.229421
DJF 209.946287
DKK 7.471719
DOP 71.175547
DZD 153.459434
EGP 56.645963
ERN 17.719938
ETB 184.583148
FJD 2.590124
FKP 0.875011
GBP 0.8767
GEL 3.166424
GGP 0.875011
GHS 12.605243
GIP 0.875011
GMD 85.650915
GNF 10372.070646
GTQ 9.056629
GYD 247.033529
HKD 9.241733
HNL 31.346617
HRK 7.531021
HTG 154.776192
HUF 376.655454
IDR 19833.867251
ILS 3.704371
IMP 0.875011
INR 107.50007
IQD 1548.131894
IRR 1552638.665568
ISK 143.496512
JEP 0.875011
JMD 184.094413
JOD 0.837609
JPY 184.502401
KES 152.391879
KGS 103.307691
KHR 4739.493096
KMF 492.614683
KPW 1063.160126
KRW 1703.02823
KWD 0.362125
KYD 0.984012
KZT 588.105501
LAK 25298.164866
LBP 105381.898559
LKR 365.146935
LRD 216.951555
LSL 18.795398
LTL 3.488158
LVL 0.714575
LYD 7.478263
MAD 10.800307
MDL 20.208559
MGA 4973.39627
MKD 61.572672
MMK 2480.732164
MNT 4233.58727
MOP 9.515914
MRU 47.206361
MUR 54.818094
MVR 18.251983
MWK 2050.787869
MXN 20.355283
MYR 4.596911
MZN 75.492887
NAD 18.795393
NGN 1609.490577
NIO 43.38436
NOK 11.235154
NPR 171.900834
NZD 1.969588
OMR 0.454221
PAB 1.180734
PEN 3.963955
PGK 5.030813
PHP 68.208811
PKR 330.033886
PLN 4.221894
PYG 7605.726875
QAR 4.301342
RON 5.096299
RSD 117.367462
RUB 91.320212
RWF 1720.01529
SAR 4.431033
SBD 9.504009
SCR 16.557299
SDG 710.573846
SEK 10.667438
SGD 1.494504
SHP 0.886303
SLE 29.00207
SLL 24771.881536
SOS 675.133954
SRD 44.562144
STD 24451.128994
STN 24.807913
SVC 10.331421
SYP 130.598257
SZL 18.795383
THB 36.7104
TJS 11.234882
TMT 4.134652
TND 3.379827
TOP 2.844358
TRY 51.906468
TTD 8.014981
TWD 37.052985
TZS 3030.10975
UAH 50.908439
UGX 4256.645458
USD 1.181329
UYU 45.35819
UZS 14397.453691
VES 492.420772
VND 30767.718571
VUV 140.481117
WST 3.194537
XAF 656.364924
XAG 0.012601
XAU 0.000224
XCD 3.192602
XCG 2.128023
XDR 0.816847
XOF 655.051277
XPF 119.331742
YER 281.806505
ZAR 18.81617
ZMK 10633.384476
ZMW 22.310866
ZWL 380.387515
  • DAX

    -4.7600

    25284.26

    -0.02%

  • Euro STOXX 50

    -23.1500

    6138.41

    -0.38%

  • Goldpreis

    102.2000

    5296.4

    +1.93%

  • SDAX

    115.0200

    18194.96

    +0.63%

  • MDAX

    107.7200

    31560.34

    +0.34%

  • EUR/USD

    0.0014

    1.1818

    +0.12%

  • TecDAX

    33.4000

    3787.92

    +0.88%

EU wendet Mercosur-Handelsabkommen vorläufig an - Kritik aus Frankreich
EU wendet Mercosur-Handelsabkommen vorläufig an - Kritik aus Frankreich / Foto: Simon Wohlfahrt - AFP

EU wendet Mercosur-Handelsabkommen vorläufig an - Kritik aus Frankreich

Die Europäische Union will das umstrittene Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten noch während einer laufenden juristischen Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorläufig anwenden. Nach Gesprächen mit Mitgliedsländern und EU-Abgeordneten "wird die Kommission nun die vorläufige Anwendung vornehmen", kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag an. Am Vortag hatten Uruguay und Argentinien das Vertragswerk als erste Staaten ratifiziert und so den Weg dafür freigemacht.

Textgröße:

Von der Leyen betonte, dass das Abkommen "nur vollständig abgeschlossen werden kann, wenn das Europäische Parlament seine Zustimmung gegeben hat". Hier allerdings kommt es zu Verzögerungen: Die Abgeordneten hatten das Abkommen zunächst dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) für eine juristische Prüfung vorgelegt, die mehrere Monate dauern dürfte.

Das Handelsabkommen der EU mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten soll eine der weltweit größten Freihandelszonen schaffen und die meisten Zölle auf beiden Seiten beseitigen. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte nach Südamerika exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Erzeugnisse und Rohstoffe nach Europa.

Deutschland erhofft sich von dem Abkommen neue Exportmöglichkeiten und hatte sich daher auch für eine vorläufige Anwendung ausgesprochen. Industrieverbände wie der VDMA (Maschinenbau) und die Deutsche Industrie- und Handelskammer drängten auf eine rasche Umsetzung.

Bbesonders aus Frankreich kommt allerdings heftiger Widerstand. Französische Bauern protestieren seit Monaten gegen das Abkommen, sie fürchten vor allem billige Rindfleischimporte. Auch in Polen, Ungarn und Rumänien gibt es Kritik.

Sie bedaure die Entscheidung der EU für eine vorläufige Anwendung, sagte die französische Landwirtschaftsministerin Annie Genevard. Die Entscheidung stehe der Entscheidung des Europäischen Parlament entgegen und sei "sehr schädlich für das Funktionieren unserer Institutionen und besonders für den Geist unserer europäischen Institutionen".

Die konservative französische EU-Abgeordnete Céline Imart erklärte ihrerseits, die EU-Kommission habe sich zur "Geringschätzung" der Landwirtschaft entschieden. "Wir werden weiterhin entschlossen dafür kämpfen, dass diese vorläufige Anwendung niemals dauerhaft wird."

Für die kommenden Tage wird nun auch mit der Ratifizierung des Abkommens in Brasilien gerechnet. Dort hatte das Abgeordnetenhaus das Abkommen bereits abgesegnet, die Zustimmung des Senats steht noch aus. In Paraguay wiederum wird das Abkommen dem Parlament nach einer am Sonntag endenden Sitzungspause zur Abstimmung vorgelegt.

(U.Gruber--BBZ)