Berliner Boersenzeitung - Drohende Unicredit-Übernahme: Commerzbank kündigt Abbau von 3000 weiteren Stellen an

EUR -
AED 4.321909
AFN 75.902
ALL 95.771107
AMD 434.467785
ANG 2.106391
AOA 1080.330027
ARS 1642.274312
AUD 1.625962
AWG 2.118295
AZN 1.985882
BAM 1.96238
BBD 2.377953
BDT 144.865714
BGN 1.963074
BHD 0.445872
BIF 3513.892011
BMD 1.176831
BND 1.494673
BOB 8.158284
BRL 5.796837
BSD 1.180659
BTN 111.287441
BWP 15.808002
BYN 3.336559
BYR 23065.882674
BZD 2.374541
CAD 1.605985
CDF 2725.54041
CHF 0.915221
CLF 0.026641
CLP 1048.521452
CNY 8.008392
CNH 8.002473
COP 4400.052486
CRC 541.588257
CUC 1.176831
CUP 31.186015
CVE 110.63689
CZK 24.298083
DJF 210.243129
DKK 7.472605
DOP 70.211831
DZD 155.647877
EGP 62.040143
ERN 17.652461
ETB 184.342777
FJD 2.57014
FKP 0.86476
GBP 0.864176
GEL 3.153737
GGP 0.86476
GHS 13.282534
GIP 0.86476
GMD 85.908987
GNF 10361.476442
GTQ 9.015457
GYD 247.018217
HKD 9.214544
HNL 31.386969
HRK 7.538657
HTG 154.634526
HUF 355.073961
IDR 20429.781797
ILS 3.419051
IMP 0.86476
INR 111.146603
IQD 1546.685821
IRR 1545061.090179
ISK 143.796851
JEP 0.86476
JMD 185.96351
JOD 0.834342
JPY 184.35583
KES 151.987652
KGS 102.879134
KHR 4735.676856
KMF 493.092378
KPW 1059.089938
KRW 1725.280964
KWD 0.361998
KYD 0.983899
KZT 546.773254
LAK 25909.651267
LBP 105366.039227
LKR 380.181465
LRD 216.662884
LSL 19.263123
LTL 3.474875
LVL 0.711853
LYD 7.467976
MAD 10.82119
MDL 20.312934
MGA 4902.165513
MKD 61.626661
MMK 2470.881826
MNT 4211.762597
MOP 9.52313
MRU 47.236169
MUR 55.099474
MVR 18.187949
MWK 2047.150739
MXN 20.28109
MYR 4.611415
MZN 75.198752
NAD 19.263287
NGN 1601.972297
NIO 43.445112
NOK 10.868008
NPR 178.045885
NZD 1.972016
OMR 0.452493
PAB 1.180659
PEN 4.089512
PGK 5.137987
PHP 71.222983
PKR 328.964472
PLN 4.2283
PYG 7226.166922
QAR 4.303639
RON 5.239285
RSD 117.378579
RUB 87.440025
RWF 1730.903477
SAR 4.448625
SBD 9.452608
SCR 16.208029
SDG 706.681291
SEK 10.842374
SGD 1.491351
SHP 0.878623
SLE 28.948494
SLL 24677.547872
SOS 674.762384
SRD 44.049995
STD 24358.020485
STN 24.581269
SVC 10.330637
SYP 130.091513
SZL 19.257568
THB 37.882439
TJS 11.033723
TMT 4.130676
TND 3.42477
TOP 2.833526
TRY 53.386632
TTD 7.986779
TWD 36.903646
TZS 3065.225138
UAH 51.696576
UGX 4415.805578
USD 1.176831
UYU 47.210295
UZS 14306.969264
VES 583.95408
VND 30962.416997
VUV 138.896796
WST 3.182259
XAF 658.127258
XAG 0.014651
XAU 0.000249
XCD 3.180444
XCG 2.127834
XDR 0.818499
XOF 658.163731
XPF 119.331742
YER 280.790888
ZAR 19.301631
ZMK 10592.883433
ZMW 22.491219
ZWL 378.939021
  • MDAX

    -181.1500

    31380.08

    -0.58%

  • SDAX

    23.6900

    18611.89

    +0.13%

  • TecDAX

    -4.9500

    3790.82

    -0.13%

  • Euro STOXX 50

    -44.0800

    5928.57

    -0.74%

  • Goldpreis

    17.4000

    4728.3

    +0.37%

  • DAX

    -174.3700

    24489.24

    -0.71%

  • EUR/USD

    0.0035

    1.1767

    +0.3%

Drohende Unicredit-Übernahme: Commerzbank kündigt Abbau von 3000 weiteren Stellen an
Drohende Unicredit-Übernahme: Commerzbank kündigt Abbau von 3000 weiteren Stellen an / Foto: MARCO BERTORELLO, Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Drohende Unicredit-Übernahme: Commerzbank kündigt Abbau von 3000 weiteren Stellen an

Die Commerzbank will sich mit Stellenstreichungen und höheren Gewinnzielen gegen eine feindliche Übernahme durch die Unicredit wehren. Die Frankfurter Bank kündigte am Freitag den Abbau von weiteren 3000 Arbeitsplätzen an und hob die Geschäftsziele bis zum Jahr 2030 an. Niedrigere Kosten und höhere Gewinne treiben den Aktienkurs in die Höhe, wodurch eine mögliche Übernahme teurer wird.

Textgröße:

Die Unicredit hat seit Ende 2024 im großen Stil Anteile an der Commerzbank gekauft und strebt eine Übernahme an. Am Dienstag unterbreitete sie den Commerzbank-Aktionären offiziell ein Tauschangebot. Erklärtes Ziel des als nicht sonderlich attraktiv bewerteten Angebots ist es, zunächst die Commerzbank-Anteile der Italiener auf über 30 Prozent zu steigern. Bislang hält die Unicredit rund 25 Prozent der Commerzbank-Anteile.

Die Frankfurter Bank lehnt die Übernahmepläne ab und setzt auf ehrgeizige Geschäftsziele, um ihre Aktionäre zu überzeugen, ihre Anteile nicht zu verkaufen. In ihrem Quartalsbericht verwies sie erneut darauf, dass die Unicredit den Commerzbank-Aktionären keine Prämie anbiete, und bezeichnet die von der italienischen Bank vorgestellten Pläne für eine gemeinsame Zukunft als "vage" und risikoreich.

Für das laufende Geschäftsjahr hob die Commerzbank die Gewinnerwartung von 3,2 auf 3,4 Milliarden Euro an. 2025 waren es noch 2,6 Milliarden Euro. 2028 sollen es 4,6 Milliarden Euro sein und 2030 fast sechs Milliarden Euro. "Die fortgesetzte Transformation der Bank geht mit einem konzernweiten Abbau von weiteren rund 3000 Stellen brutto einher", hieß es in der Mitteilung weiter.

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp sieht ihr Unternehmen auf Kurs. "Wir sind mit Ergebnissen auf Rekordniveau ins Jahr gestartet", erklärte sie. "Das beweist: Unsere Strategie funktioniert - und hat mehr Potenzial als ursprünglich geplant." Die Ziele bis 2030 spiegelten dies nun wider. "Daran muss sich jede Alternative messen lassen."

Dem am Freitag vorgestellten Quartalsbericht für den Jahresauftakt zufolge stieg der Nettogewinn um neun Prozent auf 913 Millionen Euro, der Umsatz um fünf Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Bank bereits 3000 Stellen abgebaut.

Im Streit um eine mögliche Übernahme durch die Unicredit hatte sich zuletzt der Ton deutlich verschärft. Die Italiener kritisierten die Strategiepläne der Commerzbank. Wegen Werbeanzeigen mit Negativbotschaften über die deutsche Bank handelten sie sich einen Rüffel der deutschen Bankenaufsicht Bafin ein. Die Commerzbank warf der Unicredit eine "anhaltend feindliche Taktik und irreführende Darstellung" vor.

Unterstützung erhalten die Frankfurter dabei von der Bundesregierung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kritisierte das Vorgehen der Unicredit am Donnerstag erneut scharf. "Feindliches und aggressives Vorgehen lehnen wir entschieden ab", sagte er bei einer Veranstaltung der Deutschen Industrie- und Handelskammer. "So wird Vertrauen zerstört und nicht neues Vertrauen ermöglicht."

Der deutsche Staat hält noch einen Anteil von 12,1 Prozent an der Commerzbank - ein Überbleibsel der Rettungsaktion von 2008 während der weltweiten Finanzkrise. Infolge der Übernahmepläne der Unicredit hatte die Bundesregierung angekündigt, keine weiteren Anteile zu verkaufen.

(K.Lüdke--BBZ)