Berliner Boersenzeitung - EU Inc.: Neue Unternehmensform soll Startups beim Gründen und Wachsen helfen

EUR -
AED 4.31455
AFN 75.17582
ALL 95.497748
AMD 434.609215
ANG 2.102431
AOA 1078.299107
ARS 1629.799413
AUD 1.621782
AWG 2.115782
AZN 1.997833
BAM 1.949267
BBD 2.366459
BDT 144.435342
BGN 1.959384
BHD 0.443243
BIF 3494.490103
BMD 1.174619
BND 1.487509
BOB 8.118757
BRL 5.802377
BSD 1.174957
BTN 111.168968
BWP 15.722243
BYN 3.318066
BYR 23022.523033
BZD 2.363071
CAD 1.601181
CDF 2720.416217
CHF 0.914334
CLF 0.026757
CLP 1053.08021
CNY 8.00062
CNH 8.003075
COP 4377.638785
CRC 536.101092
CUC 1.174619
CUP 31.127391
CVE 110.355846
CZK 24.315545
DJF 208.753027
DKK 7.472242
DOP 69.948993
DZD 155.426683
EGP 61.927887
ERN 17.619278
ETB 184.530583
FJD 2.565308
FKP 0.86525
GBP 0.864046
GEL 3.147258
GGP 0.86525
GHS 13.214287
GIP 0.86525
GMD 86.334925
GNF 10313.150391
GTQ 8.968904
GYD 245.775292
HKD 9.203725
HNL 31.279893
HRK 7.533412
HTG 153.749219
HUF 358.757838
IDR 20341.69118
ILS 3.410628
IMP 0.86525
INR 111.038683
IQD 1538.750264
IRR 1542274.119942
ISK 143.785121
JEP 0.86525
JMD 185.131149
JOD 0.832823
JPY 183.603453
KES 151.737226
KGS 102.685737
KHR 4714.328613
KMF 492.164793
KPW 1057.160776
KRW 1697.429557
KWD 0.361712
KYD 0.979115
KZT 544.084304
LAK 25806.369524
LBP 104988.695268
LKR 376.137855
LRD 215.630544
LSL 19.422288
LTL 3.468343
LVL 0.710515
LYD 7.447119
MAD 10.804726
MDL 20.197227
MGA 4886.413132
MKD 61.626822
MMK 2466.169432
MNT 4204.722635
MOP 9.48288
MRU 46.860325
MUR 54.960077
MVR 18.153718
MWK 2046.185399
MXN 20.262636
MYR 4.610383
MZN 75.069563
NAD 19.422339
NGN 1600.253173
NIO 43.13183
NOK 10.911504
NPR 177.87015
NZD 1.969841
OMR 0.451696
PAB 1.174957
PEN 4.067112
PGK 5.095789
PHP 71.404705
PKR 327.454346
PLN 4.232021
PYG 7190.901262
QAR 4.280334
RON 5.265784
RSD 117.377293
RUB 87.795473
RWF 1714.943042
SAR 4.399208
SBD 9.419773
SCR 16.367148
SDG 705.356436
SEK 10.854181
SGD 1.4893
SHP 0.876971
SLE 28.954576
SLL 24631.158596
SOS 671.301108
SRD 43.943644
STD 24312.231862
STN 24.901913
SVC 10.280503
SYP 130.621923
SZL 19.428198
THB 37.834281
TJS 10.979956
TMT 4.117038
TND 3.374091
TOP 2.8282
TRY 53.113783
TTD 7.962282
TWD 36.868914
TZS 3044.826098
UAH 51.515534
UGX 4418.174644
USD 1.174619
UYU 47.21178
UZS 14183.51893
VES 579.670053
VND 30921.832595
VUV 138.899141
WST 3.197999
XAF 653.763272
XAG 0.015185
XAU 0.00025
XCD 3.174466
XCG 2.117594
XDR 0.818038
XOF 654.851416
XPF 119.331742
YER 280.293319
ZAR 19.256347
ZMK 10572.975752
ZMW 22.236385
ZWL 378.226685
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1752

    -0.02%

  • Euro STOXX 50

    157.5000

    6027.13

    +2.61%

  • MDAX

    646.6900

    31779.41

    +2.03%

  • DAX

    516.9900

    24918.69

    +2.07%

  • TecDAX

    5.5000

    3810.45

    +0.14%

  • SDAX

    165.2200

    18348.1

    +0.9%

  • Goldpreis

    7.0000

    4701.3

    +0.15%

EU Inc.: Neue Unternehmensform soll Startups beim Gründen und Wachsen helfen
EU Inc.: Neue Unternehmensform soll Startups beim Gründen und Wachsen helfen / Foto: NICOLAS TUCAT - AFP

EU Inc.: Neue Unternehmensform soll Startups beim Gründen und Wachsen helfen

Schneller gründen, einfacher Investitionen an Land ziehen: Die neue Unternehmensform "EU Inc." soll Startups beim Wachsen helfen und sie damit in Europa halten. "Jeder Unternehmer wird innerhalb von 48 Stunden eine Firma gründen können, vollständig digital und von jedem Ort in der Europäischen Union aus", erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch. Sie stellte "EU Inc" in Brüssel vor.

Textgröße:

Bislang gibt es in den 27 EU-Staaten nach Kommissionsangaben mehr als 60 verschiedene Unternehmensformen, für eine deutsche GmbH gelten andere Regeln als für eine vergleichbare Firma in Frankreich oder Irland. Für kleine Unternehmen ist es deshalb kompliziert, in einem anderen EU-Land einen Standort aufzubauen. Investoren aus anderen Staaten sind bisweilen skeptisch.

Die Kommission will nun eine zentrale Internetseite aufsetzen, wo sich Unternehmerinnen und Unternehmer registrieren können, für maximal hundert Euro und innerhalb von zwei Tagen. Die Informationen sollen nach Vorstellung der Kommission automatisch an nationale Register in allen 27 Staaten fließen. Die neue Firma soll ohne weitere Anträge Steuer- und Umsatzsteuernummern bekommen.

Auch neue Investitionen oder die Übertragung von Anteilen sollen digital abgewickelt werden können. Das Gleiche gilt für Insolvenzen. "Das ermöglicht Gründerinnen und Gründern, innovative Ideen zu testen, und bei Bedarf von Neuem anzufangen", teilte die Kommission mit.

Die Kommission will so verhindern, dass erfolgreiche Startups abwandern und in den USA oder anderswo weiter wachsen und an die Börse gehen - wie in der Vergangenheit der Musikstreamingdienst Spotify oder der Finanzdienstleister Klarna.

Deutsche Wirtschaftsverbände begrüßten, dass die neue Rechtsform allen Unternehmen offensteht, Startups wie bestehenden Firmen. EU Inc. könnte Unternehmen "die Expansion im Binnenmarkt deutlich erleichtern", erklärte der stellvertretende Geschäftsführer des Industrieverbands BDI, Holger Lösch.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) forderte, die Vorschläge nun rasch umzusetzen. DIHK-Chefjustiziar Stephan Wernicke warnte davor, "Sonderinteressen im Arbeitsrecht, im Insolvenzrecht oder im Finanzierungsrecht zu Voraussetzungen des Gesamtprojekts zu machen" und die Rechtsform damit zu verkomplizieren. In den vergangenen Jahrzehnten gab es schon einmal eine einheitliche EU-Rechtsform, die wegen hoher Hürden kaum genutzt wurde.

Gewerkschaftsverbände hatten im Vorfeld gemahnt, die neue Unternehmensform dürfe nicht die Arbeitsrechte der verschiedenen Länder untergraben. Die Kommission schlägt nun vor, dass sich für Beschäftigte die Gesetze des Landes gelten, wo sie den Großteil ihrer Arbeit erledigen. Das betrifft etwa den Mindestlohn, Arbeitszeiten, Sicherheitsvorkehrungen und Betriebsräte.

Die Vorschläge aus Brüssel gehen nun in die Verhandlungen im Europaparlament und im Rat der 27 Mitgliedstaaten. Der Rat sich zum Ziel gesetzt, die neue Rechtsform bis Jahresende zu beschließen - in jedem Fall dürften die Beratungen aber mehrere Monate dauern.

(F.Schuster--BBZ)